Donnerstag, 13. Oktober 2011

Paella valenciana

Ich erwähnte bereits die Tage, dass unser allerliebster Nachbar Jens Geburtstag feierte. Hierzu bekam er von uns AUCH NOCH (ja sind wir nicht endlos gebend) eine Einladung zum  Essen aufs Auge gedrückt. Vielleicht wollte er gar nicht ....;-D!? Ich erwähnte ja auch bei anderer Gelegenheit schon einmal, dass ich es toll finde nette Menschen zu bewirten.....sehr egoistisch also dieses "Geschenk", zumal er mir völlig freie Hand ließ, was die Auswahl des Mahls anging.


Ich entschied mich für eine klassische Paella valenciana, Spaniens weltweit wohl berühmtestes Gericht. Ich liebe Paella, finde es aber lästig, dass man sie, wenn man dann schon mal beim Spanier essen geht (was wir selten tun), immer vorbestellen muss. Dann mache ich sie lieber selber. Glücklicherweise hatte ich vor ein paar Jahren die einmalige Gelegenheit, mir bei einer spanischen Großfamilie alle nötigen Informationen hierzu zu verschaffen und mein erster Kochversuch fand mit telefonischer Dauerberatung von "MAMA" während des Kochens statt. Die letzte Paella ist zwar schon etwas her, aber ich bin guter Dinge....es wird mir gelingen. Und ich sags ja nur leise hinter der Hand........ist ja fast wie Risotto!

Zuerst brät man ein paar Huhnerteile in hervorrgendem Olivenöl an. Salzen und Pfeffern nicht vergessen! Bei Seite stellen.


Mein Olivenöl war ein Geschenk des Juniors aus N. Ich hörte die Oma hats ausgesucht und hoch gelobt.....ja und die Oma hat recht! Hervorrgendes Olivenöl, liebe Oma! Ich bin begeistert!


Dann eine grüne und eine gelbe Paprika mit einer großen Gemüsezwiebel und ordendlich viel (4 Zehen) frischem Knoblauch in (ebenfalls) Olivenöl anbraten.


 Dann ein paar Tomaten klein schneiden, hier waren es Ochsenherztomaten...wunderbar!.......


.....und ein paar grüne Bohnen. Alles zur Paprika-Zwiebel-Mischung in die Pfanne und weiterdünsten. Salzen Pfeffern und zur Seite stellen.

 Nun gehts ran an die gruseligen Tintenfische. Also ich finde die ja nicht gruselig, aber die meisten LEutchen schon...;-)))! Die werden dann wie hier schon mal erklärt ausgenommen. Die Tuben in Ringe schneiden.


WIeder in Olivenöl anbraten,  salzen, pfeffern und ebenfalls zur Seite damit.


 Jetzt zu den Scampi. Meine waren leider nur aus der Tiefkühltruhe, das Angebot beim Fischhändler war mir zu schlecht. Dann lieber so.


Ihr wisst jetzt schon was getan werden muß: Anbraten in Olivenöl, salzen, pfeffern hier mal nicht nötig ......ja genau und dann wieder zur Seite stellen.


Weiter gehts mit den Muscheln. Wunderbare Grünschalen-Muscheln waren bei mir im Topf! Nur ein paar minuten rein, fertig ....UND BITTE!!.....das Kochwasser aufbewahren!!!!


Sodele, da hätten wir dann nach eingen Mühen dieses Ergebnis. Hervorragend vorzubereiten und deshalb eigentlich toll für Gäste. Die Paella selbst kocht sich dann ja bei einem Wein so nebenher, wenn der Besuch schon da ist.


Das Gemüse, die Hühnerteile und die Calamari dann zu gegebenem Zeitpunkt in eine WIRKLICH GROSSE PFANNE geben und pro Kopf etwa 1 kleinere Tasse Risottoreis dazu geben. Auf jede Tasse Reis dann wiederum 2 Tassen Flüssigkeit. Als Flüssigkeit habe ich Hühnerbrühe und Muschelwasser halb/halb genommen. Je nach Reismenge ein bis zwei Tütchen Safran in die Flüssigkeit einrühren.


Das Geheimnis einer guten Paella liegt unter anderem darin, dass NICHT UMGERÜHRT WIRD. Das Anbacken am Boden ist erwünscht! Das ist wie beim Tadik immer ein wenig Raterei, wann es denn nun gerade gut genug und noch nicht verbrannt ist, aber so ist das wohl. Ein Tip dürfte sein, nur mäßige Hitze beim Reis garen zu verwenden.


Etwa 5 Minuten bevor serviert werden soll die Scampi und die Muscheln auflegen und mit erwäremen lassen.


Ja und natürlich Zitronen nicht vergessen.......

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