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Dienstag, 24. März 2015

Ein Haufen Osterideen, Ferrero Lovebrands und warum Bloggen voll schlimm ist (Sponsored Post).

Für alle die es noch nicht wußten.......heute ganz exclusiv und in voller epischer Breite ein Beitrag aus der Reihe:

Warum Bloggen total grauenhaft, gruselig und fürchterlich ist.

Aber halt!
Fragen wir eine Betroffene! Heute mal ganz zufällig unser Frolleinsche Ü:

"Ehrlisch! Bloggen kann ja dasch pure Grauen sein. Ganschgansch fürschterlisch schoschusagen.........mmpfmmpf.....knusperknabber......ja scho isch dasch.......mpfffmmppfff....kann isch nur allen von abraten!!!"

Wie kann das sein? Was ist passiert? Und überhaupt warum spricht die so komisch?

Ja.

Ferrero ists gewesen! Letzte Woche fragten sie an, ob ich mir nicht vorstellen könnte, was über ihre Lovebrands * zu schreiben.

Ich habe natürlich sofort abgelehnt ;-D. Klar.




Nein natürlich nicht! Meine Kinder hätten mich umgebracht! Jetzt haben wir Dank des Posts seit letzter Woche Unmengen Hanuta, Schokobons, Duplo, Kinderschoko, Kindercountry,  Kinderbueno und Nutella im Haus.

Das Schlimmste: Bis gestern beschützte ich mein Schokogold wie eine Drachenmutter ihr Baby......schließlich sollte ich mir ja ein Rezept einfallen lassen und war angewiesen auf das "Equipment" (und ich sags euch, es gibt echt Schlechteres!).

Und jetzt?

Jetzt wo isch mit däm Poscht dursch bin ischesch vobei.......knabberknabber.....total schlimm und isch masch dasch nienie wieder ;-D! Knusperknabber........die ganze Familie ernährt sich seit heute nur noch von Lovebrands ......Hilfe!......denn!......es gibt da diese Prämienpunkte zum sammeln! Und erklärt ihr mal  einem extrem sammelwütigen Kind, dass wir eigentlich schon ganz dufte ausgestattet sind. Tssss. No chance. Naja, aber muss ja weg das Zeugs.......und wenns zur Rettung der Restwelt geschieht ;-D! Also wir sammeln jetzt. Wobei.......dieser USB-Stick als Duplo der hat was ;-D!

Zeitgleich mit diesem für mich.....ach was sage ich!...für die ganze Familie!.....echt harten Job für Ferrero, habe ich gemerkt, dass ich euch noch ein oder zwei Ideen für Ostern mit in die Nacht geben wollte. Kein Witz jetzt! Ich plane immer nachts......so im Halbschlaf (okay......jetzt bin ich durch bei euch, oder ;-D?). Also dann hört mal her. Heute gehen wirs mal systematisch an......

- Also zuerst hätte ich da eine Mini-Osterpavlova für euch.......mit Hanuta und Kinderschokobons ;-)!

- Weiter gehts mit einer - wahlweise - Hefeteigblume oder Hefeteigsonne mit Nutellafüllung. Ein Rezept, unterschiedliches Design. Na wenns das jetzt nicht ist!

- Dann hab ich noch eine klitzekleine Idee für eure Ostereier. Zum einen räume ich mit einer falschen Vorstellung auf, zum anderen kröne ich eure Eichen!

- Na und last but not least hab ich noch ein paar schräge free printables für euch gefunden, die ihr prima als Anhänger für Geschenke oder die Ostertafel einsetzen könnt.

So. Plan steht. Da arbeiten wir uns jetzt mal durch. Alle angeschnallt? Na dann los!

Also.....fangen wir mal langsam an mit der Osterpavlova.




Gehört ihr eigentlich auch zu dieser bekloppten Sorte Mensch, die das Hanuta immer auseinander nehmen? Wisst ihr was ich meine? Nicht einfach reinbeißen und haps weg. NEIN! Hier im Hause wird mit chirurgischer Fingerfertigkeit zuerst die obere Waffel abgehoben, dann die Schokolade vorsichtig von der unteren Waffel geknabbert und dann erst!.....wirklich erst dann, werden die Waffeln gegessen.

Ich hoffe für alle, die die Pavlova nachmachen wollen, dass die genau das drauf haben. Denn sonst geht hier gar nix. Ihr müßt mit vier Hanutas genau das machen, was ihr unten auf dem Bild seht. Mit Fingerspitzengefühl ;-D!




Zubereitung Osternester:

1. Zuerst werden aber die Baisernester gebacken. Das ist nicht schwierig, dauert aber etwa 2 Stunden, da die Baiser richtig austrocknen müssen, sonst reißen sie. Den Ofen auf 175 Grad vorheizen.

2. Nun 3 Eiweiß mit einer Prise Salz sehr steif schlagen. Dann langsam mit Mixer oder der Küchenmaschine den mit der Speisestärke gemischten Puderzucker in den Eischnee einarbeiten bis eine formbare Masse entsteht.

3. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und mit dem Eischnee 6 Nester daraus formen. Die Nester nicht zu eng setzen, sie gehen leicht auf. Notfalls einfach zwei Bleche nehmen.

4. Den Ofen dann auf 100 Grad herunterschalten und die Nester etwa 2 Stunden backen. Nach der Backzeit die Baiser bei leicht geöffneter Ofentüre im Ofen auskühlen lassen.

5. Während die Baiser im Ofen sind nutzt ihr die Zeit am besten um die Schokobons mit Fondant zu verzieren. Sterne, Blümchen, Schleifchen.........was gefällt.

5. Für die Hanutacreme 200 ml Sahne mit 2 Eßl Zucker und 1/2tel Pkg Sahnesteif fest aufschlagen. Das Innenleben, also die Schoko von 4 Hanuta ganz klein hacken und vorsichtig unter die Sahne rühren.

6. Einen Klecks der Hanutasahne auf ein ausgekühltes Baisernest geben und die in dünne Streifen geschnittenen Hanutawaffeln wie Stroh in das Nest auf die Sahne legen. Zum Schluss die vorgestylten Schokobons, am besten drei, ins Nest legen.








Hefeteigblume und -sonne werden nach dem gleichen Rezept zubereitet! Ihr müsst euch nur bei der Form entscheiden ;-)!

Zubereitung Hefeteigblume und -sonne:

1.  Zunächst einen Hefeteig zubereiten.

Ihr müsst da gar keine Sorge haben......es ist ganz einfach mit frischer Hefe. Stellt euch einfach vor, ihr badet euer Baby. Dafür würdet ihr ja auch nur ganz lauwarme ......äh....Milch nehmen. Nein nein.......ich weiß schon.......Babys badet man in Wasser. Unsere Hefe baden wir aber in Milch! Die Milch darf nur handwarm sein. Keinesfalls kalt und keinesfalls heiß (schlimmer!).......das Baby/Hefe  weint sonst /geht sonst nicht auf. Für alle, die jetzt kein Baby haben.....;-D.....das funktioniert auch andersrum ;-D.....wenn ihr wisst wie man Hefeteig macht, könnt ihr auch easy ein Baby baden. Cool was? Wieder was fürs Leben gelernt ;-)!

Für den Hefeteig Mehl, Zucker, Ei, weiche Butter und eine Prise Salz in eine Schüssel geben. In einem Glas oder Topf 160 ml Milch lauwarm erwärmen und ein halbes Päckchen frische Hefe hineinkrümeln und mit einem Löffel in der Milch auflösen. Hefemilch zur Mehlmischung geben und alles in der Küchenmaschine zu einem gleichmäßigen Teig verkneten lassen.

Den Teig 2 Stunden ohne Zugluft in angenehmer Wärme (BABY!!! ;-D.....gell...jetzt habt ihrs voll drauf!) gehen lassen.

2. Für die Blume aus dem dünn ausgerollten Teig mit einem kleinen Glas Kreise ausstechen und jeweils halb mit Nutella bestreichen. Die Kreise wie einen Glückskeks falten und kreisförmig in einer ausgebutterten Form anrichten bis sie voll ist.





3. Für die Sonne den Teig in 4 Portionen aufteilen. Die einzelnen Teigmengen zu gleich runden Kreisen (wie Pfannkuchen) ausrollen und den ersten Kreis auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Den Kreis mit Nutella bestreichen. Nun den nächsten Kreis auflegen und diesen auch wieder mit Nutella bestreichen. So fortfahren bis man mit dem letzten Kreis als oberste Schicht abschließt. Dann mit einem Messer wie auf dem Foto unten den Teig strahlenförmig einschneiden und die einzelnen in sich mehrfach eindrehen, sodass man die Nutella in den Schichten wieder sehen kann.




4. Sonne bzw. Blume mit einem verquirlten Ei bestreichen und im auf  175 Grad vorgeheizten Ofen etwa 20 - 25 Minuten backen.





Jetzt kommen wir zu meinen Ostereiern. Ihr merkt schon.....heute will ich echt was loswerden ;-)!




Zunächst mal möchte ich mit dem vielleicht nicht nur bei mir vorhandenen Trugschluss aufräumen, dass das komplette Zusammenschütten aller Flüssigeierfarben einer Packung den Farbton dunkelgrau oder schwarzähnlich ergibt. Tut es nicht. Sieht man ja. Noch nicht mal die eh schon dunkelbraunen Eier wurden dunkelgrauschwarz. Ich war ehrlich gesagt etwas frustriert. Ich hatte mich da so drauf gefreut......schwarze....zumindest dunkelgraue Eier......hach....das wärs gewesen. So sahen die Eier dann einfach aus wie........wer glaubt an Schicksalsfügung.......riesengroße Schokobons. Wasn Ding! Das musste dann einfach so bleiben, weil es ja irgendwie wie die Faust aufs Auge passte.




Meinen Eichen habe ich dann mit Kupferdraht aus dem Baumarkt kleine Krönchen gebogen. Einfach drauflos und fertig. Ging ganz schnell und ich finde es sieht ziemlich ungewöhnlich und witzig aus. Gefällts euch auch?




Zum Schluss dann noch zum schnellen Mitnehmen ein paar verrückte free printables für euch. Auf dem Ausdruckbogen sind auch noch ein paar gelbe und grüne Tierchen drauf.....mit gefielen die pinken aber am Besten. Entscheidet selbst!



So. Jetzt hab ich euch aber ordentlich ausgerüstet für Ostern, was?

Und für alle die so gar keinen Bock auf Ostern mit viel Ringelpitz und Rambazamba haben.......die Pavlova und Hefeteigblume und -sonne schmecken auch ganz wunderbar einfach so!

Hab ein paar tolle Tage! Und lasst die Sonne scheinen ;-)!

Winkewinke













* Werbung für Ferrero Lovebrands


Download Ostertags HIER


Einkaufsliste:

Osternester (6 Stück):

Baisernest:

3 Eiweiß
125 Puderzucker
1 Msp Vanille
1 1/2 El Speisestärke

Hanutasahne:

200 ml Sahne
2 Eßl Zucker
1/2 Pkg Sahnesteif

4 Hanuta
20 Kinderschokobons

Fondant weiß,rot,rosa (weiß und rot mischen!) für die Verzierung

Hefeteigsonne oder -blume:

450 gr Mehl
40 gr Zucker
1 Ei
50 gr Butter
1 Prise Salz
160 ml Milch
1/2 Päckchen Hefe (20 gr)

1 Glas Nutella

Dienstag, 17. Februar 2015

Rock the house, yeah ;-)! Planetencake samt Rakete für die Spaceparty und ein kleines aber feines Kinderpartyspiel

Endlich bekommt ihr heute ein paar Infos über unsere Spaceparty, die vor ein paar Tagen unser Haus rockte. Ich werde euch erstmal zeigen, was denn so bei uns zuhause ablief. Es gab zusätzlich noch ein außerhäusiges Programm in der Sternenwarte, da der junge, geburtagende Herr nach einem Besuch mit seiner Klasse dort derart globalgalktisch angefixt war, dass er sich schon seit Monaten nichts anderes sehnlicher wünschte, als einen erneuten Besuch dort. Dazu aber in einem gesonderten Post.

Auch auf die Gefahr hin, dass ich mit meinen Monstertorten langsam etwas übertreibe......hier dann nochmal so ein Ungetüm an Torte. Nachdem ich ja in der Woche davor Andreas Torte zurechtgeschraubt hatte, hatte ich quasi so nen run........bei der Torte hier sollte ich daher völlig zu unrecht absolut entspannt mit der Illusion von "hab ich schon mal geschafft, klappt jetzt auch wieder" ans Werk gehen. Zu meiner Schande muss ich aber jetzt gestehen, dass ich Fondantverarbeitung einfach nicht draufhabe. Wahrscheinlich merkt das/der/die Fondant aber auch einfach, dass ich es nicht mag. Schmeckt ja einfach nur nach nix das Zeugs.....einfach nur zuckrig. Der Vorteil von Fondant gegenüber Marzipan ist aber der, dass es sich zum Einfärben wesentlich besser eignet und die Herstellung von essbaren Dekoelementen auch deutlicher besser klappt. Trotzdem......Fondant und ich.....wir haben uns einfach irgendwie nicht lieb. Ehrlich wie ich bin, bekommt ihr meinen Fondantfaltenhund  aber trotzdem zu sehen, schon allein deshalb, weil die Idee einfach gut ist. Na und wenn ihr voll die Fondantprofies seid, könnt ihrs ja einfach perfekt umsetzen und mir mal ein Foto davon schicken ;-). Damit ich dann auf dem Weg vielleicht wenigstens erfahre, wie schön der Kuchen hätte werden können, wenn ich schon jahrelang mit Fondant geübt hätte. 

Für die Party war die nicht perfekt faltenfreie Konstruktion meines Kuchens zum Glück total egal. Die Kinder waren dankbare Bewunderer und fantastischer Weise noch dankbarere Esser! Die Torte ging zu mehr als der Hälfte weg! Wahnsinn! Sowas hatte ich selten mit Kuchen auf Kinderparties, wo zugegebener Maßen andere Dinge auch wirklich wichtiger sind ;-)! 




Raketenbau:

Aber lasst mich starten mit meiner Rakete. Ein paar Tage vor der Party kam mir plötzlich in den Sinn, dass ich ganz gerne eine Rakete auf dem Tisch hätte. Am liebsten die aus den Tim und Struppi Filmen, die fand ich immer schon super. Ein bisschen googeln ergab dann aber schnell, dass mir so ein Ding in ausreichender Größe für ein bisschen unwichtige Deko aufm Tisch einfach zu teuer ist.  Also blieb nur Selbermachen übrig, wobei ich bis ganz zum Schluss eigentlich der Ansicht war, dass ich das nicht zufriedenstellend umsetzen kann. Deshalb gibts auch keine Fotos von der Herstellung, nur dieses olle Handyfoto, dass ich einfach mal für den Überblick schoß.

Eigentlich kam ich mir die ganze Zeit vor wie Mac Gyver, der Mann der auch mit einem Zahnstocher, einem Wattebausch und dem Strumpfband seiner Oma noch einen Düsenjet reparieren kann.  Meine Rakete besteht aus einer kleinen Getränkeplastikflasche, einer leeren Zewarolle, 3 Styroporbällen, 3 Plasitkflaschenverschlüssen, Zahnstochern, ein bisschen Pappe für die Spitze und Flügel und viel Paketband. Die seltsam aussehende Konstruktion hab ich dann mit Zeitungsstücken und meinem Lieblingskleber in der guten alten Pappmacheetechnik beklebt, weiß grundiert und mit Acrylfarbe angemalt.




Das Finish, also die Nahtstellen der "Metalplatten" und die kleinen "Nägel",  ist mit einem dünnen, schwarzen Edding gemacht. Dann noch ein paar Heftzwecken rein und schon sah die Rakete dann doch irgendwie ganz gut aus. Auf jeden Fall Kinderparty tauglich und ich muss sagen uns verbindet jetzt inzwischen doch soviel, dass die Rakete nach der Party glatt ein neues Zuhause auf Kleinis Schreibtisch gefunden hat.




Planetencake:

Aber weiter zu meinem Problembär.

Und hier erstmal zum Unwichtigen: Die Planeten mit den Ringen habe ich nach dem gleichen Prinzip gemacht wie HIER und sie dann auf schwarz angemalte Schaschlikspieße bzw. einen kleinen Holzstock aufgespießt. Die großen Planeten sind Styroporbälle, die ich mit einer Steinfarbe, die völlig vertrocknet und eigentlich bereit für die Tonne war,  grob "angematscht" habe.....manchmal kommt einem der Zufall toll zur Hilfe!.......der Effekt ist super oder ;-)?





Die Zubereitung der Torte, die eine einfache aber sehr saftige Schokobiskuittorte mit einer Schokosahnecremfüllung ist, ist eigentlich bis auf den Fondant ziemlich einfach und fast wie HIER schon beschrieben. Ich wiederhol das einfach mal mit den kleinen Abwandlungen!

1. Zuerst braucht ihr wieder zwei unterschiedlich große Kuchenformen. Meine waren 18 und 15 cm (wobei ich die 15 cm Kuchen doch noch ein wenig kleiner geschnitten habe, 13, 14 cm sind also eigentlich besser). Beide Formen kleidet ihr auf dem Boden mit Backpapier aus.

2. Dann backt ihr jeweils zwei Biskuitböden, zwei kleine und zwei große. Dafür müsst ihr zweimal Teig anrühren! Ich beschreibe den Vorgang jetzt nur einmal und ihr wiederholt das dann nochmal, ja?

Zuerst 4 Eier trennen und die Eiweiße zusammen mit einer Prise Salz und 3 Eßl Wasser ganz steif aufschlagen. Dann die Eigelbe, den Puderzucker, eine Msp Vanille, 1 Tl Backpulver, das Kakaopulver und das Mehl dazu geben und zu einem gleichmäßigen, luftigen Teig aufschlagen.

Die Teigportion zu 273tel in die große, zu 173tel in die kleine Form geben und bei 180 Grad etwa 20 -25 Minuten backen......den kleinen eher etwas kürzer, den großen etwas länger. Messerprobe machen!

3. Wenn alles richtig ist, habt ihr nach der WIederholung 4 Böden vor euch liegen, zwei große, zwei kleine. Abgekühlt selbstverständlich. Jeder Boden wird jetzt einmal in der Mitte längs durchgeschnitten, sodass ihr danach 8 Böden vor euch habt......4 große, 4 kleine....klar, ja?

4. Nun stellt ihr die Creme her. Dafür 850 ml Sahne mit 2 Päckchen Sahnesteif und 100 gr Puderzucker fest aufschlagen. Dann 2 Eßl Kakaopulver einrühren und zum Schluss 100 gr gemahlene Haselnüsse und 100 gr sehr fein gehackte dunkte Schokolade unterheben.

5. Die Tortenböden nun abwechselnd mit der Creme schichten und dann die komplette Torte (oder besser den "Großen" und den "kleinen" Kuchen getrennt) mit dem Rest Creme von außen einstreichen und in Form bringen. 

6. So und dann kommt der Schritt mit dem Fondantüberzug. Ich habe das nach einem Fehlversuch in zwei Schritten gemacht und die großen und kleinen Böden wie zwei einzelne Kuchen getrennt mit Fondant überzogen und dann wieder übereinander gesetzt. Ein Youtubetutorial dazu gibts HIER.......die können das eindeutig besser als ich! Wobei ich meinen Fehler inzwischen glaub ich herausgefunden haben: Ich hab meinen Fondant zu dünn ausgerollt! Das wars!







Meteroitenspiel:

Nach dem Tortenschmaus konnte sich zwar keine Kind mehr bewegen...;-D....hahaha...kleiner Witz natürlich!.......wir haben aber trotzdem noch ein Spiel gemacht, bevor ich die Kinder auf eigenen Wunsch zum draußen Verstecken und Fangen spielen raus gelassen habe.

Dafür hatte ich am Tag vorher einen Meteoriten hergestellt. Zuerst einen Ballon aufpusten, damit man schon mal eine gewisse Grundgröße hat. Witzig ist, wenn man noch ein Glöckchen in den Ballon hineingibt.......Kinder sind ja manchmal wie kleine Hunde.......wenns bimmelt, machts direkt noch mehr Spaß ;-)! Um den Ballon dann in mühevoller Kleinarbeit unendlich viele Schichten Frischhaltefolie wickeln. In die Folie wiederum kleine Süßigkeiten oder Partygeschenke mit einrollen. Ich habe mir immer Bahnen von ungefähr 3 Meter Länge abgerissen, 3-4 Geschenke/Süßigkeiten draufgelegt und wie beim "Schneemann bauen" die Kugel immer drüber gerollt.  Die Enden sollte man dann fies wie man ist noch zusätzlich mit Tesafilm fest kleben und auch so während des Wickelns immer mal wieder noch hier und da einen Streifen Tesa draufkleben........dann dauert das Spiel länger, weil schwieriger wieder zu entpacken ist.




Völlig spontan inszenierte das Geburtstagskind dann einen Meteoriteneinschlag im Hause Ü. Theatralik pur! Ich war begeistert ;-D......mein Sohn ♥ ! Ganz Mutters Kind ;-)! Wir haben alle sehr gelacht!




Das Spiel selbst funktioniert dann wie man das vom steinalten "Schokolade auspacken" kennt. Es wird immer Reihum gewürfelt bis jemand eine 6 hat. Derjenige darf dann solange den Ball auspacken, bis ein anderer eine 6 hat. Wir hatten vorher noch zusätzlich vereinbart, dass wir die Juwelen, die sich im Meteoriten befinden natürlich gerecht unter allen Astronauten aufteilen. Das hat auch wirklich super geklappt! Es war also ein gemeinsames Ziel, was verfolgt wurde, was ja immer super ist auf Kindergeburtstagen.




Als krönenden Abschluß der Party gabs dann abends noch die inzwischen ja schon legendären Ikea Hotdogs, die man  clever wie Ikea ja so ist schon im Bausatz für die Kinderparty für nur 20 € fertig kaufen kann. Was soll ich sagen....die Kinder lieeeeeben die!




Einkaufsliste:

Planetencake:

Biskuitbodenteig für jeweils 2 große und zwei kleine Böden:

8 Eier
6 Eßl Wasser
2 Prisen Salz
240 gr Puderzucker
2 Msp gemahlene Vanille
250 gr Mehl
2 Tl Backpulver
8 Eßl ungesüßtes Kakaopulver

Creme:

850 ml Schlagsahne
2 Pk Sahnesteif
100 gr gemahlene Haselnüsse
100 gr gehackte dunkle Schokolade
100 gr Puderzucker
2 Eßl Kakaopulver


Auflage:

300 gr schwarzer Fondant
schwarzer Streusel
hellblaue Zuckerstreusterne

Freitag, 23. November 2012

Happy Birthday Cake

Ich hatte ja schon an anderer Stelle berichtet, dass der Geburtstag meiner allerliebsten Heidi anstand. Und wie es sich für eine anständige Freundin so gehört, dachte ich mir,  ich back ihr doch einfach mal nen Kuchen. Einfach so nen Kuchen. Einen Geburtstagskuchen. Das ist doch schön, oder?

Ach...ne....stöööhhnnnn.......eigentlich war´s nicht einfach mal so....ehrlich gesagt, habe ich schon Tage davor nicht mehr geschlafen und hatte bei der Zubereitung gehörig Angstschweiß auf der Stirn, denn ich hatte mir in den Kopf gesetzt, irgendwas in Richtung Motivtorte wie Monika sie macht zusammenzuschrauben. Du lieber Himmel.....und das alles ohne jemals einen Tortenkurs bei ihr besucht, jemals Fondant berührt oder jemals eine mehrstöckige Torte gebacken zu haben. Hahaha! Eigentlich kann man bei dem Gedanken an sowas nur hysterisch Lachen......aber nun gut......hä...hüstel.....warum muss ich mir auch nur immer solche Sachen in den Kopf setzen. Keine Ahnung. Ist vielleicht irgendeine genetische Fehlfunktion.

Das Allerlustige ist bei solchen Aktioneni: Ich weiß immer schon Wochen vorher wie´s aussehen soll. Bis ins Detail. Das ist bei mir immer so, wenn ich eine Idee habe. Im Kopf ist das Bild schon seit Wochen fertig gemalt, es muss halt nur noch auf die Leinwand. Oder in dem Fall auf die Tortenplatte. Ist dann nur immer die Frage, ob man das auch so aus dem Kopf auf die Finger übertragen bekommt. Jaja, das ist die riesengroße Frage. Ohne Tortenerfahrung. Jauuuul.....aber ich wollte es so, gelle?!




 Ich weiß genau was ihr jetzt sagt: "HÄ? Was will die denn, sieht doch total okay aus.....vielleicht sogar glatt  hübsch....die übertreibt wieder!"
Jaaaa, denkt ihr! Ich kanns euch ja nicht zeigen, ich hätte ein Video drehen sollen.....ein Tagesvideo, denn solange hat´s gedauert, den Kuchen zu backen........wenn ihr wüßtet, wieviel Herzinfarkt hinter diesem weißen, dicken Sternenwattebäuschchen steckt. Von den allerkritischsten Momenten gibt´s NATÜRLICH keine Fotos.......ich war einfach so sauer.......da war mir jegliches Foto und Blog egal. Der Kenner (Monika!) entlarvt bestimmt auch direkt die Problemstellen, hier auf dem Foto schon perfekt zu erkennen.......dazu dann aber später.

Fangen wir erstmal an mit der Anleitung für die Torte darunter.......die war das kleinere Problem.
 Vielleicht mal vorneweg: Ich war Motivtorten gegenüber bisher immer relativ abgeneigt, weil ich gelegentlich das Gefühl hatte, dass die zwar immer toll aussehen, innen aber meist langweilige Kuchen stecken. Klassischer Fall von außen hui, innen pfui. Und weil ich da ganz undeutsch bin, stört mich das. Ich mags lieber häßlich, dafür aber lecker. Aber das ist vielleicht alles nur ein Vorurteil.......das geht bestimmt auch anders und genau deshalb hab ich mich mal an so nen Kuchen gewagt. Meine Anleitungen hab ich mir bei Monika , Goodmother of cake, aus ihrem sagenhaften Tortenblog geholt. Ich glaube ich habe eine Woche lang nur Fotos geschaut, Post gelesen und Videos im Netz gesehen.....als Ersatz für den fehlenden Tortenkurs.

Meine schon fast unsympatisch riesige Teigmenge, leicht abgewandelt von Monika, bestand aus

350 gr Mehl
150 gr Mandeln gemahlen
500 gr Puderzucker
250 ml Öl
500 ml Eierlikör
12 Eiern
2 Pkg Backpulver
4 Pkg Vanillezucker

Seid nicht geschockt, sollte ja auch einen riesigen Kuchen für viele Leute geben, der Normalmensch der nur Kuchen für Tante Gertrud backen will halbiert die Menge!




Die Teigmenge habe ich dann auf 4 tiefe Teller aufgeteilt und mit Lebensmittelfarbe von Wilton abgestuft  rot eingefärbt.  Ich verabscheue eigentlich Lebensmittelfarbe. Chemie.......igitt! Es ging aber einfach nicht anders, weil ich in der letzten Lecker Bakery auf dem Titelbild einen Kuchen mit einer derartigen Farbabstufung gesehen hatte, den ich ganz toll fand.




Wie man sieht, war das ein wenig Sauerrei, da die Lebensmittelfarbe für mich überraschend eine gelige Konstistenz hatte und nicht flüssig war. Man merkt, ich bin da nicht so der Kenner. Aber gut.....ging schon irgendwie.



Jetzt wirds nochmal kompliziert. Die 4 Teigmengen müssen jetzt alle einzeln gebacken werden. Dazu die Form wie gezeigt mit Backpapier auslegen. Das hat den sympatischen Effekt, dass man die einzelnen Teigplatten wunderbar leicht bewegbar macht. Ich hab da so Kuchenbackaktionen im Kopf, bei denen mir die Schichten durchgebrochen...usw....ihr wisst!





Und jetzt kommt der ultimative Monikatipp. Dazu wickelt man mehrere Lagen nasses Zewa in ein Stück Alufolie und wickelt dieses ENG und IN KOMPLETTER HÖHE um die Kuchenform. Die Enden mit einer Klammer fest verschließen. Was bewirkt das???? HA! Das verhindert, dass der Kuchen beim Backen in der Mitte eine Beule ausbildet! Der Teig wird sonst am Rand am schnellsten durchgebacken und kann dort nicht mehr aufgehen, in der langsameren Mitte dagegen schon.





Suuuuuper Tip! Hat perfekt funktioniert. Jeden Boden bei 160 Grad 14 Minuten backen......denkt dran, ich hatte die riesige Teigmenge! Wer weniger Teig hat muss kürzer backen! Stäbchenprobe in der Mitte machen!
Die Böden auskühlen lassen.

Nun bereitet ihr die Himbeerfüllung zu. Dazu braucht man

750 gr TK Himbeeren
70 gr selbstgemachter Zucker
den Saft einer Zitrone und
8-9 Blätter Gelatine eingeweicht.

Die Himbeeren mit dem Zucker und Zitronensaft kurz aufkochen und ein wenig einreduzieren lassen. Den Topf vom Herd nehmen und die eingeweichte und ausgedrückte Gelatine unter die Masse rühren bis sie sich aufgelöst hat. Die Masse dann abkühlen lassen und warten bis sie durch die Gelatine eindickt, aber noch streichfähig ist. Das dauert ein wenig!



Parallel dazu eine weiße Schokoladencreme zubereiten. Dafür müßt ihr

450 gr weiße Schokolade und
750 ml Sahne

erwärmen, bis sich die Schokolade in der Sahne auflöst. Dann 6 eingeweichte und ausgedrückte Gelatineblätter einrühren, bis sie sich aufgelöst haben. Auch bei dieser Masse warten bis sie andickt, aber noch streichfähig ist. Erst dann mit dem Zusammenbauen der Torte beginnen!

Zum Aufschichten der Torte einen Tortenring......bei mir waren es sogar 2 übereinander!.......auf eine Tortenplatte stellen und den dunkelrotesten Tortenboden hineinlegen. Dann ein Drittel der Himbeerfüllung aufstreichen, darüber ein Drittel der Schokocreme. Dann den nächsten roten Boden auflegen und wieder Himbeer- und Schokocreme daraufgeben.......alles klar? Die fertig geschichtete Torte dann erst einmal ein paar Stunden kalt stellen bis sie fest geworden ist.




Gegen Abend habe ich dann die Tortenringe mit einem Messer gelöst und vom Kuchen entfernt. Das sah dann so aus.




Ja und dann kam die Quälerei mit dem Fondant. Aber klar......wer keine Ahnung hat ;-( ! Ich hatte den dunklen Verdacht, dass es an meinem blöden Fondant lag.....klar ;-)! Besorgt lieber anständigen Fondant.....z.B. hier.

Ich beschreibs mal kurz: Fondant ausrollen, über den Kuchen legen wie ein Deckchen, andrücken, fertig.
Einfach oder? ;-D




Für alle die sich das nochmal im Detail anschauen wollen hab ich hier dieses Video!




Mein Fandant war so spröde, dass er an einigen Stellen riss......ausderdem ließ er sich nicht dehnen, sodass ich die Falten seitlich nicht herausbekommen habe. Zwei Versuche habe ich gestartet und ordentlich geflucht.....zum Glück gibt´s von mir kein Video!

Ich hab dann einfach den Fondant gerüscht. Unten um den Abschluß habe ich eine Banderole aus mit einem Spitzendeckchen geprägten Fondant gewickelt und mit entsprechend geprägten Schleifen verziert. Dazu einfach ein Stück Spitze auf den Fondant legen, mit dem Nudelholz drüberrollen, bis sich die Spitze richtig abdrückt und alles in Form schneiden.




Die Sternchen mit den speziellen Fondantausstechern auszustechen war dann wirklich Kinderkram!




Vergass ich zu erwähnen, dass man damit perfekt die kleinen Risse kaschieren konnte????



Die Kerzen sind sogenannte Spagettikerzen.......ein Kunststück die nur in rot zu bekommen. Ich musste ungefähr 10 Packungen gemischte Spagettikerzen kaufen, weil ich ja unbedingt nur die roten haben wollte. Ts!





Heidi ist total jung geblieben, was man zum einen an der Anzahl der Kerzen .......



.....zum anderen aber auch an ihrer Puste erkennen kann. Da geht nochwas! ;-D



Geschmeckt hat der Kuchen dann sogar auch noch. Aber das wäre nach dem Stress ja auch noch schöner gewesen! Schicke Schichtung, wah? ;-D




Happy Birthday liebe Heidi ;-*!