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Dienstag, 17. Januar 2017

Abu Dhabi Part 2: Wie gut man es doch so als Falke im Falkenhospital hat, die große Dattelverkostung, ein bißchen Fischmarkt und ein paar Restauranttips !

Ihr Lieben! Es ist ja immer noch soooooo schnatterkalt und ich weiß es genau!.........ihr wollt es auch wärmer!  Viel wärmer! Also nicht dass ich das nicht auch wollen würde und an der Stelle sind meine Post auch herrlich vollegoistisch, denn ich liebe es momentan mir die Bilder aus  heißester Sonne schon morgens früh im Schlafanzug anzuschauen.

Na dann wärmen wir uns mal alle kollektiv mit Hilfe der Bilder auf! Ist quasi der Winterservice für gefrorene Eisnasen hier aufm Blog. Wir machen uns heute nochmal auf nach Abu Dhabi, denn ich hab euch noch gar nicht von meinem Lieblingsevent dort zu erzählt!

BLOGHEIZUNG auf Tiefkühlnasenauftaueinstellung volle Kanone an! Ping!

Also da wären wir dann auch schon.....und alles ohne 6 Stunden Flug.  Gebeamt quasi! Noch son Service ;-)!

Und? Schaut auf das Bild. Wirkts schon? Na dann los!




Dank des wirklichwirklich großartigen Hinweises des TCA Abu Dhabi* planten wir zu unserem großen Glück einen Besuch  des Falkenhospitals von Abu Dhabi ein. Das Hospital gibt es seit 1999 und ist - wen wunderts? - das größte in den UAE sowieso aber natürlich auch der Welt. Geleitet wird es von der deutschen Tierärztin Margit Müller, die dort mit ihrem Team jährlich mehr als 11.000 Falken behandelt.

Falken sind seit jeher eng mit den Traditionen der Emirate verbunden, wurden früher zur Jagd eingesetzt und sicherten damit das Überleben in der Wüste. Dazu machte man sich in den Vogelzug im Herbst  und Frühjahr zunutze, fing die Vögel auf der Durchreise ein, richtete sie in kürzester Zeit ab und ließ sie ein paar Wochen für sich jagen. Dann ließ man sie wieder frei. Heutzutage hat sich die Falkenhaltung eher zu einem kostspieligen Hobby (ein gut ausgebildetes Falkenweibchen - das sind nämlich die schnelleren - kostet schon mal bis zu 40.000 €) entwickelt. Für manche ist es ein Statussymbol viele Falken zu besitzen, für die meisten aber ist der Falke ein echtes Familienmitglied (wie dem Deutschen sein Hund), der auch entsprechend fürsorglich behandelt wird und der mit der Familie zusammen im Haus wohnt. Wie ernst die Emiratis das mit dem Familienmitglied meinen, zeigt sich auch schon daran, dass Falken wirklich und allen ernstes bei Abu Dhabis Fluggesellschaft Etihad IN DER KABINE mit ihrem Halter mitfliegen dürfen und nicht in den Frachtraum müssen. Und ob ihrs glaubt oder nicht: So ein Falke hat sogar seinen eigenen Pass (schaut unten das Foto, da wird gerade einer gezeigt). Verwechslung ausgeschlossen. Bei den Preisen für die Tierchen auch durchaus ratsam.






Hier sitzen ein paar der Patienten. Alle mit ihren Lederhauben auf dem Kopf und alle aus den unterschiedlichsten Gründen. Das Hospital ist nämlich neben einer Tierarztpraxis auch Tierpension, Tierheim, Falkenzucht, Forschungslabor und Veranstaltungscenter. Frau Dr. Müller, die einen wahrhaft legendären Ruf in den Emiraten genießt, seit sie einem Lieblingsfalken eines einflußreichen Scheichs das Leben rettete, hat aus dem von außen absolut harmlos wirkenden Gebäudekomplex die allererste Adresse für alle Falkenliebhaber rund um die Welt gemacht. Die Vögel werden hier gehegt und gepflegt und die Atmosphäre ist einfach faszinierend angenehm. Nirgendwo ist auch nur ein Fünkchen Dreck, kein Vogelkod.......könnte man ja meinen......die Mitarbeiter huschen ständig um die Vögelchen herum und kümmern sich oder behandeln sie entsprechend dem Auftrag.






Der große Sohn durfte dann sogar einen der Falken füttern. Mit einer Wachtel......klar.....nur das beste für die Tierchen. Er war völlig überrascht mit was für einer Kraft der Falke die Wachtel in Stücke biß und riß und auch Knochen keine Hürde zu sein schienen. Er sagte hinterher, dass er trotz Handschuhs zeitweise fast Angst um seine Finger gehabt hätte,  als er merkte wie verstörend einfach so ein Falke das Genick einer Wachtel durchtrennt. Mit einem Knack. Na und so ein Finger ist erstens nicht viel dicker und zweites auch nicht weiter weg. Da kannste dich als Vogel auch schon mal vertun. Ach aber ne...sind noch alle dran.





Als nächstes lernten wir noch was über das Ersetzen von Federn (für die das Hospital eine eigene Sammlung der unterschiedlichsten Federn besitzt, die mit den interessantesten Techniken am Vogel angebracht werden, um ihn wieder flugfähig zu machen), die Funktionsweise des Falkenauges, erlebten unsere erste Maskenvogelvollnarkose und schauten bei einer Maniküre von Krallen zu. Sehrsehr interessant. Und alle so nett. Also wenn ich mal kranker Falke bin (?......na könnte doch irgendwannirgendwieirgendwo mal sein????), dann will ich GENAU DA HIN. ;-). Habt ihr notiert ja?

Schließlich bekamen wir noch die Krankenstation samt Zimmern (!!!) und eine der großen klimatisierten Flugvolieren gezeigt. Wußtet ihr, dass ein Falke einen Sommer in den Emiraten nicht überleben würde? ZU HEISS! Falken kommen etwa bei 25  Grad C an ihre Grenze. Deshalb geben viele die Tiere in den Sommermonaten ins Hospital, wo sie auch ungestört ihre Mauser durchleben können. Und wie sagte unser Guide so schön: "Wissen sie, wie extrem gut wir auf die Tiere aufpassen? Stellen sie sich mal vor eines ihrer Kinder käme weg. Die meisten Scheichs finden das vergleichbar. Uns ist noch niemalsnie einer weggekommen. Ich möchte sonst auch nicht in meiner eigenen Haut stecken."

Ein wirklich extrem interessanter Besuch den ich jeden nur wirklich ans Herz legen kann.




Danach machten wir erstmal ein Päuschen im traditionell arabischen Restaurant "Al Dhafra" direkt am Hafen. Wer eine Speisenauswahl vom feinsten, absolut authentisch arabisch und in unfassbaren Mengen sucht, der findet sie hier.  Auch hier wieder vom mir absolut Daumen hoch! Köstlich wars!







Auch wenn wir nach dem Essen eigentlich fast nur noch rollen konnten.......dann gings zum Dattel- und Fischmarkt. Natürlich mussten wir dann auch Datteln in allen erdenklichen Farben und Formen probieren. Spannend auch mal frische Datteln zu essen, das hatte ich ehrlich gesagt noch nie. Und dann die roten......schon echt verrückt, wieviele unterschiedliche es gibt und wie verschieden die schmecken. Bei uns hat inzwischen jeder seine Lieblingsdattelsorte. Am allerallerliebsten mag man die dann natürlich gefüllt mit Cashews, Pecan, Mandeln, Orange, Marzipan und überzogen mit Schoko und Pistazien......schrecklich ;-D.......fürchterlich geradezu. Da schmeiß ich jede andere Süßigkeit für weg. Ohne Witz. Als unsere Nachbarn letztes Jahr in Dubai waren, zwangen wir sie, uns 1 kg.......EIN KILO!.....Datteln mitzubringen. Denn das was man hier in deutschen Supermärkten bekommt ist echt den Namen Dattel nicht wert. Ich versteh schon, dass hierzulande keiner Datteln mag.








Beim Fischmarkt bin ich dann wirklich nervös geworden. Ich konnte mich nur deshalb im Zaum halten, weil wir ja wie schon gesagt gerade erst gegessen hatten. Aber sonst.......ich hätte echt nen Heulkrampf bekommen. Dieses Fischangebot!!!! Jaaaa!!!! Ich hätte am liebsten den und den und den und den.....ach einfach ganz viele gekauft und am liebsten selbst gekocht. Aberer das ging ja nun mal nicht. Hotelzimmer haben keine Küche. Aber wißt ihr was? Man kann sich den Fisch dort direkt zubereiten lassen. Zuerst wird der Fisch nach Wunsch von einem Mitarbeiter ausgenommen, dann bringt man ihn zum Grillstand, der ihn dann genau so wie man es will für einen zubereitet. Ich sags euch......das nächste mal wenn ich in Abu Dhabi bin........jajaja.








Ach und zum Schluß noch etwas zum Hotel in dem wir wohnten. Das Sheraton Abu Dhabi Hotel and Resort . Ein zwar in der Eingangshalle sehr schön arabisch designtes, insgesamt aber schon ziemlich altes Hotel mit niedrigen Decken und seeehr kleinen Standardzimmern. Für uns spielt insbesondere letzteres eine Rolle, da wir immer mit Zustellbett buchen müssen. Und steht ein solches im Zimmer, ist es so voll, dass man nicht mehr zum eigenen Bett kommt. Upgrade leider nicht möglich, da aufgrund der Bauweise aus den 70igern alle Zimmer gleich geschnitten sind.....bis auf die Suite und die war voll. Hm. Das war also leider so lala. 






Die Poollandschaft ist eher klein, aber schön gemacht mit kleinem Garten und es gibt auch einen kleinen Strandabschnitt mit weißem Sand. Allerdings ist der Blick aufs Meer verbaut, da eine vorgelagerte Insel mit einem hohen Gebäude die Sicht komplett verdeckt und man quasi nur in einer Art Lagune schwimmen geht.
Das Frühstücksbuffet kann ich allerdings positiv erwähnen. Wirklich eine tolle Auswahl, viel frisches Brot, sogar guten Käse, Lachs, viel Obst und Oliven, frisch gepresste Säfte, nach Wunsch gebratene Eier, arabische warme Gerichte......da kann man nicht meckern und die Jungs waren nach dem ewigen Reisgeesse in Asien froh mal wieder richtig reinhauen zu können.





Ach und das innerhäusige mexikanische Restaurant "El Sombrero" haben wir auch an einem Abend getestet. Wie gesagt...hahaha.....nach 3 Wochen Asien mag man erstmal nix Asiatisches mehr essen und mexikanisch ist sowieso immer ne super Abwechslung. Wir wurden superfreundlich bedient und die Speisen waren wirklich spannend........von flambieren am Tisch, Enchiladas, Nachos und all das,  über das richtige Bier mit Limette und die passenden Cocktails.......wir nahmen alles mit. Hmmm. 






So und jetzt bin ich echt verzweifelt. Ich hab alle Urlaubsfotos abgearbeitet und bin mit der Berichterstattung durch......was mach ich denn jetzt bis zum nächsten Sommer??????? Hilfe! Rettet mich! Wer weiß denn schon, wohin es für ihn nächsten Sommer geht und mag mir ein bißchen erzählen, warum er da unbedingt hinmöchte. Wir haben nämlich noch überhaupt nix im Kopf, wohin wir in einem halben Jahr hin aufbrechen könnten. Füttert mich mit Ideen! Und vielleicht bleiben wir einfach mal in Europa! Das wär doch auch mal was????

Ich bin gespannt, welche Reiseziele ihr so für 2017 geplant habt!

Ein dickes Smak für euch alle!





* Dieser Post entstand in Zusammenarbeit mit dem TCA Abu Dhabi. Vielenvielen Dank für eure großartige Unterstützung und die tollen Tips! Meine Meinung über die gezeigten Erlebnisse bleibt davon aber natürlich gänzlich unberührt. 

Dienstag, 29. November 2016

Abu Dhabi Part 1: Als ich in meiner Abaya durch die wunderbare Sheik Zayid Moschee wandelte, ein bißchen Kultur, schnelle Autos in der Ferrari World und das beste libanesische Restaurant überhaupt .

Ist euch etwa kalt, ja? Herbst? Kalte Füße und Nase und so? Frostige Öhrchen die Damen? Hohaaaaa.......da hab ich ein Geheimrezept. Ich werde euch die Wärme nach Hause beamen mittels DIIIEEESES grandiosen Hitze-Posts und der dazugehörigen Glüh-Bilder. Denn heute Mädels (und Jungs) gehts nach Abu Dhabi! Mitten rein in die Hitze des Sommers, der zu der Zeit als wir gerade da waren volle Granate an knallen war: 40-45 Grad. Heissassa du liebes Bißchen! Das is mal ne Temperatur! Seltsamerweise können wir das ziemlich gut ab und es verschreckt uns kein bißchen selbst in den Sommermonaten in der arabischen Welt aufzukreuzen. Wüste wir kommen!

Aber nu. Die Emirate kennen wir ja bekannter Maßen  schon ein wenig, denn wir waren ja schon öfter in Dubai und auch in Ras al Khaimah. Und mal abgesehen davon, dass wir dort auch schon ganze Sommer verbracht haben (Jaaaa.....mit Pool und Strand und dem ganzen Gedöns und wir sind nicht zu Staub zerfallen ;-D......aber......is schon heiß, gelle ;-D), kann ich euch folgenden Tip für einen Besuch der Emirate nur wärmstens ans Herz legen: Plant einen ebensolchen doch einfach mal auf der Durchreise von oder nach Asien ein. Für uns ist das immer DER TRICK schlechthin, um dem fiesen Jetlag, der einem dann ja schon mal die Anfangstage in Asien oder Zuhause versaut, die Luft aus den Segeln zu nehmen. Plant dann einfach am besten direkt mindestens 3-4 Tage ein und ihr könnt vor Ort auch richtig was anschauen ohne brutal gehetzt zu sein. Wir waren diesmal ganze 5 Tage dort und fanden es eine super Entscheidung, denn wir haben wirklich wahnsinnig viel von Abu Dhabi gesehen. Das war insbesondere einem Mann, nämlich Abu (schaut unten), geschuldet, zum anderen war ich wunderbar mit Ideen und Events durch das TCA Abu Dhabi* versorgt. Aber seht jetzt mal selbst, was Abu Dhabi so zu bieten hat.




Ich darf zunächst mal vorstellen: Das ist Abu. Unser ständig und immer wirklich bombig gut gelaunter und wirklich spaßiger, sonniger Guide. Mit der größten Zahnlücke ever ;-). Deshalb wollte er auf dem Foto auch partout nicht lächeln.....war ihm peinlich, dem Armen. Dabei fand ich die und ihn sooo sympathisch! Abu schleuste uns zielsicher durch Abu Dhabi und zeigte uns wirklich alle Winkel, Bauwerke und Mustsees, kannte die passenden Restaurants, wußte zu allem die passende Geschichte, hatte immer Wasser in unerschöpflichen Mengen und für den Fall der Fälle die passenden Klamotten für mich (Abayas in allen möglichen Größen.......wartet ab!) dabei. Perfekt. Und wißt ihr was? Abu sprach super Deutsch, weil er nämlich lange Zeit in München bei den Weißwürstchen gelebt hat. Tihhii. Mit sowas hatte ich nun wirklich nicht gerechnet.








Irgendwie war klar, dass wir alle zuerst die riesige Sheik Zayid Moschee zuerst sehen wollten. Besonders ich hatte einfach zuviel schon davon gehört. Wußtet ihr, dass sie nach Mekka (Platz für 820.000 Gläubige) und Casablanca (Platz für 100.000 Gläubige) die drittgrößte Moschee (Platz für 40.000 Gläubige) der Welt ist? Diese Ausmaße! Wie ein Fussballstadion! Da versagt bei mir dann die Vorstellungskraft, wenn ich versuche mir die Moschee in Mekka vorzustellen. Unmöglich. 

Das lustige kleine schwarze Tierchen auf dem Foto hier unten bin übrigens.......ich. Ich in der Abaya. Ich hatte mir zwar extra für den Tag eine lange Hose und auch ein weites langes Hemd angezogen......die Ärmel des Hemdes reichten aber nicht bis über die Handgelenke. Abu meinte daher Abaya wäre wohl eine clevere Wahl und zückte gleich mehrere aus dem Heck unseres Autos. Ich fands ehrlich gesagt sehr spannend. Ich hatte zwar schon mal eine Abaya und auch schon mal einen Nijab und einen Tschador an, bin aber noch nie länger damit herumgelaufen. Und ich sags euch....nix für so ein unruhiges Gemüt wie mich. Ständig rutschte mir die Kopfbedeckung herunter und ich zappelte hektisch an dem Tuch herum.....Nadeln oder Klammern hatte ich ja nicht. Na und dann SCHWAAARRRZZZ sage ich nur. Bei den Temperaturen! Abu erklärte mir das aber ganz logisch: Wenn man schwitzt ist weiß suboptimal.......wird so.....äh durchsichtig. Na und schwarz eben nicht. Wieder was gelernt!





Die Moschee wurde 2007 während des Ramadan eröffnet und wurde nach Emir Zayid bin Sultan Al Nahyan, einem Mitgründer und ersten Präsidenten der UAE benannt, dessen riesiges Grabbauwerk sich ebenfalls auf dem Gelände befindet und das NICHT fotografiert werden darf. In ihrem Inneren findet man - wie sollte es in einem Land, in dem ein Superlativ das andere jagt, anders sein - den größten handgeknüpften Teppich, ebenso wie den größten Kronleuchter der Welt. Und letzterer genauso wie weitere 6 Stück (kleinere) kommen sogar noch aus Bayern. 

Die Moschee ist sowas von sagenhaft sauber und gepflegt, Wahnsinn. Nix ist irgendwo abgebrochen, kaputt oder ein Eckchen weg. Nix! Da wird auch gefühlt 24/7 gesaugt. Unfassbar. Und soll ich euch nochmals sagen: Also diese goldenen Spitzen auf den Kuppeln der Moschee....schaut bitte auf die Bilder.....die sind nicht vergoldet. 

Nein.

Die sind M.A.S.S.I.V.. Sagt Abu.

Ui sag ich nur.







Für uns von großen Interesse war auch die Insel Saadiyat Island, die momentan allerdings nur eine riesige Baustelle ist. Im dortigen Besucherzentrum Manarat al Saadiyat ("Ort, der Erleuchtung bringt") bekommt man einen Überblick über die bauliche Zukunft Abu Dhabis. Der architektonisch und städteplanerisch interessierte Mensch kann sich hier anhand von großen Model-Bebauungsplänen die 3 neuen Museen im Weltformat Guggenheim (Frank Gehry, Eröffnung 2017), Louvre (Jean Nouvel) und Nationalmuseum aber auch die Gesamtkonzeption für die Insel vor Augen führen. Das war besonders für den großen Sohn von riesigem Interesse, da er sich überlegt hat, dass er nächstes Jahr mit einem Architekturstudium beginnen möchte (Boah ist der schon groß!). Na und dann muss man doch mal so schauen, was denn die spätere Konkurrenz so treibt. Wer weiß....vielleicht darf er ja dort auch mal was bauen oder zumindest dran beteiligt sein??? Die Insel soll etwa 2018 fertig sein, aber das wird ja über die Jahre gesehen nicht alles bleiben, was in der Region gebaut wird. Ein Ziel hat er damit auf jeden Fall schon mal. Das ist in jedem Fall supi ;-)!

Das Besucherzentrum beherbergt jedes Jahr auch die Kunstmesse Abu Dhabi Art......schade dass die grade nicht stattfand. Ich war ja schon von der Art Dubai im Frühjahr begeistert. So musste ich mich leider mit nur wenigen Überbleibseln der immer wieder auch abseits der Art stattfindenden Ausstellungen und Workshops zufrieden geben. Tja. Nächstes Mal sag ich nur!









Für einen kleinen Überblick über die arabische Vergangenheit und Lebensweise vor dem Ölboom fährt man am besten ins Heritage Village. Das nachgebaute Dorf ist ein Mix aus Freilichtmuseum und klimatisierten Ausstellungsräumen und zeigt angefangen von Zelten der Beduinen über die  traditionelle Bauweise und das Bewässerungssystem Faladsch auch lokales Kunsthandwerk (kann man auch kaufen) sowie in den Wintermonaten Musik- und Tanzaufführungen. Am allertollsten fanden wir aber ehrlich gesagt den Blick vom schneeweißen Strandabschnitt des Heritage Villages auf Abu Dhabi. So wunderschön!






So und last but not least für heute (Abu Dhabi Part 2 folgt ja noch).......die bekannte Ferrari World. Das Mekka für den eingefleischten Motorsportfan. Jajaja, wir waren auch da und das, obwohl sich alle bis auf den kleinsten Ü nur so lalala mit dem Motorsport und den entsprechenden Karren auskennen. Aber wir merkten schnell, das macht ja gar nix, es ist dort eher wie ein kleineres, überdachtes und klimatisiertes Phantasialand (das in Brühl, das Ding, ihr wisst!)?) und wenn man nicht spontan und direkt die Pszahl, Hubraum oder Baujahr von Ferrari X oder Y weiß wird auch man nicht gnadenlos ausgebuht. Im Gegenteil. In der Ferrari World kann man mit Kind und Kegel anrücken und auch für Kleinen gibt es je nach Körpergröße (ab 90 cm) wirklich viel "abzuarbeiten";-D und ich glaube am Abend hatten wir immer noch nicht alles gesehen, was es dort zu entdecken gab. Deshalb hier nur ein kurzer Überblick über das, was wir am lustigsten fanden.







Abenteuer- und Kletterspielplätze, 4-D Gondelfahrten im Dunkeln mit simulierten rasanten Geländefahrten (Speed of Magic), bei der mir Waschlappen doch echt schon schummrig wurde (ab 1m Körpergröße), die interaktive Autofahrt "Benno´s Great Race, bei der man sich mit einem Schraubschlüssel Punkte erschießen muss (ab 90 cm Körpergröße), Miniautofahren für Kleine (langsam! von 1m - 1,40m) und beim Junior Grand Prix (1m - 1,50m) fährt man dann schon größere, aber auch noch langsame Rennwagen (hier unten im Bild), der Tyre Twist, eine Art Karussell in überdimensionierten Autoreifen (ab 1,05 m), die Scuderia Challenge, bei der man seine Racing Skills in einem Simulator testen kann (ab 1,30 m)........und so weiter und so weiter. Und zwischendrin überall Show und NATÜRLICH ausgestellte Ferraris.





Ein Highlight ist mit Sicherheit die Karting Academy, bei der man in echten Karts eine Rennstrecke befahren darf (ab 1,50 m). Ich geb euch hier den Tip früh morgens zu kommen und euch SOFORT dorthin zu begeben, denn es werden pro Tag nur eine begrenzte Anzahl an Tickets vergeben. Meistens kann man deshalb auch nur einmal fahren, was schade ist, aber mit dem Besucherandrang leicht zu erklären ist. Wenn mans weiß......





Na und das absolute Highlight ist natürlich die mit 240 km/h schnellste Achterbahn der Welt, die Formula Rossa (ab 1,40 - 1,95m). Hier hat man eine Beschleunigung von o auf 100 km/h in 2,9 Sek, bzw von 0 auf 240 km/h in 4,9 Sek und kann sich dann wirklich schon mal wie in einem echten Rennwagen fühlen. Die Beschleunigung zieht einem echt die Schuhe aus und Kreischen ist wohl unvermeidlich, schaut mal auf meinem Instagramvideo!






Wenn ihr dann am Ende eines Tages so richtig kaputt seid und noch ein tolles Restaurant sucht: Biddeschön! Ich hab da echt ne dolle Empfehlung für euch! Das Al Mayas*. Es befindet sich im Sheraton Hotel & Resort direkt an der Corniche Road. Ich würde sagen es ist das beste armenisch libanesische Restaurant in Abu Dhabi und bei orientalischem Food kenn ich mich inzwischen echt ein bißchen aus. Aber glaubt nicht mir allein, lest mal im Netz die Kommentare, die überschlagen sich alle. Und ich kanns wirklich auch nur bestätigen.






Wir wurden unfassbar freundlich begrüßt und der Abend war eine Schlemmerei ohne gefühltes Ende. Tony, der Restaurantmanager, bediente uns persönlich und fuhr wirklich fast alles auf, was seine Küche an Spezialitäten zu bieten hatte. Er grillte für uns Lammwürstchen am Tisch, brachte alle erdenklichen Dips, Humus, Salate, Vor- und Hauptspeisen auf den Tisch - probiert unbedingt das Kebab mit Kirschsoße, die Spezialität des Hauses!- selbst gebackenes Brot frisch aus dem Ofen und ich fand ja auch den Tomatensalat mit dem frischen Rosmarin völlig großartig. Wer will, kann sich dann nach dem unglaublichen Mal auch noch eine Wasserpfeife kommen lassen. Das machen da fast alle und es kommt total arabische Stimmung auf. Sehrsehr gemütlich!






So und jetzt will ichs wissen. Hats gewirkt? Ist die Nase schon ein wenig warm? Seht ihr! Das macht Abu Dhabi ;-).


* Dieser Post entstand in Zusammenarbeit mit dem TCA Abu Dhabi. und dem Al Mayass. Ein ganz großes Danke schön für die tolle Unterstützung während unserer Reise! Ganz besonderen Dank auch nochmal an Tony! Du hast dir unfassbare Mühe gegeben und es hat soooo unverschämt lecker geschmeckt! Selbstverständlich bleibt meine Meinung über unsere Erlebnisse von den Kooperationen  völlig unangetastet.