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Dienstag, 14. Februar 2017

A dodal läggere schwäbische Mauldasche Buddhabowl oder wie der Nichtschwabe sagt: Veggi-Buddhabowl mit schwäbischen Maultaschen!

Meinen letzten Post hab ich mir dann doch mal zu Anlass genommen, noch ein wenig mehr über unsere Essgewohnheiten zu philosophieren. Und bekloppter Weise kam auch GENAU DA eine Anfrage von Bofrost* rein, ob und wie ich denn meine Woche in der Küche vorplane und ob ich denn nicht Lust hätte einen 7 Tage Foodplan aufzustellen und dabei ein Veggigericht mit einem ihrer Veggiprodukte* zu kochen. Mealplaning! Der neue Trend! Ich hab ja laut gelacht. MEIN THEMA!!! Aber sowas von! ;-D

Jeder der den Post der Vorwoche gelesen hat und sich in Mitleid mit mir auch die Haare wegen dieses total verrückten Zustandes hier im Hause gerauft hat weiß.........und ich sag das mal mit total direkten Worten!...........hier kann man echt scheiße planen. Verstehen wir unsrichtig? Nicht dass ich nicht wollen würde oder so. Eigentlich geht´s ja auch manchmal kaum anders, wenn soviele Leute etwas zu beißen haben wollen, jajajaja....wennnichtwennnicht! Zuviel Vor- Mittel- und Endphasenpubertierende Mägen, die die besten Pläne in den ungeahntesten Momenten durchkreuzen. So wird manch ausgetrickster Plan oft ziemlich schnell wieder von mir notgedrungen über den Haufen geworfen.

Aber ich wär ja nicht ich, wenn ichs nicht trotzdem versuchen würde. Klar. Wir würden ja sonst wahlweise verhungern oder von Joghurt und trocken Brot leben. Oder Fastfood. Und das find ich ja auch doof. Deshalb hab ich immer ein paar Gerichte auf Lager, die erstens alle gerne essen, die zweitens relativ schnell gehen oder deren Zutaten teilweise gut vorzubereiten sind und die drittens auch mal ratzfatz in xy-beliebiger Menge herzustellen sind.




Hier gebe ich euch mal eine kleine Idee davon, was bei uns so an Gerichten in einer Woche regelmäßig auf dem Tisch landet. Wie man sieht, versuche ich so wenig Fertigprodukte wie möglich zu verwenden, wenn es irgendwie geht. Frisch kochen find ich einfach dolle.

1. Linsengemüse mit Süßkartoffelplätzchen

2. Falafel  (der Grundteig läßt sich super am Vorabend zubereiten und hält sich im Kühlschrank!)

3. Chicken Cashewnut (Asiatische Gerichte gehen fast IMMER ratzfatz!)

4. Kürbisrisotto (Ich habe immer fertige Kürbissuppe als Basis eingefroren.)

5. Chick Pea Potatoe (CHIPS!!!)

6. Pasta mit frischem Pesto (entweder mit selbstgerechten Nudeln vom Vortag oder Fertigpasta, aber IMMER mit selbstgerechten Pesto!)











Ein weiteres und damit das 7. Lieblingsgericht der Woche sind dabei Maultaschen in den verschiedensten Formen.  Jahrelang haben wir sie mit Brühe oder auch schon mal schlicht gebraten gegessen. Die Jungs lieben sie einfach und sind Dank Tante Annemarie, unserer original schwäbischen Tante, auch absolut auf dem Laufenden, was eine gute Maultasche so ausmacht. Klar dass sie deshalb extrem kritisch waren, als ich erzählte, dass wir die neuen Veggi Maultaschen von Bofrost* testen.





Da mir die klassische Zubereitung in Suppe nach gefühlten 74394 Jahren mit den Jungs so langsam zu den Ohren rauskommt (wir essen das echt seit die Baby sind und einigermaßen kauen können!), hab ich mir gedacht, hey!.....da machst ma ein modernes Upgrade draus, was obendrein noch saugesund ist. Inspiriert worden bin ich wahrscheinlich durch meine beiden Bloggerbestbuddies Frau Hibbel und Mrs Berry, die mich vor ein paar Tagen in eine Bowlbar zum Frühstück schleppten. Und da ich ja selber auch schon mal Bowls gemacht hab und hier alle sehr drauf stehen und dann auch noch Tante Annemarie anrief.......ja. SO kams zur äschden schwäbischen Mauldaschebuddhabowl.





Zubereitung:

1. Zuerst setzt ihr einwenig Brühe auf, bringt sie zum Kochen und lasst die Maultaschen darin gar ziehen. Brühe NICHT wegschütten!

2. Parallel dazu eine Zwiebel in Ringe schneiden und gut in zwei Eßl Mehl wälzen. Die Zwiebelringe in einer Pfanne mit eine wenig neutralem Öl knusprig braten, salzen Pfeffern und zum Abtropfen auf einem Zewa zur Seite stellen.

3. In der gleichen Pfanne nur die in mundgerechte Stücke geschnittenen Maultaschen anbraten und ebenfalls auf einem Zewa zur Seite stellen (wer sie lieber warm ißt, warm halten!)

4. Rosenkohl putzen und in der Maultaschenbrühe höchstens 5 Minuten gar köcheln lassen! Ebenfalls zur Seite stellen. Genauso mit den Erbsen verfahren.

5. Für das Dressing 150 gr Ziegenfrischkäse in 200 ml Sahne auflösen, salzen, pfeffern und abkühlen lassen.

6. Dann die Radieschen putzen und in Scheiben schneiden, den Blattspinat waschen und verlesen, die Walnüsse grob hacken und eine Birne in kleine Stücke schneiden.






7. Zum Schluss alles vorsichtig und streifig in eine große Schüssel schichten. Über den Blattspinat die Birnenstücke und Walnüsse Genen und alles mit dem Ziegenkäsedressing überträufeln.






Und falls dann doch mal der Moment kommt, an dem ich so garkeinüberhauptnullundnada Zeit habe, hab ich für uns alle dann einfach mal eine kleine Auswahl indischer Gerichte inclusive Mango Lassi* von Bofrost für den TK bestellt. Wir sind hier nämlich alle große Indienfans und lieben das Essen total! Vielleicht hab ich dann direkt morgen schon keine Lust mehr zu kochen. Ich muss sagen, das Dal Makhani lacht mich geradezu lautestens an und schreit "Reiß mich auf, Baby!". Ich bin voll gespannt!




Und wie macht ihr das so mit eurem Mealplaning in der Woche??? Bin ich hier die einzige, die mit so bekloppten Zuständen zu kämpfen hat ;-S?

Zum Schluß küre ich noch den Gewinner der NRW Buchverlosung aus dem Eifel Post! Gewonnen hat..tadaaa....

Hallo, die Burg Eltz haben wir letztes Jahr besucht und waren auch sehr begeistert. Gerne würde ich das Buch gewinnen, damit ich meinen Schatz zu vielen Wochenendtrips überreden kann ;-)
Liebe Grüße Stefanie S. aus Baden-Württemberg

Liebe Stefanie S. bitte melde dich bei mir, so dass ich dir das Buch zuschicken kann!

Ich drück euch alle und lasst es krachen! Einfach nur so! Winkewinke!













Zutaten:

Veggi Maultaschen von Bofrost*
1 gr Zwiebel
15 Rosenkohlröschen
Babyspinat
Radieschen
Erbsen
Walnüsse
1 Birne
150 gr Ziegenfrischkäse
200 gr Sahne
2 Eßl Mehl
Salz, Pfeffer, neutrales Öl


* Dieser Post entstand in Zusammenarbeit mit Bofrost! Ich bedanke mich recht herzlich für die super Produkte! Tante Annemarie wird bestimmt neidisch sein ;-)!

Dienstag, 12. Januar 2016

Endlich Falafel! Die Geschichte zweier Ägyptenurlaube und eine kleine und eine etwas größere Frollein Ü!

Zum ersten mal in meinem Leben war ich 1976 mit 6 Jahren in Ägypten. Meine Eltern, nein, wohl eher meine wilde Mutter, hatten sich überlegt, anläßlich ihrer goldenen Hochzeit mit der gesamten Familie dorthin einen großen, lustigen Ausflug zu machen. Ich erinnere mich noch sehr genau an diese Reise und sie hat mich mein ganzes Leben durch vieleviele Träume begleitet. Die Pyramiden auf denen ich mit meinem Bruder herumkletterte, der aufregende Grusel im Grabesinneren, die Sphynx, Kamel- und Eselreiten mit meiner Schwester, meine ersten Eindrücke von einer echten Wüste, die Menschen. Verreisen war schon damals unfassbar großartig für mich. Generell und allemein. Und auch völlig überwältigend.

Nur eins, das fand ich damals in Ägypten ganz und gar nicht großartig. DAS ESSEN. Diese Gewürze, die Gerüche, all das haben mich als Kind überfordert, nein ich will regelrecht sagen fertig gemacht, weil es so ganz und gar nicht das war, was ich aus Europa kannte. Ich habe irgendwann schlichtweg die Nahrung verweigert. War aber nicht schlimm, kleine Kinder sind ja robust und trockenes Brot gibts doch überall. Außerdem wär ich dann ja jetzt nicht hier, wenns so schlimm gewesen wäre. Und die Stewardessen auf dem Rückflug haben sich wie doll gefreut, als sie guten Gewissens der Illusion erliegen durften, wenigstens einem Passagier schmecke die Hühnerfrikasseematsche aus der Bordküche. Aber gut.

Hat mich alles jedenfalls nicht abgehalten noch mal nach Ägypten zu fliegen. Das war 1994 und ich dann schon ein wenig älter, genauer gesagt 24.Wobei. Genauer betrachtet war ich da auch noch jung. Zumindest verglichen mit heute ;-D. Zu dem Zeitpunkt war ich nahrungstechnisch schon deutlich unerschrockener, lernte, dass man Okraschoten nicht einfach so in die Soße schmeißen darf, weil das eine elendige Schleimgrütze ersten Grades gibt und begrüßte meinen ersten FALAFEL! Herrje und was war das direkt für eine Liebe! Ich glaube in diesem Urlaub aß ich mich bewußtlos an den kleinen Klöpschen, außen knusprig innen würzig und einfach hmmmmm. Und ich schwor mir, dass ich die zuhause unbedingt auch mal kochen muß. Und blitzschnell durch die Tür wie ich nunmal so bin, hat das bloß schlappe lichtgeschwindigkeitsverdächtige 21 Jahre gedauert ;-D. Nadawärenweralsoendlich.



Kairo 1976
Kairo 1976
Kairo, Gizeh 1976

Meine Falafael sind nicht nach der klassischen Art. Sie sind durch die enthaltenen Zucchini deutlich flockiger als die üblichen. Ich mag das ja ;-).


Zubereitung:

1. Zuerst eine Zwiebel sehr klein schneiden. Diese dann in einer Pfanne zusammen mit einem Eßl Öl, Knoblauch, Kreuzkümmel, Ras el Hanout und Piment leicht anrösten.

2. Dann in einem Topf die Milch zum Kochen bringen und das Kichererbsenmehl langsam einrühren, dass sich keine Klümpchen bilden. 3 Eßl Olivenöl dazu geben, salzen, pfeffern und 5 Minuten leicht köcheln lassen, bis sich ein klumpiger Teig bildet. Teig abkühlen lassen.

3. Jetzt die Zucchini vom Kerngehäuse befreien und klein reiben. Etwas warten und soviel Flüssigkeit wie möglich aus den Raspeln herausdrücken.

4. Nun die Gewürzzwiebeln (also die mit den Gewürzen angerösteten Zwiebel! Albert das ist für dich!), die ausgedrückten Zucchiniraspeln, den Kichererbsenteig, GEhackte Petersilie und den Zitronensaft gut miteinander verkneten, gut salzen und pfeffern und mit bemehlten (Kichererbsenmehl!) Händen kleine Klößchen darauf formen. Die Klößchen dann für ein paar Stunden, am besten über Nacht in den Kühlschrank geben, dort werden sie fester.

5. Jetzt schmeißt ihr die Fritteuse an oder setzt einen Topf mit Öl auf und frittiert die Klößchen frei schwimmend etwa 3-4 Minuten, bis sie schön goldbraun und knusprig sind. Die Falalfel nach dem Frittieren zum Abtropfen auf ein Küchenkrepp legen.

Tip: Für eine stückigere Konsistenz kann man noch etwa 3-4 Eßl gehackte und gekochte Kichererbsen unter den Teig mischen.



Tal der Könige, Luxor 1994

























Bei mir gabs zu den Falafel Salat. Gemischt mit ein paar Sprossen oben drüber und einer Soße aus Joghurt, Zitronensaft und Olivenöl, abgeschmeckt mit Pfeffer Salz und Zucker.

Kairo, Gizeh 1976
Das seltene Vielhöckerkamel 1976, wurde danach nie wieder gesichtet

Das allerschönste an den Falafeln war aber, dass ich mal wieder ausgiebigst in den Fotoalben meiner Mutter wühlen konnte. Bei der Gelegenheit machte ich die mir völlig unbekannte Entdeckung, dass meine Tante, Schwester meines Vaters, ja hammermäßig fotografieren konnte. Das wußte ich ja noch gar nicht! Alle schwarzweiß Bilder sind von ihr und ich muss sagen, ich bin echt beeindruckt. Toll, wie sie die Atmosphäre eingefangen hat. So langsam wird mir dann auch klar, aus welcher familiären Ecke meine Leidenschaft fürs Knipsen herrührt. Hab ich als Kleini wahrscheinlich alles unbewußt aufgesaugt ;-). Schade, dass ich ihr das nicht mehr selber sagen kann......so ist das halt.


Kairo 1976
Find it out: Okra! 1994

Zur Sache mit den Okra nur kurz. Mister Ü lieeeebliebtliebt Okra. Immer schon. Und so nahm ich mir als treue Freundin schon vor Jahren vor, sie ihm einfach mal zuhause in der von ihm gewünschten Variante, in einer Art Gulasch, zu kochen. Wir importierten dann allen Ernstes unter großem Palaver selbst erhandelte Okra vom lokalen Outdoormarkt aus diesem Ägyptenurlaub (oben seht ihr mich bei der Säuberung bevor ich sie in den Koffer packte.....ich wollte ja nicht irgendwelches Getiers nachher noch mitbringen.....da hört man ja gelegentlich die schlimmsten Storys!) und zuhause produzierte ich dann so aus der Hüfte geschossen einfach mal irgendeine Soße dazu. So ganz so schlecht im Kochen war ich schon damals nicht, aber fremde Lebensmittel mit tückischen Eigenschaften zu verarbeiten ist immer risky. Tante Google war damals ja noch nicht soooo präsent. Was dann passierte ist am besten vom Endergebnis her mit Alienschleim beschrieben. Ich hab mich selten so geekelt und alles landete in der Tonne. Also. Trauschau bei der Zubereitung von Okra....wer mag liest dazu mal HIER.






Kairo 1976
Kairo 1976



Verspätete Grüße nach Ägypten, dem Land meiner Entdeckung!















Rezept von Magentranzerl


EINKAUFSLISTE:

(für ca. 30 Stück)
4 EL Olivenöl
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
2 TL Kreuzkümmel, gemahlen
1/4 TL Piment, gemahlen
1/4 TL Koriander, gemahlen 
1/4 TL Ras el Hanout
2 EL Petersilie
220 ml Milch
100 gr. Kichererbsenmehl
Salz, Pfeffer aus der Mühle
3-4 kleinen Zucchini (geraspelt + ausgepresst 320g)
3 EL Zitronensaft
neutrales Öl zum Fritieren

Optional:3-4 Eßl Kichererbsen gekocht und gehackt

Beilagensalat:

Salat und Sprossen
Joghurt, Zitronensaft, Olivenöl, Salz,Zucker, Pfeffer




Dienstag, 23. Juni 2015

Gegrillte Scampi auf Pakchoi und Chicorée

Heute dann der letzte, kleine Nachtrag zu Herrn Ü´s Geburtstagsdinner: Die Scampi auf Pak Choi! War ja auch total klar, dass bei einem entsprechenden Essen ein Gericht mit Scampi nicht fehlen durfte, den Der Herr im Hause ist mindestens genauso ein großer Scampifan wie meine Wenigkeit. Beim Brainstorming kam mir dann die Supermarktzeitschrift "Lust auf Genuss", die ich von Zeit zu Zeit mal in den Wagen werfe, zur Hilfe. Daher stammt nämlich dieser tolle Salat. Das fast Beste an ihm ist, neben den Scampi, klar!, dass er superschnell und einfach zu machen ist. 10 Minuten! Ich schwörs euch!





Zuerst einmal betreibe ich eine kleine Nahrungsmittelkunde. Das hier ist Pak choi. Baby Pak Choi. Es gibt ihn auch in groß, für den Salat hier wollen wir ihn aber in klein und zart. Mein Asiate hat den IMMER. Fragt sonst einfach mal danach (Meiner spricht echt nur chinesisch!!....Hahaha.....lach.....ihr wollt mich da nicht nachfragen sehen ;-DDD, mach ich aber trotzdem.....wozu sind Hände und Füße auch sonst da???). Der Geschmack von Pak Choi ist mild kohlig, die Blätter ein klitzekleinwenig herb bitter. Sehr lecker! Wirklich! Baby Pak Choi kann komplett roh gegessen werden!






Bei den Scampi nehmt ihr bitte die Großen, 8/12er oder sowas, gerne auch größer.  Sind ja nur drei vierfünfsechssieben drauf, das sieht mit so kleinen Minikräbbelchen vom Superdiscounter doof aus. 8/ 12, also "8 bis 12",  gibt die Anzahl der Scampi pro engl Pfund, also 453 gr an. D.h. je kleiner die Zahlen, desto größer der Scampi. Hach  gönnt euch doch einfach mal einen! Muss man ja nicht jeden Tag machen.......obwohl.......äh......ja, ich könnt ja schon ;-).

Die Scampi behandelt wer mag im Vorfeld kurz mit ein wenig von dieser Gewürzmischung. Ich finde die super.....aber aufpassen, die ist ein wenig scharf. In Kombination mit der süßsauren Soße s.u. kanns dann schon mal recht hot werden, wenn ihr nicht vorher drüber nachgedacht habt! Man kann die Scampi aber auch einfach so anbraten/grillen.




Nun Chicorée- und Pak Choi-Blätter waschen, trocken schleudern und auf dem Teller anrichten. In einer Pfanne den dunklen und hellen Sesam mischen und kurz anrösten, herausnehmen und abkühlen lassen. In der gleichen Pfanne nun die Scampi kurz und heiß anbraten........oder wenn ihr einen Grill zur Seite habt (ich hab hier einen neben dem Kochfeld eingebaut!), grillt ihr sie in gleicher Weise. Ich finde gegrillt schmeckts noch besser ;-)!







Die heißen Scampi dann auf den Salatblättern anrichten und ein wenig von genau DIESE Soße hier unten aus dem Asialaden darüber geben. Die ist scharf, nicht schlimm, aber scharf......nicht vergessen! Zum Schluß noch ein paar Sesamkörnchen darüber geben........fertig! Was hab ich gesagt? 10 Minuten......höchstens 15! Super, oder ;-)?





Ach und zum Schluß noch ne kleine Manöverkritik: Was war das denn bitte für ein doofes Wochenende lieber Sommer??? Eiskalt, Regen, dann urplötzlich wieder warm, Sonne, das gibt astreinen Kopfschmerzundkreislaufalarm (Hey und ich bin überhaupt nicht der Typ für sowas!)! Sommer wo biste hin??? Diese Woche fangen hier die Schulferien an! Hallo?!?! Das kannste uns doch nicht antun?!?! Ach aber wahrscheinlich holste nur grade mal tief Luft, um dann nächste Woche unglaublichstes Wetter zu präsentieren.

Bestimmt.

Ganz bestimmt ;-S.

Ich glaub dran. Chaka!

Nur das Allerbeste für euch,













Einkaufsliste:

(für 4 Personen)

12 Scampi Größe 8/12er 
8 Baby Pak Choi
3 Chicorée
Scampigewürz
süßsaure Soße für chicken aus dem Asialaden
je 1 Tl schwarzer und weißer Sesam

Donnerstag, 18. Juni 2015

An die Messergabelnlöffel, Männer! Wir machen einen Test.......einen GEFRO Balance Test!

Ich bin ja irgendwie nicht so ein wahnsinnig großer Freund von Lebensmittelprodukttests. Puhh, gähn.....ist mir vieeeel zu langweilig. Aber ich bin natürlich auch total froh, dass es im Netz genügend Menschen gibt, die genau das machen und bei denen man sich toll informieren kann, wenn man zu einem bestimmten Produkt eine Frage hat. Ganz klar super, aber thematisch leider irgendwie so gar nicht meine Baustelle. Deshalb hab ich auch direkt abgewunken, als mir ein GEFRO Balance Testpaket mit allem Schnickischnacki angeboten wurde. Die extra großen Packungen. Ochnö....

Aber.

Ich wohne ja nicht alleine und habe Jungs, die das ein oder andere Mal doch mitbekommen, was die bloggende Ma so tut und für Anfragen bekommt. Und die finden es von Zeit zu Zeit immer mal wieder super spannend Fertigsoßensuppennudelnwasweißichundalldas auszuprobiern. Weils so cool ist.  Und weil man sich dann voll erwachsen vorkommt......so quasi wie ein Student. Und weil das doch alle machen.

Aha.

So ist das eben. Erwachsen werden heißt ja auch mal drüber nachdenken zu dürfen, was denn andere so auf den Teller schmeißen und wie man das dann so findet. Ich kann mich auch noch gut an spontan auftretende Phasen in meiner Jugend und Studentenzeit erinnern, in denen ichs einfach wissen wollte. Wissen wollte, ob das denn auch so lecker schmeckt wie´s auf der Verpackung manchmal aussieht. Ob man sich auch nach den zehnten Tütensuppe und Ravioli aus der Dose noch super fühlt, na und wie das überhaupt so schmeckt. Fertigprodukte gabs bei uns zuhause nämlich niemalsnie. Absolut nie. Und das nicht, weil meine Mutter so eine sagenhafte und ernährungsbewußte Köchin gewesen wäre, sondern einfach weil meine Mutter selber mit sowas einfach nicht vertraut war. Was ja per se erstmal nicht das Schlimmste ist.

So hab ich mich dann gepuscht von den Jungs doch zu dem Test durchgerungen. Na und da ich wohl nicht das Zeug zu nem richtig ausgebufften Tester habe, gibts heute hier eine ganz persönliche, spezielle Rezension der Produkte. Keine Sorge.....;-D.....ich nerv euch nicht mit stundenlangem Reklamebla. Hier kommen Fakten auf den Tisch ;-D! Und ein Salat und selbstgemachte Ravioli ;-D!




Nur damit ihr wisst worums eigentlich geht: Wir haben die neuen GEFRO Balance Produkte* getestet, die mit einer konsequent stoffwechseloptimierten Rezeptur, ohne Haushaltszucker oder andere schnelle Kohlehydrate, sondern statt dessen mit der viel langsamer vom Körper abbaubaren Isomaltulose, Inulin (aus Chicoreewurzel) und Glucomannan (aus asiatischer Teufelszunge/Konjakwurzel) daher kommen. Dazu gibts noch die tollen Trendschlagworte vegan, glutenfrei, ballaststoffreich und lactosefrei.




Los gehts! Angefangen habe  ich mit einem Salat. Das Rezept habe ich von der Gefroseite, und ich war wirklich überrascht, dass man dort Rezepte finden kann, die gar nicht mal so schlecht sind! Das hat mein Vertrauen erweckt, denn wer weiß was gut ist, kann vielleicht auch super Fertigprodukte herstellen. Ich habe den Grapefruitsalat mit Zuckerschoten und Ruccola gemacht.




Zuckerschoten putzen, kurz blanchieren und abkühlen lassen, Grapefruitfilets ausschneiden (Saft in einer Schale auffangen!), Salat putzen und waschen, Granatapfel entkernen, Feta (es passen auch kleine Mozzarellakugeln oder ein Ziegenfrischkäse super dazu) zerbröseln und dann einfach alles auf einem Teller anrichten.






Wir haben dazu das Salatdressing Gartenkräuter getestet. Urteil? Zu sauer, leicht brennend, zu salzig, zu künstlich. Hat uns leider überhaupt nicht geschmeckt. Auch wenn die Kerne darin eine gute Idee sind. Ich habe dann aus dem übrig gebliebenem Grapefruitsaft, etwas Olivenöl und ein wenig Himbeerbalsamico, Salz und Pfeffer eine einfache Salatsoße schnell nachgemacht. Für uns passte es dann und wie gesagt, das Rezept ist sonst gut!




Danach gabs ne Runde Suppenpausen. Davon habe ich mir persönlich rein gar nichts erwartet, aber die Jungs waren ganz wild drauf. Es gab die Geschmäcker Tom-Soja, Gemüselust und Taste of Asia.
Für mich waren die alle drei nix, bin wohl kein Fertigsuppenfreak.......aber die Jungs meinten Taste of Asia wäre gar nicht mal schlecht gewesen. Die anderen beiden mochten sie leider auch nicht. 




 Auf ein Produkt war ich dann besonders gespannt: Die Gemüsebrühe. Denn auch wenn in diesem Haushalt extrem viel frisch gekocht wird, gibt es ein Produkt, was ich einfach nicht in ausreichend großer Menge für den täglichen Bedarf herstellen kann. Eben Brühe. Die brauche ich ja auch für Risotto, Pastasaucen und all das. Selbst wenn man die einfrieren kann.....so einen großen Freezer hab ich gar nicht, als dass das neben der tonnenweise vorgekochten Bolognese, dem Eis und.....jaja....alles klar? Da greife ich schon auch mal gerne auf ein Fertigprodukt zurück, auch wenn ich seit Jahren eigentlich nicht besonders glücklich mit den angebotenen Produkten bin. Und ich hatte sie auch wirklich schon alle........Reformhausware, bio, klassisches convenience, ohne/mit Glutamat, mit/ohne Hefeextrakt (was ja fast noch viel böser ist als Glutamat). Alle waren schon im Topf und mein Traumprodukt habe ich noch nicht gefunden. In der Gefro Brühe ist leider auch wieder Hefeextrakt drin und zuviel Salz (gemessen daran, was als Tagesration vernünftig ist). Hm, schade, aber weiter. 




Ich hab für einen Test der Brühe auch hier wieder echte Bedingungen schaffen wollen und hab Ravioli als Suppeneinlage selbst gemacht.

Zuerst einen Pastateig aus Mehl, Eiern, Öl und Salz geschmeidig kneten und dann 1 Stunde ruhen lassen. 




In der Zwischenzeit die Füllung herstellen. Dazu die Pinienkerne, abgetropften, getrockneten Tomaten und die Basilikumblätter in einem Häcksler ganz fein hacken, dann den Ricotta dazugeben, vermengen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Teig zu dünnen Teigplatten ausrollen und auf ein gut bemehltes Ravioliblech legen. Die Füllung mit einem Löffel in die Kuhlen geben, eine zweite Teigplatte darüber geben und mit einem Nudelholz darüber rollen. Fertig ;-)!





Die Brühe roch beim Öffnen durchaus angenehm und auch in der Schale konnte sie ihren ersten positiven Eindruck bestätigen. Sie war höchstens ein wenig salzig, aber das sind Fertigprodukte ja gerne mal. Daran könnte man eigentlich endlich mal was ändern, oder? Dass sie nicht schmeckte wie eine frische Brühe war ja klar. Aber gemessen an all den 3756 Brühen, die ich in meinem Leben schon so ausprobiert habe, gehört sie absolut zu den Besseren. Mit den wirklich superleckeren Ravioli war die Suppe dann gar nicht mal schlecht. Das fanden wir alle. 




Glücklich waren dann alle nach dem Test nicht wirklich. Aber an Erfahrung reicher. Die Brühe hat uns zufriedengestellt, aber nicht 100 % überzeugt. Die Jungs hatten sich von den Fertigsuppen mehr versprochen und vom Salatdressing waren sie regelrecht enttäuscht. Okay, wir sind bestimmt sehr anspruchsvolle Kundschaft, da wir immer den Vergleich mit frisch gekocht ziehen. Aber das ist ja auch nicht verkehrt finde ich, denn nichts ist schlimmer, als wenn Kinder oder auch Erwachsenen gar nicht mehr wissen wie die Dinge in "echt" schmecken. Ziel der Hersteller muss einfach sein, sich dem soweit wie möglich zu nähern und auch bei den Zutaten soweit wie möglich auf seltsame oder gesundheitlich nicht wertvolle Zusätze zu verzichten. Gefro gibt sich da ersichtlich Mühe, muss aber meiner Meinung nach noch weiter nachbessern, um auch die anspruchsvollere Kundschaft zu erreichen. Ach aber ich finde ja, dass sind echte Erfahrungen und genau deshalb haben wir ja den Test gemacht. Weißte als Tester Bescheid. Biste doch wohl eher ein Selberkocher, wa ;-)!? 


Rockt die Hütte Leute!



*Werbung für GEFRO Balance


Einkaufsliste:

Grapefruit Zuckerschotensalat mit Ruccola (Rezept von HIER*):

300 gr Zuckerschoten
200 gr Feta
1/2 Granatapfel
400 gr Ruccola

optional für das Dressing: Himbeeressig, Olivenöl


Ravioli mit Ricotta getr. Tomaten Füllung:

Pastateig:

180 gr Mehl
1 Ei
2 Eigelb
1 Tl Olivenöl
1 Prise Salz

Pastafüllung:

30 gr geröstete Pinienkerne
80 gr abgetropfte getrocknete Tomaten in Öl
4 gr frisches Basilikum
125 gr Ricotta
Salz, Pfeffer


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