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Dienstag, 1. November 2016

Was für ein köstlicher Pflaumen-Mandel-Buttermilch-Skilletcake! Häää?? Jaaa!!! Mach dir doch mal nen Kuchen in der Bratpfanne! Und dann! An die Löffel!

Was ist das wieder für ein bekloppter Trend aus den USA. Kuchen aus der Bratpfanne? Hä?

Ehrlich?

Also ich finds luschtig. ;-D Ist doch ein wenig verrückt und irgendwie mal was anderes!

Warum immer nur Kuchenstücke spießig aus der Torte schnippeln, auf den schicken Teller mit nem adretten Kuchengäbelchen drapieren  und mit Sahne beklacksen? Wer den Blog schon Ewigkeiten liest, dem dämmert, dass ich so etwas ähnliches mit grausigen Fotos (Ich würde sowas ja nieee löschen! Ist viel zu schön menschlich zu sehen wie sich so ein Blog entwickelt!) auch schon mal vor Jahren mit diesem Dark Chocolate Skillet Cookie verpostete.

Und weils schon damals so schön war, machen wir aus dem Törtchenessen auch dieses mal wieder ein Gruppenevent. Kuchen backen, in die Mitte des Tisches stellen, allen einen Löffel in die Hand drücken und 1-2-3.......LOS! Vielleicht nicht unbedingt geeignet für den lauschigen Kaffeeplausch mit Tante Gitte oder der 87jährigen Oma......aber halt! Stimmt so auch nicht! An dem Tag an dem ich diesen wunderbaren Kuchen buk, war meine 91jährige Superma anwesend. Sie schaute zwar anfangs etwas verstört als ich den Kuchen auf den Tisch knallte und meinte "Des gehört so Mama! Wir essen jetzt alle aus der Pfanne!".......und ja sie gab auch anfangs Widerworte (wie sie halt so ist ;-DDD)       "Und du meinst das ist richtig soooo????"........schwenkte aber aufgrund meiner brillianten Überzeugungskraft und des unschlagbaren Geschmacks dieses extrem saftigen und knusprig süß fruchtigen Kuchens doch auf ein "Also Kind, der ist ja großartig!" um.

Jaaahaaaaa! Ich kann das, Mama ;-D!

Und noch son Vorteil der Servierweise....nur so nebenbei: Man isst wirklich nur soviel wie man spontan will. Nicht ein Häppchen zuviel. Okay......der angeknabberte Kuchen sieht im Nichtaufessensfall dann nicht so supertruper aus wie ein in Stücke geschnittener, übrig gebliebener Kuchen.....jaäh....stimmt schon. Hm. Na dann müßt ihr eben leider doch alles aufessen. Hm. Wohl doch kein Vorteil. Okay. Aber auch egal, denn dafür ist mein Kuchen KLEIN. Die Pfanne ist nur 21 cm groß (link unten). Also bei uns reichte er für 4-5 Leutchen mit eher kleinerem Hunger. Und er war ratzfatz weg. Und meine Mutter begeistert. Wie sagte sie so schön " Verrückt wie sich die Welt in 91 Jahren ändert, da ess ich plötzlich Kuchen aus einer Pfanne!"

Ja. Wohl wahr.






Zubereitung:

1. Alle Teigzutaten bis auf die Butter in eine Teigschüssel geben und gut vermengen.

2. Dann die Butter anschmelzen, dass sie flüssig wird, aber nicht heiß und zum Teig geben. Alles noch einmal gut miteinander vermengen.

3. Den Teig in die Gusseisenpfanne geben.

4. Die Pflaumen waschen, entsteinen und halbieren oder vierteln, ganz wie man mag, und in den Teig drücken.







5.  Den Ofen auf 190 Grad vorheizen und den Kuchen mit etwas braunem Zucker und gemahlenen Mandeln leicht bestreuen, das gibt eine schöne leicht knusprige Kruste beim Backen!





6. Den Kuchen dann etwa 30-35 Minuten backen bis er an der Oberfläche schön karamellisiert ist.

7. Bei uns gab es dazu eine Sahne, die ich mit ein wenig Amaretto (ICHHH???? Was war denn da los???? ;-D.....ich weiß auch nicht? Ich werde noch zum Alki ;-D?) verfeinert hatte. Hmmmm. Eis geht aber auch super, besonders wenn der Kuchen noch heiß ist!






Klebrig süße Grüße ;-D!








Gusseisenpfanne von Victor von Amazon


Zutaten:

(für eine 22 cm Gusseisenpfanne)

Teig:

150 gr Mehl
25 gr Mandeln gemahlen
2 Tl Backpulver
1 Ei
1 Pr Salz
1 Pr gemahlene Vanille
60 gr brauner Zucker
185 ml Buttermilch
40 gr lauwarm geschmolzene Butter

Belag:

300 - 400 gr Pflaumen
etwas brauner Zucker + gemahlene Mandeln zum Bestreuen


Dienstag, 29. September 2015

Seerosenkuchen.....als die Pflaumen und Feigen in einem Guss aus Creme und Walnuss ertranken ;-D!

Hach! Heute backen wir zusammen einen Seerosenkuchen! Hört sich das nicht mal hübsch an? Formvollendet, zuckersüß, endstufenschön und extremst bloggerecht? Ha! Wa ;-D! Find ich auch. Aber das Leben macht es einem nicht immer leicht........

Zuerst einmal die Feststellung, dass Pflaume, Feige und Walnuss im Törtchen nicht nur sensorisch, sondern auch optisch einfach top zusammenpassen. Dunkelrot, blau, dunkelblau......das ist fein. Zusammen mit einem dunklen Hinter- und einem rustikalen Untergrund ganz außerordentlich hübsch auch auf dem Foto!

Es soll nun Personen geben, die sich so sehr in die Optik des Obstes verlieben, dass sie gedankenverloren die allerschönsten Arrangements damit bauen.....SEEROSEN!.....ohne weiter darüber nachdenken zu wollen, ob diese Optik im Backofen und mit Guss ein in wahrsten Sinne des Wortes haltbarer Zustand ist. Personen, die möglicherweise sinnlos Lebenszeit in eine Aufgabe investieren, die nach kurzer Zeit schon wieder einfach so verpufft. Pffffft. Personen die aber trotzdem einfach glücklich in die Hände klatschen und laut schreien "Guckt ma Leute, ist der nicht mal schön geworden?". Also BEVOR der Kuchen in den Ofen wanderte. Ach..... manchmal zählt einfach das Glück des Moments! Bemerke auch die kleinen Lichter im Leben ;-D! So ein Obstblümchen......es ist so hübsch! Wenn auch nur für 15 Minuten! Jaja.

Das Seerosenstadium dieser Tarte ist nämlich nur ein kurzes. Das ist quasi wie bei den Schmetterlingen, nur, dass die optimale optische Entfaltung hier nicht final, sondern leider in einem früheren präbackofinellen (wasn geniales Wort ;-D!) Stadium stattfindet.

Die ernüchternde, aber absolut realistische Erkenntnis für alle, die es mit solchen Obstblümchen und ähnlichen Foodarrangements nicht so haben.....die lieber in der Zeit ihre Doktorarbeit schreiben oder den Nobelpreis entgegennehmen.......selten war das so sch....egal wie hier! Ihr werdet den gleichen Kuchen aus dem Ofen ziehen wie die Obstrüscher! Und vielleicht seid ihr sogar im Vorteil. Denn ihr habt dann einen Doktortitel und einen Nobelpreis und ihr ärgert euch dann nicht einen Sack, dass die schöne Optik wieder futsch ist. So wie ich.

Ich hatte wirklichwirklich überlegt, ob ich dieses am Seerosenstadium gemessene Tarte-Desaster überhaupt verbloggen soll......tja....aber wie das so ist. Leider war der Kuchen zu gut. Leiderleider. Deshalb gibts heute Unfallkuchen ;-D.......von Frau Doktor Ü direkt aus der Notaufnahme......äh Küche!





Zubereitung:

1. Zuerst stellt ihr einen Mürbeteig her. Dazu Mehl, braunen Zucker, gemahlene Walnüsse, Butter, das Ei und die Prise Salz zu einem gleichmäßigen Teig verarbeiten und für eine Stunde in Frischhaltefolie gewickelt im Kühlschrank ruhen lassen.

2. Den Teig dann auch einem Backpapier zu einem Kreis ausrollen und auf ein Backblech legen.

3. Backofen auf 175 Grad vorheizen.


















4. Pflaumen und Feigen waschen, entkernen und in Scheiben schneiden.

5. Auf dem Teigboden 2 Eßl gemahlene Walnüsse verteilen und das Obst darauf verteilen. Ich sag mal ganz locker.......irgendwie halt ;-S. Wer total gut drauf ist, macht ne Seerose......heul......





Hey und bitte! Ich scheue nicht den direkten Vergleich! Ich war wirklich soooo nah dran! Aber sowas von!




6. Den Teigrand dann mit Hilfe des Backpapiers zur Kuchenmitte hin umklappen und den Kuchen bei 175 Grad für 15 Minuten in den Ofen geben.

7. In dieser Zeit den die Seerose ertränkenden Guss herstellen. Dafür Zucker, Ei, gemahlene Walnüsse, Mehl, Sahne, Creme Fraiche und Vanille miteinander verquirlen. Den Kuchen aus dem Ofen ziehen, den Guss darüber geben, gehackte Walnüsse darüber streuen und ihn weitere 35 Minuten backen.





Ach....wenn ich jetzt wenigstens sauer sein könnte. Aber das olle Ding war auch noch glatt lecker! Son Mist aber auch. Ach.......ich darf einfach nur nicht über diese Seerosengeschichte nachdenken. Dann wird das schon ;-D!






Und hey......lasst das mit den Blumen im Kuchen ;-S......

Is nix.














Einkaufsliste:

Teig:

200 gr Mehl
70 gr brauner Zucker
2 Eßl Walnüsse gemahlen
100 gr Butter
1 Ei
1 Pr Salz

Belag:

250 gr Pflaumen
250 gr Feigen
2 Eßl gemahlene Walnüsse
2 Eßl gehackte Walnüsse

Guss:

50 gr Zucker
1 Ei
1 Eßl Walnüsse gemahlen
1 Eßl Mehl
25 ml Sahne
60 gr Creme fraiche
1 Msp gemahlene Vanille

Donnerstag, 15. November 2012

Vom Profi gekocht: Mahnaz` Khoreshte Aalu....Hähnchen-Pflaumen-Goulasch

Wir waren letzten Sonntag zu Besuch bei meinem Bruder nebst Gattin und Tochter. Die Gattin ist Perserin mit großem Familiensinn, wie ich schon vereinzelt erwähnte.
 Obwohl mein Bruder und moi selbser ja auch schon einer ziemlich großen Familie entspringen und Familientreffen sowohl Ausmaß als auch Stimmung betreffend immer eher einer wilden Party entsprechen, wir also viel gewöhnt sind was Familiengemütlichkeit angeht, kann Mahnaz das immer nochmal toppen. Sie läd in regelmäßig unregelmäßigen Abständen die Familie ein und besteht beinhart drauf, für alle ganz mutterseelenallein im großen Stil zu Backen und zu Kochen. Wir anderen sind bei derartigen Einladungen meistens so "faul" und organisieren das mitbringpartymäßig. Das entlastet zwar den Gastgeber, man fühlt sich aber auch nicht nur halb so lieb gehabt wie bei Mahnaz. Letzten Sonntag war es allerdings für sie nur eine kleine Baustelle......wir waren nur zu neunt!

Ich hatte ihr ausdrücklich verboten mit dem Kochen zu beginnen, bevor wir da sind! So konnte ich ihr ein wenig auf die Finger schauen beim Zubereiten eines echten persischen Wintergerichts: Khoreshte Aalu!

Vorneweg wurden wir erstmal vom weltsanftesten charackterlich einwandfreiesten Hund den wo gibt begrüßt.

Hapu!



.Mahnaz erklärte mir vor Jahren, dass "Hapu" auf Farsi "Wauwau" heißt........oder so ähnlich...... ;-).......Der Hund ist ein Spanienimport. Der Hund bellt nicht, beißt nicht, knurrt nicht, ist rühig streichelbedürftig aber nicht nervig, nimmt einem ein hingehaltenes Stück Fleich wie ein Kätzchen aus den Fingern (egal wie hungrig er ist), hört aufs Wort......was soll ich noch mehr sagen. Das ist DER TRAUMHUND!!!! Aber Herr Ü will keinen......buhuuuuuuuuuu.......doof! Er sagt Hunde stinken! HA!!!
Vergaß ich zu erwähnen, dass Hapu noch nicht mal ein klein wenig riecht????
Ach...und haaren tut er auch nicht. Noch Fragen????




Aber kommen wir weg vom Tierreport. Auf zum Herd.

Koreshte Aalu ist eigentlich ein Gericht, dass mit getrockneten Pflaumen zubereitet wird. Mahnaz hatte aber heute mal keine Lust auf Pflaumen und nahm einfach getrocknete Aprikosen. So einfach ist das.

Außerdem noch auf dem Foto zu sehen. Tomatenmark, Kardamonkapseln, Kurkuma und eingeweichte gelbe Linsen.




Zuerst

 2 große Zwiebeln

 klein schneiden und golden anbraten.

 Nun 

800 gr Hühnerfleisch 

in Würfel geschnitten dazu geben und ebenfalls anbraten.




Jetzt kurz die Kardamonkapseln vorbereiten. Dazu 5 Kapseln in einen Mörser geben, .........

 


........ die Kapseln zerstoßen und die Kerne herausholen.


 


Nun kann man die Gewürze zum Hühnchenfleisch in die Pfanne geben:

2 Tl Kurkuma
6-8  Safranfäden
2 Eßl Tomatenmark
1 Tl Zimt
die Kerne von 5 Kardamonkapseln und
2 Eßl Zitronensaft




 Jetzt noch

eine halbe Tasse eingeweichte (1 Stunde) gelben Linsen und

eine Hand voll klein geschnittene Pflaumen.....oder eben Aprikosen sowie

zwei Gläser heisses Wasser

angießen und bei niedriger Themperatur 20 Minuten köcheln lassen. Ganz zum Schluss noch

 einen El Gelierzucker 2:1

dazu geben, das gibt dem Gericht noch eine süßliche Note. Das Gericht braucht insgesamt nur eine halbe Stunde! Geradezu ein Blitzgericht!



Julia machte inzwischen einen passenden Salat. Dazu

Gurken und Tomaten in etwa gleicher Menge

 in kleine Würfel schneiden.


 


Dann etwas

 Minze und

ein paar Stengel Schnittlauch

klein hacken und dazu geben. 





Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.




Der neueste Hit in Mahnaz ist ein Tadik mit Brotdeckel. Für genauere Anweisungen zur Herstellung eines Tadik, also eines klassischen persischen Reiskuchens als Beilage, schaut einfach mal HIER. Heute nahm sie einfach eine mexikanische Tortilla als Deckel, sie meinte aber mit einem dünnen ! Fladenbrot (Naan!) wäre das Ergebnis noch überzeugender!

Das Brot in Form schneiden und ......



......in einen großzügig mit Olivenöl ausgeschwenkten Topf legen. Einen Jasminreis kochen und den fertigen abgetropften Reis auf den Teigdeckel geben. Den Tadik dann auf kleiner Flamme, etwa Stufe 4 (von 9) 20 Minuten zum Kuchen zusammenbacken lassen.

 


In einer kleinen Pfanne etwas Butter, Safran und einen Eßl Wasser kurz aufkochen lassen und...

 


.......über den Reis im Topf geben.







Den fertigen Reiskuchen  auf eine Platte stürzen und sofort servieren.



Superknusprig! Ich bin total gespannt, wie das wohl mit Fladenbrot schmeckt. Werd ich garantiert probieren. Es muss ungefähr ein Brot sein so wie hier das Naan.  Nehmt bloß nicht dieses schrecklich dicke Fladenbrot, was man hier im Supermarkt bekommt. Das wird nix!




Das Khoreshte Aalu zum Schluß noch einmal abschmecken und....



....mit Reiskuchen und Salat servieren. Aus dem Reiskuchen Stücke schneiden!




Ich fands grandios. Ich liebe Mahnaz Gerichte!




Nach und zum Essen gabs ein Teeeschen. Ein Ffefferminzteeeschen.



 Seht!!! Mit Zitrone!  ;-))) Jippie! Ich liebe Zitrone!