Dienstag, 29. November 2016

Abu Dhabi Part 1: Als ich in meiner Abaya durch die wunderbare Sheik Zayid Moschee wandelte, ein bißchen Kultur, schnelle Autos in der Ferrari World und das beste libanesische Restaurant überhaupt .

Ist euch etwa kalt, ja? Herbst? Kalte Füße und Nase und so? Frostige Öhrchen die Damen? Hohaaaaa.......da hab ich ein Geheimrezept. Ich werde euch die Wärme nach Hause beamen mittels DIIIEEESES grandiosen Hitze-Posts und der dazugehörigen Glüh-Bilder. Denn heute Mädels (und Jungs) gehts nach Abu Dhabi! Mitten rein in die Hitze des Sommers, der zu der Zeit als wir gerade da waren volle Granate an knallen war: 40-45 Grad. Heissassa du liebes Bißchen! Das is mal ne Temperatur! Seltsamerweise können wir das ziemlich gut ab und es verschreckt uns kein bißchen selbst in den Sommermonaten in der arabischen Welt aufzukreuzen. Wüste wir kommen!

Aber nu. Die Emirate kennen wir ja bekannter Maßen  schon ein wenig, denn wir waren ja schon öfter in Dubai und auch in Ras al Khaimah. Und mal abgesehen davon, dass wir dort auch schon ganze Sommer verbracht haben (Jaaaa.....mit Pool und Strand und dem ganzen Gedöns und wir sind nicht zu Staub zerfallen ;-D......aber......is schon heiß, gelle ;-D), kann ich euch folgenden Tip für einen Besuch der Emirate nur wärmstens ans Herz legen: Plant einen ebensolchen doch einfach mal auf der Durchreise von oder nach Asien ein. Für uns ist das immer DER TRICK schlechthin, um dem fiesen Jetlag, der einem dann ja schon mal die Anfangstage in Asien oder Zuhause versaut, die Luft aus den Segeln zu nehmen. Plant dann einfach am besten direkt mindestens 3-4 Tage ein und ihr könnt vor Ort auch richtig was anschauen ohne brutal gehetzt zu sein. Wir waren diesmal ganze 5 Tage dort und fanden es eine super Entscheidung, denn wir haben wirklich wahnsinnig viel von Abu Dhabi gesehen. Das war insbesondere einem Mann, nämlich Abu (schaut unten), geschuldet, zum anderen war ich wunderbar mit Ideen und Events durch das TCA Abu Dhabi* versorgt. Aber seht jetzt mal selbst, was Abu Dhabi so zu bieten hat.




Ich darf zunächst mal vorstellen: Das ist Abu. Unser ständig und immer wirklich bombig gut gelaunter und wirklich spaßiger, sonniger Guide. Mit der größten Zahnlücke ever ;-). Deshalb wollte er auf dem Foto auch partout nicht lächeln.....war ihm peinlich, dem Armen. Dabei fand ich die und ihn sooo sympathisch! Abu schleuste uns zielsicher durch Abu Dhabi und zeigte uns wirklich alle Winkel, Bauwerke und Mustsees, kannte die passenden Restaurants, wußte zu allem die passende Geschichte, hatte immer Wasser in unerschöpflichen Mengen und für den Fall der Fälle die passenden Klamotten für mich (Abayas in allen möglichen Größen.......wartet ab!) dabei. Perfekt. Und wißt ihr was? Abu sprach super Deutsch, weil er nämlich lange Zeit in München bei den Weißwürstchen gelebt hat. Tihhii. Mit sowas hatte ich nun wirklich nicht gerechnet.








Irgendwie war klar, dass wir alle zuerst die riesige Sheik Zayid Moschee zuerst sehen wollten. Besonders ich hatte einfach zuviel schon davon gehört. Wußtet ihr, dass sie nach Mekka (Platz für 820.000 Gläubige) und Casablanca (Platz für 100.000 Gläubige) die drittgrößte Moschee (Platz für 40.000 Gläubige) der Welt ist? Diese Ausmaße! Wie ein Fussballstadion! Da versagt bei mir dann die Vorstellungskraft, wenn ich versuche mir die Moschee in Mekka vorzustellen. Unmöglich. 

Das lustige kleine schwarze Tierchen auf dem Foto hier unten bin übrigens.......ich. Ich in der Abaya. Ich hatte mir zwar extra für den Tag eine lange Hose und auch ein weites langes Hemd angezogen......die Ärmel des Hemdes reichten aber nicht bis über die Handgelenke. Abu meinte daher Abaya wäre wohl eine clevere Wahl und zückte gleich mehrere aus dem Heck unseres Autos. Ich fands ehrlich gesagt sehr spannend. Ich hatte zwar schon mal eine Abaya und auch schon mal einen Nijab und einen Tschador an, bin aber noch nie länger damit herumgelaufen. Und ich sags euch....nix für so ein unruhiges Gemüt wie mich. Ständig rutschte mir die Kopfbedeckung herunter und ich zappelte hektisch an dem Tuch herum.....Nadeln oder Klammern hatte ich ja nicht. Na und dann SCHWAAARRRZZZ sage ich nur. Bei den Temperaturen! Abu erklärte mir das aber ganz logisch: Wenn man schwitzt ist weiß suboptimal.......wird so.....äh durchsichtig. Na und schwarz eben nicht. Wieder was gelernt!





Die Moschee wurde 2007 während des Ramadan eröffnet und wurde nach Emir Zayid bin Sultan Al Nahyan, einem Mitgründer und ersten Präsidenten der UAE benannt, dessen riesiges Grabbauwerk sich ebenfalls auf dem Gelände befindet und das NICHT fotografiert werden darf. In ihrem Inneren findet man - wie sollte es in einem Land, in dem ein Superlativ das andere jagt, anders sein - den größten handgeknüpften Teppich, ebenso wie den größten Kronleuchter der Welt. Und letzterer genauso wie weitere 6 Stück (kleinere) kommen sogar noch aus Bayern. 

Die Moschee ist sowas von sagenhaft sauber und gepflegt, Wahnsinn. Nix ist irgendwo abgebrochen, kaputt oder ein Eckchen weg. Nix! Da wird auch gefühlt 24/7 gesaugt. Unfassbar. Und soll ich euch nochmals sagen: Also diese goldenen Spitzen auf den Kuppeln der Moschee....schaut bitte auf die Bilder.....die sind nicht vergoldet. 

Nein.

Die sind M.A.S.S.I.V.. Sagt Abu.

Ui sag ich nur.







Für uns von großen Interesse war auch die Insel Saadiyat Island, die momentan allerdings nur eine riesige Baustelle ist. Im dortigen Besucherzentrum Manarat al Saadiyat ("Ort, der Erleuchtung bringt") bekommt man einen Überblick über die bauliche Zukunft Abu Dhabis. Der architektonisch und städteplanerisch interessierte Mensch kann sich hier anhand von großen Model-Bebauungsplänen die 3 neuen Museen im Weltformat Guggenheim (Frank Gehry, Eröffnung 2017), Louvre (Jean Nouvel) und Nationalmuseum aber auch die Gesamtkonzeption für die Insel vor Augen führen. Das war besonders für den großen Sohn von riesigem Interesse, da er sich überlegt hat, dass er nächstes Jahr mit einem Architekturstudium beginnen möchte (Boah ist der schon groß!). Na und dann muss man doch mal so schauen, was denn die spätere Konkurrenz so treibt. Wer weiß....vielleicht darf er ja dort auch mal was bauen oder zumindest dran beteiligt sein??? Die Insel soll etwa 2018 fertig sein, aber das wird ja über die Jahre gesehen nicht alles bleiben, was in der Region gebaut wird. Ein Ziel hat er damit auf jeden Fall schon mal. Das ist in jedem Fall supi ;-)!

Das Besucherzentrum beherbergt jedes Jahr auch die Kunstmesse Abu Dhabi Art......schade dass die grade nicht stattfand. Ich war ja schon von der Art Dubai im Frühjahr begeistert. So musste ich mich leider mit nur wenigen Überbleibseln der immer wieder auch abseits der Art stattfindenden Ausstellungen und Workshops zufrieden geben. Tja. Nächstes Mal sag ich nur!









Für einen kleinen Überblick über die arabische Vergangenheit und Lebensweise vor dem Ölboom fährt man am besten ins Heritage Village. Das nachgebaute Dorf ist ein Mix aus Freilichtmuseum und klimatisierten Ausstellungsräumen und zeigt angefangen von Zelten der Beduinen über die  traditionelle Bauweise und das Bewässerungssystem Faladsch auch lokales Kunsthandwerk (kann man auch kaufen) sowie in den Wintermonaten Musik- und Tanzaufführungen. Am allertollsten fanden wir aber ehrlich gesagt den Blick vom schneeweißen Strandabschnitt des Heritage Villages auf Abu Dhabi. So wunderschön!






So und last but not least für heute (Abu Dhabi Part 2 folgt ja noch).......die bekannte Ferrari World. Das Mekka für den eingefleischten Motorsportfan. Jajaja, wir waren auch da und das, obwohl sich alle bis auf den kleinsten Ü nur so lalala mit dem Motorsport und den entsprechenden Karren auskennen. Aber wir merkten schnell, das macht ja gar nix, es ist dort eher wie ein kleineres, überdachtes und klimatisiertes Phantasialand (das in Brühl, das Ding, ihr wisst!)?) und wenn man nicht spontan und direkt die Pszahl, Hubraum oder Baujahr von Ferrari X oder Y weiß wird auch man nicht gnadenlos ausgebuht. Im Gegenteil. In der Ferrari World kann man mit Kind und Kegel anrücken und auch für Kleinen gibt es je nach Körpergröße (ab 90 cm) wirklich viel "abzuarbeiten";-D und ich glaube am Abend hatten wir immer noch nicht alles gesehen, was es dort zu entdecken gab. Deshalb hier nur ein kurzer Überblick über das, was wir am lustigsten fanden.







Abenteuer- und Kletterspielplätze, 4-D Gondelfahrten im Dunkeln mit simulierten rasanten Geländefahrten (Speed of Magic), bei der mir Waschlappen doch echt schon schummrig wurde (ab 1m Körpergröße), die interaktive Autofahrt "Benno´s Great Race, bei der man sich mit einem Schraubschlüssel Punkte erschießen muss (ab 90 cm Körpergröße), Miniautofahren für Kleine (langsam! von 1m - 1,40m) und beim Junior Grand Prix (1m - 1,50m) fährt man dann schon größere, aber auch noch langsame Rennwagen (hier unten im Bild), der Tyre Twist, eine Art Karussell in überdimensionierten Autoreifen (ab 1,05 m), die Scuderia Challenge, bei der man seine Racing Skills in einem Simulator testen kann (ab 1,30 m)........und so weiter und so weiter. Und zwischendrin überall Show und NATÜRLICH ausgestellte Ferraris.





Ein Highlight ist mit Sicherheit die Karting Academy, bei der man in echten Karts eine Rennstrecke befahren darf (ab 1,50 m). Ich geb euch hier den Tip früh morgens zu kommen und euch SOFORT dorthin zu begeben, denn es werden pro Tag nur eine begrenzte Anzahl an Tickets vergeben. Meistens kann man deshalb auch nur einmal fahren, was schade ist, aber mit dem Besucherandrang leicht zu erklären ist. Wenn mans weiß......





Na und das absolute Highlight ist natürlich die mit 240 km/h schnellste Achterbahn der Welt, die Formula Rossa (ab 1,40 - 1,95m). Hier hat man eine Beschleunigung von o auf 100 km/h in 2,9 Sek, bzw von 0 auf 240 km/h in 4,9 Sek und kann sich dann wirklich schon mal wie in einem echten Rennwagen fühlen. Die Beschleunigung zieht einem echt die Schuhe aus und Kreischen ist wohl unvermeidlich, schaut mal auf meinem Instagramvideo!






Wenn ihr dann am Ende eines Tages so richtig kaputt seid und noch ein tolles Restaurant sucht: Biddeschön! Ich hab da echt ne dolle Empfehlung für euch! Das Al Mayas*. Es befindet sich im Sheraton Hotel & Resort direkt an der Corniche Road. Ich würde sagen es ist das beste armenisch libanesische Restaurant in Abu Dhabi und bei orientalischem Food kenn ich mich inzwischen echt ein bißchen aus. Aber glaubt nicht mir allein, lest mal im Netz die Kommentare, die überschlagen sich alle. Und ich kanns wirklich auch nur bestätigen.






Wir wurden unfassbar freundlich begrüßt und der Abend war eine Schlemmerei ohne gefühltes Ende. Tony, der Restaurantmanager, bediente uns persönlich und fuhr wirklich fast alles auf, was seine Küche an Spezialitäten zu bieten hatte. Er grillte für uns Lammwürstchen am Tisch, brachte alle erdenklichen Dips, Humus, Salate, Vor- und Hauptspeisen auf den Tisch - probiert unbedingt das Kebab mit Kirschsoße, die Spezialität des Hauses!- selbst gebackenes Brot frisch aus dem Ofen und ich fand ja auch den Tomatensalat mit dem frischen Rosmarin völlig großartig. Wer will, kann sich dann nach dem unglaublichen Mal auch noch eine Wasserpfeife kommen lassen. Das machen da fast alle und es kommt total arabische Stimmung auf. Sehrsehr gemütlich!






So und jetzt will ichs wissen. Hats gewirkt? Ist die Nase schon ein wenig warm? Seht ihr! Das macht Abu Dhabi ;-).


* Dieser Post entstand in Zusammenarbeit mit dem TCA Abu Dhabi. und dem Al Mayass. Ein ganz großes Danke schön für die tolle Unterstützung während unserer Reise! Ganz besonderen Dank auch nochmal an Tony! Du hast dir unfassbare Mühe gegeben und es hat soooo unverschämt lecker geschmeckt! Selbstverständlich bleibt meine Meinung über unsere Erlebnisse von den Kooperationen  völlig unangetastet. 


Kommentare:

  1. Die Moschee möchte ich auch unbedingt mal sehen. Ich war zwar schon mal kurz in Abu Dhabi, hab die aber irgendwie verpasst. Ansonsten merke ich immer wieder, daß das nicht so ganz meine Ecke ist. Vielleicht liegt es an diesen ganzen künstlichen Welten. Viel mehr würde mich immer die Wüste, Oasen und das alte Leben interessieren. Aber mit Dir trink ich natürlich auch ein Pfefferminz-Teechen in den Souks von Abu Dhabi. :) Smak, Nadine

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    1. Im nächsten Post schreibe ich noch über den Fisch- und Dattelmarkt. Und vor allem über das Falkenhospital, was ja total Abudhabi ist, wenn du verstehst was ich meine. Ich liebe es! Smak!

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  2. Hallo Anne, du "schwarze Witwe" ;-) Sorry, es konnte ich nicht lassen, aber nur total unernst. :-)
    In diese Moschee muß ich unbedingt mal hin. Ein Wahnsinn ist es bautechnisch. Wieß würdeich auch besser respektieren.
    In diesen ganzen Emirates interessiert mich eigantlich gar nichts, und meinen Mann noch weniger, Dubai z.B. ist überhaupt nicht auf unserer Wunschiste. Wir dachten, wir könnten mal Abu Dhabi mit einem Fernreiseziel zusammenbinden als stop over, aber alle fliegen immer über Dubai und von dort nach Abu Dhabi schaffen nur wegen der Moschee...ganz schön kompliziert. Also, wir lassen es erst mal gut sein.
    Liebe Grüße

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    1. Hahaha.....du wieder! Die Moschee ist echt der Wahnsinn. Soooo groß und unfaßbar gepflegt. Einen Stopover in Abu Dhabi zu finden ist aber nicht so schwer.....fliegste einfach mal mit Etihad. Haben wir selber im Sommer getestet und ist wirklich ne super Fluggesellschaft. Winkewinke!

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  3. Tolle Bilder, Liebchen. Die Moschee möchte ich auch unbedingt noch besuchen. Dubai war ja schon spektakulär und interessant, aber Abu Dhabi ist nochmal was ganz anderes. Und auch wenn alles irgendwie künstlich ist, möchte ich es mal gesehen haben :)

    Liebe Grüße
    Christina :*

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