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Dienstag, 23. Juni 2015

Gegrillte Scampi auf Pakchoi und Chicorée

Heute dann der letzte, kleine Nachtrag zu Herrn Ü´s Geburtstagsdinner: Die Scampi auf Pak Choi! War ja auch total klar, dass bei einem entsprechenden Essen ein Gericht mit Scampi nicht fehlen durfte, den Der Herr im Hause ist mindestens genauso ein großer Scampifan wie meine Wenigkeit. Beim Brainstorming kam mir dann die Supermarktzeitschrift "Lust auf Genuss", die ich von Zeit zu Zeit mal in den Wagen werfe, zur Hilfe. Daher stammt nämlich dieser tolle Salat. Das fast Beste an ihm ist, neben den Scampi, klar!, dass er superschnell und einfach zu machen ist. 10 Minuten! Ich schwörs euch!





Zuerst einmal betreibe ich eine kleine Nahrungsmittelkunde. Das hier ist Pak choi. Baby Pak Choi. Es gibt ihn auch in groß, für den Salat hier wollen wir ihn aber in klein und zart. Mein Asiate hat den IMMER. Fragt sonst einfach mal danach (Meiner spricht echt nur chinesisch!!....Hahaha.....lach.....ihr wollt mich da nicht nachfragen sehen ;-DDD, mach ich aber trotzdem.....wozu sind Hände und Füße auch sonst da???). Der Geschmack von Pak Choi ist mild kohlig, die Blätter ein klitzekleinwenig herb bitter. Sehr lecker! Wirklich! Baby Pak Choi kann komplett roh gegessen werden!






Bei den Scampi nehmt ihr bitte die Großen, 8/12er oder sowas, gerne auch größer.  Sind ja nur drei vierfünfsechssieben drauf, das sieht mit so kleinen Minikräbbelchen vom Superdiscounter doof aus. 8/ 12, also "8 bis 12",  gibt die Anzahl der Scampi pro engl Pfund, also 453 gr an. D.h. je kleiner die Zahlen, desto größer der Scampi. Hach  gönnt euch doch einfach mal einen! Muss man ja nicht jeden Tag machen.......obwohl.......äh......ja, ich könnt ja schon ;-).

Die Scampi behandelt wer mag im Vorfeld kurz mit ein wenig von dieser Gewürzmischung. Ich finde die super.....aber aufpassen, die ist ein wenig scharf. In Kombination mit der süßsauren Soße s.u. kanns dann schon mal recht hot werden, wenn ihr nicht vorher drüber nachgedacht habt! Man kann die Scampi aber auch einfach so anbraten/grillen.




Nun Chicorée- und Pak Choi-Blätter waschen, trocken schleudern und auf dem Teller anrichten. In einer Pfanne den dunklen und hellen Sesam mischen und kurz anrösten, herausnehmen und abkühlen lassen. In der gleichen Pfanne nun die Scampi kurz und heiß anbraten........oder wenn ihr einen Grill zur Seite habt (ich hab hier einen neben dem Kochfeld eingebaut!), grillt ihr sie in gleicher Weise. Ich finde gegrillt schmeckts noch besser ;-)!







Die heißen Scampi dann auf den Salatblättern anrichten und ein wenig von genau DIESE Soße hier unten aus dem Asialaden darüber geben. Die ist scharf, nicht schlimm, aber scharf......nicht vergessen! Zum Schluß noch ein paar Sesamkörnchen darüber geben........fertig! Was hab ich gesagt? 10 Minuten......höchstens 15! Super, oder ;-)?





Ach und zum Schluß noch ne kleine Manöverkritik: Was war das denn bitte für ein doofes Wochenende lieber Sommer??? Eiskalt, Regen, dann urplötzlich wieder warm, Sonne, das gibt astreinen Kopfschmerzundkreislaufalarm (Hey und ich bin überhaupt nicht der Typ für sowas!)! Sommer wo biste hin??? Diese Woche fangen hier die Schulferien an! Hallo?!?! Das kannste uns doch nicht antun?!?! Ach aber wahrscheinlich holste nur grade mal tief Luft, um dann nächste Woche unglaublichstes Wetter zu präsentieren.

Bestimmt.

Ganz bestimmt ;-S.

Ich glaub dran. Chaka!

Nur das Allerbeste für euch,













Einkaufsliste:

(für 4 Personen)

12 Scampi Größe 8/12er 
8 Baby Pak Choi
3 Chicorée
Scampigewürz
süßsaure Soße für chicken aus dem Asialaden
je 1 Tl schwarzer und weißer Sesam

Dienstag, 26. Februar 2013

Gratinierter Chicorée ganz klassisch

Da hab ich doch gestern noch ein wenig Chicorée im Kühlschrank gefunden. Den kaufe ich eigentlich immer nur für Herrn Ü und mich und wir essen ihn äußerst gerne so wie HIER. Bisher habe ich die Kinder damit verschont, denn der etwas bittere Geschmack ist für kindliche Zungen doch ziemlich gewöhnungsbedürftig. Heute war ich dann aber wohl mal in Messiaslaune ("Folgt mir! Vertraut mir!"), denn ich nahm mir vor den Kindern einen Chicorée zu servieren, den selbst kindliche Geschmacksnerven nicht nur  tolerieren sondern möglicherweiseeventuellvielleicht auch M Ö G E N könnten. Ich orientierte mich dabei grob an Herrn Ü´s kindlichen Geschmacksnerven. Er berichtete mir vor Jahren einmal von seinem Lieblingskindergericht bei seiner Mutter. Chicorée mit Käsesauce überbacken. Aha. Na das sollte ich hinbekommen und wenn die Junioren nur ein Fünkchen Genmasse von ihm geerbt haben sollten (und nicht vom Postboten, denn Ü 1.0 und 2.0 kamen (wie meine Wenigkeit) schwarzhaarig zur Welt, obwohl Herr Ü und ich beide blond sind), dann könnte ich mir vorstellen, dass wenigstens einer aus der Truppe ein Chicorée-Freund wird.




Die äußeren Blätter des Chicorée entfernen und die Enden abschneiden.




Für die Kids dann den bitteren Strunk herausschneiden. Wenn ich für Herrn Ü und mich koche, lasse ich den Strunk allerdings immer drin. So bitter finde ich den gar nicht, eher geschmacklich reizvoll. Ich glaube das Bittere wurde eh alles weggezüchtet, früher war der bitterer!




Die ausgehöhlten Chicoréehälften dann vorsichtig in der Pfanne mit ein wenig Öl, Salz und Pfeffer anbraten. Vorsichtig deshalb, weil sie sonst auseinander fallen.




Jeweils eine Chicoréehälfte in eine Scheibe guten italienischen Cotto (gekochten Schinken) einwickeln, und mit einem Zahnstocker zupieksen.




Die gewickelten Chicorée in eine feuerfeste Form legen. Nun stellt ihr eine Parmesansauce her. Jeweils hälftig Sahne und Milch zusammen geben, Parmesan (Menge nach Geschmack) hereinreiben, mit Salz, Pfeffer und Brühe abschmecken, mit etwas Maizena oder Mondamin leicht andicken und über die Chicorée gießen.




Zum Schluss noch ein wenig Käse zum Gratinieren darüber streuen (ich hatte Edamer) und ab in den Ofen bei 200 Grad bis ein ausreichender Bräunungsgrad erreicht ist......ich schätze so 30 Minuten. Schaut lieber öfter mal in den Ofen ;-)!




Bei uns gab es dazu ganz harmlose Pellkartoffeln.....um die Gemüter zu beruhigen! "Boah du bist ja voll fies, schon wieder was, was wir nicht kennen!!!"




Was schätzt ihr wie die Quote der Chicoréeliebhaber ( und da zähle ich jetzt einfach auch mal die dazu, die sagen "Och joa, war ganz okay!") nun bei uns in der Familie ist?

Ich kanns selbst nicht glauben, aber die ist jetzt 5 von 5. Hammer. Die Gene wieder ;-DDD!!!



Montag, 3. Oktober 2011

Gaaaanz einfach: Chicoree mit Ziegenkäse und Espelette aus dem Ofen

Liebe Britta! Nachdem du mir vor einiger Zeit doch einmal nahe gelegt hattest, ein paar richtig einfache Gerichte zu verposten, will ich dem dann mal Folge leisten. In der Einfachheit liegt ja oft das Geheimnis eines leckeren Essens! Und es muss ja auch manchmal einfach ratzfatz schnell gehen.


Ich muss dich allerdings in einer Hinsicht enttäuschen, es ist weniger ein Kinderessen.....also denke ich.....aber wie ich hörte, essen deine Kinder ja freiwillig so vielfältig, dass mein Großer nach der Rückkehr aus N, ein richtig schlechtes Gewissen hatte, was seine Pizza- und Pommesgelüste angeht. Also vielleicht versuchst du es doch mal???

Also los und ein bißchen Chicoree kaufen, die äußeren Blätter wenn nötig abnehmen, das Ende kurz abschneiden UND DEN STRUNK INNEN DARIN BELASSEN. Die Zeiten sind vorbei in denen der mal bitter schmeckte. Ist alles weggezüchtet oder wie auch immer. Schade eigentlich. Den Chicoree dann in etwas Öl anbraten.


Den Chicoree in eine Form legen, salzen und mit Espelette bestreuen.


Einen guten Ziegenkäse darüber verteilen und....


.....zum Überbacken einige Minuten in den Ofen  geben!


Toll die Espelette-Schärfe mit dem Ziegenkäse und dem leicht bitteren Chicoree!

Dienstag, 12. April 2011

Wolfsbarsch in der Salzkruste mit Chicoree-Kartoffelpüree

Ich glaube das war geschmacklich der beste Fisch, den ich seit langem gegessen habe! Und die Zubereitungsart ist eine der spannensten, die ich für Fisch überhaupt kenne! Hammer und Meißel werden da unter Umständen schon mal gebraucht!

Ich habe mir mal wieder bei Schuhbeck, der finde ich ein traumhaftes Händchen im Umgang mit Gewürzen und Kräutern besitzt, Anregung für die Zusammenstellung der Gewürze geholt und mich für folgende entschieden:
1 Scheibe Orange
2 Scheiben Limette (natürlich von unbehandelten Früchten!)
1 1/2 Eßl Fenchelsamen
1 kleines Lorbeerblatt
2 Scheiben Knoblauch, am besten frischer
1/2 Teel schwarze Pfefferkörner
2 Stiele Petersilie


Den Wolfsbarsch  (meiner wog 1,2 kg, Wildfang, gibts aus Zucht auch in kleiner, Dorade oder Lachs gehen aber auch) unter fließendem, kalten Wasser innen und außen abwaschen und  trocknen.


 Jetzt die halbierten Zitrusfrüchtescheiben samt der Gewürze und Kräuter in die Bauchhöhle des Fisches geben.


Für die Salzkruste werden dann 5 Eiweiß schaumig aufgeschlagen und mit 1,5 kg Meersalz, 60 gr Speisestärke und 60 gr Mehl vermischt.


Ein bereitgestelltes Backblech wird nun mit einem Backpapier belegt und der Fisch bekommt mit der Hälfte der Salzmischung ein "Bett" gemacht.


Die andere Hälfte wird über den Fisch gegeben, man deckt ihn damit komplett ab.


Jetzt muss der Fisch nur noch für ca. 40 Minuten in den auf 200 Grad vorgeheizten Ofen und man kann sich in der Wartezeit um die Beilage kümmern, ein Chiccoreepüree.

Dazu vom Chicoree die äußeren Blätter entfernen und wer unbedingt mag, schneidet den Ansatz auch noch heraus. Ich finde das eigentlich nicht nötig, ich mag den etwas bitteren Geschmack von Chicoree. Nun schneidet man ihn in kleine Stücke, brät ihn gleichmäßig in der Pfanne mit etwas Öl, Pfeffer und Salz an und stellt alles kurz zur Seite.


 Parallel dazu kocht man ein paar Kartoffeln. Ich hatte nur "La Ratte" da, eigentlich keine Püree-Kartoffel, aber das war nicht so schlimm, der Geschmack ist einfach toll.


Wenn die Kartoffeln gar sind Selbige pellen und mit ein wenig Milch, Butter, Salz und Pfeffer zu einem Püree stampfen. Dann den gebratenen Chicoree unterziehen, alles gut vermengen und anrichten, eventuell noch wie bei mir mit Espelette bestreuen.


Ja und dann ist der Fisch auch schon fertig:


Vorsicht beim Aufbrechen der Salzkruste, wenn man zu gewaltig vorgeht, leidet der Fisch!


Einmalig lecker! Eine einfach tolle Gewürzzusammenstellung und Garmethode!