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Dienstag, 25. August 2015

Mein USA-Mitbringsel........echt fransööösische Canele`s!

Eines schönen Nachmittags......Familie Ü weilte nach gefühlten 38475 Wochen ja schon unendlich lange in den USA, genauer gesagt in New York und noch genauer gesagt verloren in irgendeiner der Millitrilliionen durchnummerierten Seitenstraßen und war schon nahrungstechnisch beinhart durchamerikanisiert......ja da sagte my lovely Mister Ü urplötzlich, er würde einen anständigen Kaffee oder noch besser Espresso doch schon schwerstens vermissen. Wie das halt in Amerika so ist. Na und wie es der intergalaktisch unwahrscheinlichste Zufall aller Zufälle wollte, standen wir just in diesem Moment GENAU vor einer minikleinen völlig unamerikanischen Kaffebar irgendwo in Manhatten. Fragt jetzt nicht wo! Ich weiß, ich hätte als anständiger Blogger alles fotografieren und versehen mit einem Googlemapslink  und der Barkarte hier online stellen sollen......tjajaja.....ihr seht, ich bin im Grunde meines Herzens ein Echtzeitleben -1.0-Mensch geblieben und hab das mit dem Bloggen wohl immer noch nicht 2000%ig verinnerlicht.....ich habs mir einfach nicht gemerkt und fotografisch, berichterstattungsmäßig wie ortungstechnisch völlig versaut ;-)! Hachja. Ich Bloggerbaby ich.

Aber zurück zur Kaffeebar. Wir entschlossen uns also zu einem kleinen Urlaub vom amerikanischen way of life, fielen in die Bude ein und nahmen ganz und gar unamerikanische Dinge zu uns: Einen anständigen Kaffee, eine Orangina, einen nicht vor Zucker stehenden Kakao.......all sowas und waren glücklich. Mister Ü war sogar so glücklich, dass er sich noch nen Espresso obendrauf gönnte und glücklich lächelnd mit dem Tässchen und einem kleinen Minitellerchen von der Bar an den Tisch zurück kam. JA und auf dem Teller war noch etwas völlig unamerikanisches.....es war ein Canele`! Hättet ihr mich vorher gefragt, für wie wahrscheinlich ich es halte, in den USA allgemein (gen null tendierend) oder in New York (naja, immer noch unwahrscheinlich) einen anständigen Canele`zu bekommen, ich hätte wahrscheinlich laut gelacht. Dafür fährt man ja auch nicht in die USA sondern nach Paris! Das ist fronßösische Lebenskultur. Himmel! Und sowas nu mitzen drinne im guten alten New York!

Soll ich euch was sagen? Hääärlisch war der Canele! Ich hätte sofort die ganze Theke ausrauben können. Irgendwie war der Biss in den Canele, den Mister Ü brüderlich mit mir teilte wie ein klitzekleines Bisschen Heimat in der Ferne. Und ich bin ein sowas von unfranzösischer Mensch an sich! Aber bevor es hier jetzt dann doch irgendwie zu emotional wird ;-D.....zack.....hier meine Canele`s, die ich zuhause subito und sofort backen musste und mich schon ein wenig schämte, dass ich ehrlich und allen ernstes schon wieder eine Spezialform gekauft habe, die unsere Schränke nun endgültig zum Platzen bringen wird (ihr wisst....dieser eine einzige Tropfen, der .......ja).




Zubereitung:

1. Zuerst gebt ihr die Milch, etwas gemahlene Vanille (Msp), den Zucker und die Butter in einen Topf und erhitzt das Gemisch solange, bis sich alle Zutaten miteinander verbunden bzw. aufgelöst haben. Milchgemisch abkühlen lassen.

2. In eine Schüssel die Eier, das Eigelb und das Mehl geben und gleichmäßig aufschlagen.





3. Nun nach und nach die abgekühlte Milchmischung dazu geben und alles gut miteinander verquirlen. Die Mischung nun in die Canele´form geben. Ich habe dafür einen Bratensaftinfusor genommen.....tsss....hab das Ding noch nie benutzt, endlich was es mal für was gut! Es sollte aber auch ganz einfach mit einer kleinen Schöpfkelle gehen.





4. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen und die Canele´s etwa 50 Minuten backen. Nicht verwirren lassen, sie werden an der Unter- und Außenseite recht dunkel, das ist der karamellisierende Zucker.....das gehört so!







Es ist nicht zu fassen......da brauche ich wirklich eine USA-Reise und mindestens 4-5 Jahre in Echtzeit um endlich zuhause mal die Kurve zu kriegen und Canele´s zu machen, die ich in Paris doch so sehr lieben gelernt habe. Unfassbar. Dabei ist es doch so schrecklich einfach!

Also hoch die Tassen, Canele´s für alle, und für euch noch nen Kaffee, für mich nen Tee ;-)...ihr wisst ja!











Canele´form von Tkmax, eine ähnliche gibt´s bei Amazon

Einkaufsliste:

500 ml Milch
gemahlene Vanille
50 gr Butter
250 gr Zucker
2 Eier
2 Eigelb
100 gr Mehl

Dienstag, 17. März 2015

Pimp your egg with paint chips oder was ich morgens um 8 im Baumarkt mache!

Wusstet ihrs schon, ich bin ja ein großer Fan der Pantone Farbsysteme und der damit verbundenen Produkte?!?! Mein Handy ist schon komplett in Pantone racing red 19-1763 gekleidet und auch meine Unterwegsisoliertasse stammt aus dem Universe und leuchtet in rose pink 18-2333. Soviel Farbe macht mich glücklich. Kein Witz! Absolut traumhaft finde ich es mir diese Farbfächer anzuschauen, wenn ein Ton sanft in den nächsten übergeht......oh ist das schön! Dann fange ich regelrecht innerlich mit an zu leuchten vor lauter Glück......so einfach bin ich gestrickt ;-D!

Fast genauso schön und vor allem viel schneller verfügbar ;-) und eben auch total glücklich machend, sind die Farbkarten, die sogenannten paint chips, aus der Farbenabteilung im Baumarkt. Aus diesen Karten kann man die wunderbarsten Dinge machen! Ich berichtete schon mal HIER über ein Bild, dass ich nur aus Grün- und Blautönen zusammengeklebt habe.

Nun sind die Dinger eigentlich absolut umsonst zu haben. Gratis. Kosten nix. Klar, die wollen ja auch ihre Farbe verkaufen. Dennoch beschleicht mich in direkt proportionaler Abhängigkeit zur benötigten Menge aber immer auch ein wenig das schlechte Gewissen, wenn ich mir mal wieder ein paar Kärtchen besorgen gehe.

Zum Glück habe ich seit neustem einen Komplizen. Nennen wir ihn mal willkürlich KlausBerndGüntherHaraldDieterPeter. In verschworener Einheit lotst KlausBerndGüntherHaraldDieterPeter mir kartonweise Farbkarten zu ("Soviele brauchen wir eh nicht!")  und freut sich dass ich mich freue. Ist das mal nett ;-)))??? Nicht ohne zu erwähnen, dass ich am Besten morgens um 8 komme, wenn der Chef noch nicht so weit ist.

Weißte Bescheid, was ich schon morgens um 8 im Baumarkt mache. Chaka ;-D!




Jetzt müßt Ihr euch an dieser Stelle noch keine Sorgen machen, wenn ihr keinen KlausBerndGüntherHaraldDieterPeter spontan verfügbar habt. Zumindest für diesen Post geht´s grad auch mal ohne, aber für alle weiteren kann ich da nicht garantieren........also fangt schon mal an euch im Baumarkt umzuschauen und nehmt etwaige KlausBerndGüntherHaraldDieterPeters schon mal ins Zielvisier! Immer feste anlächeln....wirkt Wunder ;-)!




Insgesamt habe ich für das Ei und die Federkette 12-15 Farbkarten ( je 4 verschiedene) in abgestuften Türkistönen gebraucht, die ihr am besten auf dem obersten Bild erkennen könnt.

Für das Ei - meins war ein Gänseei - jeweils 2 Karten einer Farbnuance millionenfach mit einen steinzeitlichen Locher lochen  ;-P bis der Arm schmerzt, die Ohren tinituös fiepen und der eine Etage höher sitzende Mann sich entnervt beschwert, was das denn für ein komisches Dauergequietsche ist. Ist total leicht .......wahhh ;-D!





Das Ei dann relativ großzügig mit Bordürenkleber einkleistern und die ausgestanzten Punkte aufsetzen. Von unten her heller werdend, ja? Bei dem Bordürenkleber müsst ihr euch keine Gedanken machen, der trocknet zu gut wie rückstandfrei und durchsichtig wieder weg. Also ruhig nochmal ne Ladung über die Punkte drüber schmieren, dann hälts besser!






Für die Federwimpelkette benötigt ihr von jeder Farbeschattierung ein bis 2 Karten, je nachdem wieviele Federn ihr so machen möchtet. Die Feder hab ich mir auf ein Blatt vorgezeichnet und dann auf die Farbkarten übertragen.





Für die Eier brauchts keine Schablone, die kann man so aufmalen. Einzig dieser Schriftzug war ein wenig verzwickt. Ich hab mir wieder eine Frei-Hand-Schablone selber gemacht und - wichtig!- spiegelverkehrt auf die Farbkarten übertragen. Zum Ausschneiden benutzt ihr am besten eine ganz feine Schere!






So. Und jetzt will ich die Tage mal hören wie´s bei euch so im Baumarkt läuft. Geht da was mit eurem KlausBerndGüntherHaraldDieterPeter? Ich bin ja ssooooooo neugierig! Ich bitte um Berichterstattung!

Tschöööhööööö, euer