Montag, 11. Juni 2012

Kandierte Rosenblütenblätter und ein bißchen Baiser

Ich erwähnte ja schon einmal letztes Jahr, dass wir eine saaagenhafte Wunderrose im Garten haben. Keine Ahnung, welche Rasse, Gattung, Sorte sie ist,ich bin nicht so der Blumenfachmann. Ich nahm sie im EinzugsHausneubauundGartenanlegwahn damals aus dem Baumarkt so eben mal im Vorbeigehen mit....aus der 1 € -dieschafftsehnichmehr-Abteilung. Aber siehe da! So ein hartnäckiges Gerät! Sie wächst und blüht und wächst und blüht...immer einmal im Jahr, immer um Herrn Üs Geburtstag herum.Sie blüht so üppig und rankt so enorm, dass sie bald unser Haus umwuchert haben wird und ich mir vorkomme wie Dornröschen höchstpersönlich. Und jedes Jahr frage ich mich, was man denn so alles mit den Rosenblüten veranstalten kann. Außer angucken. Letztes Jahr hatte ich ja schon das Rosenblütenbad verbloggt, das kann ich aber in der Blühphase jeden Tag 3 x nehmen und die Rose sieht noch nicht mal gerupft aus. Ich musste also quasi unter hautschutztechnischen Gesichtspunkten, zur Vermeidung von üblen Quell- und Verwässerungserscheinungen eine neue Verwendungsmöglichkeiten auftun, ein paar neue Rosenideen mussten her. Test Nummer eins waren dann heute mal die kandierten Rosenblätter. Sososo.


Ich steh ja eigentlich gar nicht auf Blumen im Essen. Zucchiniblüten ausgenommen. Aber wer nicht wagt...gelle. Außerdem bin ich ja von Natür aus neugierig und experementierfreudig.


Die Rosenblätter vom Stiel zupfen und mit einer Schere den bitteren Blattansatz abschneiden. Wer mag, probiert auch mal eine komplette kleine Knospe zu kandieren. Ach und erwähnenswert ist vielleicht noch für den ein oder anderen: Das geht hier alles natürlich nur mit garantiert ungespritzten Rosen! Also bitte nicht in den Blumenladen gehen, sich eine Rose aus weißichwo oder derBauerwollteesextrarot besorgen und sich hinterher wundern, warum man grüne Punkte im Gesicht und eine tiefe Stimme bekommt!


Dann ein Eiweiß cremig aufschlagen........

 

.......und mit einer Pinzette (meine war eine Leihgabe aus dem Arztkoffer vom kleinsten Ü ;-)) zuerst durch den Schaum und dann durch Zucker ziehen.



Die Blätter und Knospen dann auf ein gezuckertes Backpapier legen und bei 100 Grad etwa 1 Stunde bei leicht geöffneter Tür (Kochlöffel dazwischen klemmen!) in den Backofen schieben.


Hm. Wie finde ich die jetzt? Zu einem Dessert als Deko schön und auch essbar. Für meinen Geschmack immer noch zu blumig....... aber klar........blöde Bemerkung, sind ja auch Blumen, sonst hätte ich mir eine Frikadelle machen müssen. Vielleicht probier ichs mal auf einem Milchreis????? Das könnte lecker sein. Ich werde berichten! 


Da ich kein guter Wegschmeißer bin, habe ich das restliche Eiweiß mit einer halben Tasse Zucker steif geschlagen und in kleine Förmchen gegeben. Für Baiser. Und wie man sieht, kann der Weg von häßlich zu hübsch so einfach sein.  Damit die Baiser alle einen schönen Zipfel in der Mitte bekommen, einfach mit einem Stäbchen im Kreis rühren!


Die Baiser dann bei 100 Grad mindestens 2 Stunden in den Ofen schieben! Sie müssen austrocknen und nicht gebacken werden! Ein wichtiger Unterschied!


1 Kommentar:

  1. Mmmmhhh... lecker!!!
    Super Deko für eine Sommertorte, jaaa!

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