Dienstag, 7. Juni 2016

Total entspanntes wunderbarstes und stundenlanges Dünencruisen und warum Nordwijk immer eine Reise wert ist

Meimei! Ich hab euch noch gar nicht von unserem grandiosen Hollandwochenende vor 3 Wochen erzählt, nicht wahr? Okay, klar, über den wunderbaren Keukenhof, seine Wahnsinnsblütenmeere und die nicht enden wollenden Tulpenfelder mit massig Asiaten (Die Tulpe kommt ja aus Asien hab ich da gelernt!) und sonstigen Touristen drin :-D schrieb ich ja schon. Es drängte sehr, da der Keukenhof ja  nun seit dem 16. Mai. geschlossen hat und erst wieder nächsten März, genauer gesagt am 23.3.17 wieder seine Türen bis zum 21.5.17 öffnet. Merkt euch das schon mal vor!

So. Aber da gab es ja noch mehr an dem Wochenende. Und bisher hatte ich da wohl echt was verpasst, denn wie schön ist bitte Nordwijk?!?! Hallo? Warum hat mir das denn hier noch niemand gesagt? Diese Dünen! Unendliche Weiten! Das Meer sowieso! Immer! Ich muss sagen, wir waren wirklich alle schwer begeistert und zumindest ich und die Kinder konnten sich zum ersten Mal ein Bild von der größten Dünenlandschaft machen, die wir bis dahin gesehen hatten. Unfassbar diese Ursprünglichkeit und die pure, raue Natur! Der Wind! Die Wolken! Die Sonne! Der Salzduft in der Luft! Und ab und zu auch ein wenig oder auch mal mehr Sand in den Schuhen. Hach, das ist echtes Feriengefühl!

Von der vollumfänglichen Schnellschnallersorte Mensch waren wir allerdings nicht. Man erkennt in uns absolut den doofen Städter, der ans Meer fährt und denkt er rennt mal eben hin. Wir kamen nämlich am späten Abend nach 3 Stunden Fahrzeit aus Düsseldorf angefahren und hatten schon im Auto den Plan gefasst, mal eben so kurz ans Meer zu laufen. Um einfach noch schnell vor der Dunkelheit einen Blick drauf zu werfen. Obs auch wirklich da ist.....man weiß ja nie. Lieber nachgucken.









Ichweißichweiß, wir hätten lieber mal auf Fanny van den Burg und ihren Vater, unsere fürchterlich sympatischen, holländischen Vermieter (Sagt mal ihr Holländer, seid ihr eigentlich immer alle so nett? Ich hab noch nie nen schlecht gelaunten getroffen!) vom Vakantiepark Duinrust hören sollen, die uns schon Freitag Abend die Fahrräder warm ans Herz legten und nur mit großen Augen aber total entspannt schauten, als wir sagten, "Ochnöööö......brauchen wir nicht.....wir wollen ja einfach mal nur so ganz kurz gucken."  Und schwups waren wir ja auch schon alle wie ein wuschiger Haufen und völlig beratungsresistent wieder durch die Tür. Da machste als wissender und wohlwollender Vermieter nix. Ach, immer diese Touristen ;-D.

Aus dem "mal eben gucken" wurden dann ungefähr 2 Stunden verwirrter aber begeistert überraschter Fußmarsch durch das unendliche Dünengebiet mit einem Blick auf ein viel zu weit entfernt liegendes Meer.  In einer fürchterlich schönen Landschaft, die zugegebener Maßen für das nicht aufzufindende Meer entschädigte (Da denkste einfach immer gerade aus, da musste doch irgendwann reinplumpsen.....aber nix da! Verschlungene Wege! Vor allem Fahrradwege!). Ganz oben von der schönsten und größten Düne aus konnte man es dann aber doch mit ein wenig Konzentration erkennen. Seht ihr es auch? Nein? Ich schwöre hinter dem letzten Sandhügel hinten auf dem Bild ist es! Ich war da und habs gesehen! Allerdings erst am nächsten Tag, zumindest an dieser Stelle. Mit Fahrrad. Bei Fanny kann man nämlich Fahrräder mieten. Sagte ich irgendwas in der Art schon mal oben? Hahaha.....kleiner Scherz.






Bei den Van den Burgs wohnten wir dann etwa 3 km außerhalb von Nordwijk in einem der 23 äußerst bequemen und topmodernen erst 2 Jahre alten Häuschen (für bis zu 5 Personen)......inclusive der steilen und in allen mir bekannten Hollandhäusern vertretenen Supersteiltreppe, ohne die ich niemalsnie glauben würde auch wirklich in Holland zu sein. Steile Treppen gehören einfach zu Holland wie die Löcher in den Käse! Ach und wir fühlten uns sooo wohl, sehr kuschelig wars. Manchmal kann mans einfach nicht erklären.

Für ein kleines Abendessen hatten wir abends dann schnell den Beachclub des Hotel van Oranje direkt in Nordwijks Strandpromenade ins Auge gefasst. Das Hotel ist hier wirklich das erste Hotel am Platze und verwöhnt mit echtem 5-Sterne Grandhotelcharme. Ich sags euch, viel schöner und stilvoller gehts eigentlich nicht und das  PRIMERIB kann ich euch, auch wenn das Foto auf Instagram für einige Verwirrung sorgte (Hahaha, da war der Foodblogger in mir wohl grade etwas geschmacklich abgelenkt und wollte keine Zeit mit Knipsen verbringen.).....nur wärmstens ans Herz legen.  Na und so nebenbei......DIESER STRAAANNNDDDD....uiiiiii! Ist der mal schön. Und breit! Und der Sand so schön weiß! Und bei Sonnenuntergang willste nie mehr gehen (Okay, oder man setzt sich tricky in den Beachclub.).









Wer in Nordwijk sein Wochenende verbringt sollte meiner Ansicht nach auf keinen Fall die Ausstellung Space Expo, die erste ständige Raumfahrtausstellung Europas und Besucherzentrum der ESA in den Niederlanden, verpassen. Besonders, wenn man so wie ich viele kleine und große Jungs dabei hat ;-). Dort kann man in einer internationalen Raumstation herumlaufen und sich über Lebens- und Arbeitsbedingungen der Astronauten mal "ganz in echt" informieren (Die schlafen im "Stehen"! Angeschnallt! Und dieses Klo!!! Hilfe! Ich glaube, ich will doch nicht mehr Astronaut werden...nein Danke.), den simulierten Start einer Arianerakete erleben, bei der ersten Mondlandung dabei sein und Jahrmillionen alte extraterrestische Gesteinsbrocken und auch einen echten russischen Spionagesateliten bewundern. Und noch viel mehr.







Als kleinen richtig coolen Geheimtip, der sich eigentlich perfekt an einen Keukenhofbesuch anschließen läßt und euch den dortigen Touristenmassen entfliehen läßt, kann ich euch das im alten Bahnhof in Lisse zu findende "Cafe und Restaurant Het Tussen Station" wirklich extrem
empfehlen. Er liegt direkt ein paar Meter entfernt vom Parkplatz des Keukenhofs und hat interieurmäßig und gastronomisch echt was zu bieten. Schaut mal! Die alten Wartesäle und einfach ganzganz viel uriger Bahnhofscharme wurde erhalten...so lässig!






Aber zurück nach Nordwijk an den Strand. Bei dem Bombenwetter, dass wir an unserem Wochenende hatten, sind wir einfach unheimlich viel am Meer lang gelaufen und ......ja! ;-D.....noch mehr Fahrrad gefahren. Die Fahradwege durch die Dünen sind unendlich. Man fährt einfach und fährt und fährt und fährt.......und es ist noch nicht einmal anstrengend, weil erstens alle Wege platt wie Flundern sind und zweitens Hollandräder im allgemeinen und auch speziellen einfach genial entspannt zu fahren sind.  Na und dann schaut euch das mal an: Selbst an Tagen wie diesen, an denen gefühlt jeder an den Strand will, hat man in Nordwijk noch Platz am Strand. Er ist einfach zu groß. Auch wenn die Cafes in den Dünen alle zum Platzen voll waren.










Was wir dann durch einen für uns völlig typischen Zufall so nebenbei direkt am Ortsrand von Nordwijk entdeckten, war das Atlantikwallmuseum. Ich hatte mich zwar zuhause darüber informiert und war auch geschichtlich sehr interessiert gewesen, hatte es aber aus welchen Gründen auch immer wieder aus den Augen verloren. Na aber wie´s der Zufall eben so wollte......plötzlich standen wir auf einmal davor und Mister Ü und meine Wenigkeit lachten uns mal wieder über unsere traumwandlerisch gesteuerte Lebensführung total kaputt. So oft wie sowas bei uns passiert....also Sachenvergessen und dann landet man plötzlich doch davor.....das ist schon unheimlich und eigentlich mit Zufall nicht mehr zu erklären. Und soll ich noch was sagen? Da wir eine halbe Stunde vor Schließung kamen, bekamen wir sogar noch ne Sonderführung. Auf Deutsch. Was soll ich dazu sagen. Zufall. Meine Güte......dieses Leben wieder. Könnte schlimmer sein.







Das Atlantikwallmuseum ist in den ehemaligen, teilweise mehrstöckigen Bunkeranlagen aus dem  zweiten Weltkrieg untergebracht, die die Deutschen auf einer etwa 2685 km langen Linie befestigter Stellungen entlang der Küsten des Atlantiks, Ärmelkanals und der Nordsee zum Schutz dieser Gebiete vor alliierten Invasionen bauten. Im zweiten Weltkrieg durchzogen diese Anlagen den kompletten Strand- und Dünenbereich von Nordwijk. Nach dem Krieg wurden die Bunker mit Sand zugeschüttet, einige Jahre später wurde sie auch von einem Pilzzüchter genutzt und erst vor einigen Jahren wieder im Rahmen der Museumsführungen zugänglich gemacht. Das Museum zeigt den Alltag im Bunker. Aber auch Skurriles gibt es zu sehen, wie hier unten. In den Gängen wird ein bestimmter Käse zur Reife gebracht.......der sog. Bunkerkäse.

Das ganze Wissen um den Atlantikwall und noch viel mehr wird euch von den wirklich extrem freundlichen und engagierten Tourguides in den langen Ganganlagen, Einzelräumen und anhand vieler Beispiele und Modelle näher gebracht. Wir fanden es extrem interessant, auch wenn mich immer wieder der Grusel überfällt, was im 2. Weltkrieg alles an fürchterlichen Sachen geschehen ist. Aber Augen zu hilft ja nix. Ich finde man ist es der Geschichte schuldig sich zu informieren.








Nordwijk, du hast mein Herz. Wir kommen auf jeden Fall wieder. Und darf ich das auch wenn ichs oben schon mal geschrieben habe nochmal kurz wiederholen.......weil es sooo wahr ist:

♥ Dieser Strand! Diese Dünen! Diese Weite! Dieses Meer! 

Einfach wunderbar!

Habt ne schöne Woche ihr Lieben!













Dieser Post entstand in Zusammenarbeit mit dem NTBC (Niederländisches Büro für Tourismus und Convention), Femke de Jager von Nordwijk Marketing, dem Vakantiepark Duinrust, dem Hotel van Oranje und der Space expo, die mich dieses Wochenende nach Nordwijk  einluden!  Meine Meinung über die gezeigten Dinge habe ich mir aber natürlich absolut selbst gebildet und bleibt von der Kooperation unberührt. War ja klar, oder?

Kommentare:

  1. Es schein dort wirklich sehr schön zu sein. Ich war noch nie im Norden, es gibt dort aber so viele Orte, die mich interesseieren würden. Wenn ich jetzt sie anfange in eine Liste zu schreiben, kann ich ab jetzt andere Reisen komplett vergessen. :-)
    Liebe Grüße

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    1. Ach eigentlich geht mir das genauso. Wo ich noch überall hin will.....geht in kein Buch das alles.

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  2. wieder köstlich dein Beitrag..
    ich war vor vielen Jahren mal dort..
    aber wirklich nur kurz am Strand hihi..
    liebe Grüße
    Rosi

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    1. Vielen lieben Dank Rosi! Und kurz am Strand.....tsssss..........kann gar nicht sein ;-D!

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