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Dienstag, 5. Juli 2016

Cruffins aus der Pastamaschine! Was für ein saugenialer Trick! Und warum die Fotos hier auf dem Blog mein echtes Leben zeigen....denn zack waren die Cruffins auch schon wieder weg!

Ich wollte ja immmmmmer schon mal Plunderteig selber machen. Ehrlich gesagt fand ich dann aber alle Videos und Anleitungen dazu im Netz und Büchern aber vieeel zu stressig. Stundenlanges ausrollen, Butter einarbeiten, ruhen lassen wieder Butter einarbeiten und ausrollen, falten, ruhen, kühlen, falten Butter rein, falten, ruhen, Butter, falten, ausrollen.......oh Gott. Nein. Nicht meins. Wer mich kennt, der weiß ich bin eher der Zickizackityp. Bei mir muss es schnell gehen und bloß nicht zu kompliziert.

Parallel dazu entdeckte ich ungefähr zur gleichen Zeit Cronuts in New York. Schlimme Dinger! Das wiederum potenzierte meinen Wunsch nach selbst gebackenem Plunderteig nur und trieb mich fast in den Wahnsinn, weil ich einfach überhaupt keine Lust hatte auf besagtes Falten und Buttern und Ausrollen und Kühlen...blabla.

Aber dann.

Dann fand ich die Lösung bei LadyandPups.........:-)....wasn geiler Name für nen Blog ;-D. Ich lernte den Pastamaschinentrick. Na klar! Wie einfach ist das! Klatsch vor die Stirn! Plötzlich sah die Plunderteigwelt für mich anders aus.





Zubereitung:

1. Zu allerallererst holt ihr ungefähr 2 Stunden bevor ihr starten wollt 160 gr Butter aufgeteilt in 4 Portionen a 40 gr aus dem Kühlschrank und lasst die Butter so richtig weich werden (nicht flüssig!).

2. Dann gehts los und ihr stellt als erstes den Hefeteig her. Dazu Mehl und Salz in einer Schüssel mischen. Die Hefe im lauwarmen Wasser auflösen und zur Mehlmischung in die Küchenmaschine geben und alles 5 Minuten kneten lassen. Dann 50 gr kalte Butterstückchen dazu geben und den Teig nochmal 10 Minuten kneten lassen. Danach den Teig abgedeckt in der Schüssel etwa 50 MInuten ruhen lassen.

3. Nach der Ruhephase den Teig in 4 Portionen teilen. Jeweils ein Viertel ergibt zwei Cruffins. Zum Schluss habt ihr also....na!?....genau!.....8! ;-) Eine Muffinform gut ausbuttern.

4. Nun nehmt ihr ein Viertel vom Teig und teilt es der Einfachheit halber in zwei Portionen (die Teigbahnen werden sonst zu lang!). Jede Hälfte wird nun mit dem Lasagneaufsatz eurer Pastamaschine bis auf die dünnste Stufe ausgewalzt und leicht bemehlt und ohne Falten vor euch ausgelegt. Mit der zweiten Hälfte verfahrt ihr genauso.

5. So. Jetzt habt ihr zwei lange hauchdünne Lappen ;-) vor euch liegen. Jetzt nehmt ihr die Butter und streicht entweder mit Pinsel oder Fingern (ich finde Finger geht besser, weil der Teil so schnell Falten wirft) eine komplette 40 gr Portion weiche Butter auf die Teiglappen. Das sieht fast schon eklig viel aus, ich schwöre aber das ist richtig so. Ich habe es auch schon mit weniger Butter versucht, das ist aber nur die halbe Miete, glaubt mir!

6. Jetzt wirds tricky. Nun rollt ihr die erste Teigbahn eng wie eine Wurst auf. Schaut unten aufs Bild. Die fertig gerollte Wurst wird dann auf die zweite Teigbahn an den Anfang gesetzt und diese dann auch noch darum gerollt bis ihr ein dicke große Teigrolle habt. Diese Teigrolle nun der Länge nach einmal komplett aufschneiden, sodass ihr zwei Hälften habt.

7. Nun jede Hälfte der Teigrolle mit der "blättrigen" Seite nach außen zu einer Art Knoten drehen und in die ausgebutterte Muffinform legen.

8. Mit den anderen 3 Teigportionen genauso verfahren und die Cruffins danach ca. 2 Stunden in der Form gehen lassen, bis sie sich etwa verdoppelt haben.

9. Den Ofen auf 200 Grad vorheizen und die Cruffins 25 Minuten backen.







Na und dann kamen sie knusprig golden, heiß bruzzelnd und extrem gut duftend aus dem Backofen.....juchz! Ich hopste begeistert quietschend um meine kleinen Törtchen herum, musste mich aber leider leider schrecklicher Weise noch ein wenig zusammenreißen und sie abkühlen lassen, um den Puderzucker drüber zu rieseln und mir nicht die Finger zu verbrennen.

Ich mußte mich also kurzzeitig ablenken und sah meine einzige Chance die Finger von den Törtchen zu lassen darin, das Haus zu verlassen. Der Plan war  mal kurz zu einer meiner Lieblingsnachbarinnen rüberzulaufen, um mich mit ein wenig Plauderei abzulenken. Das klappt eigentlich immer ;-)......Mädchen halt ;-). Ich wähnte die Cruffins auch in Sicherheit, denn meine komplette Restfamilie weilte auf unterschiedlichsten Hockeytunieren bzw im selbstgebauten neuen "Haus" im Gebüsch um die Ecke ;-D.

Ja aber denkste. Ich stand keine 5 Minuten bei der Nachbarin, da klingelte es schon und an der Türe und eine von mir direkt als Junior 2.0 identifizierte Stimme erkundigte sich nach meiner Person. Er wollte nur mal nachfragen, ob diese "superleckeren knuspriken Knödelchen" nicht aufessen könne, er habe so einen Hunger nach dem Hockey. Jaaahahhaaaaa....... ich weiß, wenn er das sagt, wirds gefährlich. Da werden gelegentlich schon mal halbe Elefanten verspeist. Man pubertiert ja gerade.






War klar, dass ein Nein nicht als Nein mit seiner platten Aussagekraft akzeptiert werden würde. Ich also rüber, Kamera rausgeholt........."Ich hab die doch noch nicht mal fotografiert die Dinger!?!? Geschweige denn selber probiert!!!!" vor mich hin fluchend......wenigstens noch schnell ein sauberes Handtuch aus dem Schrank gezerrt, das Kuchengitter drauf drapiert und dem Sohn Anweisungen gegeben ala´......."Wenn du die essen willst musst du jetzt deine Hände zur Verfügung stellen und der perfekte Puderzuckerwedler sein! So lange bis ich meine Fotos hab!"

Ich hatte 5 Minuten........okay 7 vielleicht. Aber keine Sekunde länger.

Sooooo schlimm wie ungeduldig hungrig der Sohn war ;-D. Der wieder.










Manchmal träum ich ja davon wie es wäre, wenn ich mir so richtig ausgiebigst mal ein Foodszenario aufbauen könnte. Mit Licht und Untergründen könnte ich rumtricksen, Vorder- und Hintergrund entsprechend aufbauen, interessante Foodprops, Geschirr, Besteck, Vasen, Hastenichtgesehen dazu arrangieren, ein paar tolle Läppchen und Stöffchen hier und da, vielleicht auch noch ein Blümchen, ich könnte mich in Farbschemata bis zum Erbrechen reinsteigern......hach. Dolle. Das bewundere ich auf anderen Blogs ja oft SEEEHR, besonders bei Vera! Du machst das wirklich endstufenfantastisch!

Auf der anderen Seite bin ich für solche Fotoarrangements einfach glaube ich nicht der Typ. Zu ungeduldig. Bei mir muss das fluppen. Schnell........höhö ist ja sonst auch alles schneller aufgegessen als du gucken kannst! ! Hm. Vielleicht ist das mit der verfressenen Bande hier zuhause also gar nicht das Schicksal sondern eher mein Glück ;-D?

Na wie auch immer. Ihr könnt deshalb bei meinen Fotos immer ziemlich sicher sein, dass es genau so war wie das, was ihr seht.

In diesem speziellen Fall heißt das: Alle Cruffins waren innerhalb von kürzester Zeit A.U.F.G.E.G.E.S.S.E.N.

Komm ich wenigstens nicht in die Verlegenheit nix fürn Blog zu haben ;-D.......ich muss ja immer nachlegen.

Habt ne tolle Woche ihr Lieben!













Zutatenliste:

300 gr 550iger Mehl
1/2 Pkg frische Hefe
6 gr Salz
130 gr lauwarmes Wasser
50 gr Butter gewürfelt
160 gr Butter sehrsehr weich

Puderzucker zum Berieseln

Dienstag, 24. November 2015

Old Cake Tin Adventskranz und Reload of Nic´s Bananenbrot

Schwups, da isser ja schon wieder: Der Advent! Wer hätts gedacht, wo der pubertierende Junior sich letzte Woche bei fast 16 Grad doch wieder spontan fürs blanke T-shirt tragen entschied und gar nicht realisieren wollte, dass doch irgendwie schon Mitte November ist. Ha. Machste auch nicht mehr als Schulterzucken. Die Jugend ;-D.

Aber dann. Da wuschelten am We so hier und da ein paar Schneeflocken runter und es wurde K.A.L.T! Brr. Junior packte dann doch mal die Pullover und Jacken aus und mir fiel siedend heiß ein, dass nächstes Wochenende ja wieder der großartige Spaß mit dem Adventskranz losgeht. Und wie jedes Jahr (der treue Leser kennt das schon) fragen wir uns wie immer Ende November:
Wird Frollein Ü es dieses Jahr endlich einmal hinbekommen, das dusselische  wunderhübsche Ding, obwohl es direkt vor ihrer Nase steht, regelmäßig anzuzünden? Wenn sie es schon nicht unter der Woche schafft, wird sie es ganz vielleicht womöglich Sonntags mit geballtes Familienkompetenz  hinbekommen ein Feuerchen zu zünden? Wird sie wieder den alten Trick versuchen, sich das Kränzchen von A nach B nach X , Y und ja auch nach Z zu stellen, um sich selber nur durch die blanke Platzierung ein Schnippchen zu schlagen? Und sich damit selbst überlisten? Oder wird die ihr in der Hinsicht in nichts nachstehende Großfamilie eventuell auf die Idee kommen ein wenig lauschig vorweihnachtliche Adventsatmophäre mit dem Kränzchen in die karge Hütte zu holen und sie aus ihrer ewigen Adventskranzanzündeverantwortung zu erretten? Oder ist das hier in diesem Männerhaushalt alles eh voll egal und Frollein Ü macht das womöglich nur für sich ;-)? Hm. Liebe Leser, bleiben sie gespannt. Stay tuned quasi ;-).





Jetzt aber zuerst mal zum wirklich spaßigen Teil. Den Teil den ich immer gut kann ;-D. Yeah. Der Teil lautet: Adventskranz (oder was auch immer) ausdenken und.......ihhh.....pfui Spinne dieses Wort......baschteln. Bäh. Seit ich vorletztes WE auf der Blogst war und dort gelernt habe, dass man DIY ganz extremlässig "DIEIWEI" (Simmer nisch alle Amerikanääär???) ausspricht, habe ich beschlossen, dieses um Längen coolere Wort jetzt immer zu benutzen, wenns eigentlich ums...ihhh....Baschteln geht. ALSO. Ich DIEIWEIE jetzt. Das Wort kann man zwar so eigentlich gar nicht benutzen, das is mir aber schnurz. piep. egal. So!




Der Adventskranz ist eigentlich schnell gemacht. Nüsse in die Form, Kerzen dazu und nun einfach nur noch ein bißchen Draht biegen und alten Nagellack verbrauchen. Ja genau. Richtig gelesen.

Ich hatte diese Idee, aus Draht kleine Formen zu biegen und mit Nagellack auszufüllen schon mehrfach auf Pinterest gesehen und mich immer gefragt, ob das wohl klappt. Anfangs war es dann in der Tat etwas fummelig, aber dann hatte ich den Trick raus und den verrat ich euch jetzt hier auch.

- Also zu allererst ist es von Vorteil, wenn der Nagellack wirklich schon älter ist und nicht mehr so flüssig. Wie heißts so schön? Je oller je doller. Trifft hier wirklich zu.

- Wenn ihr Formen aus dem Draht biegt achtet darauf, dass die zu befüllende Fläche nicht zu groß ist.

- Der Nagellack wird dann am einfachsten so aufgetragen: Ihr haltet euere Drahtform in der linken Hand und mit dem in der rechten Hand befindlichen Nagellackpinsel streicht ihr ganz flach, wie bei Butterbrot schmieren über die komplette Fläche der Form mit einer langsamen Bewegung. Das sollte dann im besten Fall eine dünne Haut über der Form ergeben. Lack trocknen lassen und noch eine weitere Schicht auftragen, damit es  stabiler wird.

- Wenn ihr das so wirklich GARNICHT hinbekommt, gibts noch einen anderen Trick. Die Formen werden dann zwar nicht ganz so schön, aber es ist ein Weg: Ihr legt einfach Backpapier vor euch und die Formen darauf. Dann tropft ihr von oben den Lack in die Form, sodass er auf jeden Fall alle Ränder berührt und lasst ihn so trocknen. Ist der Lack getrocknet, kann man die überstehende Farbe einfach abbrechen.






Außen um die Kuchenform habe ich einen Schriftzug mit Merry Christmas gebogen. Glaubt mir. Sieht schwieriger aus, als es ist! Ihr brauch allerdings unbedingt eine gute, kleine Zange!

Und hier unten seht ihr mal meine Nagellacksternchen, -herzchen und -kreise. Die werden, wenn alles gut getrocknet ist,  zu zweit oder dritt oder auch mehr ineinander verdreht und um die Kerzen des Kranzes gebunden.






Aber ich bin noch nicht fertig! Am We, als ich so meine Drähtchen am biegen und bemalen war, sah ich bei Nic auf dem Blog ein Bananenbrot. EIN ZEICHEN DES HIMMELS! Den vor zwei Wochen, als ich mit Nadine morgens zur Blogst fuhr, knabberte sie an mindestens einem Tag davon ein ebensolches. Nicht, dass ich ihr das hätte entreißen wollen, neinnein, aber irgendwie hakte sich das so in meinem Gehirn fest, dass ich mir schon an dem We schwor, genau so eins SOFORT nach der Blogst zu backen. Wurde natürlich wieder nix draus, bis die liebe Nic damit blogmäßig um die Ecke bog. BÄHM! BANANENBROT ;-D! Und hier isses! Ich hab das Rezept wie immer leicht verändert, sowohl bei den Zutaten (Vanille statt Zimt, Joghurt statt Buttermilch), als auch bei den Mengen (Ich hatte eine kleine Kastenform, 18 x 9,5 cm! Das sind 2/3tel der Menge einer normalen Form. Bei Bedarf also die Zutatenmengen einfach um 1/3tel erhöhen! ).






Zubereitung:

1. Soll ich euch was sagen. Ich hab einfach alle Zutaten ( bis auf ein paar besonders schöne Pecanhälften für die Deko, etwa 12 St) in eine Schüssel getan und in die Kitchenaid gestellt. So einfach ist das. Nur den Apfel hab ich geraspelt. Die Banane wurde von der Kitchenaid zerlegt. Ach und okay......die Nüsse hab ich erst ganz zum Schluss drunter gegeben. Bin ich jetzt ein Kochproll? Nix einzeln verrühren und so ;-S.

2. Form ausfetten, Teig hineingeben, mit Pecannusshälften dekorieren und in dem auf 180 Grad vorgeheizten Ofen etwa 40-50 Minuten backen. UNBEDINGT EINE MESSERPROBE MACHEN, BEVOR IHR DAS BROT AUS DEM OFEN HOLT!





Auch wenn das ANZÜNDEN des Adventskranzes in diesem Haushalt für erhebliche Schwierigkeiten sorgt......AUSPUSTEN ist nie ein Problem. Da sind immer sofort alle da.

KLAR.





So. Seid ihr jetzt entsprechend präpariert für den Advent oder braucht ihr noch ein paar DIEIWEI Weihnachtsideen? Na dann schaut doch mal bei meinen Vorschlägen aus den Vorjahren......dazu gehts hierentlang!

Ich wünsch euch einen kerzenerhellten ersten Advent! Und uns wünsch ich das auch ;-D!














P.S.: Vereinzelt wurde Frollein Ü in den frühen Morgenstunden beobachtet, wie sie die eine oder andere Kerze im Halbdunkel beim Schulbrotschmieren schon mal prophylaktisch anmopperte und mit einem "Du doofes Ding du, ich weiß genau wie es mit uns enden wird! Kannste nicht einfach klingeln, hupen oder blinken oder sowas?" abstrafte. Als gäbs keine Handys, sagte da die Kerze. Tsss. Die wieder.

Soweit isses schon. S.I.E. S.P.R.I.C.H.T M.I.T K.E.R.Z.E.N!

OmG.


Einkaufsliste:

Bananenbrot (für eine kleine Kastenform 18 x 9,5cm!)

2 braune Bananen ( 190 gr)
1 kleiner Apfel (80 gr klein geraspelt)
120 gr Pecannüsse grob gehackt
180 gr Mehl
60 gr Zucker
2 Eier
50 ml Sonnenblumenöl
30 gr Joghurt
1 1/2 Tl Backpulver
1 Prise Salz
etwas gemahlene Vanille

Adventskranz:

alte runde Kuchenform
Draht, Zange
alter Nagellack
Haselnüsse
4 bunte Kerzen

Montag, 28. Juli 2014

Ochsenherz-Tomaten-Salat mit Picada für hoffentlich noch viele, heiße Sommertage!

Hahaha......na? Hat irgendeiner gezuckt bei der Überschrift??? ;-)  Mord und Totschlag beim Frollein Ü....so von wegen Ochsenherz im Salat........echter Grusel ;-)! Aber ich kann euch beruhigen! Es geht hier nur um DIESE TOMATEN: Die in Deutschland relativ seltenen Ochsenherztomaten oder wie der Franzose sagt "Coeur de Boeuf"! Ich finde es lohnt sich nach diesen Tomaten einfach mal zu suchen, da sie einen besonderen mediteranen, vollen Geschmack haben. Selbst wenn sie noch grün sind, haben sie bereits ihren optimalen Geschmack, denn diese Tomaten reifen von innen nach außen. In Italien isst man sie deshalb bevorzugt roh und noch leicht grün, da in diesem Reifestadium das Verhältnis von Säure und Zucker optimal ist.




Die Tage sind ja in letzter Zeit heiß und lang, wir leben bis tief in die Nacht halb im Garten oder picknicken am sehr  nahen Rhein! Wirklich! Wir wohnen keine 1000 m vom Rheinufer entfernt, da kann man sich schon mal so eben einfach ans Ufer chillen und so tun, als wär man in der Karibik! Wie toll! Bei dem Wetter geht das wirklich (ignorieren wir mal die klitzekleinen sindflutartigen Regenfälle zwischendurch.....solange hinterher die Sonne wiederkommt ist ja alles im Lack ;-)!)! So muss der Sommer sein. Na und genau für diese Events draußen und bei voller Hitze oder lauem Lüftchen ist das hier das perfekte Häppchen. Der ist sooo gut!




Also zuerst einmal macht ihr die Picada. Dazu 2-3 Brötchen in kleine Würfel schneiden und in einer Pfanne mit 1-2 durchgedrückten Knoblauchzehen und etwas Öl knusprig rösten. Die Brotwürfel in eine Schüssel geben und in der gleichen Pfanne die gestiftelten Mandeln ohne erneute Zugabe von Öl ebenfalls braun anbraten. Die Mandeln zu den Brotwürfeln geben. Nach Bedarf Kapern dazu geben, ich hatte sie rausgelassen und getrennt zum Salat gereicht, weil die Kinder nicht so gerne Kapern mögen. Nachdem Brotwürfel und Mandeln abgekühlt sind noch etwas gehackte Petersilie dazu geben.




Nun die Ochsenherztomaten in dünne und die roten Zwiebeln in sehr dünne Scheiben schneiden und die Riesenbohnen abgießen. Die Hühnerbrust ebenfalls in kleine Stücke schneiden und mit Salz und Pfeffer in einer Pfanne anbraten. Abkühlen lassen.





Die Tomatenscheiben kreisförmig auf einem Teller anrichten und die Bohnen darüber geben. Salzen und Pfeffern. Dann das Hühnchen dazu geben und die Picada und die Zwiebelringe darüber streuen. Eventuell noch mal mit Petersilie bestreuen und mit mit dem Saft einer Zitrone und etwas Olivenöl beträufeln. Salat sofort servieren, da die Brotwürfel sonst weich werden.






Für ein Picknik könnt ihr den Salat, also Tomaten (dann in kleinen Würfeln!), Bohnen, Zwiebeln und Hühnchen auch in Weckgläser schichten. Die Picada dann bitte extra mitnehmen (s.o. Brotwürfel weichen sonst auf) und erst vor Ort darüber geben.




Einkaufsliste:

300 gr Riesenbohnen
3-4 Ochsenherztomaten
300 gr Hühnerbrust
100 gr Mandeln gestiftelt
2-3 alte Brötchen
1 Zitrone
Olivenöl
Petersilie
2 lila Zwiebeln
1-2 Knoblauchzehen
Kapern
Salz/Pfeffer

Montag, 2. Juni 2014

Zuckerzupfbrot mit Mandeln und ein Schlückchen hausgemachter Holunderblütensirup

Was hab ich letzte Woche gemacht (höhö.....also neben dem üblichen Kram)? Nun........die Sonne schien ;-). Das Wetter war ein Traum ;-). Die Kids rannten wie verrückt im Garten und auf der Spielstraße herum.......na und da überlegten die Nachbarin und meine Wenigkeit samt aller  anwesenden Kids einen Fahrradausflug ins Grüne zum Holunderblütensammeln zu unternehmen ;-). Fein! Wird langsam Zeit! Bald sind sie verblüht!




Die Kinder schauten etwas zweifelnd und rätselnd, wie man denn wohl aus den Blümchen Limo machen kann......hmmm.....????......war ihnen aber letztlich auch schnurzpiep......ähja........, denn allein das Sammeln und in den Büschen rumkriechen war schon der Hit. Sehrsehr lustiger Weise rief uns eine vorbeifahrende Radfahrerin zu: "Für Hugo, ne ;-DDD???? Ich komm auch!!!" Hahaha. Mist! Enttarnt ;-D! Nix Limo und so ;-D! Nagel auf den Kopf getroffen zumindest was die Nachbarin angeht, ich mag den Sirup ja letzten endes doch immer wieder lieber in der Kinderversion mit Sprudel, Limetten und viiieeeell crushed Ice (Mist, war aber aus......bin schon am nachfrieren!). Bin ja nicht so dicke mittm Schnaps, der Blogdauerleser weiß das.




So, aber jetzt zur Herstellung. Ist wirklich gaaanz einfach rubbeldikatz gemacht!!!!!

Nehmt eine große Schüssel, etwa 5 Liter sollten hineinpassen, gebt eine Liter Apfelsaft (meiner war naturtrüber, dunkler Direktsaft, daher auch später die relativ dunkle Farbe des Sirups!) und drei Liter Wasser hinein und legt dann die gesammelten Holunderblüten mit möglichst wenig Stielen (wird sonst manchmal bitter) in diese Flüssigkeit. Ihr braucht etwa 15 Stück pro Liter.......d.h. JA! es wird voll in der Schüssel! Die Schüssel dann für 24-48 Stunden an einen kühlen Ort stellen und ziehen lassen.




48 Stunden später dann den Saft dann zweifach filtern. Die erster Filterung erfolgt  durch ein normales, feines Netzsieb. Danach den Saft von 16 ausgepressten Zitronen dazu geben.....ja richtig gelesen 16! 4 pro Liter Flüssigkeit. Dann ein zweites Mal durch ein Mulltuch oder sauberes Spültuch filtern. Damit sollten alle Tierchen oder sonstigen ungewünschten, groben Schwebeteile aus der Flüssigkeit (auch Zitronenschwebeteile) verschwunden sein.




Die Flüssigkeit nun in eine großen Kochtopf geben und 2 KILO Zucker......ja auch hier richtig gelesen....dazu geben.

Warum soviel Zucker? Fragt eher warum sowenig, denn ich habe schon auf die Hälfte reduziert, eigentlich müssen da 4 Kilo rein. Die gleich genannten Nachteile habe ich aber einfach mal in Kauf genommen........soviel Zucker geht mal gar nicht!

Also noch mal.....warum soviel Zucker? Weil eine hohe Zuckerkonzentration die ganze Sache haltbar macht. Gerade im Sommer ein nicht uninteressantes Argument. Der ganze Trick funktioniert über die gute alte Osmose. Zucker entzieht nämlich genau wie Salz Wasser. In diesem speziellen Fall führt das dann dazu, dass die Microorganismen, die im Sirup (und auch in Marmelade) sind quasi ausgetrocknet werden und zugrunde gehen. Ein einfacher Trick also, der Sachen lange haltbar macht. Fürs tägliche Leben lernen wir daraus: NIE IN SIRUP ODER MARMELADE BADEN. Ihr endet sonst als Schrumpfkopfmumie.

Die Flüssigkeit dann einmal gut aufkochen lassen und in saubere Flaschen einfüllen. Fertig!




Das wars aber noch nicht für heute, denn an unserem kuscheligen Nachmittag im Garten gabs auch noch ein Mandelzupfbrot. Sowas von köstlich! Wow! Seht her wies geht!

Zuerst stellt ihr einen Hefeteig her. Dazu löst ihr zunächst in einem Glas 20 gr Hefe in 50 ml lauwarmer Milch auf. Dann werden in einem Kochtopf in 110 ml Milch, 50 gr Butter und 30 gr Rohrohrzucker aufgelöst. Das Butterzuckermilchgemisch wieder auf handwarm abkühlen lassen (Hefe geht sonst kaputt!!!). Ein Ei unterschlagen und alles zusammen (also Butterzuckermilchgemisch und aufgelöste Hefe in Milch) mit 350 gr 550iger Mehl und 1 Teel Salz von der Küchenmaschiene 10 Minuten kneten lassen. Küchenmaschiene? JA! Eigentlich war ich nie ein großer Fan von Küchenmaschienen, aber gerade bei Hefeteigen ist das Ergebnis einfach um ein vielfaches besser, wenn sie lange und gleichmäßig geknetet werden. An dieser Stelle noch mal ein großer Dank an Herrn Ü, der vor einem halben Jahr mein Leben mit dieser wunderbaren Maschine bereicherte........ich vermute nicht ganz uneigennützig ;-D!




Ist das mal ein gleichmäßiger Teig! Ja aber hallo! Und ich war vorher schon ein echt guter Kneter, aber sowas bekommt man nur unter Einsatz von Preisboxerarmen und mit einer Engelgeduld nach Stunden hin. So isses. Den Teig an einem lauwarmen (Ofen?) Ort 40 Minuten gehen lassen.




Den Teig dann auf einer bemehlten Fläche zu einem großen Quadrat ausrollen und mit 60 gr geschmolzener Butter bestreichen. Dann 60 gr Rohrohrzucker und 80 gr gehackte Mandeln darüber streuen. Nun den Teig in 6 gleichbreite Streifen schneiden (Breite der 22-24 cm Kastenform!) und die einzelnen Streifen immer mit der Zuckermandelseite nach oben übereinander legen. Den geschichteten Streifen dann wiederum in quadratische Pakete (Breite Kastenform!!!) zurechtschneiden und die Pakete hintereinander in eine ausgebutterte 22-24 cm Kastenform schichten. Die Teigquadrate oben mit dem buttrigen Pinsel bestreichen und noch etwas Restzucker und Mandeln darüber streuen. Die Quadrate liegen am Anfang relativ luftig in der Form. Den Teig in der Form jetzt aber nochmals gehen lassen, bis er die sie vollkommen ausfüllt.




Das Mandelzupfbrot dann bei 175 Grad etwa 25 Minuten backen. Gut auf die Bräunung der Oberfläche aufpassen und eventuell ein Stück Alufolie darüber legen.




Ich sags euch....das Ding war schneller weg als ich gucken konnte ;-D!





Einkaufsliste:

Holunderblütensirup:

1 Liter Apfelsaft
3 Liter Wasser
ca. 60 Holunterblüten
16 Zitronen
2 kg Zucker

Mandelzupfbrot:

350 gr 550iger Mehl
160 ml Milch
50 gr Butter
30 gr Rohrohrzucker
1 Ei
20 Hefe
1 Teel Salz

Für den Belag:
60 gr Butter
60 gr Rohrohrzucker
80 gr Mandeln gehackt