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Dienstag, 14. Oktober 2014

Feigentarte und Apfel und Himbeer und so........

Als bloggende Mutter hat mans nicht leicht, ja.......wobei wir das jetzt eigentlich noch ausdiskutieren müssten obs überhaupt am Blog liegt oder ob mans als "Mum in the house" nicht einfach generell mit manchmal echt schrägen Irrungen und Wirrungen der innerhäusigen z.T. stark pubertierenden Brut und der daraus resultierenden Umstände zu tun hat.




Will man endlich mal Abwechslung auf den Tisch und damit natürelmeng auch auf die eigene Netzseite bringen, so von wegen .........hui!!!....... mal nix mit Apfel oder Himbeere und so, schon.....schwups.....liegt sich die Jugend des Hauses schon mit tränenumflortem Blick laut schluchzend kollektiv im Leid vereint in den Armen und ist sich eins wie sonst nie: "Das ist brutal! Feigen sind doof! Und wir haben so einen Hunger!" Man selbst kann dann manchmal einfach nur die Augen zuerst erstaunt und weit aufreißen, um dann im nächsten Moment die Stirn in starke Falten zu werfen angesichts dieses Gefühlsausbruchs ausgelöst durch eine winzige Feige. Minikleine Feige! Naja oder vielleicht auch zwei. Okay.....oder auch 3-4. Weil!......ICH MAG JA FEIGEN, ABER WEN INTERESSIERT DAS SCHON!






Wenn der Hunger die Jugend dann so gemeinschaftlich schüttelt, dann kennt als erstes der auf 1,80m hochgeschossene Astralkörper kein pardon mehr, echtes Zittern inclusive. In einem solchen Moment gäbe es natürlich ernährungstechnisch vernünftigere Dinge als ein Törtchen, um den vor Hunger ausflippenden Körper wieder auf Spur zu bringen.......aber ha!......redet mal mit einem Pubertierenden!!! Unmöglich! Und nur wegen der aufkommenden Hinterkopfgedanken.....ja wir füttern ihn öfter als einmal die Woche. Eigentlich ständig. Nützt aber nix, der Bärenhunger kommt ständig immer wieder. Und so wächst mit jedem Törtchen schon beim bloßen Hingucken auch das Kind. Wie sagte meine in jeder Hinsicht weise Mutter doch schon vor Jahren so treffend: "In der Pubertät deiner Brüder habe ich kaum mehr gewußt, wie ichs noch ran schaffen soll!" Soso.





Derart dezent genötigt muss dann die arme Bloggermutter in mehrfacher Hinsicht richtig Gas geben. Erstens um ein köstliches Törtchen nach dem Gusto der Herrn zu produzieren......Blog?Bloggen???Was war da noch los????......und zweitensunddrittensundviertens S.C.H.N.E.L.L!!!!





So passiert es dann auch, dass der große Sohn sich aus der Not heraus schon mal ausgiebigst am Foodshooting beteiligt, wie wild mit dem Puderzucker herumnebelt, Handtücher hin- und herzubbelt, Herzchen in den Puderzucker malt nur um schnellst möglich zum finalen Törtchenziel zu gelangen. Zitternd. Um das Törtchen dann im Anschluss daran mit fast nur einem Haps direkt dem Blutzucker zuzuführen.

Jajaja......so war das!






Feigentarte mit Cremeguss

Boden:

Für den Teig alle Zutaten miteinander verkneten, den Teig 15 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen, in die Form einpassen und im auf 180 Grad vorgeheizten Backofen 10 Minuten blind backen.  Zum blind backen kann man entweder Backperlen aus Keramik nehmen oder einfach entsprechend oft mit einer Gabel den Boden in der Form löchern, damit er beim Backen keine Blasen wirft. 

Füllung:

Zur Herstellung der Cremefüllung die Milch und die gemahlene Vanille mit dem Zucker bei kleiner Hitze erwärmen bis sich der Zucker aufgelöst hat. Mehl und Mandeln vorsichtig dazu geben und sehr gut mit dem Schneebesen verquirlen, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind. Die Milchmischung deutlich unter 60 Grad (Gerinnungspunkt Ei!) abkühlen lassen, erst dann die drei Eier unterschlagen. 

Die blind gebackenen Teigböden mit dem Obst der Wahl belegen und den Guss darüber geben. Nun die Tarte noch einmal bei 180 Grad ca. 18 Minuten backen bis sie leicht braun wird.




Einkaufsliste:

Teig:

300 gr Mehl
50 ge Zucker
175 gr Butter
1 Ei

Cremefüllung:

200ml Milch
100 gr Zucker
etwas gemahlene Vanille
3 Eier
50 gr Mehl
50 gr Mandel gemahlen

Obstgarnitur:

nach Wunsch.......also Feigen, Äpfel, Birnen, Himbeeren

Dienstag, 25. Februar 2014

Apple Pie.....mit Blaubeeren!

Macht euch eine weitere Kerbe in der Tischkante. Heute gibt´s wieder einen Apfelkuchen ;-). Never ending Lovestory im Hause Ü, hihi. Da müsster durch! Heute wollte ich mal einen klassischen Apple Pie ausprobieren und den direkten brutalen Vergleich zu unserer sehr geliebten Tarte Tatin anstellen.  Kann es ernsthaft sein, dass dieser Apple Pie da mithalten kann??? Kann er ;-)! Ach und außerdem fällt er dann auch noch in die Kategorie besonders hübscher Kuchen. Findet ihr nicht? Wobei......an den Apfelrosenkuchen kommt so schnell nix ran ;-D......oder?




Zuerst bereitet ihr den Pieteig zu. Dafür

250 gr Mehl
50 gr Zucker
135 gr Butter
1 Ei
1-2 Eßl Milch
1 Msp gemahlene Vanille und
1 Pr Meersalz

zu einem gleichmäßigen Teig verarbeiten.




Mit etwa der Hälfte des Teiges die gut gebutterte Pieform auskleiden. Die andere Hälfte zur Seite legen.




Nun etwa 6-8 große Äpfel schälen, entkernen und in Spalten schneiden. In einem Topf

50 gr Butter und
100 gr Zucker

leicht karamellisieren lassen und die Apfelspalten dazu geben. Alles kurz andünsten bis die Äpfel weich sind. Wie lange das dauert ist je nach Apfelsorte unterschiedlich. Ihr könnt aber nix falsch machen, das es ein zu Kurz oder Lang nicht weiter auffällt.........zu lang höchstens, wenn ihr plötzlich Kompott habt......das war dann eindeutig zu lang ;-D




Die Apfelspalten dann in einem sieb abtropfen lassen und den Sud auffangen. Die Äpfel in die mit Teig ausgelegte Form geben,  200 gr Blaubeeren darüber plumpsen lassen und die Hälfte des zuvor aufgefangenen Saftes wieder darüber geben.




Ich habe dann passend zur Jahreszeit (auch wenns bei uns noch nicht mal einen Fitzen geschneit hat und eigentlich sowieso schon wieder fast Frühling ist!!!) Eiskristalle aus dem oben übrig gebliebenen Teig ausgestochen........ist quasi ein Abschiedsgruß an den nicht dagewesenen Winter.......und untersteh dich Winter noch mal im März aufzukreuzen wie letztes Jahr.......da fand ich das ja noch lustig......nix da. Nach diesem Post beginnt hier der Frühling aufm Blog!




Die Eiskristalle werden dann lückenhaft als Deckel auf den Pie gelegt. Alles nun noch schön sorgfältig mit einem verquirlten Ei bestreichen.




Den Pie bei 200 Grad etwa 45 Minuten backen.




Ganz hervorragend macht sich dazu natürlich ein köstliches Vanilleeis.....oder ein Vanillesößchen......hmmmmm......denkt an mich beim Genießen ;-)!




Einkaufsliste:

Pieteig:

250 gr Mehl
50 gr Zucker
135 gr Butter
1 Ei
1-2 Eßl Milch
1 Msp gemahlene Vanille
1 Pr Meersalz

Füllung:

 6-8 große Äpfel 
200 gr Blaubeeren
50 gr Butter
100 gr Zucker 

1 Ei zum Bepinseln

Montag, 13. Januar 2014

Winkewinke aus dem Neujahrsputzundräumchaos und Reminder für mich: Galettes aux pommes mit cremigstem Vanilleeis

Jaaaaaa, ich weiß.........viele kriegen Anfang des Jahres den Durchdreher was das Neusortieren, Umräumen, Durchwischen, Rausschmeißen und Abaufumrüschen angeht. Ein neues Jahr startet, alles wird neu gemacht, man befreit sich von altem Ballast.....toll!! Das ist aber N-I-C-H-T-S verglichen mit dem, was Herr Ü, meine Wenigkeit und die Jungs seit Tagen hier veranstalten! Ich glaube die Nachbarn denken wir ziehen aus......oder wappnen uns wahlweise für den nächsten Weltuntergang! Sieht von außen irgendwie so verstörend großformatig aus was hier so passiert ;-D.......hab ich mir zumindest sagen lassen ;-D! Angefangen hatte es mit einer leichte Putzfeekrise ( Die Gute liegt schon länger danieder und dann waren noch soviel Feiertage...ihr versteht?!) und dem zarten Versuch unser Schlüsselkästchen ein wenig neue Ordnung zu verleihen (guzziguzzi..wie klein und süß!) und endet seit Tagen mit einem .....naja.....fast Umbau des Hauses. Die Arme sind mindestens 5 cm länger vom Möbelschleppen, die Beine muskelkatern vom ständigen Treppen rauf und runterjoggen, die Mülltonne platzt aus ihrem Häuschen, die Garage ist voll mit Sperr- und Elektromüll und die Waschmaschine samt Trockner stehen auch kurz vor der Explosion. Ich bin sozusagen völlisch platt. Aber! ;-D........war das gut ;-D! Und ihr so? Auch am Möbel hin- und herschubsen??? ;-D

Ach und bevor ichs vergess muss ich mir noch schnell einen Reminder zum Thema Apfel ins Blögchen notieren, denn.........ihr wissts!.......Apfelkuchen könnte ich essen bis zum Umfallen. Wie auf dem Foto unschwer zu erkennen ist, habe ich diese ganz vorzüglichen Galettes weihnachtlich der mich umgebenden Meute kredenzt. Na und als gedankliche Stütze für die Tage.......wenn ichs dann wieder machen möchte......ach weils einfach so lecker war!......muss ich grad mal das Rezept festhalten.

 Und so winke ich euch heute fröhlich aus meinen Gerümpelbergen zu und schreie begeistert: " Allo Fronkroisch! Isch wär da! Her mit den Galettes!"




Zuerst wird ein allerschönster Mandelsandteig gezaubert. Dafür braucht ihr folgende Zutaten:

220 gr Mehl
50 gr gemahlene Mandeln
2 Eigelb
3 Eßl Milch
120 gr Zucker
110 gr Butter

Die Zutaten zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten und  in kleine Teigportionen - irgendwo zwischen walnuss- und eigroß - aufteilen.




Dann vom Junior Walnüsse hacken und Äpfel in kleine Stücke  schnippeln lassen ;-).




Ihr braucht etwa

4-5 Apfel und
100 gr Walnüsse.


Diese werden mit

100 gr Zucker und
dem Saft einer halben Zitrone vermischt.

Je nach Belieben könnt ihr noch Rosinen oder Cranberries dazugeben.




Die Teigportionen dann zu kleinen runden  Fladen ausrollen, ein bis zwei Esslöffel der Apfelmasse darauf geben.........




.........und die Kanten zur Mitte hin einschlagen. Ich hab die Galettes aufgrund durchschlagender familiärer Begeisterung  im engeren und weiteren Umfeld die Weihnachtstage glatt mehrfach gezaubert und hatte spätestens bei der dritten Produktion die kühne Idee, doch etwas hübschere Formen als die Knüddelvariante zu zaubern......tja......vergesst es.......das geht nicht. Der Teig ist so weich (bevor er beim Backen knusprig wird, klar!)......und so soll er ja auch sein!......die Formen zerfließen beim Backen. Hier geht ausschließlich zusammenknüddeln und -klappen!




Die Galettes dann bei 190 Grad etwa 30 Minuten backen bis sie braun sind.




Noch heiß aus dem Ofen mit cremigem Vanilleeis servieren und sich kaputt freuen, wie köstlich es schmeckt ;-)!




Einkaufsliste:

Teig:

220 gr Mehl
50 gr gemahlene Mandeln
2 Eigelb
3 Eßl Milch
120 gr Zucker
110 gr Butter

Füllung:

4-5 Äpfel
100 gr Walnüsse
100 gr Zucker 
 Saft einer halben Zitrone

Montag, 9. Dezember 2013

Apfel-Rosenkuchen……denn Herbst ist Apfelkuchen und Apfelkuchen ist Herbst!

Apfelkuchen.....ach....es ist seit immerimmerimmerimmerschon eine große Liebe zwischen mir und dem Apfelkuchen gewesen. Kaum einen mag ich mehr. Und auch wenn der Herbst ja jetzt schon fast zu Ende ist, kann ich euch diesen wunderhübschesten aller Apfelkuchen einfach nicht vorenthalten. 




Dieser Apfelkuchen ist ein Kuchen gewordener Blumenstrauß. Vielleicht backt ihr ihn ja zu Weihnachten mal für eure Allerliebsten? Ganz zauberhaft kann ich ihn mir auch als kleines Törtchen in Muffingröße mit nur einer einzigen Rose vorstellen. Vielleicht bietet sich sowas ja als Ergänzung oder Singlestar beim Weihnachtsdessert an?




Ein bißchen Piddelsarbeit ist es dann schon, die Röschen aus den Äpfeln herzustellen. Mir eilte Herr Ü zur Hand. Er schnippelte die Apfelschnitzer, ich habe mit den Augen gerollt (also wegen dem Gefummel mit den flutschigen Apfelschnitzern!), gedreht und zusammengehalten…….und hatte immer noch mindestens 3 Hände zuwenig ;-). Ihr werdet sehen. Aber! Es geht!




Kleiner Tip vornweg zur Apfelauswahl. Nehmt eher helle Äpfel mit dünner weicher Schale. Die Apfelrosen werden sonst beim Backen im Schalenbereich  ledig. Ihr könnt natürlich auch die Schale abnehmen und einfach so Rosen daraus drehen. Das sieht bestimmt auch hübsch aus, denn die Apfelschnitzer werden ja beim Backen oben herum angebräunt.




Zuerst backt ihr dann einen Mandelmürbeteig in der von euch gewünschten Form (hier Tortenform 23 cm) BLIND! vor (18 Minuten bei 175 Grad). Den Teig am Boden bei Bedarf mit Backperlen beschweren und/oder mit einer Gabel mehrfach einpieksen, dann wirft er beim Backen keine Blasen.

 Für den Teig braucht ihr folgende Zutaten:

100 gr Butter
70 gr Zucker
1 Ei
200 gr Mehl
1 Prise Salz
2 Eßl gemahlene Mandeln




Dann stellt ihr eine Vanillecreme her. Dafür benötigt ihr

500 ml Milch
3 Eigelb
6 Eßl Zucker
1 Msp gemahlene Vanille
4 Eßl Stärke (Maizena oder Mondamin)


Die Milch in einem Topf mit dem Zucker und der Vanille kurz aufkochen und vom Herd ziehen. Die Stärke in etwas zuvor abgenommener Milch glatt rühren, die Eigelb dazu mischen und alles in die heiße Milch einrühren. Solange rühren bis die Creme eine glatte Konsistenz hat. Die Creme dann auf den blind gebackenen Tarteboden geben.




Die Apfelrosen in die Creme setzten und den Rosenkuchen noch einmal etwa 30 Minuten im Ofen Backen, bis die Rosen oben braun werden. Achtet darauf, dass der Boden am Rand nicht zu dunkel wird. Notfalls mit Alufolie abdecken!





EINKAUFSLISTE:


Für den Teig:

100 gr Butter
70 gr Zucker
1 Ei
200 gr Mehl 
1 Prise Salz
2 Eßl gemahlene Mandeln

Für die Creme:

500 ml Milch
3 Eigelb
6 Eßl Zucker
1 Msp gemahlene Vanille
4 Eßl Stärke (Maizena oder Mondamin)


6-7 Äpfel mit heller, weicher Schale

Montag, 22. Oktober 2012

Vanille-Butterkuchen

Als wir in der Eifel waren,hab ich mich nach ein paar Tagen gefühlt wie Heidi von der Alm. Habt ihr das auch als Kinder geschaut??? "Holladio.......Heidi...Heidi....deine Welt sind die Bäääähärge"! Ich fand das damals richtig cool, dieses Mädel, die so endlos taff war, in der wilden Natur gelebt hat, nur die Sachen von der eigenen Hütn gegessen hat  und nen schrägen Typen zum besten Freund hatte.....ach ne, die Clara gabs ja auch noch! Aber egal, eigentlich war Heidi ja ein halber Junge, war immer total gerecht, vor nix fies und hat die Alm gerettet. Wahnsinn fand ich das.

Na und wegen dieses Heidifeelings hatte ich  urplötzlich das Gefühl, ich müßte mal sowas richtig Bodenständiges machen. Also nicht Käferretten oder Kühe die Wiese hochtragen, neee!, Was KULLLLINARISCHÄS! Nix Schnickischnaki-Tarte alla fränsösiiiiieeesch oder sowas. Was richtigHeidimäßiges....oder Omimäßiges. Was, was man schon seit Jahrtausenden ißt ;-).  Was aus dem Zeitalter des Steinphones quasi, HAHAHA. 
Außerdem wollte ich das dann auch noch im weiteren tuttolamente romantico draußen am großen neuen Holztisch zu mir nehmen. Mitten im Grünen. An einem warmen Tag mit Sonnenschein bitte! Am besten ohne Schuhe und Socken an den Füßen mit den Zehen im Gras. Im Oktober ist das ein echtes Kunststück,  aber!.......hey!......habt ihrs gemerkt???.....hab ich alles locker geschafft! Den Omikuchen, den gedeckten Holztisch mitten im Grünen und ich habe auch Sommerthemperaturen herbeibeschworen bekommen......."Kommmmmmmm, Kommmmmm.....Kommmmmmm.....SSSSooooooooommmmeeerrrr! Schwups...24 Grad....alles da!  Ich sags doch ;-D! Nennt mich ab heute Wettergott. Anruf genügt!



Bei der Zubereitung des Hefeteiges hab ich sehr an meine allerliebste Tante denken müssen. Ich hab als kleines Kind fast jeden Samstag zuerst früh morgens bei ihr gefrühstückt (sie wohnte bei uns im Haus in ihrer eigenen Wohnung, wir hatten so eine Art Mehrgenerationenhaus), dann sind wir auf den Markt gefahren und meine Tante war fast mit allen per "Du", was ich sehr cool fand. Danach haben wir eigentlich immer irgendwas gebacken oder gekocht. Für meine Eltern war das auch optimal, denn sie konnten 1. Ausschlafen und 2. Mittags dann auch noch direkt was Leckeres essen. Samstags traf sich oft die ganze Familie bei meiner Tante zum Essen. Ich habe es geliiiiieeeebt!

Wenn sie einen Hefeteig zubereitete, dann ging das immer so:
Mehl in die Schüssel geben und eine recht tiefe Mulde hineindrücken.....so quasi wie bei einem Vulkan. Dann lauwarme Milch hineingeben , Zucker und zerbröselte Hefe. Mit einem Löffel nun die Hefe vorsichtig in der Milch auflösen. Meine Tante hat die Milchhefe dann immer etwa eine halbe Stunde so gehen lassen, bevor sie das Mehl eingearbeitet hat. Soweit die historische Methode meiner Tante. 

Hier jetzt die "normale" Methode.
Für den Hefeteig braucht ihr:
300.ml Milch 
1 Würfel Hefe
125 gr Zucker
650 gr Mehl
1/2 Tl  Salz
3 Eier
125 weiche Butter
Zunächst erwärmt ihr die 300 ml Milch. 150 ml gebt ihr davon in ein kleineres Gefäß und rührt den Zucker und den Würfel Hefe unter bis sich alles aufgelöst hat.

In eine zweite GROßE! Schüssel gebt ihr dann 650 gr Mehl, die Eier, Salz, die restliche Milch und die angerührte Hefemilchmischung.




Daraus knetet ihr jetzt einen relativ weichen Hefeteig.  Ich hab dafür diesen wahnsinnig coolen absolut retromäßigen Mixer in einem der Küchenschränke gefunden. Der tat´s noch perfekt! Warum was neues kaufen?! ;-D




Der Hefeteig muß dann 1 1/2 Stunden an einem warmen Ort gehen. Am besten die Schüssel mit einem sauberen Küchentuch bedecken.

 


Solange der Teig geht die Vanillebutter zubereiten. Dafür braucht man

1 Vanilleschote
100 gr Puderzucker und
250 gr sehr weiche Butter.

Sehr weiche ! Butter, den Puderzucker und das Mark der ausgekratzten Vanilleschote in einer Schüssel miteinander vermengen und in einen Küchenbeutel füllen. Den benutzt man dann später wie einen Spritzbeutel, indem man eine Ecke abschneidet. Schaut einmal hier......da habe ich das so ähnlich gemacht. Den Beutel mit der Zuckerbutter beiseite legen......aber bloß nicht in den Kühlschrank! Zimmerwarm! Sonst quetscht man sich an der Tüte nen Wolf ;-)!

Den Hefeteig nach der Gehzeit auf ein mit Backpapier ausgelegetes Backblech legen und auf die entsprechende Form in gleichmäßiger Dicke ziehen.Nocheinmal eine halbe Stunde gehen lassen. Dann 

50 gr Zucker und
100 gr gehobelte Mandeln

über den Teig streuen.

Mit dem Finder gleichmäßig relativ tiefe große Löcher in den Teig pieksen und die Zuckerbutter in die Löcher spritzen. Wenn man die Löcher zu klein macht, so wie ich, dann liegt die Zuckerbutter nur wie ein Hundehaufen oben auf dem Teig. Das hat den Nachteil, dass sie beim Backen hauptsächlich oben auf dem Teig  und weniger IN DEN TEIG HINEIN verläuft. Also! Tief bohren!



Hübsch sahs erstmal aber trotzdem aus. Und geschmacklich ist´s auch nicht wirklich das Problem, ich denke es ist einfach optimaler die Zuckerbutter in den Kuchen HINEIN zu bringen.


 Der Kuchen braucht dann auch gar nicht lange im Ofen! Ungefähr 20 Minuten im auf 200 Grad vorgeheizten Ofen!



Ach und dann einfach mit dem noch warmen Kuchen rauslaufen und die in alle Windrichtungen verstreuten Familienmitglieder zusammenschreien..........
Hiiiiiiiieeeeeeeerheeeeeeeeeeer...........Kuuuuuuuuuuuccchhhhhääääääääännn!!!!!


Dazu noch eine selbstgemachte Zitronenlimo und ein paar Apfel- und Birnenstücke und.....yamyamyam......der Tag ist perfekt. Genauso hätt ich ihn gemalt! Den Tag meine ich.



Das Butterkuchenrezept ist übrigens aus der essen und trinken 10/2012!

Sonntag, 30. September 2012

Doppelapfel-Walnuss-Tarte

Letztes Wochenende hat uns ein Teil meiner allerliebsten (EEHHHHRRLLLIIICCCCHHHHHH!!!! ;-)) Familie überfallen, Mein Cousin stand mit alle Mann hoch vor der Tür. Alle Mann heißt in dem Fall 5 Mann. Angekündigt, also kein Schockerlebnis, sondern geplantes Großereignis, da nunmehr 10 Personen nach essen schrien. Ach.....eigentlich find ich kochen für Massen immer gruselig. Mengenmäßig ist man da ganz schnell im Großkantinenbereich und rein kochtechnisch hantiert man nur noch mit diesen Riesentöpfen und anderen viel zu großen Geräten herum. Für meinen Geschmack ist´s da immer mit dem stilvollen Essen vorbei, ich mags lieber kleiniklein......aber hach.....das hätten wir uns früher überlegen müssen....was müssen wir denn auch soviele Kinder kriegen....tss ;-).....aber egal, viiiiieeeel zu lustig ist es, wenn sie alle da sind.....da bruzzelt und backt man dann irgendwie doch begeistert, um sie alle zu sich ins Haus zu locken.

Esstechnisch musste ich also echt planen. Viel! Groß! Kindgerecht! Für einen ganzen Tag! Ich hab´s mir leicht gemacht und viel aufgetischt, was super vorzubereiten war. Ich will ja nicht die ganze Zeit in der Küche stehen, auch wenn unsere keine Wände hat, ich also theoretisch "dabei" wäre. So gab´s dann neben Kürbissuppe, selbstgebackenem Brot, Frühlingsrollen und Himbeerwolke auch noch diese Tarte.




Zunächst einen Teig herstellen aus

100 gr Butter
70 gr selbstgemachtem Vanillezucker
200 gr Mehl
2 Eßl gemahlenen Walnüssen
1 Prise Salz und
1 Ei.

Den Teig in eine gebutterte Tarteform geben.....am besten eine mit Hebeboden. Weiß der Himmel, was mich geritten hat, diese Blechwanne zu nehmen......zum Glück ging er wieder heraus!



Dann 4 säuerliche Äpfel und einen Granatapfel zusammensuchen....... ;-).....



......die Äpfel schälen, in Scheiben schneiden und mit 2 Eßl Butter und 50 gr Vanillezucker in einer Pfanne etwa 5 Minuten dünsten und karamellisieren.





Nun den Granatapfel entkernen. Viele sagen immer, dass das die Obersauerei ist......ist´s aber nicht.....denen fehlt nur die richtige Technik! Den Granatapfel vierteln und jedes Viertel quasi umkrempeln, also die Rundung der Schale durchdrücken, so dass sich das Fruchtfleisch in die andere Richtung wölbt und die Kerne so schon fast alleine rausfallen.


Die Kerne dann über die Apfelspalten geben, eine Hand voll Walnüsse grob hacken und ebenfalls darüberstreuen.
 

Jetzt stellt ihr einen Guß her aus

100 gr selbstgemachtem Vanillezucker
2 Eiern
3 Eßl gemahlenen Walnüssen
2 Eßl Mehl
70 ml Milch und
200 gr Creme double.






Man beachte den aufregenden Ring meines Assistenten.......ein Stempelring aus dem Ü-Ei.......jaaaaa, sowas gibt´s da jetzt!. Aufregend für den Junior, weil man total viel damit spontan bestempeln kann und auch total aufregend für Muttern, weil Junior damit total viel spontan bestempeln kann. Ihr versteht mich, ja?
Das musste ich jetzt erwähnen.....der Assistent wollte es so......er drohte damit sonst nieeeee mehr zu helfen oder wahlweise das komplette Treppenhaus zu bestempeln. Auwei.....keine Hilfe mehr.....niiiieeeee mehr???? ......oder kleine blaue Hasen im ganzen ........????? Okay....ich mach das mit dem Blogpost!




Den Guß über die Tarte geben und selbige bei 150 Grad 45 Minuten backen.




Auch wenn vom Geschmack her super, ist die Tarte im gebackenen Zustand irgendwie nicht richtig hübsch. Tja. Mir ist erst hinterher eingefallen, wie man sie hätte aufrüschen können. Einfach einen knapp tartegroßen Stern aus Papier ausschneiden, auflegen und Puderzucker darüber sieben. Das sieht immer witzig aus.



Und soll ich nochmal was sagen, damit sich die Familie auch richtig schämt ;-):
Sie haben alles aufge fr geessen! Die Nachbarn waren sauer....;-)....die bekommen sonst am We oft von mir Kuchen, wenn ich mal wieder gebacken habe und wir´s wie üblich nicht alleine aufkriegen ;-)!