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Mittwoch, 11. Mai 2016

Ode an die besten Doppelhausnachbarn vonne Welt oder ein paar Erdbeer-Ziegenkäse-Bruscettahäpsken für Anke und Till.

Ich erzählte es gelegentlich schon einmal: Wir haben hier die besten Nachbarn vonne Welt.  Die Kinder spielen wie verrückt quer durch alle Altersklassen zusammen, wir Mädels gehen jeden Dienstag zusammen sporteln, es werden Parties gefeiert, wenn der Kühlschrank nach dem Urlaub leer ist, wird man auch schon mal liebevoll spontan von dem einen oder anderen mit durchgefüttert und man hat immer einen zum ausheulen, wenns grad aus welchen Gründen auch immer mal nicht so läuft..........es ist fast wie damals in der Steinzeit, als alle zusammen in ihren Zelten um ein großes Lagerfeuer wohnten. Es sind vor allem nicht ein, nicht zwei, drei, vier........nein, es sind sogar direkt ganz viele tolle Nachbarn. Wir befinden uns also hier in einer Wolke der totalen Nachbarglückseeligkeit. Unfaßbar aber wahr, weil mans ja oft so ganz anders hört.

Es könnte so schön sein. Wenn da nicht........ja wenn da nicht das böse Leben wäre, dass - ich will es mal steinzeitlich ausdrücken - die Jagdtgebiete der männlichen Nachbarn gelegentlich in entfernte Gefilde verlagert und zum Aufbruch aus der Glückseligkeit drängt. Will sagen: Die einen Nachbarn verschlug es schon vor ein paar Jahren nach England, die zweiten erst vor kurzem direkt nach Amerika, na und jetzt......buhuuuuuu heul!!!.....wollen auch noch unsere direkten, unmittelbar doppelhäusigen Nachbarn, Anke und Till,  in die Ferne. Zwar nur nach Hamburg......na und auch wenn Hamburg schön ist......aber BUHUUUUUUUUUU!!!!! Nein! Welch Grauen! Uns verbindet doch soviel! Neben den wirklich wichtigen Dingen wäre da z.B..........






......... die mit Anke gemeinsam und mit Herzblut gelebte Vernachläßigung bzw. anfallsartig auftretenden Extrempflege des unsere Häuser verbindenen Blumenbeetes, was zugegebener Maßen aber auch ein echt schwerer Fall ist....kaum Licht, kein Wasser (ohne gießen), kaum Erdreich.....ach irgendwie halt ein doofes Ding. Jede Pflanze geht ein und es sieht eigentlich immer aus wie ein Trümmerhaufen. Schön, dass es keinen von uns beiden wirklich aufregt.

.........die Eleganz, mit der Anke und Till die stark beschallten und bis tief in die Nacht andauernden Parties des pubertierenden Sohnes mit einem Lächeln, Augenklimpern und dem Satz "Also wir haben nichts gehört! Wie? Und ihr habt schlecht geschlafen?" abbürsten (Jahhaaa ;-(......jammer......schlecht geschlafen....;-( ....wääääh.).

.........die Ruhe, mit der Anke auch die 36574igste Klavierstunde mit einem nicht oder schlecht vorbereiteten und nur mäßig begeisterten Sohn aus unserem Hause ertragen hat und trotzdem den Kindern noch etwas beigebracht hat. Wahnsinn. Natürlich nur, nachdem sie uns auch pflichtbewußt vorher an den Termin erinnert hat. Sogar den haben wir regelmäßig vergessen ;-(. Asche auf.....ähja.

.........die natürlich auch nicht zu vergessende mit Anke geradezu zwillingsgleich ausgelebte Sportbegeisterung. Wir müssen nämlich Dienstags immer am meisten rennen, um von den 1,80 m Nachbarinnen nicht abgehängt zu werden. Hey Anke, aber wir habens voll drauf! Chaka!

Die Liste könnte ich unendlich fortsetzen. Big Nachbarlove.

So und das soll jetzt ein Ende haben? Jaul! Da bin ich mir dann ja aber auch für keinen Trick zu schade und so fiel mir beim Zubereiten, Knipsen und knusprigem Testessen dieser allerköstlichsten kleinen Kleingkeiten völlig gedankenverloren ein, dass ich selbige wunderbar für einen subversiven Bestechungsversuch einsetzen könnte. Anke und besonders aber Till lieben kleine Häppchen........die sogenannten, legendären "Häpsken". Die Bezeichnung ist inzwischen zum Runninggag quer durch alle Freundeskreise mutiert. Sogar Facebook kennt den Witz schon. Till ist eben ein feiner Mensch und haßt es sich den Bauch vollzuhauen. Sehr gut! Er ist sozusagen das diametrale Gegenteil vom Typ Schwabbelbauch, den man nur noch auf Rollen durch die Tür schieben kann.






Tja und wie´s dann aber im Leben so läuft. Weder Anke noch Till waren trotz wüstesten Klingelns da. So ein Mist aber auch. War ja ungeplant und spontan. Da blieb meinem lovely Mister Ü und mir leider nichts anderes übrig, als die tutti Häpsken alleine aufzufuttern und einfach weiter zu hoffen, dass Hamburg haustechnisch absolut ausverkauft ist.  Bis auf die letzte Bruchbude. Und das es da niemals solche toften Nachbarn wie uns geben wird. Und kein olles Blumenbeet, keine Teeniepartie bis zum Morgengrauen und auch keine viel zu langbeinigen Supersportnachbarinnen. Schnüff. Drauf ein Häpsken extra.






Ach und schaut mal, bevor ichs ganz vergess, vor lauter Nachbarlove und so:

Zubereitung:

1. Zuerst das Baguette in Scheiben schneiden und am besten im Backofen mit etwas Olivenöl besprüht anrösten bis es knusprig ist. Natürlich geht das auch im Toaster......dann aber lieber das Olivenöl weglassen. Feuergefahr!

2. Ruccola waschen und putzen und den Bacon in kleine Stücke schneiden und knusprig anbraten.Bacon auf einem Zewa abtropfen lassen.

3. Erdbeeren in Scheiben schneiden.

4. Bruscetta aufschichten: Brot mit Ziegenfrischkäse bestreichen, ein paar Ruccolablätter darauf legen, Erbeeren und Bacon abwechselnd darüber geben, Balsamico fädig darüber ziehen und zum Schluss noch ein wenig pfeffern wer mag.






So ihr Hamburger da draußen. Butter bei die Fische. Ich will jetzt kein einziges Wort hören, was an eurer Stadt toll ist. Ne. Kann ich mir ja denken. Sonst würden beste Nachbarn vonne Doppelhauswelt ja nicht dorthin ziehen wollen. Is ja klar. Muss irgendwie schön sein bei euch. Aber denkt euch doch bitte mal was Schrulliges aus, weshalb man NICHT nach Hamburg ziehen sollte ;-) . Gibt´s da was? Oder muss ich mir wirklich bedingungslos Sorgen machen?

Ächz.......












Zutatenliste:

(für 2 Personen)

1 großes Baguettebrötchen
1 Ziegenfrischkäse
3-4 Scheiben Frühstücks-Bacon
1 Hand Ruccola
8-10 Erdbeeren
cremiger dunkler Baslamessig
Pfeffer

Donnerstag, 18. Juni 2015

An die Messergabelnlöffel, Männer! Wir machen einen Test.......einen GEFRO Balance Test!

Ich bin ja irgendwie nicht so ein wahnsinnig großer Freund von Lebensmittelprodukttests. Puhh, gähn.....ist mir vieeeel zu langweilig. Aber ich bin natürlich auch total froh, dass es im Netz genügend Menschen gibt, die genau das machen und bei denen man sich toll informieren kann, wenn man zu einem bestimmten Produkt eine Frage hat. Ganz klar super, aber thematisch leider irgendwie so gar nicht meine Baustelle. Deshalb hab ich auch direkt abgewunken, als mir ein GEFRO Balance Testpaket mit allem Schnickischnacki angeboten wurde. Die extra großen Packungen. Ochnö....

Aber.

Ich wohne ja nicht alleine und habe Jungs, die das ein oder andere Mal doch mitbekommen, was die bloggende Ma so tut und für Anfragen bekommt. Und die finden es von Zeit zu Zeit immer mal wieder super spannend Fertigsoßensuppennudelnwasweißichundalldas auszuprobiern. Weils so cool ist.  Und weil man sich dann voll erwachsen vorkommt......so quasi wie ein Student. Und weil das doch alle machen.

Aha.

So ist das eben. Erwachsen werden heißt ja auch mal drüber nachdenken zu dürfen, was denn andere so auf den Teller schmeißen und wie man das dann so findet. Ich kann mich auch noch gut an spontan auftretende Phasen in meiner Jugend und Studentenzeit erinnern, in denen ichs einfach wissen wollte. Wissen wollte, ob das denn auch so lecker schmeckt wie´s auf der Verpackung manchmal aussieht. Ob man sich auch nach den zehnten Tütensuppe und Ravioli aus der Dose noch super fühlt, na und wie das überhaupt so schmeckt. Fertigprodukte gabs bei uns zuhause nämlich niemalsnie. Absolut nie. Und das nicht, weil meine Mutter so eine sagenhafte und ernährungsbewußte Köchin gewesen wäre, sondern einfach weil meine Mutter selber mit sowas einfach nicht vertraut war. Was ja per se erstmal nicht das Schlimmste ist.

So hab ich mich dann gepuscht von den Jungs doch zu dem Test durchgerungen. Na und da ich wohl nicht das Zeug zu nem richtig ausgebufften Tester habe, gibts heute hier eine ganz persönliche, spezielle Rezension der Produkte. Keine Sorge.....;-D.....ich nerv euch nicht mit stundenlangem Reklamebla. Hier kommen Fakten auf den Tisch ;-D! Und ein Salat und selbstgemachte Ravioli ;-D!




Nur damit ihr wisst worums eigentlich geht: Wir haben die neuen GEFRO Balance Produkte* getestet, die mit einer konsequent stoffwechseloptimierten Rezeptur, ohne Haushaltszucker oder andere schnelle Kohlehydrate, sondern statt dessen mit der viel langsamer vom Körper abbaubaren Isomaltulose, Inulin (aus Chicoreewurzel) und Glucomannan (aus asiatischer Teufelszunge/Konjakwurzel) daher kommen. Dazu gibts noch die tollen Trendschlagworte vegan, glutenfrei, ballaststoffreich und lactosefrei.




Los gehts! Angefangen habe  ich mit einem Salat. Das Rezept habe ich von der Gefroseite, und ich war wirklich überrascht, dass man dort Rezepte finden kann, die gar nicht mal so schlecht sind! Das hat mein Vertrauen erweckt, denn wer weiß was gut ist, kann vielleicht auch super Fertigprodukte herstellen. Ich habe den Grapefruitsalat mit Zuckerschoten und Ruccola gemacht.




Zuckerschoten putzen, kurz blanchieren und abkühlen lassen, Grapefruitfilets ausschneiden (Saft in einer Schale auffangen!), Salat putzen und waschen, Granatapfel entkernen, Feta (es passen auch kleine Mozzarellakugeln oder ein Ziegenfrischkäse super dazu) zerbröseln und dann einfach alles auf einem Teller anrichten.






Wir haben dazu das Salatdressing Gartenkräuter getestet. Urteil? Zu sauer, leicht brennend, zu salzig, zu künstlich. Hat uns leider überhaupt nicht geschmeckt. Auch wenn die Kerne darin eine gute Idee sind. Ich habe dann aus dem übrig gebliebenem Grapefruitsaft, etwas Olivenöl und ein wenig Himbeerbalsamico, Salz und Pfeffer eine einfache Salatsoße schnell nachgemacht. Für uns passte es dann und wie gesagt, das Rezept ist sonst gut!




Danach gabs ne Runde Suppenpausen. Davon habe ich mir persönlich rein gar nichts erwartet, aber die Jungs waren ganz wild drauf. Es gab die Geschmäcker Tom-Soja, Gemüselust und Taste of Asia.
Für mich waren die alle drei nix, bin wohl kein Fertigsuppenfreak.......aber die Jungs meinten Taste of Asia wäre gar nicht mal schlecht gewesen. Die anderen beiden mochten sie leider auch nicht. 




 Auf ein Produkt war ich dann besonders gespannt: Die Gemüsebrühe. Denn auch wenn in diesem Haushalt extrem viel frisch gekocht wird, gibt es ein Produkt, was ich einfach nicht in ausreichend großer Menge für den täglichen Bedarf herstellen kann. Eben Brühe. Die brauche ich ja auch für Risotto, Pastasaucen und all das. Selbst wenn man die einfrieren kann.....so einen großen Freezer hab ich gar nicht, als dass das neben der tonnenweise vorgekochten Bolognese, dem Eis und.....jaja....alles klar? Da greife ich schon auch mal gerne auf ein Fertigprodukt zurück, auch wenn ich seit Jahren eigentlich nicht besonders glücklich mit den angebotenen Produkten bin. Und ich hatte sie auch wirklich schon alle........Reformhausware, bio, klassisches convenience, ohne/mit Glutamat, mit/ohne Hefeextrakt (was ja fast noch viel böser ist als Glutamat). Alle waren schon im Topf und mein Traumprodukt habe ich noch nicht gefunden. In der Gefro Brühe ist leider auch wieder Hefeextrakt drin und zuviel Salz (gemessen daran, was als Tagesration vernünftig ist). Hm, schade, aber weiter. 




Ich hab für einen Test der Brühe auch hier wieder echte Bedingungen schaffen wollen und hab Ravioli als Suppeneinlage selbst gemacht.

Zuerst einen Pastateig aus Mehl, Eiern, Öl und Salz geschmeidig kneten und dann 1 Stunde ruhen lassen. 




In der Zwischenzeit die Füllung herstellen. Dazu die Pinienkerne, abgetropften, getrockneten Tomaten und die Basilikumblätter in einem Häcksler ganz fein hacken, dann den Ricotta dazugeben, vermengen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Teig zu dünnen Teigplatten ausrollen und auf ein gut bemehltes Ravioliblech legen. Die Füllung mit einem Löffel in die Kuhlen geben, eine zweite Teigplatte darüber geben und mit einem Nudelholz darüber rollen. Fertig ;-)!





Die Brühe roch beim Öffnen durchaus angenehm und auch in der Schale konnte sie ihren ersten positiven Eindruck bestätigen. Sie war höchstens ein wenig salzig, aber das sind Fertigprodukte ja gerne mal. Daran könnte man eigentlich endlich mal was ändern, oder? Dass sie nicht schmeckte wie eine frische Brühe war ja klar. Aber gemessen an all den 3756 Brühen, die ich in meinem Leben schon so ausprobiert habe, gehört sie absolut zu den Besseren. Mit den wirklich superleckeren Ravioli war die Suppe dann gar nicht mal schlecht. Das fanden wir alle. 




Glücklich waren dann alle nach dem Test nicht wirklich. Aber an Erfahrung reicher. Die Brühe hat uns zufriedengestellt, aber nicht 100 % überzeugt. Die Jungs hatten sich von den Fertigsuppen mehr versprochen und vom Salatdressing waren sie regelrecht enttäuscht. Okay, wir sind bestimmt sehr anspruchsvolle Kundschaft, da wir immer den Vergleich mit frisch gekocht ziehen. Aber das ist ja auch nicht verkehrt finde ich, denn nichts ist schlimmer, als wenn Kinder oder auch Erwachsenen gar nicht mehr wissen wie die Dinge in "echt" schmecken. Ziel der Hersteller muss einfach sein, sich dem soweit wie möglich zu nähern und auch bei den Zutaten soweit wie möglich auf seltsame oder gesundheitlich nicht wertvolle Zusätze zu verzichten. Gefro gibt sich da ersichtlich Mühe, muss aber meiner Meinung nach noch weiter nachbessern, um auch die anspruchsvollere Kundschaft zu erreichen. Ach aber ich finde ja, dass sind echte Erfahrungen und genau deshalb haben wir ja den Test gemacht. Weißte als Tester Bescheid. Biste doch wohl eher ein Selberkocher, wa ;-)!? 


Rockt die Hütte Leute!



*Werbung für GEFRO Balance


Einkaufsliste:

Grapefruit Zuckerschotensalat mit Ruccola (Rezept von HIER*):

300 gr Zuckerschoten
200 gr Feta
1/2 Granatapfel
400 gr Ruccola

optional für das Dressing: Himbeeressig, Olivenöl


Ravioli mit Ricotta getr. Tomaten Füllung:

Pastateig:

180 gr Mehl
1 Ei
2 Eigelb
1 Tl Olivenöl
1 Prise Salz

Pastafüllung:

30 gr geröstete Pinienkerne
80 gr abgetropfte getrocknete Tomaten in Öl
4 gr frisches Basilikum
125 gr Ricotta
Salz, Pfeffer


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Donnerstag, 18. September 2014

Fire-roasted Grillpizza und warum Herr Ü seinen heiß geliebten Grill jetzt im Schlaf bedienen kann!

Meine Güte! Foodbloggen ist ja schon eine schwer spaßige Angelegenheit und vor allem meistens extrem köstlich, es kann aber auch sooo K.O.M.P.L.I.Z.I.E.R.T sein!

Im schlimmsten Fall aller Fälle ist es so, dass der liebe Blogger die komplette Familie mit in den Strudel des Wahnsinns des immer schöneren Bloggens zieht. In eine Welt, die sich nur um immer NOCH hübschere Fotos und NOCH ein cooleres Salatblättchen, dekoriert auf dem hübschesten aller Teller oder dreckigsten aber coolsten aller Foodpicbretter, dreht. Haarsträubende einem den letzten Verstand raubende technische Probleme selbstverständlich auch noch inclusive.

Persönliche Vorlieben treten da hinter dem großen Ziel zurück. Pizza morgens um 10? Pah! Ein Klacks......wenigstens kein Regen! Die Kohle hat irgendwie nicht so gewollt wie der maitre? Ha! Dann schmeißen wir nach und grillen ganze 4 Stunden am Stück (wer zwischendrin verhungert ist......tja.....Mist!). Als Folge davon: Die Bilder sind aufgrund überraschend einbrechender Dunkelheit leider nix......ja..........dann eben morgen noch mal das Ganze! Und übermorgen und überübermorgen.......irgendwas ist ja immer.

Ein hartes Los für die ganze Familie. Auch wenn sie so mehrfach in den Genuss der wahrlich köstlichsten Pizza auf diesem Planeten kommt!

Was haben wir die letzten Tage viel Pizza gegessen, Grillpizza! Beste Pizza ever! Meine Sommerentdeckung 2014......von morgens bis abends........T.A.G.E.L.A.N.G. ! Hm. Und ich schwörs euch........das ist mir noch nie passiert, mir altem, Wiederholungen abgeneigtem Spontanblogger. Ehrlich.

So. Nu isses geschafft. Mannomann ist die Familie jetzt froh, dass der Post endlich draußen ist ;-D! Zurück ins Leben 1.0!




Also zuerst wird mal der klassische Pizzateig vorbereitet. Dazu

1/2 Päckchen Hefe in
320 ml lauwarmem Wasser

auflösen.

In eine großen Schüssel (! der Teig soll sich darin verdoppeln !)

500 gr Mehl
15 gr Salz
50 gr Olivenöl

geben und die Hefewassermischung angießen. Aus diesen Zutaten einen gleichmäßigen Teig kneten und selbigen zugedeckt 3 Stunden gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat.

Den gegangenen Teig dann in die gewünschte Portionsgröße teilen und Pizzaböden daraus ausrollen.......ruhig krumm und schief, keine Problem. Die Pizzaböden beim Ausrollen mit Maisgries bestreuen, dann werden sie später noch knuspriger auf dem Grill.




Nun zur Pizzagrilltechnik:

Grillpizza funktioniert NUR! auf einem Grill mit Deckel. Am besten hat dieser Grill auch noch ein Thermometer, dass die Innenthemperatur misst.

Den Grill wird dann auf nur einer Seite schmal mit einer nicht zu kleinen Menge optimal durchgeglühter Kohle belegt. Brikets sind hier besser, da sie länger hohe Hitze halten.

Die Pizzaböden werden danach direkt auf den Grillrost  gelegt........allerdings NIEMALS direkt über die Ecke mit der Kohle. Der Teig verbrennt sonnst sehr schnell. Diese ganze Geschichte nennt man dann auch "indirektes Grillen". Damit die Pizza nicht am Rost festklebt, den Rost u.U. mit etwas Öl einpinseln.

Zunächst wird der Teig dann bei offener Haube NUR VON EINER SEITE gegrillt. Den Teig vom Rost nehmen, wenn er die gewünschte Bräunung zeigt, wenden und mit der noch rohen Seite auf einen Pizzaschieber legen.




Die gebräunte Seite könnt ihr dann nach Lust und Laune belegen. Und ruhig mal ein paar ungewöhnlichere Kombinationen ausprobieren!

Möglichkeit 1:

verschiedenfarbige Kirschtomaten, rote Zwiebelringe oder/und Zwiebelmarmelade, Pecannusskerne, Gorgonzola mit Mascapone (nach dem Grillen noch Ruccola darüber geben!)

Möglichkeit 2:

Asiatisches Paprikahack (ohne Möhren) nach meinem Rezept von HIER, Mozzarella

Möglichkeit 3:

Feigen in Scheiben, Frühstücksbacon in der Pfanne vorher angeröstet, Walnüsse, rote Zwiebeln, etwas Feigenmarmelade, Mozzarella




Die belegten Böden dann mit der rohen Seite wieder auf den Grill legen......NIEMALS DIREKT AUF DIE KOHLEN (Ausnahme nur ganz kurzfristig, wenn so gar nix passieren will! Aber dann seehr aufpassen! Der Teig ist ruckzuck angebrannt!)! Dann sofort den Deckel schließen.





Nun heißt es warten, beobachten und NICHT unter den Deckel spinxen. Das Thermometer eures Grills sollte deutlich über 200 Grad ansteigen. Für etwa 10 Minuten solltet ihr dann diese Hitze in der Glocke halten und erst dann einmal vorsichtig schauen, ob eure Pizza schon fertig ist. Häufiges Öffnen des Grills führt dazu, dass ihr einfach keine optimale Kochthemperatur erhaltet und die Pizza weder braun noch gar wird.





Hier dann das Ergebnis. Wirklich zum Reinlegen. Aber mit Übung ;-D!







Grill Weber HIER



Einkaufsliste:

Pizzateig:

500 gr 550iger Mehl
1/2 Päckchen Hefe (= 20 gr)
15 gr Salz
50 ml Olivenöl
320 ml Wasser
100 gr Polenta / Maisgries


Auflage 1

verschiedenfarbige Kirschtomaten
rote Zwiebeln
Zwiebelmarmelade (optional)
Pecanusskerne
Gorgonzola mit Mascapone
Ruccola

Auflage 2

300 gr Hack halb/halb
2-3 Spitzpaprika rot
2 Stangen Frühlingszwiebeln
1 Knoblauchzehe
Sojasauce + Woksauce von Kikkomann oder/und Teriyakimarinade
100 ml Rinderbrühe


Auflage 3

Feigen
Feigenmarmelade
Frühstücksbacon
Walnüsse
rote Zwiebeln
Mozzarella

Donnerstag, 4. September 2014

Großmutters ........äh Schwesters Pastete mit Pistazie und Cranberry und einem Ruccola Feigen Salat

Mein kleiner Bruder liebt Pasteten T.O.T.A.L! Total!

Obwohl........hahahaha........er wird jetzt bei dieser Beschreibung schreien (naja also ein klitzekleinwenig).......;-DDDD......, denn eigentlich ist mein kleiner Bruder ja gar nicht "klein". Mal davon abgesehen, dass er bestimmt 20 cm größer ist er auch noch älter als ich. Ja! Aber er ist deshalb mein "kleiner" Bruder, weil wir beide noch einen "größeren", "älteren" Bruder haben. Erwähnte ich eigentlich schon, dass der .......also der ältere Bruder.......mindestens ein genauso großer Pastetenfan ist? Ja.

Ähm und dann hab ich ja auch noch eine kleine Schwester, die auch wie verrückt drauf ist. Die ist allerdings auch nicht wirklich "klein".......... blabla wie oben schon mal gesagt ;-)...... genau!...... sondern wird bei mir nur deshalb "klein" genannt, weil wir beide noch eine größere, ältere Schwester haben. SELBSTVERSTÄNDLICH ist die - also die ältere, gößere Schwester - AUCH Pastetenfan. Und nein, weder meine kleine noch meine große Schwester sind 20 cm größer als ich, wir haben vielmehr sogar die gleiche Schuhgröße.

Das heißt also, dass sowohl der älteste Sohn meines Vaters, als auch die zweitgeborene Tochter meiner Mutter, sowie die mittlere Schwester meines Bruders, der Bruder meines Bruders und ja ich auch noch irgendwie eine Leidenschaft teilen.

Könnt ihr mir noch folgen oder wirds schon langsam flackerig oder gar schwarz vor den Augen (hinsetzten und A--T--M--E--N!!!)?

Ums vielleicht mit weniger komplizierten Worten zu sagen ........ ach aber hach, kompliziert kann schon manchmal herrlich sein ;-D..........wir sind fünf Geschwister, ich das Nesthäkchen und alle lieben Pasteten. Die Eltern by the way auch.

Wir haben da so ein Familiending am laufen:

 P.A.S.T.E.T.E.N.!

Na und deshalb......tatatata.....um diese ellenlange Einführung endlich mal zum Punkt und um die Kurve zu bringen!.....gibt´s heute einen Pastetenpost!




Anläßlich des Geburtstages meines "kleinen" Bruders kam ich superlistiges Wesen nämlich auf die Idee, ihm einfach mal ne selbstgemachte Pastete zu schenken. Alles andere haben wir ja schon gefühlte 300 Mal durch. Na und wo ich dann schon mal dabei war, hab ich doch direkt auch noch eine für den eigenen Hausgebrauch mitgebacken. Und hmmmmm........mit dem tollen Ruccola-Feigensalat und etwas frischen Baguette........der Hammer!!! Ich habe beschlossen jetzt wieder häufiger Pasteten zu machen........um den Absatz brauch ich mir ja bei DER Familienkonstellation keine Sorgen zu machen ;-D!




Vorne weg, damit ihr jetzt nicht denkt, dass es jetzt kochtechnisch schrecklich anspruchsvoll wird: Pasteten dieser Art wie hier sind FÜRCHTERLICH EINFACH zu machen! Sie sind ungefähr so anspruchsvoll wie ein einfacher Rührkuchen. Einen großen zeitlichen Aufwand habt ihr ebenfalls nicht, die Pastete muss nur eine Stunde in den Ofen......aber in der Zeit könnt ihr ja schon wieder was anderes machen.

Wichtig sind beste Zutaten und das meine ich auch wirklich so. Geht bitte zu einem anständigen Metzger wegen des Hackfleischs und der Lebern (Hühnerleber gibts oft nur auf Vorbestellung!). Billiges, schlechtes Hack verliert einfach zuviel Fett und Wasser während des Backens, mal vom Geschmack ganz abgesehen.

Ja und das ist auch noch wichtig: Die Mengenangaben beziehen sich im folgenden auf eine 1l Form. Ihr braucht unbedingt eine Pastetenform MIT Deckel, die Pastete wird sonst im Ofen zu trocken.




Na dann mal los!

Zuerst kleidet ihr eure Form mit sehr dünn geschnittenen Rückenspeckstreifen, hier italienischer Lardo di colonata (ist milder als der deutsche Rückenspeck) aus und lasst einen Teil aus der Form heraushängen zum späteren Einschlagen des Fleischteiges.

Dann stellt ihr euren Fleischteig her. Ich sagte ja eben was von Rührteig, ja und genauso ist es auch. Das Weißbrot kurz in einem Glas mit dem Portwein und der Milch aufweichen lassen. Dann das Hack und die von Sehnen und Adern befreiten (!!! sehr wichtig, beim späteren Pürieren wickeln die sich nämlich sonst um das Püriermesser) Lebern zusammen mit dem Ei, Salz, Pfeffer und optional Espelette in einen hohen Topf geben. Das Weißbrotportweinmilchgemisch dazu geben und die Masse mit einem Pürierstab sehrsehr klein pürieren, bis der Teig wirklich aussieht wie ein Rührteig. Erst nach dem vollständigen Pürieren die Pistazien und Cranberries.....eventuell leicht gehackt.....dazu geben.

Den Fleischteig dann in die mit Lardo ausgekleidete Form geben, einschlagen, einen Rosmarinzweig auflegen, Deckel drauf und bei 150 Grad eine Stunde im Wasserbad in den Ofen geben. Die erste halbe Stunde wird MIT, die zweite halbe Stunde OHNE Deckel gegart.




Als kleinen Gimmick muss ich euch mal so zwischendurch mein neues Meersalzei ins Bild halten. Ist das nicht mal ein total tolles Produktdesign? Und auch die Ausführung in schwerem Kunststoff stimmt und macht das Ding für Haptiker wie mich begehrenswert. Ja und das Salz: Mit traditionellen, umweltschonenden Techniken "angebaut", "handgeerntet" und in verschiedenen Zusammensetzungen  z.B. mit Pfeffer, Safran oder getrockneten Feigen zu haben. Über sowas könnt ich mich ja stundenlang freuen!




Aber zurück zu dieser Pastetengeschichte.

Nachdem die Pastete frisch aus dem Ofen mindestens einen Tag lang GERUHT hat......JA!......könnt ihr am nächsten Tag DIESEN bestens dazu passenden Salat anläßlich der Erstverkostung zubereiten.







Zuerst säubert ihr eure Feigen, viertelt oder achtelt sie je nach Größe und bratet sie in ein wenig Olivenöl in eine Pfanne bei mittlerer Hitze ca. 2 Minuten an. Feigen aus der Pfanne nehmen und zur Seite stellen.

Nun das Toastbrot entrinden, in kleine Würfel schneiden und zusammen mit einer kleingehackten Knoblauchzehe und etwas abgeriebener Bio-Orangenschale in der gleichen Pfanne anrösten, bis die Brotwürfel knusprig sind. Brotwürfel abkühlen lassen.

Den Pecorino grob raspeln oder stückeln, den Ruccola verlesen. Den Ruccola dann mit Aceto balsamico und 4 Eßl Olivenöl gut durchmengen und in eine Schale oder auf Teller geben.  Den Salat mit den Feigen, Brotwürfeln und dem Pecorino garnieren. Mit Meersalz und Pfeffer bestreuen.

Zusammen gegessen mit einem Stück Pastete und etwas frischem Brot einfach unschlagbar!







Olivenholzbrett : ähnliche HIER bei Urbanara
Olivenholzschale: ähnliche HIER bei Urbanara
Cocotte: Le creuset, nehmt besser die Pastetenform  HIER von Le creuset


Einkaufsliste:
(für eine 1 Liter Pastetenform)

Pastete:

400 gr Schweinehack
400 gr Hühnerleber
30 gr weißes Brot
30 ml Milch
50 ml Portwein
20 gr Pistazien ganz
20 gr Cranberries
1 Ei
140 gr Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
24 Scheiben Lardo di collonata ca. 180 gr
Meersalz, Pfeffer, optional Espelette
Rosmarinzweig

Ruccola-Feigen-Salat:

5 blaue Feigen
3 Scheiben Toastbrot
1 Knoblauchzehe
etwas abgeriebene Schale einer Bioorange
150 gr Ruccola
60 gr sehr grob geriebenen Pecorino
2 Eßl Aceto balsamico
Olivenöl
Meersalz
Pfeffer