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Dienstag, 1. Dezember 2015

Bau dir einen Weihnachtswald: Supereasy Minitannenbäumchen für den Weihnachtstisch!

Liebe Leutchen am anderen Ender der Netzleitung! Ich bin endgültig im totalen Weihnachtsmodus angekommen. Aber sowas von, hollallla und dschigelbell, das könnt ihr euch kaum vorstellen und ich selber kanns auch kaum glauben. Ich war am Wochenende in Traben Trarbach an der Mosel und habe dort die "Unterwelt" und den unterirdischen Weihnachtsmarkt in den alten Weinkellern der Stadt besucht. Und es war soooo schön! Wirklich! Ich fühle mich seitdem wie ein kleines Kind ganz kurz vor Heiligabend. Hach! Wer mir auf Instagram folgt, hat das ja eh schon mitbekommen, alle andern können einfach jetzt schon mal mal ein wenig spinxen. Ich werde auf jeden Fall in den nächsten Tagen noch hier auf dem Blog darüber berichten! Jetzt muss ich erst mal die Fotos sortieren, ächz, denn das sind nicht wenige!

Na und wo ich dann doch schon mal so schön weihnachtstechnisch in Fahrt bin, bauen wir heute mal einen Wald.  Einen wunderhübschen, bunten, flauschigen Wald. Jawohl. So isses. Einen den man glatt kuscheln könnte, weil er schon so weich ausschaut. Wenn man denn wollte. Und wenn es nicht doch irgendwie ein klitzkleinwenig bescheuert wäre, einen Wald zu kuscheln. Aber ich schwörs euch, bei diesem Wald, da seid ihr kurz davor. Soooo minikurz.

Ich hab solche Bäumchen so ähnlich schon häufig bei Pinterest gesehen, meist aus irgendwelchen Spülbürsten gemacht und mit einem Fuß aus Korken oder Holz. Und genau das,  also die Füße aus Holz oder Korken, hat mich davon abgehalten, die doch einmal nachzubauen, denn ich stellte mir das ehrlich gesagt irgendwie kompliziert und/oder wackelig vor. Und das obwohl ich doch schon mal vor längerer Zeit Minitannenbäumchen aus Korken gemacht hatte, die durchaus stabil standen. Ich wollte es aber dieses Mal größer und darum erfand ich einfach meine Steinvariante. Na dann wollen wir mal alle zusammen wieder kräftig DIEIWEIEN........wir erinnern uns ;-D!.......dazu vielleicht noch einen warmen Weihnachtstee, einen knusprig süßen Weihnachtskeks für zwischendurch und ein bißchen Weihnachtsmucke in der Bude......na wie wärs ;-D!? Dann ist einem der für heute angesagte Dauerregen bei 9 Grad da draußen auch sch.....egal. Na also. Are you ready for christmas, görlz ;-D?





Das wichtigste für die kleinen Tannenbäumchen ist die geschmacklose Wolle. Das ist kein Witz. Ich habe etwas herum probiert und bin dann bei sämtlichen 1 € Discounternundramschern herumgerast und hab mich dort in das auf den ersten Blick farblich und qualitätsmäßig gruselige Angebot an Wollknäulen eingearbeitet. Dann, wenn ihr beim ersten Anblick am liebsten direkt wieder gehen wollt, seid ihr genau richtig! Popelgrün, komisches Zottelblau, die Rotpinkmischung, die in den Augen brennt? Ein Traum als Baum! ;-D

Glaubts oder glaubts nicht. So isses.

Und das absolut Allerschönste daran: Kostet dadurch auch fast nix. Noch billiger ists nur, wenn ihr sowas eh schon zuhause habt ;-D. Aber das wollen wir jetzt alle mal nicht hoffen, was ;-DDD (Pschhhht! Nicht verraten, die pinkrote Gruselwolle hab ich schon seit Jahren im Keller....:-D! Genau für solche Fälle!)???





So. Dann nehmt ihr mal eine Wolle in die Hand und wickelt sie gefühlte 28749 Mal um eure Hand, wie im ersten Bild oben links.

Dann die Wolle von der Hand abstreifen und  die Wollrolle beidseitig aufschneiden, sodass ihr in Reihe liegende gleichmäßig lange Wollstreifen bekommt.

Jetzt kommt der Draht zum Einsatz. Mein Draht hatte eine Dicke von 0,6, etwas dicker wäre aber besser, vielleicht versucht ihr es mal mit 0,8? Ihr könnt den billigsten Draht aus dem Baumarkt nehmen. Aus dem Draht schneidet ihr ein langes Stück Draht, etwa 60 cm lang und faltet den Draht hälftig wie auf Bild zwei oben in der Mitte (Der Draht dort ist allerdings zu kurz, das habe ich hinterher gemerkt!).

Zwischen die beiden Drähte legt ihr nun eure Fäden wie in Bild 3 oben rechts.




So und jetzt die Nerven behalten und beherzt zugreifen. Eine Hand kommt oben an das zusammen geklappte Drahtende, die andere an die Stelle am Draht, wo die Wollfäden aufhören. Jetzt müsst ihr einfach kräftig drehen. Am Anfang etwas vorsichtiger, damit die Wolle nicht zwischen den Drähten durchrutscht, dann so richtig grob auch mal einfach in der Mitte drehen. Dreht so lange, bis die Wolle fest im verdrehten Draht hält. Das Ergebnis zu dem Zeitpunkt ist dann das von Bild 4 unten links: EINE SPÜLBÜRSTE ;-D.

Das Wichtigste ist nun geschafft. Jetzt müßt ihr die "Spülbürste" nur noch trimmen. Die, die total auf Gartenarbeit und Buchsbaum beschneiden stehen oder die Friseurinnen unter euch sind hier klar im Vorteil. Mit einer im günstigsten Fall langen Schere verpasst ihr der "Spülbürste" also jetzt den Weihnachtsbaumlook und verjüngt die Wollfäden zur Spitze hin. Bitte nicht zu schüchtern sein mit dem Schnitt, die Bäume sind sonst eher zottelige Büsche. Nicht gut ;-/.

Wer dann zu guter letzt noch einen kleinen Perlmuttstern drauf haben möchte befestigt selbigen einfach mit ein wenig Draht oben an der Spitze.




Jetzt habt ihr also schon mal einen flauschigen Baum. Nun kommen die Steine zum Einsatz. Ihr habt an den Bäumen noch relativ lange Drahtenden. Die wickelt ihr nun um die Steine, schön fest und mehrfach, zum Schluss den "Stamm" wieder hoch, sodass die Bäume auch eine gewisse Standfestigkeit erhalten. Fertig!




Kleiner Tip am Rande: Der Wald sieht am schönsten aus, wenn ihr unterschiedliche Größen bei den Bäumen baut. Einen großen, langen, dünnen Baum, einen kleinen knubbeligen, zwei drei normale, einen ganz bekloppt dünnen langen schrägen......wie so ein Wald im schönsten Fall halt so ist. Nicht geklont immer gleich sonder vielfältig. Wie bei den Menschen. Vielfalt ist immer schöner. Hachz.....aber wir wollen jetzt nicht philosophisch werden.





So und jetzt Heißerteezuckersüßerkeksundweihnachtsmucke bis zum 24igsten in Dauerschleife! Yeah!

Ich freu mich so, dass ihr alle da seid! Fühlt euch gedrückt und geknutscht! Smak!

Christmas cominnnnnn!!!!!













Waldmaterial:

Draht 0,6, besser 0,8
Wollreste
Zange
Schere
kleine Steine

Montag, 8. Juni 2015

Über mein verrückt unperfektes Bloggerleben und ein fast perfektes Dinner für sechs!


Heute dann also der Bericht über unser Dinner for 6, Herrn Ü´s mit Herzblut gewünschtes Geburtstagsdinner! Ehrlich gesagt war ich ja zuerst ein wenig gefrustet, als wir im gemeinsamen Geburtstagsgeschenkbrainstorming erst mal feststellten, dass wir wirklich rein G.A.R.N.I.C.H.T.S gedanklich ausgraben konnten, was irgendwie als spannendes, anständiges Geschenk hätte durchgehen können. Nix. Nada. Null gab es da. Naja......eine Burgerpresse wünschte er sich. Also nicht brennend, aber immerhin. Okay, den Wunsch hab ich an die Jungs durchgereicht. Hm und ein Buch über den Lieblingsverein fand er vom Prinzip her auch nicht schlecht, das würde aber auch nicht zur ultimativen Lebenserhellung beitragen. Ich habs dann mal besorgt, joah.  Ja und dann war schon Schluss mit Wunsch. Ende Gelände. Ach..... eigentlich ja dann doch ein toller Zustand: Wunschlos glücklich oder wie sagt man ;-)?

Ich weiß dann gar nicht, wie er .....oder ich.......oder wir.....oder wer auch immer, dann auf die Idee kam, dass wir doch ein Essen mit besten Freunden schmeißen könnten. DAS ist doch mal ne dolle Geschenkidee! Ich bekoche uns alle wie verrückt und wir haben nen lustigen Abend zusammen! Na also! Juchz, da hätten wir doch was! Freunde um sich rum zu haben ist ja eh das Schönste überhaupt!

Die Idee hat sich dann in meinem Kopf.....äh sagen wir mal.....etwas verselbstständigt. Essen mit besten Freunden hieß dann nämlich auf einmal in meinem Kopf nicht Spagetti Bolognese für alle, sondern ein Dinner mit 4 Gängen und einem schicken Aperitif vorher, aufgerüschter Tischdeko, komplett neu und extra zu diesem Anlass erworbenem Tischgeschirr und Gläsern. Das volle Programm halt. Geburtstagskuchen natürlich extra, aber den hab ich euch ja schon gezeigt.

Ich hab ziemlich schnell schrecklichsten Spaß an der Eventplanung entwickelt und hatte auch zickizacki einen Style- und Foodplan. Bin ja auch im Leben 2.0 als Gemischtwarenblogger unterwegs, jajajaja (bisl Lifestyle, bisl Food, bisl Deko, bisl von allem etwas) und hab zumindest im Netz ja auch schon 36734 Mal tolle Sachen gesehen, die ich eh immer schon mal ausprobieren wollte.......höhöhjajaja. Nun könnte man tatsächlich denken, dass ich als 4 Jahre alter Bloggerhase und tagtägliche Massenbekocherin (naja, also 5 Mann halt jeden Tag) so ein Dinner praktisch nebenbei und genau und gerade deshalb easy aus dem Ärmel schüttele. Dazu sage ich nur eins:

Nö. Leider nein. Irgendwie nicht.

ICH HAB MICH FAST EINE WOCHE LANG TOT GESCHUFFTET UND AUCH AM ABEND FAST DEN HERZKASPER BEKOMMEN, AUCH WENNS AM ENDE REIN GAR NICHT DANACH AUSSAH UND VERMUTLICH NUR LOCKER DEKORIERT UND GEKOCHT RÜBERKAM!!! HA!







Wenn ich ehrlich bin, war ich schon mit der Interiorfotografie überfordert und ich habe millitrillirillionen Mal den Esstisch in allen erdenklichen Positionen fotografiert und mich dabei fast von der Sitzbank mitten ins Krankenhaus rein gestürzt. Ist nochmal gut gegangen. Und ganz klar, dass ich erst im Nachhinein geschnallt habe, dass ich mein wunderbares Tischstillleben doch besser mal mit angezündeten Kerzen fotografiert hätte. Wie sieht das denn jetzt aus?????? Naja......aber nen Eindruck vom Tisch habt ihr wenigstens. Man erkennt hier eindeutig den Nichtprofi ;-D! Ich will jetzt nicht sagen, dass ich völlig konfus war, wegen der noch auf mich zukommenden Kochchallenge......äh.....na aber so ähnlich wars glaub ich.






Besonders schön finde ich ja immer das alte Besteck meiner Oma. Okay, man muss das jetzt so schörkelig mögen......na und man muss auch ein wenig darauf stehen, von meterlangen Gabelzinken beim Essen fast erstochen zu werden und muss ein Profi im große und schwere Messer schwingen sein....hahaha. Na so isses. Wie immer ein wenig stark übertrieben, aber doch mit mehr als einem Körnchen Wahrheit im Satz ;-D.

Und by the way.....auch die Servietten sind von Oma. Braucht heutzutage kein Mensch mehr, alle nehmen Papierservietten!, macht sich aber vieeeelll schicker auf der Tafel. Vielleicht nochmal drüber nachdenken.





Aber wo war ich stehen geblieben.........ahja......nix da Erfahrung und so.

Wir kommen zum Aperitif und dem Menü.

Cleverer Weise hatte ich fürs Dinner relativ leicht zu kochende oder mir bekannte Gerichte ausgesucht. Ein klarer Vorteil! Denn wenn ich im normalen Leben ein Menü für uns Fünf oder meinetwegen auch noch den ein oder anderen Gast koche, dass ist es meistens ja nur EIN Gang, maximal ZWEI. Alternativ ißt ein Koch, der ein Menü zaubern soll, üblicherweise nicht mit am Tisch und vertrödelt dort seine Zeit bei lustigen Gesprächen ;-). Ihr wisst also worauf ich hinaus will, ja? Ich fühlte mich ein wenig wie die eierlegende Wollmilchsau an dem Abend und war ständig zwischen den diversen Aufgaben, lustigen Gesprächen und der Sangria....hahicks ;-)........ hin und her gerissen.

Als Aperitif gab es also erstmal diese fürchterlich gute Sangria. Schrecklich! Sangria! Klingt jetzt oberprollig und nach Eimer mit meterlangen Strohhalmen und schlechtem Rotwein......ISSES ABER NICHT! HA!

Zum einen ist diese Sangria mit WEIßWEIN, zum anderem schmeckt sie einfach nach Sommer, Sonne pur. Das glaubt ihr nicht? Na dann wartet mal ab. Rezept folgt demnächst auf dem Blog! Ich konnte schon mehr als einen davon überzeugen......ja auch Männer ;-)! Und erstaunlicher Weise trinke sogar ich sie! Und das als wahrlich klitzkleinster Alkoholfreund. Hugo? Also liebe Leutchen echt........der war vorgestern!




Danach gab es eine Tom kha gai......allerdings in der Veggivariante ohne Huhn. Das ist ein altes Rezept hier vom Blog.......grauenhafte Fotos.....;-D, okay, ich hab wohl doch was dazu gelernt ;-D!.....aber das Rezept passt nach wie vor. Ich bin mit den Jahren allerdings wieder auf das echte Zitronengras (nur den weißen abgeschälten unteren Teil verwenden) zurückgekommen, weil die Paste schneller an Geschmack verliert.




Weiter gings mit gebratenen, scharfen Scampi auf Baby-Pakchoi und Chicoree. Auch hier folgt das Rezept in den nächsten Tagen. Schrecklich einfach, toll vorzubereiten und fürchterlich lecker!




Als Hauptgang gab es Teriyakihühnchen aus dem Ofen mit Süßkartoffelpüree und einem Gurken-Kohlrabisalat. 




Die Nachspeise war eine Variation von allen möglichen Leckereien, die Herr Ü so mag:

Creme Brulee
Tarte Tatin mit Mango noch warm aus dem Ofen
Mini Schokogugl
Panna Cotta Eis mit Himbeere
frische Früchte




Sauschön wars! Und lecker! Und das Wichtigste: Herr Ü war T.O.T.A.L  G.L.Ü.C.K.L.I.C.H!

Ich leg dann jetzt mal die Beine hoch ;-)! Ächz! Und die fehlenden Rezepte werden dann so schnell wie möglich nachgereicht. Vielleicht habt ihr ja auch bald mal ein Dinner?!

Die allerschönsten Tage wünsch ich euch,