Dienstag, 24. Mai 2011

Lamm-Hüfte in Perfektion dank Niedrigthemperatur-Methode

Ich bin grundsätzlich kein Freund von riesigen Fleischportionen, also Braten & Co kommt hier nur äußerst superselten auf den Tisch und so beschränkten sich meine Erfahrungen zum Thema Garen bei Niedrigtemperatur  hauptsächlich auf den Bereich Steaks. Jetzt wollte ichs aber dann doch mal wissen und der Zufall spielte mir ein tolles Stück Lamm-Hüfte in die Hände, welches einfach zu schade zum zerschnippeln war. Na ist das nicht perfekt geworden? Und die Soße war wirklich meisterlich........


Also, dann legt mal los.......zuallererst den Backofen auf 90 Grad vorheizen. Dann ein wunderbares Stück Lammhüfte nehmen, salzen, pfeffern und kurz von allen Seiten rundherum in Öl anbraten.


Das Fleisch nun auf das Ofengitter legen, ein Zweig Rosmarin darauf, Thermometer ins Fleisch stecken und Tür zu für etwa 2 Stunden (je nach Fleischmenge), auf jeden Fall aber bis die Kernthemperatur von 58-60 (nicht mehr! sonst früher raus!) Grad erreicht wurde. Unter das Fleisch eine Auffangschale oder das Backblech schieben, das fängt herauslaufenden Bratensaft auf (den man später noch zur Soße geben kann). Ich habe noch ein paar Minitomaten aufs Blech gelegt, ich finde das passt immer gut zu Lamm.


Jetzt hat man genug Zeit für eine tolle Soße. Ich hatte vor ein paar Wochen schon einmal Lamm gemacht und aus Fleischverschnitt, Knochen, Portwein, Möhren, Sellerie, Lauch, Tomate, Rosmarin und Knoblauch einen richtig gehaltvollen Fond gekocht, der im Tiefkühler auf seinen Einsatz gewartet hatte.


Nun wieder ein paar Möhren- und Selleriestifte schneiden, einen Rosmarinzweig und etwas frischen Knoblauch mit ein paar Tomaten in der Pfanne kurz anrösten und mit einem guten Rotwein ablöschen. Dann noch den Fond dazu und jetzt erst einmal köcheln lassen bis er etwa auf die Hälfte einreduziert ist.



Während die Soße einreduziert, eine Sellerieknolle schälen und würfeln und in Salzwasser weich kochen. Achja, und auch noch bitte ein paar Kartoffeln kochen, etwa die gleiche Menge wie der Sellerie.


Den warmen Sellerie mit etwas Milch, Butter, Salz, Pfeffer und ein wenig Muskatnuss in einer Schüssel kleinstampfen.....


......die Kartoffeln (jaja, ich und meine La ratte, das sind natürlich keine Pureekartoffeln, aber die hab ich einfach immer da.....) dazu und alles zu einem Puree verarbeiten.


In der Zwischenzeit ist dann auch das Fleisch fertig! Herausnehmen, aufschneiden........


.......und hübsch auf den Teller mit der ultimativen Soße (abschmecken mit Salz und Pfeffer nicht vergessen! Rosmarinzweig herausnehmen, ggf durch ein Sieb passieren), dem Gemüse und dem Sellerie-Puree. 



Na und jetzt aber schnell ran an den Teller, bevor ich zuerst da bin.......ich lob mich da jetzt einfach mal selber.....es war hervorragend! Jippi!

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