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Dienstag, 15. September 2015

Selbstgemachte Ravioli mit ricotta e spinaci & Walnusssoße

Zur Auflockerung meiner Reiseberichte über die USA hab ich heute mal zur Abwechslung wieder was für den Teller für euch, denn ich habe die Tage mal wieder Nudeln gemacht. Weil selbstgemachte Nudeln einfach die allerallerbesten sind. Weil es mir an manchen Tagen völlig total schnurzpiepegal ist, dass ich hier für 5 Menschen jede Nudel einzeln ausstechen muss. Weil ich einfach weiß, dass wir das alle hier so lecker finden. So einfach ist das.

Die einzige Hilfe die ich bei der ganzen Aktion habe ist meine Kitchenaid. Und ich sag euch jetzt auch mal warum ich die so großartig finde. Weil ich finde, dass das mal gesagt werden muss. Zu lange hatte ich nämlich selber keine Küchenmaschine. Ich war der felsenfest Ansicht, dass ich das mit nem kleinen Mixer oder wahlweise meinen Händen genauso gut kann. Außerdem ists sportlicher ;-D.....und spart Platz in der Küche. Aber......wie das Leben so spielt. Irgendwann zog doch eine Küchenmaschiene zu mir (Sie klopfte an der Tür, sah so arm und allein gelassen aus und ich sagte.......blablabla....ach ich weiß auch nicht!) und wir zwei sind inzwischen die besten Freunde. Warum?

Weil.....und das ist nullkommanull eine Werbeveranstalltung hier (höchstens von mir selbst)!.....ALLE Teige besser aus der Küchenmaschine kommen, als ich sie jemals mit den Händen kneten könnte. Soooo wahr! Gleichmäßiger, weicher, fluffiger......alles! Hefeteig ein Traum! Nudelteig...so weich!

Weil ich ihre Aufsätze, hier insbesondere die Nudelaufsätze so liebe. Pasta machen ist da, nach ein wenig Übung, wie man den Teig am besten auswalzt und anhält, einfach hammereinfach! Das Ergebnis auf dem Teller einfach intergalaktisch! Bei der klassischen Tischnudelmaschine kurbelt ihr euch einen Wolf und habt nach 1 Mal Pasta machen Arme wie eine russische Hammerwerferin. Kein wunder, dass ihr so keinen Bock auf Nudelnselbermachen habt!

Weil sie mir Eischaum so fluffig aufschlägt, wie ich das selber nur mit lahmem Arm Dank stundenlangem Mixerhalten hinbekomme. Oder gar nicht. Bin zu ungeduldig!

Weil ich, während sie für mich arbeitet, etwas anderes machen kann (wir erinnern uns, s.o......ungeduldig!) und wenn ich länger brauche ists überhaupt nicht schlimm, weil der Teig dann eher noch besser verknetet/verrührt/aufgeschlagen  ist! Kein Mensch würde einen Teig sooooo lange kneten! Das Ergebnis ist dann aber der Wahnsinn! Ungeahnt!

Weil wir als Parmesanextremesser endlich nicht mehr stundenlang und fast jeden Tag Parmesan mit der Hand reiben müssen, da der Gemüseschneider uns das abnimmt. Und das coolste: Die Jungs stehen seit neustem drauf Käse zu reiben!

Hey.......na und weil sie schön aussieht ;-)!

Es ist also absolut nicht überflüssig sich eine Küchenmaschiene zu kaufen/wünschen/schenken zu lassen. Punkt. Wisster Bescheid und wollte ich nur mal so gesagt haben.




Aber nun zur Pasta:

Zubereitung:

1. Zuerst einmal macht ihr den Nudelteig. Dafür Mehl, Eier, Eigelb, Olivenöl und Salz am besten mit der Küchenmaschine zu einem gleichmäßigen Teig verarbeiten. Den Teig dann zum Ruhen in Frischhaltefolie einwickeln und etwa eine Stunde ruhen lassen.

2. Während der Teig ruht, die Füllung herstellen. Dazu hackt ihr 40 gr Zwiebeln und eine Knoblauchzehe ganz klein und dünstet sie in ein wenig Butter leicht in einer Pfanne an. Abkühlen lassen.

3. Den Babyspinat in ein Küchensieb geben und mit heißem Wasser übergießen, bis er zusammengefallen ist. Den Spinat gut abtropfen lassen und klein hacken.





4. In einer Schüssel dann den Ricotta, den Spinat, die abgekühlten Zwiebeln, den Parmesan und die Gewürze mit einander gut vermengen.




5. Eine Portion des Nudelteigs jetzt mit dem Lasagneaufsatz auf dünner Stufe auswalzen und auf die bemehlte Arbeitsplatte vor sich legen. Mit dem Ravioliausstecker die Lage markieren und mit einem Löffel jeweils eine Portion der Füllung darauf setzen.





6. Nun noch eine Portion Nudelteig auswalzen und über die vorarrangierten Raviolimarkierungen samt Füllung legen. Teig andrücken, vor allem Luft heraus drücken und mit dem Ravioliausstecher die einzelnen Nudeln herauslösen. Falls der Teig nicht gut zusammenkleben sollte, kann man bevor man die zweite Teiglage aufdrückt, um den ersten Teigboden um die Füllung herum ein wenig verquirltes Ei pinseln. Bei mir war das allerdings nicht nötig.





7. Die Pasta nun zum Trocknen auf ein sauberes Tuch legen. Aber was sag ich da.....Trocknen? Bei uns wird die sofort gegessen ;-). Rein THEORETISCH könnte man die aber jetzt auch trocknen. Und erst morgen essen oder so......tssss.....verrückte Vorstellung ;-D!





8. Für die Sauce eine kleine Zwiebel klein hacken und in einem Topf kurz glasig dünsten. Den Portwein, Brühe und die Sahne angießen und kurz aufkochen lassen.

9. Die Walnüsse in einem Hecksler zu Mehl pürieren und in die Sahnemischung geben. Nochmals kurz aufkochen lassen und  mit Salz und Pfeffer abschmecken.

10. Die Pasta in heißem Wasser bissfest kochen (Das geht sehr schnell!! Eine 1-2 Minuten reichen oft!), am besten mit einer Schaumkelle herausholen und direkt auf die Teller drapieren. Soße darüber geben und sofort servieren.




Ich wünsch euch was,














Kitchenaid von Amazon

Einkaufsliste:

Ravioli:

540 gr Mehl
3 Eier
6 Eigelb
3 Tl Olivenöl
1 Pr Salz

300 gr Ricotta

400 gr frischen Baby-Spinat
40 gr Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
30 gr Parmesan
Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Prise Curry


Walnusssoße:


1 kleine Zwiebel

100 gr Walnüsse
Portwein
150 ml Sahne
150 ml Brühe



Donnerstag, 18. Juni 2015

An die Messergabelnlöffel, Männer! Wir machen einen Test.......einen GEFRO Balance Test!

Ich bin ja irgendwie nicht so ein wahnsinnig großer Freund von Lebensmittelprodukttests. Puhh, gähn.....ist mir vieeeel zu langweilig. Aber ich bin natürlich auch total froh, dass es im Netz genügend Menschen gibt, die genau das machen und bei denen man sich toll informieren kann, wenn man zu einem bestimmten Produkt eine Frage hat. Ganz klar super, aber thematisch leider irgendwie so gar nicht meine Baustelle. Deshalb hab ich auch direkt abgewunken, als mir ein GEFRO Balance Testpaket mit allem Schnickischnacki angeboten wurde. Die extra großen Packungen. Ochnö....

Aber.

Ich wohne ja nicht alleine und habe Jungs, die das ein oder andere Mal doch mitbekommen, was die bloggende Ma so tut und für Anfragen bekommt. Und die finden es von Zeit zu Zeit immer mal wieder super spannend Fertigsoßensuppennudelnwasweißichundalldas auszuprobiern. Weils so cool ist.  Und weil man sich dann voll erwachsen vorkommt......so quasi wie ein Student. Und weil das doch alle machen.

Aha.

So ist das eben. Erwachsen werden heißt ja auch mal drüber nachdenken zu dürfen, was denn andere so auf den Teller schmeißen und wie man das dann so findet. Ich kann mich auch noch gut an spontan auftretende Phasen in meiner Jugend und Studentenzeit erinnern, in denen ichs einfach wissen wollte. Wissen wollte, ob das denn auch so lecker schmeckt wie´s auf der Verpackung manchmal aussieht. Ob man sich auch nach den zehnten Tütensuppe und Ravioli aus der Dose noch super fühlt, na und wie das überhaupt so schmeckt. Fertigprodukte gabs bei uns zuhause nämlich niemalsnie. Absolut nie. Und das nicht, weil meine Mutter so eine sagenhafte und ernährungsbewußte Köchin gewesen wäre, sondern einfach weil meine Mutter selber mit sowas einfach nicht vertraut war. Was ja per se erstmal nicht das Schlimmste ist.

So hab ich mich dann gepuscht von den Jungs doch zu dem Test durchgerungen. Na und da ich wohl nicht das Zeug zu nem richtig ausgebufften Tester habe, gibts heute hier eine ganz persönliche, spezielle Rezension der Produkte. Keine Sorge.....;-D.....ich nerv euch nicht mit stundenlangem Reklamebla. Hier kommen Fakten auf den Tisch ;-D! Und ein Salat und selbstgemachte Ravioli ;-D!




Nur damit ihr wisst worums eigentlich geht: Wir haben die neuen GEFRO Balance Produkte* getestet, die mit einer konsequent stoffwechseloptimierten Rezeptur, ohne Haushaltszucker oder andere schnelle Kohlehydrate, sondern statt dessen mit der viel langsamer vom Körper abbaubaren Isomaltulose, Inulin (aus Chicoreewurzel) und Glucomannan (aus asiatischer Teufelszunge/Konjakwurzel) daher kommen. Dazu gibts noch die tollen Trendschlagworte vegan, glutenfrei, ballaststoffreich und lactosefrei.




Los gehts! Angefangen habe  ich mit einem Salat. Das Rezept habe ich von der Gefroseite, und ich war wirklich überrascht, dass man dort Rezepte finden kann, die gar nicht mal so schlecht sind! Das hat mein Vertrauen erweckt, denn wer weiß was gut ist, kann vielleicht auch super Fertigprodukte herstellen. Ich habe den Grapefruitsalat mit Zuckerschoten und Ruccola gemacht.




Zuckerschoten putzen, kurz blanchieren und abkühlen lassen, Grapefruitfilets ausschneiden (Saft in einer Schale auffangen!), Salat putzen und waschen, Granatapfel entkernen, Feta (es passen auch kleine Mozzarellakugeln oder ein Ziegenfrischkäse super dazu) zerbröseln und dann einfach alles auf einem Teller anrichten.






Wir haben dazu das Salatdressing Gartenkräuter getestet. Urteil? Zu sauer, leicht brennend, zu salzig, zu künstlich. Hat uns leider überhaupt nicht geschmeckt. Auch wenn die Kerne darin eine gute Idee sind. Ich habe dann aus dem übrig gebliebenem Grapefruitsaft, etwas Olivenöl und ein wenig Himbeerbalsamico, Salz und Pfeffer eine einfache Salatsoße schnell nachgemacht. Für uns passte es dann und wie gesagt, das Rezept ist sonst gut!




Danach gabs ne Runde Suppenpausen. Davon habe ich mir persönlich rein gar nichts erwartet, aber die Jungs waren ganz wild drauf. Es gab die Geschmäcker Tom-Soja, Gemüselust und Taste of Asia.
Für mich waren die alle drei nix, bin wohl kein Fertigsuppenfreak.......aber die Jungs meinten Taste of Asia wäre gar nicht mal schlecht gewesen. Die anderen beiden mochten sie leider auch nicht. 




 Auf ein Produkt war ich dann besonders gespannt: Die Gemüsebrühe. Denn auch wenn in diesem Haushalt extrem viel frisch gekocht wird, gibt es ein Produkt, was ich einfach nicht in ausreichend großer Menge für den täglichen Bedarf herstellen kann. Eben Brühe. Die brauche ich ja auch für Risotto, Pastasaucen und all das. Selbst wenn man die einfrieren kann.....so einen großen Freezer hab ich gar nicht, als dass das neben der tonnenweise vorgekochten Bolognese, dem Eis und.....jaja....alles klar? Da greife ich schon auch mal gerne auf ein Fertigprodukt zurück, auch wenn ich seit Jahren eigentlich nicht besonders glücklich mit den angebotenen Produkten bin. Und ich hatte sie auch wirklich schon alle........Reformhausware, bio, klassisches convenience, ohne/mit Glutamat, mit/ohne Hefeextrakt (was ja fast noch viel böser ist als Glutamat). Alle waren schon im Topf und mein Traumprodukt habe ich noch nicht gefunden. In der Gefro Brühe ist leider auch wieder Hefeextrakt drin und zuviel Salz (gemessen daran, was als Tagesration vernünftig ist). Hm, schade, aber weiter. 




Ich hab für einen Test der Brühe auch hier wieder echte Bedingungen schaffen wollen und hab Ravioli als Suppeneinlage selbst gemacht.

Zuerst einen Pastateig aus Mehl, Eiern, Öl und Salz geschmeidig kneten und dann 1 Stunde ruhen lassen. 




In der Zwischenzeit die Füllung herstellen. Dazu die Pinienkerne, abgetropften, getrockneten Tomaten und die Basilikumblätter in einem Häcksler ganz fein hacken, dann den Ricotta dazugeben, vermengen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Teig zu dünnen Teigplatten ausrollen und auf ein gut bemehltes Ravioliblech legen. Die Füllung mit einem Löffel in die Kuhlen geben, eine zweite Teigplatte darüber geben und mit einem Nudelholz darüber rollen. Fertig ;-)!





Die Brühe roch beim Öffnen durchaus angenehm und auch in der Schale konnte sie ihren ersten positiven Eindruck bestätigen. Sie war höchstens ein wenig salzig, aber das sind Fertigprodukte ja gerne mal. Daran könnte man eigentlich endlich mal was ändern, oder? Dass sie nicht schmeckte wie eine frische Brühe war ja klar. Aber gemessen an all den 3756 Brühen, die ich in meinem Leben schon so ausprobiert habe, gehört sie absolut zu den Besseren. Mit den wirklich superleckeren Ravioli war die Suppe dann gar nicht mal schlecht. Das fanden wir alle. 




Glücklich waren dann alle nach dem Test nicht wirklich. Aber an Erfahrung reicher. Die Brühe hat uns zufriedengestellt, aber nicht 100 % überzeugt. Die Jungs hatten sich von den Fertigsuppen mehr versprochen und vom Salatdressing waren sie regelrecht enttäuscht. Okay, wir sind bestimmt sehr anspruchsvolle Kundschaft, da wir immer den Vergleich mit frisch gekocht ziehen. Aber das ist ja auch nicht verkehrt finde ich, denn nichts ist schlimmer, als wenn Kinder oder auch Erwachsenen gar nicht mehr wissen wie die Dinge in "echt" schmecken. Ziel der Hersteller muss einfach sein, sich dem soweit wie möglich zu nähern und auch bei den Zutaten soweit wie möglich auf seltsame oder gesundheitlich nicht wertvolle Zusätze zu verzichten. Gefro gibt sich da ersichtlich Mühe, muss aber meiner Meinung nach noch weiter nachbessern, um auch die anspruchsvollere Kundschaft zu erreichen. Ach aber ich finde ja, dass sind echte Erfahrungen und genau deshalb haben wir ja den Test gemacht. Weißte als Tester Bescheid. Biste doch wohl eher ein Selberkocher, wa ;-)!? 


Rockt die Hütte Leute!



*Werbung für GEFRO Balance


Einkaufsliste:

Grapefruit Zuckerschotensalat mit Ruccola (Rezept von HIER*):

300 gr Zuckerschoten
200 gr Feta
1/2 Granatapfel
400 gr Ruccola

optional für das Dressing: Himbeeressig, Olivenöl


Ravioli mit Ricotta getr. Tomaten Füllung:

Pastateig:

180 gr Mehl
1 Ei
2 Eigelb
1 Tl Olivenöl
1 Prise Salz

Pastafüllung:

30 gr geröstete Pinienkerne
80 gr abgetropfte getrocknete Tomaten in Öl
4 gr frisches Basilikum
125 gr Ricotta
Salz, Pfeffer


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Dienstag, 17. Juni 2014

Die Geschichte vom Tschiep und ein paar Lumaconi al forno

Ich liebe mein Bett. Es ist weich flauschig, frisch duftend, riesengroß und steht unterm Dach direkt an einem großen Fenster mit direktem Blick in den Sternenhimmel.......hach. Folglich gehe ich auch richtig gerne darin schlafen. Abends werde ich gerne müde und knautsch und kuschel mich juchzend mit einem Sprung in die weichesten Kissen und Decken die die Welt je gesehen hat ;-). Und glaubt mir, wenn ich meine KissEN und DeckEN.......es sind wahrlich viele. Man könnte meinen ich hab nen Kissenunddeckenfimmel ;-D?!

"Warum erzählt sie uns das jetzt?", fragt sich der gebildete Leser. Tja. Weil ich müde bin. Sehr müde. Seit Tagen mach ich nachts kein Auge zu. Ja. So isses. Und das ist die bisher unendliche Geschichte vom TSCHIEP:

Frollein sprang die Tage wie gewohnt im schnieken, nagelneuen Flatternachthemd frisch gewaschen und gebügelt (das Frollein Ü UND das Hemd!) in ihr wunderbares Bettchen und rollte sich wohlig qiuetschend von links nach rechts und auch nochmal im Kreis herum in die richtige allabendliche Einschlafposition. Ein zufriedenes Lächeln im Gesicht schloss sie angenehm angemüdet die Äuglein und sah einem wunderbaren Schlaf entgegen. Der Wind rauschte leise durch ihr weit geöffnetes Fenster, ein laues Lüftchen umspielte die Nase. Da hörte sie ihn.

Tschiiiiieeeep.

Frollein Ü rollte sich nochmal herum und dachte noch so halb im Schlaf , "Ach wie nett, ein klitzekleines Vögelein, das piept, bestimmt ein Babyvogel der nach seiner Mama ruft!......Wie schnuckelig!" Frollein Ü wohnt nämlich mitten im Naturschutzgebiet und weiß das auch zu schätzen.

Tschieeeep.

Tschiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeep.

Tschiiiiiiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeeeeeeeep.

Frollein Ü öffnet wieder die Augen. Wie jetzt "Tschieeeeep"????

Tschiiiiiiiiiieeeeeeeeep..............

..........zwei Stunde und gefühlte 200 Tschieps später war Frollein Ü völlig durch mit der Natur und hellwach. Herr Ü so nebenbei auch.  Und ganz perfide: Immer wenn Frollein Ü zum Fenster schlich um den fiesen Piepser in seinem Baum sitzend ausfindig zu machen herrschte Totenstille. Mit Bettberührung und entspannter Haltung folgte aber unverzüglich wieder ein

Tschiiiiieeeeep!!!

Tagelang ging das so. Bis Frollein Ü bei Gelegenheit mal die Nachbarn fragte, ob die eigentlich auch nachts wen hören, oder ob Frollein Ü sich Sorgen um die Gesundheit machen muss. Hm......bis zu diesem Zeitpunkt hörte ihn nur ein Nachbar (und der war auch ganz erleichtert, dass er endlich mal drüber sprechen konnte). Jetzt hören ihn 15 und Tschiep ist Thema NR. 1 beim täglichen Treffen auf der Straße. Keiner schläft mehr, keiner hat ihn je gesehen. Alle hören ihn. Mysteriös!

ZUM GLÜCK: Tschiep hat nun vor ein paar Tagen den Baum gewechselt. Auf die Rückseite von Frollein Üs Domizil. Deshalb schläft zumindest Frollein Ü samt Herrn Ü wieder.......also mehr oder weniger......letzte Nacht wurden sie von einem armen Mitmenschen geweckt, der nachts um 3 völlig emotional entgleist in die Bäume brüllte "Du Sch...vogel du, halt endlich die Klappe oder ich hol mein Maschienegewehr und mach aus dir ne Frikadelle!!!!".

Tja, so hat einen die Natur eben immer wieder voll im Griff und nicht umgekehrt, wie manch einer ja liebevoll irrig glaubt.

Ich werde weiter berichten.........(Äh und sind eigentlich alle einheimischen Vögel auch was fürn Grill??? Der kleine Tschieper ahnt nicht, in was für eine Teufelsküche er sich da reinpiepst! Grill ist noch der harmloseste, anzunehmende Ernstfall für ihn.).......denn.......ähhhh.....mir schwant Schlimmes, da vor ein paar Wochen auf unerklärliche Weise ein paar blinde Passagiere aus dem Froschteich der Eifel ihren Weg in unseren Winztümpel fanden. Ähja...hust. Sie haben schon Beine, an der Stimme arbeiten sie noch sag ich nur. ;-S

Aberaber tralllalalllllaaaaa, um jetzt aufn letzten Drücker doch noch ein bißchen positive Stimmung hier in den Laden zu bringen, nun schnell ein bruteldynamischer Themenwechsel von der Meisterin der gelungenen, zusammenhangsfreien Überleitungen:

Ich weiß nicht ob ihrs wusstet, aber ich lieeebe ja gefüllte Nudeln.

Na wenn das jetzt nicht mal ein echter Überleitungsschocker ist. Nichts für den gebildet entrückten Literaturkritiker. Aber so soll es jetzt sein ;-)!




Vergesst das vorher gesagte......Stimmunggggg!!!..........diese Pasta ist zum Ohren anlegen gut!


Zuallererst müßt ihr eine Tomatensoße kochen. Meine hatte ich schon vor Tagen zubereitet und eingefroren. Tomatensauce hab ich immer in allen erdenklichen Formen griffbereit.......die geht hier weg wie nix. Wie ihr die Soße kocht könnt ihr HIER nachlesen.

Wichtig ist, dass ihr diese riesigen Lumaconi dafür nehmt. Beim gut sortierten Feinkostladen oder ital. Einzelhandel sollte man die bekommen. Eine Nudel ist hier fast so groß wie mein Handteller! Ja! Die Nudel werden zunächst abgekocht, gut al dente. Nudeln bei Seite stellen.

Dann die Füllung zubereiten. Dafür eine klein gehackte Zwiebel und eine durchgepresste Knoblauchzehe in der Pfanne mit ein wenig Öl anschwitzen und in eine Schüssel geben. In die noch heiße, aber vom Herd gezogene Pfanne 200 gr klein gehackten, frischen Spinat geben und zusammen fallen lassen. Das geht sehr schnell und die Restwärme reicht völlig dafür aus. Den Spinat dann zur Zwiebel und dem Knoblauch in die Schüssel geben. Außerdem auch noch 400 gr gut abgetropften Ricotta und 50 gr Parmesan dazu geben, alles gut vermengen und mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken.




Die Lumaconi mit der Ricottamischung füllen.




Die Tomatensauce in eine Auflaufform geben, die Lumaconi darauf setzen und zwei Kugel Mozzarella zerpflücken und darüber geben.






Dann den Backofen auf 200 Grad vorheizen und die Lumaconi etwa 20 Minuten backen bis sie goldbraun sind.





Einkaufsliste:

400 gr große Lumaconi

Füllung:

400 gr Ricotta
200 gr frischer Blattspinat
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
50 gr Parmesan

Tomatensauce:

2 Liter stückige Tomaten
1 Glas Hühnerbrühe
1/2 Glas Portwein (optional)
3 Nelken
1 Gemüsezwiebel
2 Knoblauchzehen
5 Möhren
3 Stangen Staudensellerie


2 Mozzarellakugeln

Salz, Pfeffer, Olivenöl

Samstag, 11. Mai 2013

Blitz-Gnocchi im Tomatenbett mit Pesto

Da hab ich doch letztens wieder was Dolles entdeckt. All die seit Jahren schon bloggenden Superfoodblogger gähnen jetzt wahrscheinlich gelangweilt und klappern mit den Augenliedern, für mich als alten Gnocchi-Liebhaber war es aber D.I.E. E.N.T.D.E.C.K.U.N.G überhaupt:

Blitzgnocchi!

Kein Stress mit Kartoffelkochen, stundenlangem werkeln in der Küche und all dem Zauber! Hier wird nur einmal kurz gerührt, gerollt und geschnitten, fertig. Das kann man so auch durchaus mal für die Jungs zum Mittagessen machen! Mal eben so! Das Rezept ist übrigens von deliciousdays.




Vorneweg hatte ich schon mal eine Tomatensauce ohne Fleisch gekocht. Die kann man wunderbar auf Vorrat kochen und einfrieren, was ich immer ausgiebigst mache, denn sie hat hier einen reißenden Absatz. Klar ;-).....der Hauptteil der Bewohner dieses Hauses ist unter 15.........wobei auch die Bewohner über 15 der Sauce nicht abgeneigt sind.

Für die Sauce

1 Gemüsezwiebel
2 Knoblauchzehen
5 Möhren und
3 Stangen Staudensellerie

klein hacken und in einem großen Topf mit einer großzügigen Portion Olivenöl andünsten. Dann

2 Liter stückige Tomaten
1 Glas Hühner-Brühe
1/2 Glas Portwein (optional) und
3 Nelken

dazu geben und alles 2 Stunden köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Ich hatte etwas für meinen Geschmack etwas zuwenig Olivenöl daran gegeben, deshalb seht ihr auf dem unten stehenden Bild noch meinen Nachzüglerschuss.




Für die Gnocchi benötigt ihr ( 5 Personen)

500 gr abgetropften Ricotta
2 Eigelb
30 gr Parmesan
80 gr Mehl und
1/2 Tl Salz




Ricotta, Eigelb, Salz  und Parmesan gut miteinander verrühren, dann das Mehl dazu geben und eine ziemlich lockeren Teig herstellen. Nicht wundern, das gehört so! Diesen Teig dann mit ordentlich bemehlten Händen und Arbeitsfläche zu einer Rolle formen und in kleine Gnocchi schneiden.




Wer es total original möchte, zieht mit einer Gabel noch das bekannte Streifenmuster über die einzelnen Gnocchi. War ich heute aber mal viel zu faul zu........;-D........ich mag die durchaus auch ohne Streifen.....gar kein Problem für mich!




Dann habe ich im Mixer noch schnell ein Pesto aufgequirlt. Das geht ja sowas von schnell......einkaufen dauert länger.

40 gr geröstete Pinienkerne
1 Knoblauchzehe
15 gr frisches Basilikum
20 gr Parmesan
100 ml mildes Olivenöl

einfach in den Mixer geben, anschalten, fertig. Vielleicht noch mit etwas Salz abschmecken.




Die Gnocchi zum garen in kochendes Salzwasser geben ( nicht zuviel auf einmal, sonst habt ihr einen großen Klumpen!), warten bis sie oben aufschwimmen und dann am besten mit einer Kelle herausheben. Auf der heißen Tomatensoße anrichten, etwas Pesto darüber geben, vielleicht noch ein paar Pinienkerne darüber geben..........ran an die Gabel ;-D!





Dienstag, 16. Oktober 2012

Torta al limone

Ich lieeeeebe Zitronen und Zitronensaft. Immer schon. Ich konnte ihn schon als Kind solange trinken, bis ich Magenschmerzen bekommen habe, was wirklich des öfteren mal vorkam.  Ich glaube, ich habe die Zitronenliebe von meiner Mutter. Die trank nämlich  zum Frühstück und über den Tag verteilt immer eine große Kanne Tee mit Zitrone, richtig viel frischer Zitrone, ohne Zucker, quietschesauer und fands riesig lecker. Ohne nachzudenken, hab ichs auch bekommen und getrunken ...... Extraportion wenn ich krank war: "Schatz, da ist ganz viel Vitamin C drin, davon wirst du ganz schnell wieder gesund.!" Diese Zitronenliebe hat sich fest in meinem Leben verankert. Ein Morgen ohne Zitrone, ob im Tee oder woanders drin,  ist ein doofer Morgen. Komisch  solche Gewohnheiten was??? ;-D
Klar, dass ich bei soviel Zitronenliebhaberei natürlich auch auf Zitronenkuchen steh.......aber nicht diese staubtrockenen Tütenkuchen aus der Fertigpackung des Dr. O.....neeeee........ihr ahnt es schon......die Italienerin hat sich wieder eingemischt und wünschte diesen total italienischen Kuchen! So oder so ähnlich schon oft gegessen, mangels passendem Rezept, einfach mal selbst ausprobiert, zusammengemixt und gelungen!



Zuerst einen Mandelmürbeteig herstellen. Dazu braucht ihr

200 gr Mehl
100 gr Butter
70 gr Zucker
1 Ei
3 El gemahlene Mandeln und
1 Pr Salz.



Den Teig dann in eine ausgebutterte Tarteform geben und (hier mit Keramikperlen auf Backpapier) 18 Minuten bei 200 Grad blind backen. Dann die Backperlen und das Papier entfernen und 3-4 Minuten weiter backen. Nun den Boden dünn mit Eiweiß bepinseln und nochmal 1-2 Minuten backen.




Der Boden sieht dann ungefähr so aus. Das Eiweiß soll verhindern, dass der Boden durch die feuchte Zitronenauflage zu schnell durchfeuchtet.



 Nun geht´s an die Zitronencreme. 
Dazu benötigt ihr

150 ml Zitronensaft
150 ml Orangensaft
250 gr Ricotta
140 gr Zucker
1 Päckchen Gelatinefix (oder 2-3 eingeweichte Gelatineblätter)
3 Eier und
3 Eigelb.




Zuerst die Eier und die Eigelbe mit dem Zucker verquirlen. Zitronen- und Orangensaft aufkochen und vom Herd ziehen. Die Ei-Zuckermasse in den heißen Saft einquirlen und alles nochmal bei leichter Hitze aufköcheln lassen, bis die Creme etwas eindickt.




Den Topf dann vom Herd ziehen und den Ricotta sowie 1 Tütchen Gelatinefix ( = 2-3 Gelatineblätter) unterziehen. Nicht nochmal aufkochen lassen! Die Creme dann auf dem Tortaboden verteilen und glatt streichen. Die Torta mindestens 3 Stunden gut durchkühlen!




Nun müßt ihr noch ein  paar Zitronenscheiben kandieren. Das ist jetzt schnullieinfach: Nun 75 gr Zucker mit 50 ml Wasser in einer Pfanne aufkochen lassen, bis sich ein dicklicher Sirup (Läuterzucker heißt das) bildet. Die SEHR DÜNN gehobelten (Gurkenreibe!!!) Zitronenscheiben in die Pfanne legen und etwa 10 Minuten bei leichter Hitze köcheln lassen.




Zitronenscheiben herausnehmen und auf die Torta legen.  Den Kuchen nun nochmals eine Stunde gut kühlen.



Dienstag, 14. Februar 2012

Anello di patate e cavolfiore, Kein Kartoffelring mit Grill-Blumenkohl

Ich hab ein neues italienisches Kochbuch, den Klassiker unter den italienischen Kochbüchern, den "cucchiaio dárgento", den "Silberlöffel". Mir war nach einem klassischen Küchenwerk, wahrscheinlich diente es aber auch der Bewältigung meiner "italienischen Kindheit". Dazu hatte ich noch einen Blumenkohl im Kühlschrank und warme, rückblickende Gedanken an Asien im Kopf. Na und was kam da dann dabei raus???? Zwei Gerichte mit Blumenkohl und Kartoffeln, wie sie nicht unterschiedlicher sein könnten, das eine zeige ich heute (das italienische), das andere ( eher indisch geprägte) in 2 Tagen. Wer sagt denn, das Blumenkohl Kartoffel immer langweilig sein muss?

Im Buch lief die italienische Zubereitung unter "Anello die patate e cavolfiore", also "Kartoffelring mit Blumenkohl". Es ist eine Art Käsekartoffelpuree in einer Kuchen/Ringform gebacken. Ich fand das zu sperrig und hab mich gegen die Kuchenform und für kleine, süße 1-Personen-Förmchen entschieden, in der ich das Puree zubereitet habe.

Zunächst aber zum Blumenkohl! Einen schönen frischen Kohl säubern und in keine Röschen zerteilt auf ein Backblech geben, salzen, pfeffern und mit Olivenöl beträufeln. Das Blech dann bei 200 Grad etwa 30 Minuten in den Ofen geben......bis der Kohl leicht krusprig wird und Farbe annimmt.


Nun eine kleine geschnittene Zwiebel in etwas Butter anschwitzen......


.......  vorgekochte Kartoffeln  (etwa 500 gr),
100 gr Ricotta,
100 gr Frischkäse,
2 Eigelb und
20 gr geriebenen Parmesan

dazu geben und mit dem Kartoffelstampfer zu einem Puree verarbeiten.


Jetzt die 2 Eiweiße steif schlagen, unter das Puree heben,........


......selbiges in kleine ausgebutterte Förmchen geben und mit Parmesan bestreuen. Die Pureetörtchen zum Blumenkohl in den Ofen geben, Puree mittlere EInschubleiste, Blumenkohl unten, mit viel Glück und gutem Timing ist alles dann vielleicht sogar gleichzeitig fertig.


Rein theoretisch kann man die Törtchen dann nach dem Backen stürzen. Das wäre bei mir aber ja blöd gewesen, dann wäre die schöne Käsekruste ja begraben worden......also, bei mir wird heute hier nix gestürzt, sondern im Förmchen serviert. Buon appetito all ihr Italiener, ich hoffe ihr erkennt euer Gericht noch wieder!