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Dienstag, 23. Mai 2017

Kartoffel Sellerie Gnocchi & Noilly Prat Fenchel Safran Sauce

Ist das nicht verrückt? Da bringt meinen lovely Mr. Ü und mich und irgendwie tutta la familia so ein harmloses Gnocchigericht völlig aus der Fassung. Total. Komisch ist das, was? Und ich erklär euch gleich mal wie das kam. Aber gleich vorne Weg: Wir finden diese Gnocchi inzwischen so großartig, dass wir verrückt nach ihnen sind und ich gar nicht verstehen kann, wie ich anfangs darüber nachdachte, euch dieses Rezept vorzuenthalten und die hübschen Fotos einfach in den virtuellen Mülleimer zu schmeißen.

Also. Ich probiere ja völligabsolutgerne neue Gerichte aus. Wisst ihr ja. Und da ich ja weltgrößter Gnocchifan bin, hab ich natürlich gejuchzt, als ich bei grain de sel dieses wunderbare Rezept fand, das sich doch so wunderbar außergewöhnlich las. Ich mag Michaelas Blog supergerne, denn es sind unkapriziöse, funktionierende, gut durchdachte und immer ! leckere Rezepte, die sie diretamente aus ihrer Wahlheimat Frankreich postet.

Da wir ja samt Familie ständig und immer durch die wilde Welt sausen und wirklich schon die durchgeknalltesten Sachen vertilgt haben, bilde ich mir ein, dass mich foodtechnisch nicht mehr viel aus der Bahn werfen oder überraschen kann. Wer indisch, asiatisch, persisch und arabisch ständig auf dem Teller hat und sogar Amerika überlebt hat (Chlorwasser und Fettkeule und so)....also bitte.....was soll denn da noch groß schocken?

Na wie soll ichs jetzt sagen? Liegt´s vielleicht einfach dran, dass ich in meinem Leben keinen Draht zur französischen Lebensart bekommen habe (Biste Italiener, biste kein Franzose....so wohl die Regel bei uns im Hause!?). Der französische Geschmack liegt mir einfach nicht automatisch zack auf der Zunge. Na und genau das war irgendwie das Problem hier. Ich kochte stundenlang, rollte kleine Gnocchi, unterhielt mich ausgiebigst mit einem Fachmann über Noilly Prat, dessen Einsatzbereich und Geschmacksformula und verzettelte mich geradezu mit diesem ungewöhnlich feinen Sößchen. Na und dann das. Da saßen wir dann alle und hatten wunderhübsch angerichtet diese Gnocchi auf dem Teller, pieksten und pieksten nacheinander ein Gnocchi nach dem nächsten auf, beförderten es in Richtung Magen und dachten einfach nur nach. Wie finden wir das jetzt? Hm. Selten war es so ruhig beim Essen. Bis zur vorvorletzten Gnocchi war ich felsenfest der Ansicht: "Das mach ich doch mal lieber nicht auf den Blog. Zu bekloppt. Das mag bestimmt keiner." Und dann erinnerte ich mich plötzlich an einen Satz meines Fachexperten zum Thema Noilly Prat: "Den macht man übrigens auch in Bouillabaisse!" Hoha. Und dann ringelte es plötzlich geschmacklich und ich hatte urplötzlich eine Verbindung zum Gericht. Und das Verrückte: Lovely Mr. Ü auch. Die Jungs brauchten etwas länger.

Wir haben es dann noch bestimmt dreimal gekocht und fanden es jedes Mal IMMER NOCH besser. Na und jetzt sind wir verrückt danach. Ist das bekloppt? Aber wie!





Die Zubereitung dieser wunderbaren Köstlichkeit ist allerdings muss ich zugeben ein klitzekleinwenig zeitintensiv. Ich sage das ganz ehrlich, dann eigentlich liebe ich ja schnelle Gerichte. Die Gnocchiherstellung ist zwar nicht schwierig wie insgesamt das ganze Gericht nicht, benötigt aber einfach ein wenig Zeit. Nehmt sie euch also und genießt den Workflow. Ist auch mal schön.






Zubereitung:

1. Zuerst mal ran an die Gnocchi. Dazu Kartoffeln und Sellerie schälen, in Würfel schneiden und in Salzwasser 15 Minuten gar kochen. Die Würfel dann auf ein Backblech geben und im Ofen bei 150 Grad und leicht geöffneter Ofentür etwa 20 Minuten gut ausdampfen lassen. Danach das Gemüse abkühlen lassen.

2. Kartoffeln und Sellerie pürieren und mit Mehl, Eigelb, Salz und Pfeffer zu einem Teig verkneten. Arbeitsfläche gut bemehlen und den immer noch relativ klebrigen Teig zu einer Rolle von 2 cm Durchmesser rollen, Gnocchis abtrennen und in die gewünschte Form rollen.

3. Für die Sauce Schalotte, Knoblauchzehe und Fenchel fein würfeln und in einem Topf mit etwas Butter anschwitzen. Dann den Noilly Prat und den Weißwein angießen und auf die Hälfte einkochen lassen. Danach die Gemüsebrühe angießen und den Thymian dazu geben und alles nochmals auf ein Drittel einkochen lassen. Die Sauce mit dem Pürierstab bearbeiten bis sie fein ist und mit Safran und Kokosmilch, Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken.

4. Nun einen großen Topf mit gesalzenem Wasser zum Kochen bringen und die Gnocchi hineingeben. Wenn sie aufsteigen selbige mit einer Schaumkelle herausheben und entweder sofort auf einem Saucenspeigel anrichten und servieren oder die Gnocchi noch kurz in Butter anbraten und dann auf dem Saucenspiegel servieren.






Und? Ich finde es sieht schon auf dem Teller unfassbar appetitlich aus (ich alter Franzose, höhö ;-D). Mich würde mal interessieren wie es euch dann so mit dem Gericht geht? Hop oder Flop? Ich bin gespannt! Meistens ist es ja so, dass man bei den Blogs, die man so liest, eine gewisse Erwartungshaltung hat , was das geschmackliche Endergebnis hat. Den Kochstil des einen mag man einfach machmal mehr wie den des anderen und man hat einfach seine Lieblinge bei denen einem einfach alles schmeckt. Als ich das hier kochte mußte ich 2304 Mal darüber nachdenken, dass diese Gnocchi einfach anders sind und nicht 1a in mein sonstiges Konzept und eure Erwartungshaltung einem Rezept von mir gegenüber passen. Aber genau deshalb finde ich sie ja so gut!





Na dann berichtet mal! Ich bin gespannt wie Hulle ;-D!













Zutaten:
(für 2-3 Personen)

Gnocchiteig:

300 gr Knollensellerie
150 gr Kartoffeln
120 gr Mehl
1 Eigelb
Salz, Pfeffer

Noilly Prat Sauce:

1 Schalotte
1 Stück Fenchel (ca. 2 Eßl fein geschnitten)
1 Knoblauchzehe
50 ml Noilly Prat
50 ml Weißwein
150 ml Gemüsebrühe
1 Tl Thymian
70 ml Kokosmilch
0,5 gr Safranfäden (optional Kurkuma)
Salz, Pfeffer
1 Pr Zucker

Butter zum Anbraten

Dienstag, 16. Juni 2015

Let´s start a summerparty........mit dem Melonentrick und einem oder zwei Schlückchen fruchtigst frischer Sangria! Ganz ohne Eimer! Garantiert ;-D!

Nach den Menü-Überblick über Herrn Ü´s Geburtstagsdinner heute dann also der Aperitif! Ich als bekennender Nichtalkoholfreund tu mich da ja regelmäßig schwer und es ist daher für mich immer ziemlich schwierig abzuschätzen, was denn wohl als Aperitif gut ankommt und gemocht wird. Irgendwie schmeckt mir das ja alles nicht. Ich weiß, es gibt schlimmere Laster, als Alkohol nicht zu mögen, ich finds aber in so lustigen Momenten und wenn alle "klirr" mit ihren bunt gefüllten Gläschen machen immer voll öde mit Sprudelwasser oder irgendeinem Säftchen mit anzustoßen. Das ist so spaßbremsen- und kostverächtermäßig und das bin ich doch eigentlich rein gar nicht! Aber das mit dem Schnappes und mir.......ne.......also das gibt in diesem Leben nix mehr (und ich kann nicht sagen, ich hätte es nicht versucht ;-DDD).

Trotzdem hab ich mit der Sangria hier doch tatsächlich mal ein alkoholisches Getränk gefunden, dass allen Gästen, Männern (und das nach anfänglichen, gröbsten Zweifeln lieber P ;-)!) wie Frauen samt Herrn Ü und sogar MIR schmeckte. Okay.......ohne Wein fänd ich das jetzt wahrscheinlich noch leckerer ;-D......aber ich will nicht moppern und bin schon ganz glücklich, hiermit sogar auch was Buntes für mich mit gefunden habe, mit dem ich "bim" machen kann.

Also dann kommense mal her und nehmese ein Schlückchen die Damen und Herrn! Und lassen Sie die Eimer und langen Strohhalme zuhause ;-D!




Eine Bowleschale habe ich gar nicht. Ich glaube das Ding hier ist für Feuerzangenbowle. Aber macht ja nix......hat seinen Zweck erfüllt. In einer großen hübschen Vase müsste es aber eigentlich auch gehen.





Zwei Biolimetten und -orangen gut abwaschen, in Scheiben schneiden und in das Glasgefäß der Wahl geben. Brom- und Blaubeeren dazu geben und den Weißwein angießen.  Dann den Granatapfelsaft und den Cranberrysirup dazu geben. Die Mengenangabe, die ich euch unten angegeben habe müßt ihr  allerdings individuell anpassen, denn es hängt ja auch von der Säure der Limetten und Orangen ab, wieviel ihr braucht. Mit 200 ml war es bei mir relativ süß.......entscheidet selbst!







Die Bowle sollte dann mindestens 2 Stunden durchziehen. Zum Servieren noch Eiswürfel und - ganz wichtig und lecker! - Zitronenmelisse mit ins Glas geben.





Ja und was hab ich da oben in der Überschrift vom Melonentrick geschrieben? Jahaaaaa! Das wollte ich euch ja schon längst mal erzählt haben. Ist ein Trick aus dem letzten Asiaurlaub! Thematisch schweife ich jetzt irgendwie ab, aber diese Sonne bringt mich einfach total in Urlaubsstimmung, yeah! Naja und wo wir jetzt ja schon beim optimalen Sommeraperitif sind, kann der noch perfektere Sommerobstsnack auch noch hinterher.





Der Trick ist an Einfachheit in der Ausführung und Grandiosität in der Wirkung aber nicht zu überbieten. Einfach mal Limette über das Melonenstückchen träufeln! Ich schwöre, ihr wollt sie danach nie wieder ohne essen ;-D. Hier zuhause ist das jedenfalls so.

 #chakaundbestermelonentrickever





Habt nen tolle Sonnenwoche und immer schön eincremen ;-)!










Einkaufsliste:

200 ml Cranberrysirup
320 ml Granatapfelsaft
1 1/2 Flaschen guten Weißwein
2 Orangen
2 Limetten
Brombeeren
Blaubeeren
Zitronenmelisse