Posts mit dem Label Kartoffeln werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Kartoffeln werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 22. Juni 2017

Parmesan Kräuter Blumenkohlsteaks aus dem Ofen und ein kleiner Nachtrag zum Schlüsselbeinbruch.

Nur so als Nachtrag zu dieser Schlüsselbeinbruchnr........tsss.......ich brauch das zur psychologischen Selbstbetreuung, dass ich euch das erzähle: Wisst ihr was letzte Woche mein Lieblingsereignis anlässlich war? HA!

Wir also im Krankenhaus in der Notaufnahme (weil die Versorgung von Schulunfällen nicht bei einem Arzt seiner Wahl erfolgt, sondern DA). Termin ist um 8.30 Uhr zur Kontrolle. Wir haben 8.15 Uhr. Mit uns warten etwa 50 arme Leutchen darauf, dass die völlig gestressten, aber leider auch ziemlich unfreundlich, gelangweilten Krankenschwestern einen wenigstens schon mal aufnehmen. Schlange stehen ist angesagt. Mangels funktionierendem Nummernautomaten stehen alle brav in einer Warteschlange. Der Techniker arbeitet dran. Die Schwestern kümmern sich aber nicht um die Schlange und geben sich lieber ihrer Missstimmung hin. Plötzlich nach ungefähr einer Stunde Warten ohne Kommunikation mit den aufnehmenden und aktionslosen Krankenschwestern gelingt dem Techniker ein brillanter Coup und die Nummermaschine funktioniert wieder.......alle stürzen drauf zu, ziehen ihre Nummern......natürlich nimmt jeder was er kriegen kann und schert sich einen feuchten K...äh drum, ob der erste in der Schlange die letzte Nummer bekommt......aber nun gut......der Mob einigt sich nach kurzer Zeit unerwartet gerecht und einsichtig friedlich. Nach etwa einer weiteren Stunde sind wir dran. Es ist 10.15 Uhr. Wir gehen zum Desk der Schwester, die uns daraufhin triumphierend mitteilt........"Ja sorry.......ihr Termin ist schon seit zwei Stunden vorbei. Sie waren nicht rechtzeitig da." Grins.

"Nein, oder? Nicht ihr Ernst???????"

Nach dem von mir erzwungenen Telefonat mit der Station dürfen wir dann aber trotzdem rein und werden auch sofort versorgt. Als Schlusssatz gibt die behandelnde Ärztin uns den mich schon beim 4 Wort stressenden Satz mit: "Lassen Sie sich vorne bitte für die nächste Untersuchung noch einen Termin geben, ja?" Ich ahne es.

Ich schleiche also zu besagten eben schon liebevoll beschriebenen Desk mit der noch liebevolleren Krankenschwester dahinter und frage Übles vorausahnend: " Für einen neuen Termin muss ich keine neue Nummer ziehen, oder? Was soll ich sagen? Sie sagt mit einem zuckersüßen Lächeln: " Doch! Sicher! Was glauben Sie denn???!" Und Tschüss. Unser erstes Zusammentreffen mit dem "verpassten" Termin hat sie mir offensichtlich noch nicht verziehen.

Unnötig zu erwähnen, dass immer noch 50 Leute zu der Zeit auf ihre Aufnahme warteten.....keine Ahnung was an dem Tag los war. Schlechtes Karma oder so. Wir ziehen also eine Nummer. Und warten. Warten. Warten. Kaufen Brötchen und Getränke im Krankenhauscafe, um nicht schlapp zu machen (Hoha! Vielleicht eine geheime Kooperation???)........die von der Ärztin bescheinigte Zeit, die wir uns offiziell in der Notfallambulanz aufgehalten haben, ist schon lange vorbei.  Wir überlegen uns schon einigermaßen glaubwürdige Erklärungen für die Schule, warum der Sohn so ultraverspätet dort erst wieder aufschlägt, aber uns fällt nix ein außer der Wahrheit, die ihm keiner glauben wird. Nach 1 1/2 Stunden halte ich es nicht mehr aus und springe eine zufällig herumlaufende Krankenschwester von der Seite an und erkläre das Dilemma."Ach warten Sie kurz, ich mache ihnen sofort einen Termin. Ist doch unnötig, dass Sie wegen sowas hier solange warten!" Äh ja genau!

Keine 2 Minuten später waren wir da raus.

Chaka. In zwei Wochen wieder ;-(. Pffff und durchatmen. Schwester X wir kommen.





Aber hier und jetzt sofort zum geilsten Blumenkohlrezept überhaupt. Ich weiß noch genau, wie die Jungs nach der Schule mitleidsvoll auf das Backblech schauten und kraftlos meinten: "BLUMENKOHL. Sososo. Gute Idee von die mal wieder Blumenkohl zu machen........;-(.......;-P)

Ha sagte ich da. Vertraut Muttern. Zumindest meistens. Vielleicht nicht bei der Autoreperatur, der Installation neuer Software oder der Kenntnis der Aktienkurse........aber HIER SCHON!

Na und so trug es sich zu, dass die Jugend voll überrascht wunderbarsten Blumenkohl begeistert aß.






Zubereitung:

1. Den Blumenkohl roh in etwa fingerdicke Scheiben schneiden und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. den Blumenkohl mit etwas Öl beträufeln oder besser ein Ölspay verwenden und den Blumenkohl damit einsprühen.

2. 2 -3 Knoblauchzehen schälen, halbieren und zwischen dem Blumenkohl auf dem Backblech verteilen. Alles mit Salz Pfeffer und abgezupften Thymianblättchen würzen. Zuletzt den geriebenen Parmesan darüber streuen. Wenn etwas Parmesan zwischen dem Blumenkohl auf das Backblech fällt, macht das gar nichts, der wird so super knusprig lecker und ihr streut in einfach nach dem Backen noch über das Püree.

3. Im auf 180 Grad vorgeheizten Ofen je nach Bräunungs- und Garzustandswunsch etwa 30 Minuten backen.

4. Während der Blumenkohl im Ofen bäckt, ein paar Kartoffeln kochen (Pell- oder Schälkartoffeln ist egal). Wenn diese gar sind, die Kartoffeln stampfen und durch Zugabe von etwas Butter (abhängig von der Menge Kartoffeln) und Milch zu einem Brei in der von euch gewünschten Konsistenz verarbeiten. Wir mögen es gerne, wenn es nicht ein gleichmäßiger Brei ist, sondern noch Stücke darin sind, aber entscheidet das selber. Zum Schluss alles mit Pfeffer, Salz und etwas geriebener Muskatnuss abschmecken.

5. Zum Dekorieren auf dem Teller Steaks und Püree anrichten und gehackte Petersilie und in der Pfanne kurz angeröstete Pinienkerne darüber geben.







Tschö ihr Lieben und drückt mir die Daumen für den nächsten Krankenhaustermin. Vielleicht sollte ich meinen eigenen Nummernautomaten im Handtäschchen mitbringen..........hm.











Zutaten:

1 Blumenkohl
2-4 Zweige frischer Thymian
2-3 Zehen Knoblauch
150 g geriebener, frischer Parmesan (nach Bedarf und Geschmack)
Öl zum beträufeln/besprühen
Salz, Pfeffer

1 Hand voll gerösteter Pinienkerne
4 Stengel Petersilie

Für das Püree:

Kartoffeln
Butter
Milch
Salz, Pfeffer, geriebene Muskatnuss

Dienstag, 23. Mai 2017

Kartoffel Sellerie Gnocchi & Noilly Prat Fenchel Safran Sauce

Ist das nicht verrückt? Da bringt meinen lovely Mr. Ü und mich und irgendwie tutta la familia so ein harmloses Gnocchigericht völlig aus der Fassung. Total. Komisch ist das, was? Und ich erklär euch gleich mal wie das kam. Aber gleich vorne Weg: Wir finden diese Gnocchi inzwischen so großartig, dass wir verrückt nach ihnen sind und ich gar nicht verstehen kann, wie ich anfangs darüber nachdachte, euch dieses Rezept vorzuenthalten und die hübschen Fotos einfach in den virtuellen Mülleimer zu schmeißen.

Also. Ich probiere ja völligabsolutgerne neue Gerichte aus. Wisst ihr ja. Und da ich ja weltgrößter Gnocchifan bin, hab ich natürlich gejuchzt, als ich bei grain de sel dieses wunderbare Rezept fand, das sich doch so wunderbar außergewöhnlich las. Ich mag Michaelas Blog supergerne, denn es sind unkapriziöse, funktionierende, gut durchdachte und immer ! leckere Rezepte, die sie diretamente aus ihrer Wahlheimat Frankreich postet.

Da wir ja samt Familie ständig und immer durch die wilde Welt sausen und wirklich schon die durchgeknalltesten Sachen vertilgt haben, bilde ich mir ein, dass mich foodtechnisch nicht mehr viel aus der Bahn werfen oder überraschen kann. Wer indisch, asiatisch, persisch und arabisch ständig auf dem Teller hat und sogar Amerika überlebt hat (Chlorwasser und Fettkeule und so)....also bitte.....was soll denn da noch groß schocken?

Na wie soll ichs jetzt sagen? Liegt´s vielleicht einfach dran, dass ich in meinem Leben keinen Draht zur französischen Lebensart bekommen habe (Biste Italiener, biste kein Franzose....so wohl die Regel bei uns im Hause!?). Der französische Geschmack liegt mir einfach nicht automatisch zack auf der Zunge. Na und genau das war irgendwie das Problem hier. Ich kochte stundenlang, rollte kleine Gnocchi, unterhielt mich ausgiebigst mit einem Fachmann über Noilly Prat, dessen Einsatzbereich und Geschmacksformula und verzettelte mich geradezu mit diesem ungewöhnlich feinen Sößchen. Na und dann das. Da saßen wir dann alle und hatten wunderhübsch angerichtet diese Gnocchi auf dem Teller, pieksten und pieksten nacheinander ein Gnocchi nach dem nächsten auf, beförderten es in Richtung Magen und dachten einfach nur nach. Wie finden wir das jetzt? Hm. Selten war es so ruhig beim Essen. Bis zur vorvorletzten Gnocchi war ich felsenfest der Ansicht: "Das mach ich doch mal lieber nicht auf den Blog. Zu bekloppt. Das mag bestimmt keiner." Und dann erinnerte ich mich plötzlich an einen Satz meines Fachexperten zum Thema Noilly Prat: "Den macht man übrigens auch in Bouillabaisse!" Hoha. Und dann ringelte es plötzlich geschmacklich und ich hatte urplötzlich eine Verbindung zum Gericht. Und das Verrückte: Lovely Mr. Ü auch. Die Jungs brauchten etwas länger.

Wir haben es dann noch bestimmt dreimal gekocht und fanden es jedes Mal IMMER NOCH besser. Na und jetzt sind wir verrückt danach. Ist das bekloppt? Aber wie!





Die Zubereitung dieser wunderbaren Köstlichkeit ist allerdings muss ich zugeben ein klitzekleinwenig zeitintensiv. Ich sage das ganz ehrlich, dann eigentlich liebe ich ja schnelle Gerichte. Die Gnocchiherstellung ist zwar nicht schwierig wie insgesamt das ganze Gericht nicht, benötigt aber einfach ein wenig Zeit. Nehmt sie euch also und genießt den Workflow. Ist auch mal schön.






Zubereitung:

1. Zuerst mal ran an die Gnocchi. Dazu Kartoffeln und Sellerie schälen, in Würfel schneiden und in Salzwasser 15 Minuten gar kochen. Die Würfel dann auf ein Backblech geben und im Ofen bei 150 Grad und leicht geöffneter Ofentür etwa 20 Minuten gut ausdampfen lassen. Danach das Gemüse abkühlen lassen.

2. Kartoffeln und Sellerie pürieren und mit Mehl, Eigelb, Salz und Pfeffer zu einem Teig verkneten. Arbeitsfläche gut bemehlen und den immer noch relativ klebrigen Teig zu einer Rolle von 2 cm Durchmesser rollen, Gnocchis abtrennen und in die gewünschte Form rollen.

3. Für die Sauce Schalotte, Knoblauchzehe und Fenchel fein würfeln und in einem Topf mit etwas Butter anschwitzen. Dann den Noilly Prat und den Weißwein angießen und auf die Hälfte einkochen lassen. Danach die Gemüsebrühe angießen und den Thymian dazu geben und alles nochmals auf ein Drittel einkochen lassen. Die Sauce mit dem Pürierstab bearbeiten bis sie fein ist und mit Safran und Kokosmilch, Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken.

4. Nun einen großen Topf mit gesalzenem Wasser zum Kochen bringen und die Gnocchi hineingeben. Wenn sie aufsteigen selbige mit einer Schaumkelle herausheben und entweder sofort auf einem Saucenspeigel anrichten und servieren oder die Gnocchi noch kurz in Butter anbraten und dann auf dem Saucenspiegel servieren.






Und? Ich finde es sieht schon auf dem Teller unfassbar appetitlich aus (ich alter Franzose, höhö ;-D). Mich würde mal interessieren wie es euch dann so mit dem Gericht geht? Hop oder Flop? Ich bin gespannt! Meistens ist es ja so, dass man bei den Blogs, die man so liest, eine gewisse Erwartungshaltung hat , was das geschmackliche Endergebnis hat. Den Kochstil des einen mag man einfach machmal mehr wie den des anderen und man hat einfach seine Lieblinge bei denen einem einfach alles schmeckt. Als ich das hier kochte mußte ich 2304 Mal darüber nachdenken, dass diese Gnocchi einfach anders sind und nicht 1a in mein sonstiges Konzept und eure Erwartungshaltung einem Rezept von mir gegenüber passen. Aber genau deshalb finde ich sie ja so gut!





Na dann berichtet mal! Ich bin gespannt wie Hulle ;-D!













Zutaten:
(für 2-3 Personen)

Gnocchiteig:

300 gr Knollensellerie
150 gr Kartoffeln
120 gr Mehl
1 Eigelb
Salz, Pfeffer

Noilly Prat Sauce:

1 Schalotte
1 Stück Fenchel (ca. 2 Eßl fein geschnitten)
1 Knoblauchzehe
50 ml Noilly Prat
50 ml Weißwein
150 ml Gemüsebrühe
1 Tl Thymian
70 ml Kokosmilch
0,5 gr Safranfäden (optional Kurkuma)
Salz, Pfeffer
1 Pr Zucker

Butter zum Anbraten

Dienstag, 31. März 2015

Ein bißchen USA, New York und Ostküste, eine echte deutsche Linsensuppe und ein tolles Reiseführer Giveaway!

Seit ein paar Tagen hüpfe ich nur noch durch die Wohnung, das Büro....pingping....die Stadt, den Supermarkt...pingpingping.....durch Wald und Wiese. Es ist so toll! Wir haben unseren Sommerurlaub gebucht! Und wer räts?........Wohin geht´s?......Nein, nicht Dubai ;-D!.....Es sind die USA! Ostküste! New York und Niagarafälle.......ich kommmääääääää!!!!!! 4 ganze Wochen werden wir weg sein.....unfassbar toll! Und das alles noch so kurz vor Ostern. Da vergess ich glatt dieses ganze Hasendingensbums.

Ich für meine Person war noch nieniemalsnie in den USA. Herr Ü ja schon. Der kennt zumindest Westküste und die Floridacorner. Aber im Osten, Nordosten war er auch noch nie. Ich bin natürlich sofort losgerast und habe mir ein wenig Lesestoff über den Nordosten besorgt. Aber nichts ist natürlich besser als eine persönliche Empfehlung und da fiel mir doch direkt meine dickste, urälteste (Neinnein! Nicht falsch verstehen! Sie ist so ein zartes Häschen und gar nicht dick und über 90 ist sie auch nicht!) Bloggerfeundin Nadine von Planet Hibbel ein. Die war da nämlich schon ein paar mal und hat tolle Berichte darüber geschrieben und mich mit DIESER SURFERBUDSE schon vor nem Jahr so irre gemacht, dass ich schon damals sofort hin wollte. Aber schaut doch auch mal ihre anderen Berichte über die Ostküste z.B. HIER und HIER und HIER. Auch bei Luzia Pimpinella hab ich unendlich viel über die USA gefunden, bin für diese Masse an Ideen riesig dankbar und habe mit den Jungs schon jetzt einfach mal so beschlossen, dass wir unbedingt HIERHIN müssen.




Aber nicht, dass ich schon genug wüßte!

Und hier kommt ihr dann ins Spiel! Vielleicht ein Amerikaner an Bord? Oder zumindest Amerikajunkie? Oder vielleicht einfach nur ein passionierter Amerikareisender, der mich zusätzlich noch mit den besten Tips versorgen kann? Wär das genial! Immer raus damit! Ich bin sooo gespannt, was ihr alles zu erzählen habt! Spart nicht mit dem noch so kleinsten Detail!

Was ich dann bitte auch noch gerne aus eurer Sicht wüßte (und enttäuscht mich nicht!):

Ist das mit dem Essen wirklich so schlimm in USA? Immer und überall nur Cola, Pommes und Burger? Von Morgens bis Abends und wieder von vorne. Ist das so? Gurke, Salat Grünzeugs kosten ein halbes Vermögen? Wääääh. Das ist wirklich das Einzige, was mich all die Jahre ein wenig abgehalten hat nach USA zu reisen. Nanu.......wir werden sehen.




Die letzte Woche gings dann in meiner wildesten Fantasie so saganhaft unheimlich verrückt amerikanisch zu.........ich sags euch......... ich hab innerlich nur noch Burger , Pommes und Cola an mir vorbeiwabern sehen.

Unterbewußt ist dann irgendwas bei mir passiert im Kopf.....ping, pong......keine Ahnung was, jedenfalls war mir urplötzlich T.O.T.A.L nach was absolut germanmäßigem.......veryvery german, yes! Versteht ihr das? Nein? Ich auch nicht. Ist aber auch völlig egal. Ich neige wohl zu Extremen.

Heute gibts dann also Linsensuppe! Allerbeste leckerste Linsensuppe mit einer frischen Metzgerwurst. Hammer. Einfache Dinge können so überaus fantastisch und glücklich machend sein, nicht wahr? Seht ihr Amerikaner das wirklich anders???? Obwohl......Pommes sind ja auch irgendwie einfach ......;-S .......hm. Ach egal.

Deshalb hab ich heute hier für euch mein favorite Linsensupperezept. Ein bisschen verfeinert und upgegradet und deshalb besonders gut. 




Die Zubereitung ist schrecklich einfach:

1. Etwa zu gleichen Teilen Porree, Möhren, Kartoffeln und Knollensellerie in kleine Würfel schneiden. Die Gemüsewürfel und die Linsen in einem Schmortopf geben und mit der Gemüsebrühe, dem Lorbeerblatt, der Petersilie und dem Zweig Thymian bei mittlerer Hitze etwa 40 Minuten köcheln lassen. Linsen müssen nicht vorher eingeweicht werden!




2. Parallel dazu in einer Pfanne den in dünne Streifen geschnittenen Speck und die klein gehackte Zwiebel kurz in etwas Öl anbraten.




3. Ein Backblech mit dünnen Brotscheiben belegen, mit etwas Paprikapulver bestreuen und bei 200 ein paar Minuten in den Ofen geben, bis sie knusprig sind.




4. Die Speckzwiebelmischung zur Suppe geben und kurz mitkochen lassen. In der Zwischenzeit ein den Rest des Porrees in ein wenig Mehl wälzen und in einer Pfanne kurz und heiß anbraten. Salzen und Pfeffern nicht vergessen.




5. Zum Schluss die Suppe mit Salz, Pfeffer, etwas Senf und/oder Essig abschmecken. Die Suppe in Schalen füllen, das knusprige Lauch darüber geben, wer mag eine angewärmte Metzgerbockwurst dazu legen und das Paprikabrot nicht vergessen!





Für alle, die auch nach dieser einmaligen Linsensuppe jetzt trotzdem nicht dauerhaft in Deutschland bleiben wollen (so wie ich!), vielleicht sogar auch in die USA wollen, aber so grad gar keine Ahnung haben wohin man denn an der Ostküste oder in New York so muss.....ich kann euch dem großen Traum zumindest ein Minifitzelchen näher bringen! Mit freundlicher Unterstützung von Mairdumont darf ich heute zwei lonley planet Reiseführer " USA Osten" und "New York" verlosen. Ihr seid dann also schon quasi auf dem Weg!




Was müßt ihr tun um zu gewinnen?

-Verratet mir, was euer größter Traum bei einem USA-Besuch ist ;-) und welchen Band von lonley planet ihr haben möchtet!

-Wer bei facebook, seinem eigenen Blog oder Instagram (hashtag #ueberallunirgendwo und markiert mich auf dem Bild) den Link oder das Bild zur Verlosung teilt hat doppelte Gewinnchance. Gerne könnt ihr dafür das letzte Bild mitnehmen!
Schreibt das bitte als Vermerk in euren Kommentar.

- Mitmachen kann jeder mit und ohne Blog!

-Das Gewinnspiel gilt nur für Leser aus Deutschland. Teilnahme unter 18 nur mit Genehmigung der Erziehungsberechtigten. Der Rechtsweg ist ebenso wie eine Barauszahlung der Gewinne ausgeschlossen.

- Die Gewinner werden hier auf dem Blog veröffentlicht!

Das Gewinnspiel startet sofort und endet am 19.4.2015


Ich bin so gespannt auf eure Tips!












Einkaufsliste:

2 dicke Möhren200 gr Sellerie
1 1/2 - 2 Stangen Porree
200 gr Kartoffeln
275 gr Linsen
100 gr Räucherspeck
1 Gemüsezwiebel
1 Lorbeerblatt
Petersilie
1 Zweig Thymian
1 l Gemüsebrühe

Salz, Pfeffer, Senf und Essig zum Würzen

ein paar Scheiben altes Brot
Paprikapulver

Dienstag, 11. November 2014

Hirschsteak mit Haselnusskruste, Selleriekartoffelpü und Brombeersauce und die Familie Valentin

Wer mich ein wenig kennt, der weiß, ich bin weit entfernt davon, militante Ansichten in irgendeine Richtung zu haben. Ich bin immer sehr für Toleranz in allen möglichen Bereichen, auch im Bereich Food.  Fleischesser, Vegetarier, Veganer.......ich hab sie alle lieb, tummel mich gerne irgendwo in der Mitte und probier auch immer gerne alles mögliche aus.

In letzter Zeit habe ich aber immer mehr Probleme mit dem Fleischkonsum. Nicht der Menschen wegen, die es essen (muss ja jeder selbst entscheiden), sondern der Menschen wegen, die es produzieren. Ich mag Fleisch, ja!, ab und zu esse ich es gerne, aber es wird immer seltener, weil mich so vieles inzwischen vom Fleischkauf abhält. Ich mag nämlich auch Tiere und mir wird ehrlich gesagt von Fernsehbericht zu Zeitungsartikel zu Radiointerview immer schlechter, je mehr ich über die Methoden und Zustände in der Tierhaltung höre. Massentierhaltung, Tierabfallverfütterung, Hormonfutter für Turbomast, systematisch eingesetzte Antibiotikakeulen zur Ertragssteigerung, Pestizidbelastetes Futter......ich sags ganz frei raus, da könnt ich einfach nur noch kotzen. Männliche Küken, die nach dem Schlüpfen auf direktem Weg mit dem Förderband in den Schreddler geschubst werden, lebende Tiere in den Müllcontainern der Fleischproduzenten, das sind nur schlaglichtartige Einblicke in ein System, dass ich nicht unterstützen möchte.

Seit Jahren schon kaufe ich kein Discounterfleisch mehr, gehe nur noch zum mir bekannten Metzger um die Ecke und kaufe unendlich viel beim Biobauern. Natürlich gibts da auch keine Garantie für ein glückliches Hühner- Rinder- oder Schweineleben, die Bioskandale der letzten Jahre zeigen das ja, aber die Wahrscheinlichkeit steigt, dass es nicht ganz so brutal in der Tierhaltung zugeht.

Fleisch muss ja auch nicht ständig sein! Dieser exzessive Fleischkonsum, den die Welt in den letzten Jahren in steigender Art und Weise aufgebaut hat, versaut uns durch die ganzen pupsenden Viehcher ja auch noch die Atmosphäre, aber das nur by the way.

Na und genau hier setzte ich heute an. Ich möchte euch heute nämlich mal Achim Valentin von der Westfälischen Wildkammer vorstellen. Achim und seine Familie betreiben eine im Aufbau befindliche, eigene Metzgerei mit angefügtem Hofladen und Onlineshop. Sie vertreiben ausschließlich selbst geschossenes Wild und Wildprodukte aus den umliegenden Wäldern und Feldern.

"Im Aufbau befindlich" schreibe ich deshalb, weil die Familie Anfang des Jahres wirklich übel vom Schicksal getroffen wurde, denn der liebevoll restaurierte 400 Jahre alte Hof brannte im März bis auf die Grundmauern nieder. Was für ein Horror! Vor dem Brand entstand im Rahmen der Reihe  "Mit Herz und Hammer" für das ZDF eine Dokumentation, die die Familie bei den Umbauarbeiten und dem Umzug zeigt. Wer Achim und Familie also einmal "live" kennenlernen möchte, klickt einfach mal HIER.




Besonders erwähnenswert ist nach meinem vorstehenden großen Geschrei über die Unzulänglichkeiten der Fleischindustrie, dass die Familie Valentin ausschließlich in Deutschland vom Hochstand in der freien Wildbahn geschossenes Wild verkauft und verarbeitet. Warum ist das jetzt wichtig, fragt ihr euch? Na weil derdiedas gute HirschRehWildschwein dann bis zur letzten Sekunde arglos und in Ruhe gelebt hat und nicht wie z.B. bei einer Treibjagd oder auch bei der konventionellen Schlachtung panisch vor Angst irre Mengen Adrenalin ausgeschüttet, die JEDES!...wirklich JEDES! Fleisch zu einer zähen Schuhsohle machen, da keine Fleischreife mehr stattfinden kann. Habt ihrs gewußt?







Die hauseigene Wurst besteht bei der Westfälischen Wildkammer zu 80 % aus Wildfleisch und nicht wie sonst oft nur aus 5 - 10 %. Die restlichen 20 % sind Schweinefleisch, was einfach einen verarbeitungstechnischen Hintergrund hat: Reine Wildwürste würden auseinander fallen, eine Beimischung von fettem Schweinefleisch ist daher unerläßlich.

 Sämtliche Gewürzmischungen werden von der Familie selbst zusammengestellt und sind allesamt bio. Die einzige Zutat auf die bisher nicht verzichtet wird, ist Nitritpökelsalz. Das ist das, was die Wurst so schön rot macht. Achim sagte mir, dass er gerne ohne produzieren würde, er aber keine Abnehmer für braune Wurst findet, die sich im übrigen geschmacklich ja gar nicht verändert (dann kommt Meersalz hinein). Wenn ihr diese Abnehmer seid, meldet euch bei ihm, ab einer Abnahmemenge von 10 kg produziert er auch ohne Nitritpökelsalz! Also vielleicht einfach mal die Nachbarn, Eltern, Geschwister fragen, wie´s denn so aussieht!


Nussschinken vom Damwild, Wildmett-, Wildleber- und Wildjagdwurst im Glas

Nussschinken vom Damwild



Ach und noch etwas Spannendes, bei dem ich mich ehrlich gesagt wirklich geschüttelt habe:

Wußtet ihr, dass der Normalometzger (und die Industrie sowieso) in seine Wurst S.E.L.B.S.T.B.R.Ä.U.N.E.R reinmischt??? Als Achim das erzählte, war ich doch wirklich erschüttert.  Das passiert wohl einzig und allein nur deshalb, damit die Wurst beim Braten schöner knusprig braun wird. Pfui, auf was für Ideen die aber auch kommen! Selbstverständlich findet Selbstbräuner bei Valentins keinen Einsatz!


Wildpfefferbeißer (Dam- und Rotwild)

Wildpfefferbeißer (Dam- und Rotwild)

Zu dieser tollen Wildschweinsalami hab ich unser absolutes Lieblingsbrot gebacken. Höllehöllehölle wie gut das ist ;-)!







Na? konnte ich euch ein wenig Appetit machen? Ja? Dann gibt´s zur Abrundung jetzt noch dieses riesig gute Wildrezept für allerköstlichste Hirschsteaks! Ächz, das ist so gut! Weihnachten kommt und dann wisst ihr jetzt schon mal, was auf den Tisch kommen könnte!






Zuersteinmal bratet ihr eure Hirschsteaks in der Pfanne mit etwas Öl etwa 2-3 Minuten von der Seite scharf an. Salzen und Pfeffern nicht vergessen und etwas frischen Thymian darüber streuen. Die Hirschsteaks dann in eine feuerfeste Form legen und bei 85 Grad (als Niedriggarthemperatur!) je nach dicke etwa 45 Minuten bis 1 Stunde in den Ofen geben.




In der Zeit in der die Hirschsteaks garen, zuerst die Kartoffeln und den Sellerie schälen, in Würfel schneiden und in etwas Salzwasser weich kochen.

Während die Kartoffeln und der Sellerie kochen wiederum die Soße ansetzten. Dazu eine Zwiebel kleinschneiden und in etwas Öl leicht anbraten. Dann den Portwein, Wildfond und 5-6 Brombeeren dazu geben und alles bei mäßiger Hitze um die Hälfte einkochen lassen. Zum Schluss mit Brombeergelee/marmelade, Salz und Pfeffer abschmecken und alles durch ein Sieb passieren. Soße bei Seite stellen und warm halten.




Nun bereitet ihr die Haselnusskruste zu. Dazu einfach die weiche Butter, Haselnüsse, Paniermehl, Blätter eines Thymianzweiges, 1 Eigelb, Salz, Pfeffer gut miteinander verkneten. Fertig! Das Fleisch 5 Minuten vor Ende der Garzeit kurz aus dem  Ofen holen, die HAselnusskruste mit den Fingern darauf geben und leicht andrücken und kurz im Ofen noch einmal  übergrillen, bis sie schön braun ist.

Währenddessen die Kräutersaitlinge, gerne gesehen sind hier aber bestimmt auch Steinpilze (Boah! In Deutschland bekommt man keine korrekten, frischen Steinpilze! Ich will zurück nach Italien!), länglich in Scheiben schneiden und kurz anbraten, salzen, pfeffern und die weich gegegarten Kartoffel- und Selleriestückchen mit einem Kartoffelstampfer, der Milch, Sahne, Butter  und ebenfalls Salz und Pfeffer zu einem Püree verarbeiten.

 Dann alles auf einem Teller hübsch anrichten, die Soße dazu geben und noch ein paar Brombeeren draufsetzten........Weihnachten ;-)!




Und ihr so? Fleischesser, Vegetarier, Veganer? Wie geht ihr das Thema an?




Holzbrettchen "Toast" von Xenos
Wildteller von Butlers


Einkaufsliste:

4 Hirschsteaks von HIER
300 gr Kräutersaitlinge

etwas Butterschmalz zum Anbraten der Pilze und des Fleisches

Auflage Hirschsteaks:

120 gr Butter
100 gr Haselnüsse gemahlen
50 gr Paniermehl
1 Zweig frischer Thymian
1 Eigelb
Salz, Pfeffer

Kartoffel-Sellerie-Puree:

500 gr Kartoffeln
300 gr Sellerie
100 ml Milch
100 gr Butter
50 ml Sahne
Salz, Pfeffer

Brombeer-Porto-Sauce:

1 Zwiebel
200 ml Portwein
200 ml Wildfond
2-3 El Brombeermarmelade
125 gr frische Brombeeren