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Dienstag, 26. April 2016

Gimme Buddha Bowls! Vegan oder mit Teriyakichicken und vieeeel Gemüüüse.......oder die völlig verrückte Schälchenliebe ;-).

Soll ich euch heute mal eine nicht besonders geheime aber bisher hier auf dem Blog unerwähnte Schrulligkeit meiner Person - Ach was sage ich! Der ganzen Familie! -  verraten ;-D? Ja? Pschhht?

Zu eurer Enttäuschung....hahahaha....ist jetzt leider nichts wirklich was Wildes, verrucht Skandalöses oder abgrundtief Abgründiges, ihr müßt euch auch keine ernsthaften Sorgen um unsere  mentale Gesundheit machen (also doch wieder Gala und Bunte kaufen), aber es geht durchaus als Beklopptheit durch. Joah. Würd ich sagen. Und hey ;-D...was ist schon normal? Aber normal ist ja eh doof.

Also.

Die Schrulligkeit liegt in der Schälchenliebe in diesem Haushalt. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass es auf diesem Planeten eine andere Familie gibt, die so wild auf Essen in/aus Schälchen ist und die wirklich jedes kleine Dingsbums, Schickschnack, Ollodollo in ein Schälchen füllt und ganz sicher erst dann ißt, wenn es hübsch in einem Schälchen arrangiert ist. Selbst oder inzwischen GERADE die Kinder sind total irre und essen am liebsten aus Schälchen. Morgens, Mittags, Abends. Nur Mister Ü........der nimmt auch gelegentlich mal nen Teller. Der ist da nicht so. Aber auch eher selten. Echte Schälchenliebe eben.

Den auslösenden Faktor dafür kann ich sogar einigermaßen konkret benennen: Als hier vor vielenvielen, genauer gesagt 17 Jahren, das erste Baby ins Haus plumpste, ergab das nämlich alles einen tiefen Sinn. Als die Jungs noch klein waren, gab es das Zwischendurchobst prinzipiell nur im Schälchen. Das war irgendwie angenehm zum Rumlaufen, man konnte es bei Bedarf wieder ablegen, fand es  am nächsten Tag  nach 5 Minuten auch wieder und ich musste nicht alles abends wieder einzeln aus den Sofaritzen kratzen. Frühstück und Mittag- und Abendessen wurde im Kleinkindalter irgendwie sowieso in Schälchen serviert. Dann konnte eben einfach nix auch beim wildesten Hin- und Hergeschiebe den Tellerrand runterplumpsen.

Irgendwie verselbstständigte sich die Schälchenliebe aber und ich liege wahrscheinlich nicht weitab von der Realität, wenn ich behaupte, dass wir der Haushalt mit den meisten unterschiedlichen Schälchen im Universum sind. Der Keller ist voll, die Schränke sowieso und ich kann noch nicht mal behaupten, dass das gute alte Foodbloggerdasein zu einer sprunghaften Schälchenvermehrung geführt hat. Es ist einfach unsere persönliche Liebe zur Schale, aus der einfach alles im generellen und speziellen immer einen Tick besser schmeckt als vom Teller.

Wie es der Teufel will, ist dann  ja seit geraumer Zeit hübsch in Schälchen arrangiertes Healthy-Food total in. Ich spreche von den sogenannten Buddha-Bowls, für die ich Pinterest regelmäßig zum Glühen bringe und die ich in tausendfacher Ausführung schon zuhause nachgestylt habe.

Wie? Was? Buddha Bowls?

Ja genau. Die erklär ich euch jetzt und zeig euch direkt mal zwei wahnsinnig gute Styles, der eine davon sogar vegan. Alles locker untermalt von dem ein oder anderen Schälchenbild ;-)......tf.!....und das ist nur ein Teil dessen, was in den Küchenschränken ist. Über den Keller samt Schälchen reden wir ein anderes Mal.





Das Hauptziel einer Buddha-Bowl ist so viele Farben und nährstoffreiche Lebensmittel wie möglich miteinander zu kombinieren um den größtmöglichen gesundheitlichen Effekt zu erzielen. Jede Bowl kann dabei anders sein und darf den Bedürfnissen und dem Geschmack des jeweiligen Essers persönlich angepasst werden. Damit ist sie das perfekte Essen für eine Familie, weil jeder sich das hinein geben kann, was er am liebsten mag.

 Die Basisbausteine jeder Bowl sind

1. Das volle Korn

- Vollkornreis oder wilder Reis
- Hirse
- Quinoa oder
- Couscous

2. Mageres Eiweiß

- Hühnchen
- Tofu oder
- Bohnen, Kichererbsen

3. Gemüse in jeder Form, gegrillt, gekocht, gebacken, gedünstet

4. Nüsse/Saaten/Dressing




Zubereitung:

Eigentlich ist das alles nicht wirklich kompliziert. Ich starte aber hier mit den Chickpeas, den Kichererbsen, da sie etwas Vorlauf brauchen.Übrigens auch ein super Snack für abends auffe Couch. Alles total glutamat- und chemiefrei und super gesund.

1. Kichererbsen selber weich kochen oder direkt Kichererbsen aus der Dose nehmen und gut abtropfen lassen. 300 gr auf einem Backblech ausbreiten und mit 2 Tl Öl vermischen. den Ofen auf 180 Grad vorheizen und die Kichererbsen etwa 40-50 Minuten darin backen bis sie knusprig sind. Vorsicht! Nicht zu lange drin lassen, dann beißt ihr euch die Zähne aus ;-D! Anschließend aus dem Ofen nehmen und mit Salz Pfeffer und einem Gewürz eurer Wahl (die Möglichkeiten sind unendlich, hier war es Schubecks Couscoucgewürz) final abschmecken.

2. Dann das Teriyakichicken marinieren. Für die Marinade den Honig, die Woksauce, gemahlenen Koriander und eine durchgedrückte Knoblauchzehe gut miteinander verrühren und die Innenbrustfilet darin einlegen.

3. Reis kochen.

4. Nun das Gemüse zubereiten. Wir haben Babyspargel, Brokkoli und Zuckerschoten gedünstet, Süßkartoffelstreifen mit Salz + Pfeffer angebraten, eine Frühlingszwiebel in Ringe geschnitten, Babyspinat gewaschen und zwei Avocados kleingeschnitten.

5. Sesamsaat leicht anrösten.

6. Tahindressing anrühren, indem man die Tahin, Zitronensaft und Ahornsirup miteinander vermischt und mit ein paar Löffeln Wasser zu einer Soße glatt rührt.

7. Kurz vor dem Anrichten das Teriyakichicken kurz in der Pfanne anbraten. Das geht schnell, denn die Stücke sind ja klein. Wundert euch nicht, wenn der Boden der Pfanne lund die Hühnchenstücke eicht schwarz werden.......das gehört so und ist der Honig. Nur leicht dunkel werden lassen, nicht kohlrabenschwarz bitte!

8. Na und dann ists auch schon fertig. Jetzt könnt ihr nach euren Vorlieben ein Schälchen eurer Wahl zusammenstellen. Der Veganer baut seine Bowl mit Kichererbsen und Tahindressing, der Normalo mit Teriyakichicken. Sonstige Wünsche...totally your decision!







Buddha Bowls kann man sowohl warm wie auch kalt essen. Auch teilweise kalt (Salat, Rohkost, Gemüse) und teilweise warm (Chicken, Reis, Gemüse). Ganz wie man mag. Da gibt es keine in Stein gemeißelte Regel. Und der Hit ist auch, dass man alle Zutaten wunderbar vorbereiten kann und sich  -dann in der kalten Version - einfach mal schnell und spontan eine zusammenbauen kann. Wir haben seit neuestem auf jeden Fall immer einige vorgegarte Gemüse, Salate, Sprossen, Reis, und Chickpeas im Kühlschrank am Start.








Naja......und wo ichs mir nochmal so recht überlege......ich glaube meine Schälchenliebe fing doch schon vor den Kindern an. Ich erinnere mich da noch an so einen Thailandtrip mit Mister Ü......damals schwanger mit dem größten Ü und wahrscheinlich deshalb irgendwie etwas schmerzfrei. Äh, naja, also wir transportierten jedenfalls ein komplettes Geschirr nach Hause. Mit ganz vielen Schälchen. Groß und klein und sooo hübsch. Und bei uns so nieeemals zu kaufen. Ich war einfach nicht davon abzubringen und Mister Ü bis in die letzte Zelle seines Körpers einfach gnadenlos verständnisvoll und unterstützend. Wir schrammten haarscharf am schlimmsten Übergepäck vorbei. Jajaja. Und wie durch ein Wunder kam alles heile zuhause an. Es sollte also so sein würd ich mal sagen. Quasi ein Zeichen ;-D.

Und so nahm dann wohl alles seinen Weg. Machste nix.

Will ich sie vielleicht mal irgendwann zählen ;-D? Ich bin mir da nicht so sicher.....hahahaha.....möglicherweiseeventuell hab ich dann ein schlechtes Gewissen ;-D.








Ich wünsch euch was.












P.S.: Ich weiß ihr glaubt das jetzt nicht, aber wir haben wirklich auch extra Schälchen für unser Meerschwein. Wirklich wahr!Wenn schon bekloppt, dann richtig, wa ;-).



Zutatenliste:

(Mengenagaben variabel nach Vorlieben!)

Vollkornreis
1 Süßkartoffel
10 Stangen Babyspargel
1 Avocado
2 Hände Babyspinat
2 Hände Zuckerschoten
5-10 Brokkoliröschen
2 Stengel Frühlingszwiebeln
schwarzer und weißer Sesam

Teriyakichicken:
400 gr Hühnerinnenfilets
40 gr Honig
60 gr Woksauce von Kikkoman
Prise Koriander gemahlen
1 Knoblauchzehe 

Chickpeas:
300 gr gekochte Kichererbsen
2 Tl Öl
Schubeck Gewürzmischung Couscous

Vegane Sauce für die Chickpeabowl:
50 gr Tahin (Sesampaste)
1 Tl Ahornsirup
1/2 Zitrone gepresst
2-4 Tl Wasser

Mittwoch, 25. Februar 2015

Honey Ginger Chickenwings mit einem lauwarmen grünen Gemüsesalat und ein paar Dinge, die ihr am besten schnell wieder vergesst!

Der Kleinigarnichtkleini hat jetzt in der Schule Sexualkunde. Für mich kein Neuland......
;-D.............hahahaha, nanana, was ihr wieder denkt! NATÜRLICH wurden die Jungs vom Storch gebracht! Jeder einzeln und das Tuch im Schnabel war rotkariert!.......nein, sondern wegen der Erfahrung mit den beiden Großen. Ich war immer schon ein großer Freund der unverkrampften Aufklärung und wenn einer fragt, bekommt er auch ne Antwort. Spätestens wenn ich mit dem jeweils nächsten schwanger war, kamen beim Vorgänger Fragen zum "Wie ist der Neue denn in dich reingekommen, Mama??" auf. Das war immer der Zeitpunkt für mich total hochpädagogisch meine stark bebilderte Schwangerschaftsliteratur,  wie z.B. den Klassiker Ein Kind entsteht zu zücken und gemeinsam mit dem Kind durchzublättern. Wenn gewünscht auch die blutigen Seiten.......wer das Buch kennt, weiß was ich meine......Geburt und so eben. Alle fanden das immer höllisch spannend!

Wenn ich ehrlich bin, dachte ich deshalb in den letzten Jahren, die wissen doch eh schon alles, auch und gerade Kleingarnichtkleini. Wie oft haben wir das Buch schon durchgeblättert! Eine Zeit lang dachte ich, bei DEM Interesse fürs Thema werden die hier noch alle Frauenarzt. Ich glaube damit, also mit dem Frauenarzt werden, sind sie aber inzwischen alle durch.....

Nun ist das Wissen um den eigenen, hier im Hause ja zu 4/5tel männlichen Körper auch nicht zu verachten und ist nur in der gereichten Literatur, nicht aber im echten Leben hier zuhause, zu kurz gekommen. Das Leben mit zwei pubertierenden Brüdern liefert da die besten Erklärungen inclusive gratis Anschauungsmaterial. Wissen über den männlichen Körper ist also beim Jüngsten in absolut ausreichendem Maße vorhanden. Dachte ich. Klar.

Um so erstaunlicher dann letzte Woche dieses Wissensbug.........zumindest zunächst:

Wir saßen gemeinsam auf der Bank an unserem Eßtisch, ich Blogpost tippender, er Schulaufklärungsheftchen lesender Weise neben mir. Das Buch mit den Schlagworterklärungen.......was ist ein B wie Busen, wo sind die E wie Eileiter und...............Wo und wie sind die A wie..........plötzlich bemerkte ich eine dunkle Denkwolke über seiner Stirn. Leichte Abneigungswellen waberten zu mir herüber und ich fragte mich ehrlich, was denn da wohl gerade steht.

"Mama.......????.......hier steht Achselhaare gibt es in allen Farben.......???.......ALLEN FARBEN!!!"

HALT! STOP! Das meint der jetzt nicht ernst, was ich da in seinen Gedanken sehe.........wie oft hat er schon seine Brüder, Vater, Onkels angeschaut?

"Wie sieht das denn aus Mama????????.......rote und grüne Achselhaare????? .......Blaue???.......

Ja. Was soll man da sagen. Ich bin fast vor Lachen von der Bank gefallen war regelrecht sprachlos und riet ihm an, mal kurz mit seinen Überlegungen inne zu halten und sich stark zu konzentrieren, wie die das in dem Buch wohl meinen könnten.........

Schlaues Kerlchen! Er kam doch recht schnell drauf und das Schönste daran war ihm die Erleichterung im Gesicht anzusehen ;-DDDD!

Man stelle sich mal vor!!!!!!.........Wahnsinn ;-DDD!!!

Ich gebe zu........die Überleitung zum heutigen Thema ist jetzt ausgehend von den Bildern die Ihr gerade im Kopf habt eine völlige Katastrophe. Literarisch bin ich echt ne Niete. Ich krieg das jetzt einfach nicht hin, elegant mit dem Thema um die Kurve zu fahren. Deshalb machen wir das jetzt einfach mal mit vollem Körpereinsatz: Wir schließen jetzt gemeinsam die Augen, vergessen ganz schnell diese komische Geschichte mit den bunten Farben, öffnen wieder die Augen und starren SOFORT auf dieses wunderbare Bild hier unten, meinem heutigen Foodtip!




Na also! Geht doch! Wenn auch mit ein wenig Gewalt ;-)!

Das hier sind auf jeden Fall die ultimativ leckstersten Hähnchenflügel ever. Das sage nicht nur ich, Herr Ü und die Jungs sondern auch meine 90igjährige Mutter, die sonst wie ein Kanarienvögelchen ist, bei diesem Salat samt Flügeln aber 2 mal nachgenommen hat!





Zuerst bereitet ihr die Marinade für die Flügelchen zu. Dazu 5 Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden und mit Honig, Sojasauce, Ingwer, Sambal Olek und den abgezupften Blättern der Thymianzweige zu einer Marinade verrühren. Die Flügel gleichmäßig mit der Marinade bestreichen und über Nacht im Kühlschrank in einem geschlossenen Gefäß ziehen lassen.

Die Flügel am nächsten Tag bei 180 Grad etwa eine Stunde auf einem mit Backpapier belegten Backblech goldbraun backen.




In der Zeit in der die Flügel im Ofen sind bereitet ihr den Salat zu. Dazu den Rosenkohl säubern, den Romanesko in Rosen schneiden und beide Gemüse in kochendem Salzwasser kurz blanchieren. Die Sesamsaat in einer Pfanne ohne Öl kurz anrösten. Dann wieder 3 Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden und in ein wenig Öl ebenfalls in der Pfanne leicht braun anschwitzen. Rosenkohlrosen halbieren und in einer Pfanne mit ein wenig Öl auf der Schnittfläche leicht anbraten. Gemüse lauwarm abkühlen lassen.







Kurz bevor die Chickenwings fertig sind, auf einem großen Teller 2-3 Hände kleinblättrigen, gewaschenen Blattsalat anrichten, das Gemüse darauf anrichten, die Radieschensprossen und die geröstete Sesamsaat darüber geben und mit einem cremigen Balsamicoessig, etwas Sesamöl, Salz und Pfeffer würzen. Zum Salat und den Chickenwings Brotchips zum Knabbern reichen!




Einkaufsliste:
(für 4 Personen)

Chickenwings:

2 kg Chickenwings
3 Frühlingszwiebeln
5 Tl Honig
3 Eßl Sojasauce
1-2 cm frischen Ingwer geschält, gehackt
4-5 Thymianzweige
Sambal Olek nach Wunsch

Salat:

1 Romanesco
2-3 Hände kleinblättrigen Blattsalat
200 gr Rosenkohl
3 Frühlingszwiebeln
1-2 Hände gemischte Radieschensprossen
Brotchips mit Sesam
1 Eßl Sesamsaat
Balsamicoessig
Sesamöl
Salz, Pfeffer

Dienstag, 4. November 2014

Teriyakihuhn mit Süßkartoffelpuree

Vor ein paar Wochen bekam ich ein Foodpaket von Marley Spoon zugeschickt. Zum Test. Marley Spoon versendet fertige abgewogen und gemessene Portionszusammenstellungen für hochwertige von Spitzenköchen zusammengestellte Menüs, um der Lebensmittelverschwendung Einhalt zu gebieten. Sie möchten in jeder Hinsicht auf Nachhaltigkeit setzen, auch bei Verpackung und Versand. Man kann das Verpackungsmaterial sogar zurückschicken. Ich bekam zwei unterschiedliche Gerichte zur Probe, wovon ich euch heute eins zeige, weil ich das Rezept wirklich großartig und auch einfach nachzukochen finde.

Ich komme aber auch nicht drum herum an dieser Stelle doch ein wenig Kritik am Konzept loszuwerden. Kurz zusammengefasst: Ich halte es nicht für den goldenen Weg sich der Lebensmittelverschwendung entgegenzustellen und an anderer Stelle ein mindestens genauso großes Problem zu schaffen. Hier werden Müllberge mit unzähligen Hotelplastikverpackungen, Minitütchen für Gewürzen und riesigen (natürlich auch notwendigen wegen Postversand) Kühlelementen produziert, die jeden Vorteil wieder zunichte machen. Auch der Versand auf dem Postwege stört mich, denn es ist meiner Ansicht nach ein absolut unnötiger und auch wirklich unökologischer Kostentreiber. Dazu kommt, dass die angebotenen Gerichte auch nicht wirklich preiswert sind und man dafür schon fast auswärts essen gehen könnte.

Aber gut. Jeder muss da selbst entscheiden, für mich kommt so etwas eher nicht in Frage, da bei uns immer viel und oft gekocht wird.....da bleibt nie viel übrig. Für Menschen allerdings die vielbeschäftigt und möglicherweise alleine sind.....hm.....wer weiß, da ist dieser Versand vielleicht ein Weg.

Na dann wenden wir uns aber jetzt doch mal wieder dem Grund der Freude zu......dem Rezept. Ziemlich easypeasy nachzukochen sag ich euch!!! Das ist toll!




Zuerst mal fangen wir mit der Marinade für das Hühnchenfleisch an. Dafür Honig, Teriyakisauce, den Abrieb der halben Limette, Sambal olek, 1 Prise gemahlenen Koriander und eine kleine durchgedrückte Knoblauchzehe zu einer Soße verquirlen. 

Dann die Hühnerbrüste in ein wenig Öl von jeder Seite kurz scharf anbraten, bis sie auf beiden Seiten eine leichte Bräunung zeigen und in eine feuerfeste Form legen.  Nun die Marinade darüber geben und die  Hühnerbrüste im auf 150 Grad vorgeheizten Ofen ca. 20 Minuten fertig garen. Bitte mehrfach wärend der Garzeit im Ofen mit der Marinade übergießen.





Während das Huhn im Ofen ist, das Süßkartoffelpüree zubereiten. Dazu die Süßkartoffeln schälen und in Würfel schneiden. Die Würfel dann in einen Topf geben und zusammen mit der Kokosmilch (die Menge sieht wenig aus, ist aber richtig, ja!) etwa 15 Minuten bei mittlerer Hitze gar kochen.  Eventuell einen Deckel auf den Topf legen, damit nicht zuviel Flüssigkeit verdunstet und die Kartoffeln optimal garen können. Die Süßkartoffeln sind gar, wenn man leicht mit dem Messer hineinstechen kann (wie beim normalen Kartoffel kochen auch).





Während die Kartoffeln kochen ein etwa 1-2 Zuckerklümpchen großes Stück frischen Ingwer schälen und sehr klein hacken.

Die gegarten Süßkartoffeln in der Koksmilch belassen und alles mit einem Stampfer zu einem Brei verarbeiten, den Ingwer hinzugeben weiterstampfen und mit Currypulver, Pfeffer und Salz abschmecken.




Für die nötige Frische sorgt dann noch ein Gurken-Kohlrabi-Salat.....und der geht so:

Eine Kohlrabi halbieren und schälen. Eine halbe Gurke waschen. Von beiden Gemüsen dann mit einem Sparschäler dünne Streifen abziehen, bei der Gurke dabei das weiche, kernige Innenleben aussparen. Beides zusammen in eine Schüssel geben und mit Salz, Pfeffer, Himbeeressig und ein paar klein gehackten, frischen Korianderblättern abschmecken. Zum Abschluss noch ein paar gehackte und geröstete Erdnüsse darüber geben......das ist jetzt nicht von Marley Spoon, sondern von mir
 ;-)......sooo gut!




Ich muss euch wirklich sagen ich L.I.E.B.E dieses Gericht! Die geschmackliche Vielfalt im Mund.....eine leichte Süße von Kokosmilch und Süßkartoffel zusammen mit der Frische des Ingwers und der Würze des Currys.....dazu diese perfekte leicht scharfe, salzigsüße, limettige Teriyakimarinade......dann noch der fruchtig frische Salat......uiuiui.....einfach riesig gut!





Einkaufsliste:
(für zwei Personen)

400 gr Hühnerbrust (das ist ca. eine Brust)

Für die Marinade:

20 gr Honig
30 ml Teriyakisauce
Abrieb einer halben Limette
Sambal olek nach Bedarf
1 Prise gemahlenen Koriander
kleine durchgedrückte Knoblauchzehe


Für das Süßkartoffelpuree:

2 Süßkartoffeln
250 ml ungesüßte Kokosmilch
1 Stück frischen Ingwer etwa 1-2 Zuckerklümpchen groß
Currypulver
Salz, Pfeffer

Für den Kohlrabi-Gurkensalat:

1/2 Kohlrabi
1/2 Gurke
2 -3 Tl Himbeeressig
1-2 Eßl gehackte, geröstete Erdnüsse
Salz, Pfeffer

Dienstag, 22. Juli 2014

Cooking with the best friend: Gai Phad Med Mamuang ......Chicken Cashewnut! Ein klitzekleiner aber superwichtiger Nachtrag!


Boahhhh.......ich sags euch........letzte Woche dachte ich ja noch mein wuscheriger Zustand bessert sich nach anfänglicher Ferienstartgewöhnung und aufkommendem Lodderleben nach Lust und Laune, aber ne......... ich glaub vor unseren Ferien wird das nicht mehr besser mit mir ;-). Ich bin jetzt schon richtig durchgeknallt, weil ich mir derart ein Loch in den Bauch vorfreue, das glaubt ihr nicht. Ich krieg hier kaum meine Blogposts durchgebracht, geschweige denn, dass ich mich noch in Ruhe meinen Schraubereien widmen kann. Ich fühl mich wie ein durchgedrehtes Huhn, was wild durch die Gegend hüpft und flattert. Gackgack ;-)!

Aber gegessen werden muss ja trotzdem irgendwie, sonst kommen wir ja nicht bis zum Urlaub durch. Na und weil ich ja schon im Urlaubsmodus schwinge, hab ich einfach mal DAS ULTIMATIVE LIEBLINGSGERICHT unseres letzten asiatischen Sommers rausgekramt: Chicken Cashewnut! 




Ob ihrs glaubt oder nicht, ich kann das inzwischen kochen wie ein echter Thai, jawohl! Ich hatte nämlich einen allerbesten Lehrer! 

Schon vor unserer Reise nach Thailand letztes Jahr hatte ich mir grundsätzlich Gedanken gemacht, ob ich denn nicht mal einen mehrtägigen Kochkurs vor Ort machen sollte, um mich in die tiefere Kunst des asiatischen Kochens einweisen zu lassen. Wir essen das doch so schrecklich gerne! Möglichkeiten hätts genug in Bangkok gegeben.....die ziemlich bekannte Blue Elephant Cooking School war direkt um die Ecke.





Schlußendlich hab ich mich aber dann doch gegen einen mehrtägigen Kurs entschieden, da ich nicht die Hälfte der Ferien in einer Küche fernab von der Familie verbringen wollte.

Dann kam aber schon in Bangkok still und leise der intrafamilliäre Hype um das berühmt berüchtigte Chicken Cashewnut auf. Mindestens 1 Familienmitglied hat das pro Tag mindestens einmal gegessen. Es war kaum noch auszuhalten, aber was soll man machen.........es ist ja soooooooo lecker! Unglaublich! 

Es führte also kein Weg mehr daran vorbei genauer zu ergründen, wo denn die Kniffe bei diesem Gericht liegen und wie die konkrete Zubereitung verläuft. Der Gedanke daran, dass mir die Zubereitung Zuhause möglicherweise nicht optimal gelingen würde, war uns allen unerträglich ;-)))! 




Na und dann traf ich ihn hier oben! Unser Hotelkoch in Khao Lak erbarmte sich und nahm mich mal auf ein privates Kochstündchen mit an seinen Gasherd. Seitdem bin ich der Chicken-Cashewnut-Profi!  Schaut mal hier unten, so sieht´s in Thailand aus! Ich könnt jetzt ja schon wieder ins Bild springen! Sooooo lecker.......yummiyummi!




Meine größte Sorge war ehrlich gesagt, auch wenn ich die detailierte Zubereitung und Zutaten nun kannte, der möglicherweise andere Geschmack von Soja- und Austernsoße zuhause. Die gleichen Soßen die er benutzt hat gibts hier einfach nicht! Aber so ist das eben. Allein schon durch die andere Luft schmeckt´s hier anders.......wisst ihr was ich meine ;-)?




Ihr fangt erstmal an mit dem Reis, denn Chicken-Ccashewnut ist ein schnell gekochtes Gericht (Gemüse- und Fleischschnippeln rausgenommen). Dazu nehmt ihr einen Topf und gebt auf ein Glas Reis anderthalb Gläser Wasser, stellt den Topf auf den Herd und kocht alles bei geschlossenem Deckel einmal auf. Die Herdplatte dann ausschalten, den Topf aber mit immer noch geschlossenem Deckel darauf stehen lassen und den Reis langsam ausquellen lassen.  Ihr braucht dann nach ca. 15 Minuten nichts mehr abzugießen, der Reis ist einfach nur fertig! Gesalzen wird der in Asien übrigens NICHT!




Die weitere Zubereitung ist eigentlich ganz einfach. Ihr benötigt zunächst etwas Hühnerbrustfleisch, dass ihr in mundgerechte Stücke zerkleinert. Am besten aber nicht in Würfel ....bähhhhh.....sondern in ......ja äh.....kleine schräge Läppchen. Erinnert sonst so an Fertigkost, wenn ihr versteht was ich meine. Der Asiate macht das halt so! 

Dann schneidet ihr Paprika, Gemüsezwiebel und Frühlingszwiebeln in etwas größere Stücke, schaut mal auf dem Bild, in Asien wird das alles ziemlich groß gelassen, was ich sehr appetitlich finde. Nun gehts an die Saucenauswahl, meine Austernsoße war die hier unten, die ist schon mal die halbe Miete, die Sojasoße war die von Kikkoman, die Marke der Fischsoße ist egal (schmecken eh alle gleich grauenhaft ;-), sind aber für den echten Taste unabdingbar!).




Zuallererst bestäubt ihr die Hühnchenteile mit etwas Mehl und bratet sie im Wok in einer großzügigen Menge Erdnussöl schön knusprig. Salzen und Pfeffern entfällt, die Würze kommt gleich durch die Soßen.  Die frittierten Hühnchenstücke werden dann zum Abtropfen auf etwas Zewa gelegt. In Asien werden dann noch kleinere längliche milde Paprika (wir dachten anfangs, das seinen Chili ;-DDDD) frittiert und dann in Ringe geschnitten. Die gibt´s hier so aber nicht, deshalb fällt das weg, was seeeehr schade ist, denn es gibt dem Gericht so etwas Knuspriges! 


So. Dann kommt noch mal etwas Öl in die Pfanne (wenn es weg sein sollte vom Hühnchen) und ihr bratet nun die Zwiebeln, den durchgedrückten Knoblauch und die Paprikastücke etwa 3 Minuten an bis sie noch bissfest sind. Dann kommen zuerst die weißen Enden der Frühlingszwiebeln dazu, und eine Minute später auch die oberen Hälften selbiger. Dann höchstens noch 1 Minute weiterbraten, sonst wirds labberig und nichts hasst der Asiate mehr als labberiges Gemüse. 




Nun die Cashewkerne und die angegebenen Mengen der Sauce und der Brühe hinzugeben, alles kurz aufkochen lassen, noch einmal selbst abschmecken, evtl. von dem einen oder anderen noch etwas nachgeben, wer scharf mal gibt auch noch etwas Sambal Olek dazu und fertig ist euer Chicken-Cashewnut!







Reis in Sack und schwarze Schälchen von HIER


Einkaufsliste:

300 gr Hühnerbrustfilet
3 Paprika (rot, grün, gelb)
1 große Gemüsezwiebel
5 Stangen Frühlingszwiebeln
3 Knoblauchzehen durchgepresst
120 gr Cashewnüsse geröstet

125 ml Hühnerbrühe
15 ml Sojasoße
30 ml Austernsoße
15 ml Fischsoße
20 gr Palmzucker oder brauner Zucker
15 ml Wein Rotwein oder 5 ml Whiskey
Sambal Olek nach Bedarf

etwas Mehl zum bestäuben des Fleisches

Erdnussöl zum anbraten
Basmatireis

Montag, 24. Juni 2013

Ceasars Chicken Parmesello Salat

Puuhhh, so langsam komm ich ins Schwitzen mit den Salatideen.......aber ich halte durch.......nach diesem hier noch einer!..... wir haben Tag 6 Salatwoche! Interessanter Weise werden die Jungs hier richtig verwöhnt und ich bin absolut riesig erstaunt, wie gut mein Grünzeugs im Hause ankommt. Mit den ganzen eingebauten "Gimmicks" ( Regel Nr. 1: Immer was Knuspiges im Salat!) fressen die mir hier geradezu aus der Hand! Warum hab ich das nicht schon früher gemacht? Und wisst ihr was.....wenn die Woche rum ist, spricht doch eigentlich nichts dagegen einfach wieder von vorne anzufangen, oder ;-)? JA! So gut fanden wir das alle!




Heute fangen wir mit dem Hauptgimmick an: Die Parmesellotaler!

Dafür reibt ihr etwas Parmesan, debt ihn in kleinen Häufchen auf ein Backpapier und schiebt die Käsehäufchen bei 200 Grad für ein paar Minuten in den Ofen.....bis sie halt soooooo aussehen!.........fragt nicht nach Minuten......weiß ich nicht!




Schrecklich.......die könnte ich auch ohne Salat alle direkt aufessen.......und die Herrn hier auch.




Dann röstet ihr noch ein paar Brotwürfel in ein wenig Öl in der Pfanne. Ebenso werden ein paar Hühnchenstücke mit Salz, Pfeffer und etwas Paprikapulver angebraten.




Dann macht ihr eine Joghurtsalatsauce aus

120 gr Naturjoghurt
4 Eßl Olivenöl
4 Eßl Zitronensaft und
Salz/Pfeffer/Zucker nach Geschmack.





Schwups und schon könnt ihr den Salat anrichten:
Blattsalat auf den Teller, Mais und halbierte Kirschtomaten darüber, nun Hühnchen und geröstete Brotwürfel darüber, dann die Salatsauce und zum Schluß noch die Parmesellotaler in den Salat schubsen. Sofort essen! Parmesellotaler und Brotwürfel können sonst matschig werden!





Einkaufsliste:

100-150 gr Parmesan
3 halbe Hühnerbrüste
2 alte Brötchen oder gleiche Menge Brot

120 gr Naturjoghurt
Olivenöl
4 Eßl frischer Zitronensaft

1 mittelgroße Dose Mais
10-12 Kirschtomaten
Blattsalat (Die Orientmischung! ;-) Ja! Ich hatte sie schon wieder!)