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Donnerstag, 18. September 2014

Fire-roasted Grillpizza und warum Herr Ü seinen heiß geliebten Grill jetzt im Schlaf bedienen kann!

Meine Güte! Foodbloggen ist ja schon eine schwer spaßige Angelegenheit und vor allem meistens extrem köstlich, es kann aber auch sooo K.O.M.P.L.I.Z.I.E.R.T sein!

Im schlimmsten Fall aller Fälle ist es so, dass der liebe Blogger die komplette Familie mit in den Strudel des Wahnsinns des immer schöneren Bloggens zieht. In eine Welt, die sich nur um immer NOCH hübschere Fotos und NOCH ein cooleres Salatblättchen, dekoriert auf dem hübschesten aller Teller oder dreckigsten aber coolsten aller Foodpicbretter, dreht. Haarsträubende einem den letzten Verstand raubende technische Probleme selbstverständlich auch noch inclusive.

Persönliche Vorlieben treten da hinter dem großen Ziel zurück. Pizza morgens um 10? Pah! Ein Klacks......wenigstens kein Regen! Die Kohle hat irgendwie nicht so gewollt wie der maitre? Ha! Dann schmeißen wir nach und grillen ganze 4 Stunden am Stück (wer zwischendrin verhungert ist......tja.....Mist!). Als Folge davon: Die Bilder sind aufgrund überraschend einbrechender Dunkelheit leider nix......ja..........dann eben morgen noch mal das Ganze! Und übermorgen und überübermorgen.......irgendwas ist ja immer.

Ein hartes Los für die ganze Familie. Auch wenn sie so mehrfach in den Genuss der wahrlich köstlichsten Pizza auf diesem Planeten kommt!

Was haben wir die letzten Tage viel Pizza gegessen, Grillpizza! Beste Pizza ever! Meine Sommerentdeckung 2014......von morgens bis abends........T.A.G.E.L.A.N.G. ! Hm. Und ich schwörs euch........das ist mir noch nie passiert, mir altem, Wiederholungen abgeneigtem Spontanblogger. Ehrlich.

So. Nu isses geschafft. Mannomann ist die Familie jetzt froh, dass der Post endlich draußen ist ;-D! Zurück ins Leben 1.0!




Also zuerst wird mal der klassische Pizzateig vorbereitet. Dazu

1/2 Päckchen Hefe in
320 ml lauwarmem Wasser

auflösen.

In eine großen Schüssel (! der Teig soll sich darin verdoppeln !)

500 gr Mehl
15 gr Salz
50 gr Olivenöl

geben und die Hefewassermischung angießen. Aus diesen Zutaten einen gleichmäßigen Teig kneten und selbigen zugedeckt 3 Stunden gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat.

Den gegangenen Teig dann in die gewünschte Portionsgröße teilen und Pizzaböden daraus ausrollen.......ruhig krumm und schief, keine Problem. Die Pizzaböden beim Ausrollen mit Maisgries bestreuen, dann werden sie später noch knuspriger auf dem Grill.




Nun zur Pizzagrilltechnik:

Grillpizza funktioniert NUR! auf einem Grill mit Deckel. Am besten hat dieser Grill auch noch ein Thermometer, dass die Innenthemperatur misst.

Den Grill wird dann auf nur einer Seite schmal mit einer nicht zu kleinen Menge optimal durchgeglühter Kohle belegt. Brikets sind hier besser, da sie länger hohe Hitze halten.

Die Pizzaböden werden danach direkt auf den Grillrost  gelegt........allerdings NIEMALS direkt über die Ecke mit der Kohle. Der Teig verbrennt sonnst sehr schnell. Diese ganze Geschichte nennt man dann auch "indirektes Grillen". Damit die Pizza nicht am Rost festklebt, den Rost u.U. mit etwas Öl einpinseln.

Zunächst wird der Teig dann bei offener Haube NUR VON EINER SEITE gegrillt. Den Teig vom Rost nehmen, wenn er die gewünschte Bräunung zeigt, wenden und mit der noch rohen Seite auf einen Pizzaschieber legen.




Die gebräunte Seite könnt ihr dann nach Lust und Laune belegen. Und ruhig mal ein paar ungewöhnlichere Kombinationen ausprobieren!

Möglichkeit 1:

verschiedenfarbige Kirschtomaten, rote Zwiebelringe oder/und Zwiebelmarmelade, Pecannusskerne, Gorgonzola mit Mascapone (nach dem Grillen noch Ruccola darüber geben!)

Möglichkeit 2:

Asiatisches Paprikahack (ohne Möhren) nach meinem Rezept von HIER, Mozzarella

Möglichkeit 3:

Feigen in Scheiben, Frühstücksbacon in der Pfanne vorher angeröstet, Walnüsse, rote Zwiebeln, etwas Feigenmarmelade, Mozzarella




Die belegten Böden dann mit der rohen Seite wieder auf den Grill legen......NIEMALS DIREKT AUF DIE KOHLEN (Ausnahme nur ganz kurzfristig, wenn so gar nix passieren will! Aber dann seehr aufpassen! Der Teig ist ruckzuck angebrannt!)! Dann sofort den Deckel schließen.





Nun heißt es warten, beobachten und NICHT unter den Deckel spinxen. Das Thermometer eures Grills sollte deutlich über 200 Grad ansteigen. Für etwa 10 Minuten solltet ihr dann diese Hitze in der Glocke halten und erst dann einmal vorsichtig schauen, ob eure Pizza schon fertig ist. Häufiges Öffnen des Grills führt dazu, dass ihr einfach keine optimale Kochthemperatur erhaltet und die Pizza weder braun noch gar wird.





Hier dann das Ergebnis. Wirklich zum Reinlegen. Aber mit Übung ;-D!







Grill Weber HIER



Einkaufsliste:

Pizzateig:

500 gr 550iger Mehl
1/2 Päckchen Hefe (= 20 gr)
15 gr Salz
50 ml Olivenöl
320 ml Wasser
100 gr Polenta / Maisgries


Auflage 1

verschiedenfarbige Kirschtomaten
rote Zwiebeln
Zwiebelmarmelade (optional)
Pecanusskerne
Gorgonzola mit Mascapone
Ruccola

Auflage 2

300 gr Hack halb/halb
2-3 Spitzpaprika rot
2 Stangen Frühlingszwiebeln
1 Knoblauchzehe
Sojasauce + Woksauce von Kikkomann oder/und Teriyakimarinade
100 ml Rinderbrühe


Auflage 3

Feigen
Feigenmarmelade
Frühstücksbacon
Walnüsse
rote Zwiebeln
Mozzarella

Montag, 7. November 2011

Brottaschen mit mediteraner Füllung

Und schon wieder ein Rezept aus dem tollen Brotbackbuch von Richard Bertinet.
Ich war im Backrausch.

Zuerst einpaar Tomaten und ein paar Scheiben (Bertinet nimmt ganze Zehen, das ist mir aber zu heftig, wir sind doch nicht in Transsilvanien) im Ofen bei 100 Grad 1-2 Stunden lang konfieren. Wer nicht weiß wie das geht, schaut nochmal hier.


Dann einen Pizzateig auf einer bemehlten und mit Polentagries berieselten Arbeitsfläche zu einem länglichen Fladen ausrollen und die konfierten Tomaten und den Knoblauch darauf ausbreiten.


Basilikum darüber streuen (das letzte aus dem Garten vor dem Winter!)...


......und zusammenfalten wie unten. Dann Scheiben aus der Rolle schneiden....


.....sie einzeln seitlich aufs Backblech legen und ein wenig von oben auffalten, sodass man die Füllung besser sieht.


Wer mag, sprüht dann nochmal ein wenig Öl darüber und ab jehts in den Ofen bei 200 Grad. Fertig sind sie, wenns braun wird. 



Sehr köstlich! 

Montag, 24. Januar 2011

Pizza Mediteranea speziale

Bei uns gibts häufiger mal Pizza. Klar! Die Jungs lieben das und Pizza ist ja auch ne tolle Erfindung. Das einzige was mich nur nach jahrelangem Essen selbiger nervt, sind die immergleichen Standardzusammenstellungen. Da habe ich ja schon gar keine Lust mehr. Wenn man sie aber zuhause selber macht, kann man ja mal andere Dinge drauflegen.

Was ich beim Pizza selber machen einen Quantensprung finde, ist der Einsatz eines Pizzasteins. Ich habe jahrelang gedacht, dass das das völlige Sinnlos-Accessoire ist, aber nein! es schmeckt wirklich anders. Es ist natürlich immer noch nicht mit einem großen Pizzaofen zu vergleichen, sollte aber für alle reichen, die sich nicht im Garten neben dem Koiteich einen Ofen bauen wollen oder mit Luigi ein  Ristorante eröffnen wollen. Die Kosten für so einen Stein sind absolut überschaubar. Sie fangen bei ein paar € füe einen blanken Schamott-Stein aus dem Baumarkt (was wirklich einige machen, warum auch nicht?) an, gehen über 20-40 € eines handgeformten Tonsteins bis hin zu fast 200 € für die entsprechenden Steine der großen Küchenhersteller. Besonders interessant finde ich dabei die Variante von Gaggenau, die, den entsprechenden Ofen vorausgesetzt, eine extra Heizschleife unterhalb des Steins in den Ofen einsetzen, was in meinem Praxistest wirklich zu einem noch knusprigerem Boden führte.

So jetzt ran an den Teig. Den mache ich gerne klassisch nach einem Rezept aus diesem wirklich tollen Brotbackbuch von Richard Bertinet. Auch Herr Bertinet ist großer Anhänger des Backens auf Stein - gerade auch für Brote - und verwendet laut eigener Aussage selber ein Reststück Granitplatte im Ofen.


15 gr frische Hefe
500 gr Weizenmehl (550iger statt 405er ist natürlich die Wahl)
10 gr Salz
50 gr Olivenöl
320 gr Wasser

Hieraus einen Teig kneten und etwa eine Stunde gehen lassen. Man kann ihn auch über Nacht im Kühlschrank gehen lassen, dann entwickelt er etwas Säure, die sich günstig auf Geschmack und Konsistenz auswirkt!


Dann gehts an die Arbeit und man muß ein wenig Gemüse schnibbeln. Vorher, nicht zu vergessen, schon mal den Ofen mit dem Stein einschalten, damit er (der Stein) auch so richtig schön heiß wird.
Die Gemüseauswahl bestimmt natürlich der eigenen Geschmack. Wir hatten Auberginen, Zucchini, spitze Paprika, Frühlingszwiebeln und chinesischen Knoblauch. Die werden dann in Scheiben oder Ringe oder was auch immer die Form der Wahl ist geschnitten und in gutem Olivenöl mit Pfeffer und Salz angebraten.


Wenn dann der Teig entsprechend gegangen und der Stein heiß genug ist, formt man einen Pizzaboden und belegt ihn mit seinem Lieblingsgemüse. Dann kommt der Käse. Und um mal wieder ein wenig von der Norm abzuweichen, haben wir Ziegenkäse unter dem Mozzarella gamacht. Ich liebe Ziegenkäse!


Zum Schluß dann noch Mozzarella drauf, oder was man auch immer am Liebsten als Pizzakäse mag und ab in den Ofen!


Hervorragend! Kein Vergleich mit Pizzataxi!