Dienstag, 15. November 2016

Unsere wilde Minibusfahrt nach Koh Chang und the big relax im Inselparadis

Puhhhh......was haben wir schon alles auf unserer Reise gesehen. Bangkok, Tempel, weltbeste Restaurants, Kambodscha, Angkor Wat, Nepperschlepperbootsfahrten! Irgendwann war der Zeitpunkt gekommen, an dem wir bewußt eine Ruhepause eingebaut hatten. Beachlife pur, Füße hoch und Buch lesen oder wahlweise Wasserplanschen war der Plan und wir freuten uns auch alle mächtig drauf einfach mal eine klassische Urlaubsinsel mit weißem Sand, blauem Meer und ganzganz vielen Palmen am Strand zu besuchen.

Aber halt.....erzählte ich euch eigentlich schon von unserer Fahrt von Kambodscha nach Koh Chang? Nur so der Vollständigkeit halber, wenn ihr euch irgendwie fragt, wie wir denn ständig von A nach B nach Z und wieder zurück gekommen sind. Also so allgemein....... eigentlich sind wir alle Strecken geflogen: Frankfurt-Abu Dhabi-Bangkok-Siem Reap........Koh Chang/Trat-Bangkok-Abu Dhabi-Frankfurt. Teilweise große Fluggesellschaften, teilweise asiatische Lowkostcarrier. Und es hat alles immer wunderbar geklappt und war sehr zuverlässig.

Eine klitzekleine Strecke hatte ich bei unserer Planung bewußt ausgelassen, nämlich die von Siem Reap/Kambodscha nach Koh Chang/Thailand. Zum einen, weil es keinen direkten Flug zwischen den beiden Orten gab (man hätte vom Siem Reap wieder nach Bangkok zurück und von da aus nach Trat fliegen müssen), zwei Flüge als Notlösung doch relativ teuer waren (Für uns fünf ca 600 Dollar) und auch ziemlich viel Zeit in Anspruch genommen hätten und mich alte Abenteuersau doch irgendwie der Ohneplanungschauenwirmalwaspassiertmodus schon zuhause zu einem klitzekleinen Funken echten Travellerreiseleben inspirierte. Isch hatte Abenteuerfeuer in den Augäään ;-D.

Ein kleinwenig brauchte ich um Mister Ü vom geplanten Reisefreestyle zu überzeugen, aber dann fand auch er den Gedanken durchaus reizvoll (Eigentlich ist ER ja der Obertraveller und hat schon die halbe Welt mit Rucksack gesehen!). Da unsere Jungs ja inzwischen auch schon ziemlich groß sind, war das Risiko für irgendwelche dusseligen kindaltersabhängigen Zwischenfälle auch RELATIV gering. Für alle anders gearteten Zwischenfälle.......äh nunja......aber das WAR JA GERADE DAS SPANNENDE!

Na und was soll ich sagen? Es war letzten Endes herrlich einfach und unterm Strich wahrscheinlich sogar entspannter als die o.g. Flüge, denn Ben (ihr erinnert euch, unser Hotelmanager aus Siem Reap) organisierte uns einen Door-to-door-Transport im Privatbus. Meimei war das easy, auch wenn wir stirnrunzelnd etwas überlegten, als der Tourveranstalter die kompletten Fahrtkosten von 300 Dollares im Voraus bar auf die Kralle haben wollte......hm. Joooo! Er war dann auch wirklich am besagten Tag da und ist nicht mit der Kohle durchgebrannt oder macht jetzt sonstwo einen auf dicke Hose ;-D.





Laßt mich kurz (nein lang ;-D) zusammenfassen: Wir fuhren etwa 2 Stunden im Minibus von Siem Reap zum Grenzübergang nach Poipet. Der Fahrer fuhr völlig entspannt gemäßigt (Wunder 1.0) und die Straßen waren gut ausgebaut (Wunder 2.0). Unmittelbar an der Grenze in Poipet stiegen wir aus, bekamen ein paar komische Punkte ans Hemd geklebt und unser Gepäck wurde einem gefühlt 90igjährigen für 1 Dollar auf seinen mittelalterlichen Holzkarren (Himmel! Guter Mann geben sie den Karren her! Aber er wollte nicht!) geladen. Und weg war der Mann mit dem Gepäck und der Fahrer auch, der uns nur noch zurief, auf der anderen Seite der Grenze würde der Thaifahrer warten. Na wer´s glaubt. Vertrauen in die Menschheit ist alles. Ullalaa.

Wir stellten uns also zur Ausreise an den in einer Baracke untergebrachten kambodschanischen Schalter und waren nach 5 Minuten ausgereist. Dann gings zu Fuß etwa 1 km über eine völlig zugesiffte,staubige, ungeteerte und total überlaufene Schlaglochstraße Richtung thailändische Grenze in eine olle, aber für die armen Farangs (wir Ausländer) im Wartebereich klimatisierte Ankunftshalle mit den Schaltern zur Einreise. Schlappe 2 Stunden warteten wir uns dann in einer nicht enden wollenden Schlange von Einreisewilligen die Beine krumm und schief. Eine Europäerin haute es in der Phase leider auch trotz Klimaanlage aus den Latschen und sie musste per Bahre abtransportiert werden.......nicht ohne vorher tausendfach von allen Anwesenden fotografiert zu werden. Schlimm.

Eingereist waren wir dann wirklich ernsthaft gespannt, ob wir unser Gepäck und irgendeine Form von Fahrer auf der anderen Seite der Grenze treffen würden. Aber siehe da. WIRKLICH! Sie fanden uns. Wie die das gemacht haben weiß ich zwar nicht (Die PUNKTE!!! Hatte zwar gefühlt jeder Touri die gleichen, aber....tsssss.), aber es klappte und auch das Gepäck war vollständig (Wunder 3.0). Zumindest wir hatten wohl wirklich Glück an dem Tag, denn unserem Thaifahrer wurde vor unseren Augen im Minibus sitzend die Lizenz geklaut, was ihn völlig aus der Fassung brachte und wir erst mal zur Polizei mussten. Der gute Mann fuhr dann sehr schnell und gewohnt asiatisch kamikazemäßig Richtung Koh Chang durch wirklich schöne thailändische Landschaft. Schon allein die hätten wir beim Flug verpasst! Ungefähr eine 3/4tel Stunde vor Ankunft an der Fähre in Trat dämmerte dem Mann, dass es zeitlich eng werden würde mit der stündlich ablegenden Fähre und wir erlebten von da an einen Höllenritt ersten Grades. Mister Ü und meine Wenigkeit schwankten zwischen entsetztem Schreien und hysterischem Lachen (Augen schließen hilft gelegentlich, wenn nix anderes mehr hilft. ) Und alles nur damit wir dann doch die Fähre um ein paar Sekunden verpassten. Und dafür dann diesen Tanz auf dem Vulkan, man erlebt ja auch sonst nix im Leben. Wir alte Adrenalinjunkies ;-D (Wunder 4.0).

Die Fähre war wie in Asien nicht anders zu erwarten ein Klappergerät erster Güte (nicht die, die ihr unten rechts im Bild seht, neinneinnein......noch schlimmer ;-D. KEIN. SPAß.) trug uns aber ohne Probleme nach Koh Chang (Wunder 5.0). Da die Insel relativ klein ist waren wir nur eine halbe Stunde nach Ankunft auch direkt im Hotel. Unterm Strich waren wir also etwa 9-10 Stunden unterwegs. Mit dem Flugzeug wäre das auch nicht schneller gewesen.

Ihr seht, mit dem ein oder anderen Wunder überlebt man sonen Trip...;-D.....neinnein Witz. Will sagen: Es  ist also gar nicht so kompliziert, wies zuerst aussah, ein wenig Nerven braucht man allerdings, denn man weiß ja nie, was einen auf der Fahrt so erwartet. Aber hey..... ist auch irgendwie ein kleines Abenteuer und die Jungs wissen jetzt wenigstens wie´s bei richtigen Travelern zugeht. Stichwort Lernschleife!









So. Aber nun endlich zu Koh Chang. Die Insel liegt an der Ostküste des Golfs von Thailand an der Grenze zu Kambodscha und ist nach Phuket und Koh Samui mit ca. 162 qudrkm die drittgrößte Insel Thailands. Koh Chang ist aber bei weitem nicht so touristisch frequentiert wie die beiden anderen Inseln und schon gar nicht so wie Pattaya oder andere Touristenhochburgen in Thailand. Auf der grünen Elefanteninsel geht es noch absolut beschaulich zu, die Landschaft bietet viele Reize, es gibt eine noch überschaubare Zahl an Hotels und Restaurants und das große Disco- und Partyvolk ist hier eindeutig noch nicht in breiter Masse angekommen. Ich würde die Insel, wenn auch nicht der Größe nach, mit Koh Samui vor 25 Jahren vergleichen. Wer also das eher ursprüngliche mit weniger (nicht KEINE, klar!) Touristen sucht, ist hier ziemlich richtig.

Unser Hotel in Koh Chang war das KC resort and Spa Koh Chang am White Sands Beach, dem schönsten Strand der Insel. Ein schon länger bestehendes und über die Jahre immer wieder stark renoviertes Hotel unter chinesischer Leitung. Meine Meinung darüber ist durchaus zweigeteilt. Wir wohnten in den ganzganz  neuen (seit Anfang 16 neu gebaut) wunderschönen Bungalows in der Seaside Zone direkt am Meer. Seht oben auf den Bildern selbst......traumhaft die Anlage, der Garten, der neue kleine Executive Pool in Dunkelblau aber auch der große direkt am Meer gelegene Pool mit Kinderbecken und auch die Bungalows selbst. Wir waren wirklich sehrsehr zufrieden mit der Unterbringung. Weniger zufrieden wären wir allerdings gewesen, wenn wir Zimmer im Haupthaus (auch Seaside) oder in der Hillside Zone gebucht gehabt hätten. In dem Bereich ist das Hotel doch ziemlich abgewohnt, in einem schlechten Zustand, die Pools dort sind regelrecht fies......na und die Straße auf die man vom Balkon direkt schaut. Das ist wie Leben an der Autobahn. Nene das ist nix, da dort auch Massen von Oberleitungen direkt vor dem Zimmerfenster entlanglaufen. Also wären wir dort gelandet hätte ich mich echt geärgert. Na dann würde ich in unserem Fall mal sagen: Glück gehabt!




Hier oben seht ihr das Restaurant in dem jeden Morgen und bei Bedarf auch Mittags und Abends die Mahlzeiten eingenommen werden. Absolut traumhafte Lage, Meeresrauschen und sanfte Brise beim Frühstück, waoooo!!!  aber .........leider war das Frühstück (wir buchen in Asien immer nur Frühstück) nur so lala. Das Angebot der Speisen und Getränke war eher durchschnittlich.......z.B. Tetrapacksäfte in diesen Quirlmaschinen, absolut mieses Obst (Halloooo...wir sind da wo die Früchte wachsen und die Ananas war jeden Tag schlechter als die zuhause vom Aldi!), eher lieblose Zubereitung und eine groooooße Digitalanzeige, wann das Frühstück wieder vorbei ist....prust, gacker. Ganz schön bescheuert.







Der Strand, das Meer und überhaupt die Natur, vor allem auch unsere wunderschönen Bungalows und der tolle Pool waren uns aber dann aber doch eindeutig am wichtigsten, da kann das olle Frühstücksbuffet einem auch mal Frühstücksbuffet sein. Pah.

Na und wir hatten dann eine durchaus lustige Zeit ;-D.

Als die letzten Tage anbrachen, fragten wir uns, ob wir uns denn nicht doch auch mal die Insel im Detail anschauen sollten. Aber wie ich ja schon schrieb, ist da ja nicht viel außer der Natur eben. Ein, zwei kleine Wasserfälle (Wenn ihr mich fragt Touriabzocke. Die wollen EINTRITT für den Wasserfall und dann ist das so ein mickriges Ding!) na und die üblichen Elefantencamps gibts auch (Das tu ich den Tieren aber nicht an. Auch ohne Tierschützer oder Öko zu sein, gehen die Camps da GAR NICHT.). Wir entschlossen uns dann einfach mal dagegen, da auch die Taxifahrer für ein wenig auf der Insel herumfahren wirklich witzige Preise aufriefen. Solche Preise haben wir noch nicht mal in Bangkok gezahlt. Ehrlich gesagt fand ich das komplette Gebaren um das Touristengeschäft ziemlich.....äh.......abzockemäßig. Aber gut. Muss jeder für sich selbst entscheiden.






Ganzganz wunderbar finde ich ja auch immer wieder, wenn in den Tropen einer der berüchtigten Monsunregen runterkommt. Wenn man Pech hat regnets zwar dann in den Sommermonaten auch schon mal 1 Woche am Stück. Wir hatten echt Glück, denn es war eigentlich nur ein einziger Tag, ansonsten regnete es sich nachts aus. Na und stellt euch das mal im Kopfkino vor: Ihr sitzt auf eurer überdachten Terrasse im Trockenen mit einem Buch und einem köstlichen Getränk griffbereit, es ist absolut lecker warm......um euch rum plätscherts einfach vor sich hin. G.E.M.Ü.T.L.I.C.H. Da kommt echt Ruhe in den Laden ;-D.






So und was macht man nur abends auf der Insel? Party? Disko? Lautes Gekreische bis in die Morgenstunden?

NEIN.

Ich sagte ja schon, es ist eine eher beschauliche Insel. Noch. Entlang des White Sands Beach reiht sich ein Strandrestaurant ans nächste und die Auswahl fällt wirklich schwer, welchen man denn besuchen soll. Ich hab da nicht so den ultimativen Tip. Alle waren einfach und gut. Und man ißt wirklich DIREKT am Strand. An der leise plätschernden Brandung. HAAAACCHHH.





Der einzige Ort an dem definitiv auf der Insel echt was los ist, ist die ziemlich bekannte Sabay Bar am White Sands Beach. Neben wirklich gutem Essen und tollem frischen Fisch ist sie auch wegen ihrer Lifemusikaktionen und der kultigen Feuershow direkt am Meer bekannt. Schaut mal bei meinem Instagramvideo, dann bekommt ihr einen Eindruck davon!





Nach ein paar Tagen Ausspannen gings dann für uns via Bangkok direkt nach Abu Dhabi......darüber lest ihr dann in den nächsten Posts! Und nur so zur Info.....ich wollte euch das einfach mal zeigen wie luschtig klein ein Flughafen sein kann.....tihiii.....hier unten seht ihr den monströsen Flughafen von Trat (Festland bei Koh Chang)......gacker.......ein Babyflughafen! Aber hey! So sah der auf Koh Samui vor 20 Jahren auch aus und jetzt donnern da die Jets lang. So isses.





Bei der Pixum Gutscheinverlosung hat übrigens

Liebe Anne,
im Männerhaushalt - oh je, aber du hast dich tapfer durchgesetzt, die Idee finde ich so toll! Und mit zwei kleinen Enkelinnen wäre so ein Gutschein genial. :O)
LG Sabine
gewonnen! Herzlichen Glückwunsch und melde dich bitte bei mir!


Na denn hoch die Tassen und einen Sack gute Laune für die Woche für euch ;-)! Juchhu!














Kommentare:

  1. Hahaha....geil. Manche Dinge scheinen sich in Asien niemals zu ändern. Die Einreise sah vor 13 Jahren auch schon so aus. Ok, ne geteerte Straße gab es nicht. Das war damals ein Ride durch Schlammlöcher. In nem Chicken-Bus. Ansonsten exakt das Gleiche an der Grenze. Hachz und ich möchte bitte jetzt sofort nach Koh Chang wenn ich rausgucke. Hat sich denn derweil was geändert in Bezug auf die Malaria-Situation auf der Insel? Da gab es nämlich zuvor immer höchste Warnstufe. Gruss und Kuss, Nadine

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    1. Naja, was man halt so liest. Angeblich gibt es kaum bis keine Malaria auf der Insel:

      http://www.kohchangvr.de/kohchangmalaria/krankenhausmalaria.htm

      https://heinzalbers.org/bemerkungen_zu_koh_chang.htm

      Im Grenzbereich zu Kambodscha dagegen schon, wohl auch höchste Warnstufe.

      Bis sehen uns zum Singen ;-D! Bussl

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  2. Muss ein bisschen nachhohlen mit deinen Reiseposts, da ich mich gereade im full editing mode mit meinen Bildern und Posts aus New England befinde :) Aber diese Sommerbilder in der trüben Novemberzeit sind ein toller Kontrast. Die Sandstrände sind wahnsinnig toll, da würde ich auch fast keine Zeit finden den rest der Insel zu besichtigen :D

    Mersad
    Mersad Donko Photography

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  3. Hallo Anne,
    sehr schön und wäre sehr notwendig für mich es zu lesen, aber ich werde jetzt keine Zeit haben, da wir erst auch vom Urlab zurück sind, und ich blättere schon seit Stunden den hundertsen Blog zurück, die Mengen kann ich einfach nicht nachlesen....
    Liebe Grüße

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