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Montag, 19. November 2012

Asiatisches Spitz-Paprikahack mit Kürbisgeröstel

Mittags muss es bei uns immer schnell gehen. Die Jungs kommen brabbelnd aus der Schule, fallen meist schon vor der Tür fast um vor Hunger, sind getrieben von Hausaufgaben, Vorbereitungen für eine Klassenarbeit, Hockey, Klavier und Verabredungen mit dem besten Freund. Das Zeitfenster zur Fütterung für mich ist also kurz, man mag aber gar nicht vermuten, wie man sich in dieser kurzen Zeit die Sympatien verscherzen kann, wenn man das falsche serviert ;-D! Da wir hier alle sehr gerne asiatisch essen und ich noch ein paar Paprika und Kürbis hatte, die verwertet werden wollten, lag es nahe, ein total schnelles Pfannen (Wok?!)gericht mit Asiadreh anzubieten. Das mundet zumeist allen!
 
 

Zuerst einen Kürbis (oder einen Teil davon) in bratkartoffelartige Stücke schnippeln und mit ein paar Stückchen Knoblauch in einer Pfanne knusprig braten. Salzen und Pfeffern nicht vergessen. Kürbis gart recht schnell, schneller als Kartoffeln und man muss ein wenig aufpassen, dass er nicht zu weich wird und dann zu einem matschigen Brei verkommt! Also immer mal zwischendurch probieren!


In einer zweiten Pfanne etwas Hackfleisch halbhalb mit ein paar klein geschnittenen Spitzpaprika, einer Frühlingszwiebel in Ringen und etwas Knoblauch anbraten.



 Dann eine halbe Tasse Hühnerbrühe, 5-6 Eßlöffel von dieser Woksauce ( mengenmäßig kann man da nix falsch machen, die ist sehr mild!) und........




....... noch ein paar Ringe Zitronengras dazu geben. Wer kein frisches bekommt oder einfach mal keine Zeit hat, soll ja vorkommen!, der nimmt einfach dieses Zitronengrasmus aus der Tube. Ich finde das für spontane Asiagerichte einfach nur praktisch. Einfach abschmecken, wieviel man von dem zitronigen Geschmack mag!


Das Paprikahack dann etwas köcheln und einreduzieren lassen.  Inzwischen sollten dann auch das Kürbisgeröstel fertig sein.

 


Nun noch ein paar Sesamkörner in einem höheren Topf anrösten. Dazu bitte den Deckel auflegen und die Körner immer mal durchschütteln, denn sonst springen euch die Körner durchs Haus. Sesamkörner sind schlimmer als Popcorn, weil kleiner!


Donnerstag, 19. April 2012

Tom Yum Kai Süßsaure Hühnersuppe mit Udong-Nudeln

Na hätt ich die email Funktion nicht!!!! Da ists mir doch tatsächlich gelungen, den Post zu rekonstruiren! Uff. Wäre auch zu schade gewesen ;-)! Und ihr Leute bei Blogger: Bläääääähhhhh....ihr seid doof!

Manchmal wabert mir ja tagelang ein Gericht durch den Kopf und ich bekomm einfach nicht die Kurve es zuzubereiten. So ging es mir mit der Tom Yum Kai......hundertmal in Asien gegessen und schon damals in die hohle Hand versprochen, dass ich die zuhause nachkoche. Der Geschmack ist so witzig, würzig und sauer zugleich und das sagt jemand, der von sauer eigentlich immer Magenschmerzen bekommt! Voila...the Suppe:


Also das sind so ungefähr die Zutaten....ein paar fehlen, dazu dann später......
Kafir Limettenblätter getrocknet
Fischsoße
1 Limette
3 kl Tomaten
3 kl Brokkolirosen
Koriander frisch
1 Stengel Zitronengras
1 Frühlingszwiebel
1 x Hühnerbrühe to go


Hier die Udong Nudeln im praktischen ein-zwei Mann Päckchen.....sehen aus wie dicke weiße Würmer ;-)))).


Einen halben Liter Hühnerbrühe (ihhh hier eine Fertigbrühe.....ich hatte keine andere!) mit 3-4 Limettenblättern einem Halm klein geschnittenem Zitronengras und getrockneten Chilis nach Schärfewunsch (also die eine war lachhaft, aber ich dachte an die Kids) zum Kochen bringen.


 Dann die Tomaten, den Brokkoli, 3 kl geschnittene Champinions und  die Frühlingszwiebeln dazu geben und garen. Die Limette auspressen und den Saft in die Brühe gießen.


Dann ein bißchen Hühnerfleisch, meins war vom die Tage verbloggten Thai chicken BBQ noch übrig geblieben und die Udong Nudeln dazu geben und alles noch einmal kurz ziehen lassen.


Fertig! Und schon wieder ein Blitzgericht mehr auf dem Blog! Und so ganz nebenbei habe ich beschlossen eine Kategorie Bikinifigur aufzumachen......das passt das Gericht natürlich auch perfekt rein. Kalorien???? Keine Ahnung, aber nicht so viele ;-))))!


Dienstag, 18. Januar 2011

Jacobsmuscheln in der Schale

Ich habe hier ein wirklich aufregendes Rezept, dass ich in seiner Ursprungsvariante bei einer Bekannten in Frankreich kennengelernt habe. Da ich aber ja jemand bin, der die Sachen nie so läßt, wie sie sind, habe ich es abgewandelt und dem Rezept einen Asia-Dreh gegeben.

Zunächst muß man sich einmal darum kümmern, dass man an anständige Jacobsmuscheln und deren Schalen kommt. Das ist in Meeresnähe wohl nicht schwer, es ist ja auch gerade Saison, im Inland ist das aber schon schwieriger. Ich habe diverse Quellen ausprobiert und leider oft festgestellt, dass die Fischhändler im Inland auch nur aufgetaute Ware verkaufen, die dann im schlimmsten Fall auch schon längere Zeit in der Auslage liegt. Also dann lieber direkt Tiefgekühltes kaufen und selber entscheiden, wann man wieviel auftaut. Ich habe so auch schon tolle Ware gefunden. Mit wirklich fangfrischen Muschel können die natürlich nicht mithalten, aber man will ja im Inland auch nicht an Jodmangel sterben und wenigstens gelegentlich Fisch essen.

Hier jetzt zunächst einmal die Mutter des Muschelrezepts:
Als erstes säubert man eine Lauchstange und schneidet sie in Ringe.


Das Lauch schwitzt man dann mit mageren Schinkenwürfeln in salziger Butter an.



 Dann gibt man zwei gehäufte Eßl. Creme Fraiche dazu und schmeckt mit Salz und Pfeffer ab.


Dann kommen die gesäuberten Muschelschalen zum Einsatz und man füllt ungefähr zwei Teel. von der Lauchmischung in eine Hälfte und legt eine rohe (!) Jacobsmuschel darauf.


Wer mag und ein wenig angenehme Schärfe liebt, sollte noch Espelette draufstreuen. Die Schärfe  von Espelette ist nicht mit der Schärfe von normalem Chili zu vergleichen. Es schmeckt eher knusprig und hört schon wieder auf scharf zu sein, wenn es gerade angefangen hat. Superlecker!


Jetzt wird die Muschel zum Dampfgarer. Man nimmt einen Streifen Blätterteig und verschließt damit die Muschel mit der anderen Schalenhälfte. Damit es schöner aussieht, streicht man den Teig noch mit Eigelb ein und ab gehts bei 180 Grad in den Backofen. Wenn der Teig knusprig ist, ist die Muschel auch fertiggegart!



Jetzt noch die Asia-Variante:

Hierfür wandelt man zunächst die Füllung ab. Man putzt also wieder Lauch, schneidet es in Ringe und gibt es zusammen mit einigen Ringen Zitronengras (soviele wie auf dem Bild auf zwei Hände Lauchringe) in eine Pfanne und schwitzt alles mit einer kleinen Knolle chin. Knoblauchs in ein wenig Öl an.


Gewürzt wird mit Sojasoße. Ich habe die dunkle Soße von amoy und ein wenig Teriyaki-Marinade genommen. Asia-Soßen habe ich immer in den verschiedensten Varianten zuhause, hier nur drei davon. Teriyaki-Marinade benutze ich gerne zum Kochen, auch wenn alle Asiaten jetzt wahrscheinlich grün im Gesicht werden, denn es ist ja eigentlich eher zum Einlegen von Fleisch oder Gemüse gedacht.


Nun kommen drei Eßl. Kokosmilch zum Lauch und werden untergemengt. Man verfährt dann genauso mit dem Einfüllen und Verschließen der Muschel wie in der Spielart oben. Nach dem Einpinseln mit Ei nimmt man ein Schälchen mit ungeröstetem Sesam ,


und rollt die Teigkante einmal durch,


bis es so aussieht.



Jetzt wieder schwups in den Ofen und ....Guten Appetit!