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Freitag, 29. Juni 2012

Rosenöl selber gemacht

An Ideen zur Verwertung meiner unglaublichen Rosenmassen mangelt es dem Netz wirklich nicht. Nachdem ich ja schon das Rosenblütenbad und die kandierten Rosenblätter durchhab, gehts heute testmäßig weiter mit einem hausgemachten Rosenöl.....wartet mal ab, was da wohl noch so alles kommt! ;-)

Rosenöl wird ja eigentlich in der Wasserdampf-Destille hergestellt, in einer Aparatur, die man sich einfach mal nicht eben so zulegt, wenn man einen heimischen Rosenstamm hat. Auch nicht, wenn der Millionen von Blüten trägt und man bekennender Weise Rosenduftliebhaber ist. Okay. Was nun? Es muss eine andere Methode her. Vielleicht nicht mit genau dem gleichen Ergebnis, aber möglicherweise ja auch nicht schlecht.

So soll es sein und ich habe die tausendfach im Netz propagierte Trockenmethode getestet. Ich sags gleich: Naja....geht so. Aber ich habs wenigstens mal ausprobiert und kann jetzt da was zu sagen. Bei all den anderen Leutchen im Netz, war bei keinem einzigen mal eine Meinung zu dem verblogten "Rezept" zu finden. Entweder hat das noch nie einer wirklich ausprobiert - man hat einfach das Rezept durchgereicht - oder meine Vorstellung von Rosenduft ist eine falsche. Hm. Ich würde euch jetzt gerne eine Riechprobe durchgeben..........





Wie hab ichs nun angestellt? Ich habe zunächst einen ordentlichen Haufen Rosenblätter in einer Kiste bestimmt eine Woche lang getrocknet. In der Sonne. Da schien sie mal kurz diesen Winter....äh Sommer.





Dann bin ich in die Apotheke gerast und habe Mandelöl gekauft. Ich denke irgendein anderes geruchsneutrales Öl geht auch, z.B. Diestelöl. Olivenöl nicht! Das ist zwar toll für die Haut, riecht aber einfach zu eigen.


 



Die wirklich knochentrocken getrockneten Blätter dann in ein Einmachglas geben, das Öl auffüllen,.....






.....bis alle Blätter bedeckt sind.....






....und das Glas verschließen. Das Glas dann 1-2 Wochen in die strahlende, gleißende, Gluthitze der diesen Sommer so ausgiebig scheinenden Sonne stellen!





Hmmmm, vielleicht war das das Problem????? Ach???? Ich glaube nicht wirklich.....oder???? All ihr Fachmänner und -frauen.....was sagt ihr dazu????






Ja und dann.....tja.....die Chemie-Einser-Kandidaten rollen sich jetzt vor Lachen bestimmt schon durch die Gegend (oder schlagen verschämt die Hände vors Gesicht?), dann hatte ich die absolut brilliante Idee, das Öl einzufärben!!! Mit Lebensmittelfarbe! Rosa sollte es werden.....ja......ich glaube das Stichwort "Emulgator fehlt" , triffts ganz gut. Auch intensievstes Schütteln bis der Arm taub wird  hilft da gar nichts.....GAR NICHT.S....klar!
MERKE: Öl einfärben mit Farbe auf Wasserbasis geht nicht ohne weitere Stoffe. Vielleicht gehts mit einer anderen Farbe? Die hatte ich aber nicht. Toll war dann allerdings, dass man die rote Blase ja einfach wieder abgießen konnte und der Fehlversuch so perfekt weggetarnt werden konnte.






Einigermaßen hübsch aufgerüscht hab ich dann noch schnell ein Foto gemacht und das liebe Öl ein paar Male getestet, dann aber für mich entschieden, dass ich nicht nach Mandelöl mit Herbstlaub riechen möchte und mich vom Inhalt des Fläschchen verabschiedet. Das war irgendwie nix.......hat aber total dolle Spaß gemacht. Ich denke ich werde jetzt Chemiker.


Montag, 11. Juni 2012

Kandierte Rosenblütenblätter und ein bißchen Baiser

Ich erwähnte ja schon einmal letztes Jahr, dass wir eine saaagenhafte Wunderrose im Garten haben. Keine Ahnung, welche Rasse, Gattung, Sorte sie ist,ich bin nicht so der Blumenfachmann. Ich nahm sie im EinzugsHausneubauundGartenanlegwahn damals aus dem Baumarkt so eben mal im Vorbeigehen mit....aus der 1 € -dieschafftsehnichmehr-Abteilung. Aber siehe da! So ein hartnäckiges Gerät! Sie wächst und blüht und wächst und blüht...immer einmal im Jahr, immer um Herrn Üs Geburtstag herum.Sie blüht so üppig und rankt so enorm, dass sie bald unser Haus umwuchert haben wird und ich mir vorkomme wie Dornröschen höchstpersönlich. Und jedes Jahr frage ich mich, was man denn so alles mit den Rosenblüten veranstalten kann. Außer angucken. Letztes Jahr hatte ich ja schon das Rosenblütenbad verbloggt, das kann ich aber in der Blühphase jeden Tag 3 x nehmen und die Rose sieht noch nicht mal gerupft aus. Ich musste also quasi unter hautschutztechnischen Gesichtspunkten, zur Vermeidung von üblen Quell- und Verwässerungserscheinungen eine neue Verwendungsmöglichkeiten auftun, ein paar neue Rosenideen mussten her. Test Nummer eins waren dann heute mal die kandierten Rosenblätter. Sososo.


Ich steh ja eigentlich gar nicht auf Blumen im Essen. Zucchiniblüten ausgenommen. Aber wer nicht wagt...gelle. Außerdem bin ich ja von Natür aus neugierig und experementierfreudig.


Die Rosenblätter vom Stiel zupfen und mit einer Schere den bitteren Blattansatz abschneiden. Wer mag, probiert auch mal eine komplette kleine Knospe zu kandieren. Ach und erwähnenswert ist vielleicht noch für den ein oder anderen: Das geht hier alles natürlich nur mit garantiert ungespritzten Rosen! Also bitte nicht in den Blumenladen gehen, sich eine Rose aus weißichwo oder derBauerwollteesextrarot besorgen und sich hinterher wundern, warum man grüne Punkte im Gesicht und eine tiefe Stimme bekommt!


Dann ein Eiweiß cremig aufschlagen........

 

.......und mit einer Pinzette (meine war eine Leihgabe aus dem Arztkoffer vom kleinsten Ü ;-)) zuerst durch den Schaum und dann durch Zucker ziehen.



Die Blätter und Knospen dann auf ein gezuckertes Backpapier legen und bei 100 Grad etwa 1 Stunde bei leicht geöffneter Tür (Kochlöffel dazwischen klemmen!) in den Backofen schieben.


Hm. Wie finde ich die jetzt? Zu einem Dessert als Deko schön und auch essbar. Für meinen Geschmack immer noch zu blumig....... aber klar........blöde Bemerkung, sind ja auch Blumen, sonst hätte ich mir eine Frikadelle machen müssen. Vielleicht probier ichs mal auf einem Milchreis????? Das könnte lecker sein. Ich werde berichten! 


Da ich kein guter Wegschmeißer bin, habe ich das restliche Eiweiß mit einer halben Tasse Zucker steif geschlagen und in kleine Förmchen gegeben. Für Baiser. Und wie man sieht, kann der Weg von häßlich zu hübsch so einfach sein.  Damit die Baiser alle einen schönen Zipfel in der Mitte bekommen, einfach mit einem Stäbchen im Kreis rühren!


Die Baiser dann bei 100 Grad mindestens 2 Stunden in den Ofen schieben! Sie müssen austrocknen und nicht gebacken werden! Ein wichtiger Unterschied!