Zu eurer Enttäuschung....hahahaha....ist jetzt leider nichts wirklich was Wildes, verrucht Skandalöses oder abgrundtief Abgründiges, ihr müßt euch auch keine ernsthaften Sorgen um unsere mentale Gesundheit machen (also doch wieder Gala und Bunte kaufen), aber es geht durchaus als Beklopptheit durch. Joah. Würd ich sagen. Und hey ;-D...was ist schon normal? Aber normal ist ja eh doof.
Also.
Die Schrulligkeit liegt in der Schälchenliebe in diesem Haushalt. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass es auf diesem Planeten eine andere Familie gibt, die so wild auf Essen in/aus Schälchen ist und die wirklich jedes kleine Dingsbums, Schickschnack, Ollodollo in ein Schälchen füllt und ganz sicher erst dann ißt, wenn es hübsch in einem Schälchen arrangiert ist. Selbst oder inzwischen GERADE die Kinder sind total irre und essen am liebsten aus Schälchen. Morgens, Mittags, Abends. Nur Mister Ü........der nimmt auch gelegentlich mal nen Teller. Der ist da nicht so. Aber auch eher selten. Echte Schälchenliebe eben.
Den auslösenden Faktor dafür kann ich sogar einigermaßen konkret benennen: Als hier vor vielenvielen, genauer gesagt 17 Jahren, das erste Baby ins Haus plumpste, ergab das nämlich alles einen tiefen Sinn. Als die Jungs noch klein waren, gab es das Zwischendurchobst prinzipiell nur im Schälchen. Das war irgendwie angenehm zum Rumlaufen, man konnte es bei Bedarf wieder ablegen, fand es
Irgendwie verselbstständigte sich die Schälchenliebe aber und ich liege wahrscheinlich nicht weitab von der Realität, wenn ich behaupte, dass wir der Haushalt mit den meisten unterschiedlichen Schälchen im Universum sind. Der Keller ist voll, die Schränke sowieso und ich kann noch nicht mal behaupten, dass das gute alte Foodbloggerdasein zu einer sprunghaften Schälchenvermehrung geführt hat. Es ist einfach unsere persönliche Liebe zur Schale, aus der einfach alles im generellen und speziellen immer einen Tick besser schmeckt als vom Teller.
Wie es der Teufel will, ist dann ja seit geraumer Zeit hübsch in Schälchen arrangiertes Healthy-Food total in. Ich spreche von den sogenannten Buddha-Bowls, für die ich Pinterest regelmäßig zum Glühen bringe und die ich in tausendfacher Ausführung schon zuhause nachgestylt habe.
Wie? Was? Buddha Bowls?
Ja genau. Die erklär ich euch jetzt und zeig euch direkt mal zwei wahnsinnig gute Styles, der eine davon sogar vegan. Alles locker untermalt von dem ein oder anderen Schälchenbild ;-)......tf.!....und das ist nur ein Teil dessen, was in den Küchenschränken ist. Über den Keller samt Schälchen reden wir ein anderes Mal.
Das Hauptziel einer Buddha-Bowl ist so viele Farben und nährstoffreiche Lebensmittel wie möglich miteinander zu kombinieren um den größtmöglichen gesundheitlichen Effekt zu erzielen. Jede Bowl kann dabei anders sein und darf den Bedürfnissen und dem Geschmack des jeweiligen Essers persönlich angepasst werden. Damit ist sie das perfekte Essen für eine Familie, weil jeder sich das hinein geben kann, was er am liebsten mag.
Die Basisbausteine jeder Bowl sind
1. Das volle Korn
- Vollkornreis oder wilder Reis
- Hirse
- Quinoa oder
- Couscous
2. Mageres Eiweiß
- Hühnchen
- Tofu oder
- Bohnen, Kichererbsen
3. Gemüse in jeder Form, gegrillt, gekocht, gebacken, gedünstet
4. Nüsse/Saaten/Dressing
Zubereitung:
Eigentlich ist das alles nicht wirklich kompliziert. Ich starte aber hier mit den Chickpeas, den Kichererbsen, da sie etwas Vorlauf brauchen.Übrigens auch ein super Snack für abends auffe Couch. Alles total glutamat- und chemiefrei und super gesund.
1. Kichererbsen selber weich kochen oder direkt Kichererbsen aus der Dose nehmen und gut abtropfen lassen. 300 gr auf einem Backblech ausbreiten und mit 2 Tl Öl vermischen. den Ofen auf 180 Grad vorheizen und die Kichererbsen etwa 40-50 Minuten darin backen bis sie knusprig sind. Vorsicht! Nicht zu lange drin lassen, dann beißt ihr euch die Zähne aus ;-D! Anschließend aus dem Ofen nehmen und mit Salz Pfeffer und einem Gewürz eurer Wahl (die Möglichkeiten sind unendlich, hier war es Schubecks Couscoucgewürz) final abschmecken.
2. Dann das Teriyakichicken marinieren. Für die Marinade den Honig, die Woksauce, gemahlenen Koriander und eine durchgedrückte Knoblauchzehe gut miteinander verrühren und die Innenbrustfilet darin einlegen.
3. Reis kochen.
4. Nun das Gemüse zubereiten. Wir haben Babyspargel, Brokkoli und Zuckerschoten gedünstet, Süßkartoffelstreifen mit Salz + Pfeffer angebraten, eine Frühlingszwiebel in Ringe geschnitten, Babyspinat gewaschen und zwei Avocados kleingeschnitten.
5. Sesamsaat leicht anrösten.
6. Tahindressing anrühren, indem man die Tahin, Zitronensaft und Ahornsirup miteinander vermischt und mit ein paar Löffeln Wasser zu einer Soße glatt rührt.
7. Kurz vor dem Anrichten das Teriyakichicken kurz in der Pfanne anbraten. Das geht schnell, denn die Stücke sind ja klein. Wundert euch nicht, wenn der Boden der Pfanne lund die Hühnchenstücke eicht schwarz werden.......das gehört so und ist der Honig. Nur leicht dunkel werden lassen, nicht kohlrabenschwarz bitte!
8. Na und dann ists auch schon fertig. Jetzt könnt ihr nach euren Vorlieben ein Schälchen eurer Wahl zusammenstellen. Der Veganer baut seine Bowl mit Kichererbsen und Tahindressing, der Normalo mit Teriyakichicken. Sonstige Wünsche...totally your decision!
Buddha Bowls kann man sowohl warm wie auch kalt essen. Auch teilweise kalt (Salat, Rohkost, Gemüse) und teilweise warm (Chicken, Reis, Gemüse). Ganz wie man mag. Da gibt es keine in Stein gemeißelte Regel. Und der Hit ist auch, dass man alle Zutaten wunderbar vorbereiten kann und sich -dann in der kalten Version - einfach mal schnell und spontan eine zusammenbauen kann. Wir haben seit neuestem auf jeden Fall immer einige vorgegarte Gemüse, Salate, Sprossen, Reis, und Chickpeas im Kühlschrank am Start.
Naja......und wo ichs mir nochmal so recht überlege......ich glaube meine Schälchenliebe fing doch schon vor den Kindern an. Ich erinnere mich da noch an so einen Thailandtrip mit Mister Ü......damals schwanger mit dem größten Ü und wahrscheinlich deshalb irgendwie etwas schmerzfrei. Äh, naja, also wir transportierten jedenfalls ein komplettes Geschirr nach Hause. Mit ganz vielen Schälchen. Groß und klein und sooo hübsch. Und bei uns so nieeemals zu kaufen. Ich war einfach nicht davon abzubringen und Mister Ü bis in die letzte Zelle seines Körpers einfach gnadenlos verständnisvoll und unterstützend. Wir schrammten haarscharf am schlimmsten Übergepäck vorbei. Jajaja. Und wie durch ein Wunder kam alles heile zuhause an. Es sollte also so sein würd ich mal sagen. Quasi ein Zeichen ;-D.
Und so nahm dann wohl alles seinen Weg. Machste nix.
Will ich sie vielleicht mal irgendwann zählen ;-D? Ich bin mir da nicht so sicher.....hahahaha.....möglicherweiseeventuell hab ich dann ein schlechtes Gewissen ;-D.
Ich wünsch euch was.
P.S.: Ich weiß ihr glaubt das jetzt nicht, aber wir haben wirklich auch extra Schälchen für unser Meerschwein. Wirklich wahr!Wenn schon bekloppt, dann richtig, wa ;-).
Zutatenliste:
(Mengenagaben variabel nach Vorlieben!)
Vollkornreis
1 Süßkartoffel
10 Stangen Babyspargel
1 Avocado
2 Hände Babyspinat
2 Hände Zuckerschoten
5-10 Brokkoliröschen
2 Stengel Frühlingszwiebeln
schwarzer und weißer Sesam
Teriyakichicken:
400 gr Hühnerinnenfilets
40 gr Honig
60 gr Woksauce von Kikkoman
Prise Koriander gemahlen
1 Knoblauchzehe
Chickpeas:
300 gr gekochte Kichererbsen
2 Tl Öl
Schubeck Gewürzmischung Couscous
Vegane Sauce für die Chickpeabowl:
50 gr Tahin (Sesampaste)
1 Tl Ahornsirup
1/2 Zitrone gepresst
2-4 Tl Wasser
