Dienstag, 16. Dezember 2014

Die Moneywolke und ein großartiger Cranberry-Birnen-Haselnuss-Hefezopf!

Habt ihr schon alle Geschenke zusammen? Na? Schon eifrig gewesen die letzten Wochen? Ich irgendwie nicht....psst....;-S! Aber es ist ja auch noch total viel Zeit! Fast noch EINE WOCHE! Was kann man nicht alles in einer Woche schaffen?? Einmal um die Welt fliegen, Baumhaus bauen, durch den Ärmelkanal schwimmen, das Telefonbuch auswendig lernen, einen Pullover in XXL stricken....... ach einfach ALLES ;-D! Ich mach mich da auch ganz locker, denn mit zunehmender Größe der Jungs werden die Geschenke direkt proportional weniger und vor allem.....K.L.E.I.N.E.R. Wenn ihr mich versteht. K.L.E.I.N.E.R! Nicht billiger hab ich gesagt ;-(! Man kann also mit einem klitzekleinen kurzen Einkauf die Kreditkarte derart zum Glühen bringen, dass dagegen jeder amerikanische Weihnachtsblingblingbaum ein Trauergesteck ist. Zu tragen sind die Präsente dann als Ausgleich leicht wie eine Feder.....trallala.

Aber husch weg mit den Gedanken von totaler Verarmung, abgemagerten Portemonaies und dem neuen Domizil unter der Brücke. Schön ist ja, dass ich immerhin noch was unter den Baum legen darf und nicht nur der schnöder Zaster klingelt. Schaunmermal was die nächsten Jahre so bringen. Ich glaube irgendwann ist das unvermeidbar. Oder? Wie alt sind denn eure Kinder und was schenkt ihr denn so?

Um mich für die nächsten Jahre aber total abzusichern was die schicke Verpackung von Monetas angeht, sammel ich ja schon seit.......Jahren!......z.B. HIER, HIER, HIER und HIER auf dem Blog Ideen dafür. Heute hab ich noch ne neue. Schaut mal! Eine Moneywolke ;-)!

Aber damit nicht genug! Für die Feiertage habe ich noch einen wunderbar saftigen Zopf für euch Probe gebacken. Ein ganzganz tolles Ding! Großartig sozusagen ;-D! Das Rezept müsst ihr euch unbedingt noch auf die Schnelle abspeichern! Der Zopf ist perfekt für die Feiertage, egal ob zum Frühstück, Brunch oder auch mal Nachmittags zum Tee oder Kaffee! Und dazu hab ich glatt auch noch ne geniale, ganz einfach selbstzumachende Cranberrymarmelade......Wahnsinn hier wieder aufm Blog, ne ;-)?!





Zuerst das Wölkchen! Sie besteht aus einfachem Zeichenblockpapier, genau die Zeichenblöcke, die eure Kinder mit in die Schule schleppen, ja! Die Herstellung ist ebenfalls denkbar einfach.

Eine große Wolke mit Bleistift auf einen Bogen aufzeichnen und in die Mitte den Spruch/Wort oder was auch immer aufstempeln (Rückseite eventuell auch?). Dann einen zweiten Bogen abreißen und entlang der Bleistiftlinie die beiden Bögen bis auf eine handbreite Öffnung zusammennähen. Das kann man entweder mit der Nähmaschiene tun (das geht schnell! ;-)) oder mit der Hand (fleißiges Ließchen ;-D).

Die Wolke dann mit Money und etwas Füllwatte aufplustern und die Öffnung zunähen. Fertig!






Zubereitung Cranberriemarmelade:

Für die Cranberriemarmelade, habe ich zum ersten Mal in meinem Leben frische Cranberries gekauft. Die hatte ich wirklich noch nie. Ich wollte sie zuerst kandieren......aber soll ich euch was sagen? Selbst kandiert sind die mir noch zu sauer. Hm. Also hab ich beschlossen einfach eine Marmelade zu kochen, nach einem stinkeinfachen, normalen "Rezept". Einfach die Menge Cranberries mit etwas gemahlener Vanille und der entsprechenden auf der Packung nachzulesenden Menge Gelierzucker 1:3  auf- und ca. 10 Minuten einkochen lassen und in saubere Einweckgläser füllen. Die Gläser verschließen und kurz auf den Kopf stellen. Sooooo köstlich und ganz besonders fantastisch auf einem  frisch gebackenen duftenden Hefezopf wie diesem hier unten!




Zubereitung Hefezopf:

1. Zuerst bereitet ihr den Hefeteig vor. Keine Angst vor Hefeteig! Er ist genau wie ein Baby:

-  Er mag es bei Flüssigkeiten am liebsten handwarm.

- Er haßt Zugluft und Kälte.

- Er möchte, dass man sich ein wenig Zeit nimmt und ihn ruhen läßt.

Und jetzt der Hammer an tiefsinnigem Wortwitz: Bei der richtigen Behandlung geht der dann auch irgendwann ;-DDD......ganauso wie das Baby ;-DDD!

Für den Hefeteig alle Zutaten bis auf die Milch und die Hefe in eine Schüssel geben. Die Milch lauwarm erwärmen, die Hefe hinein bröseln und gut in der Milch auflösen. Die Zutaten alle zu einem glatten Teig verarbeiten und dann zum Ruhen etwa 2-3 Stunden an einen warmen Platz ohne Zugluft stellen (Schüssel mit Tuch abdecken.....Baby will schlafen ;-)!).





2. Während der Teig ruht schon mal die Füllung zubereiten. Die Birne schälen, das Gehäuse entfernen und das Fruchtfleisch würfeln. Die Haselnüsse anrösten und kleinhacken. Dann alle Zutaten aus der Liste miteinander in einer Schüssel vermengen.

3. Den Teig auf einer leicht bemehlten Fläche zu einem Rechteck etwa 25 x 35 cm ausrollen. Die Füllung dann wie oben auf dem Bild darauf verteilen und an der oberen Kante etwa 2 cm frei lassen. Den Teig dann von der breiten Seite her zu einer Rolle zusammendrehen und die Enden andrücken. Die Rolle auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und jetzt der Länge nach in zwei gleiche Stränge schneiden. Diese zwei Stränge locker übereinander heben und ineinander verdrehen. Dabei fällt ein Teil der Füllung wieder heraus, das macht aber nichts, denn ihr könnt sie ja wieder an den euch passenden Stellen einfügen.





4. Jetzt noch ein Eigelb mit 1 Eßl Sahne verquirlen und die sichtbaren Teigstücke des Zopfes mit der Eimischung bestreichen.

5. Den Teig nochmals eine halbe Stunde gehen lassen.





6. Den Ofen auf 180 Grad aufheizen und den Zopf etwa 35 bis 40 Minuten backen.







Einkaufsliste:

Cranberrymarmelade:

300 gr frische Cranberries
entsprechende Menge Gelierzucker 1:3
1-2 Msp gemahlene Vanille


Birnen-Cranberry-Hefezopf:

Hefeteig:

375 gr Mehl
1/2 Päckchen frische Hefe
50 gr Zucker
1 Msp gemahlene Vanilie
1/2 Biozitronenschale abgerieben
1 Prise Salz
1 Ei
125 gr Creme fraiche
75 ml handwarme Milch

Füllung:

100 gr grtrocknete Cranberries
100 gr Haselnußkerne geröstet und gehackt
1 große Birne
5 Eßl Cranberriemarmelade, alternativ Hagebuttenkonfitüre
2 Eßl Honig

Zum Bestreichen:

1 Eigelb
1 Eßl Sahne

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Heute nur für euch ;-): Heldenhaft im Selbstversuch getestete Pecan-Macadamia-Spekulatiuswürfel!

Ich altes Eichhörnchen hab mal wieder gebacken und im Selbstversuch (ach was sage ich, die ganze Familie hier!) heldenhaft für euch ein paar neue Weihnachtskekse getestet! Ist das nicht mal echtes selbstloses Engagement für meine Leser.....husthust......? Eigentlich ists ja an Weihnachten immer besonders schön die alten Klassiker rauszukramen und wieder und wieder zu backen, so aus leicht sentimantalen Erinnerungsgründen, hach. Aber irgendwann kommt der Punkt, an dem das ganze bekannte Keksgedöns langweilt und was Neues daherkommen muss. Na und da wir  ja schon Mitte Dezember, also Kekshalbwertzeit haben und zumindest ich alle mir bekannten Kekssorten jetzt schon mindestens einmal gebacken habe (ich bin dieses Jahr S.O.W.A.S von auf dem Christmastrip.......ich find mich schon selber ganz verrückt!), dachte ich es wäre an der Zeit für einen Neuzugang auf der ewigen Weihnachtskeksliste. 

Wie ihr wisst oder sonst in meinen Rezepten an allen Ecken und Enden lesen könnt,  liebe ich Nüsse! Bin wahrscheinlich die Reinkarnation von irgend so einem pelzigen Tierchen. Na und deshalb ganz klar, gibt´s bei mir total gerne und oft Dinge mit Nüssen. In diesen Keksen sind es allerdings ganz besondere Nüsse: Die als Königin der Nüsse geltende Macadamia und Pecannüsse! Das finde ich schon deshalb besonders toll, weil die Nüsse einfach wirklich ganz anders schmecken als die heimischen und dem Kekschen dadurch zu einem ganz besonderen Geschmacksglanz verhelfen. Nicht unerwähnt bleiben muss leider, dass die Nüsse auch in anderer Hinsicht leicht königlich, also nicht ganz günstig, sind. Wollte ich nur so nebenbei mal erwähnt haben, bevor ihr mit der hier benötigten Menge arglos, lässig an die Supermarktkasse trabt und dort glaubt, ihr habt die Rechnung der Omi vor euch noch mit auf der Rolle. Es lohnt sich durchaus sehr.......ich finde den Geschmack einmalig! Wer es trotzdem lieber kostengünstiger haben möchte, nimmt einfach Walnüsse, Mandeln, Haselnüsse......was man eben so mag. Das Rezept gibt diese Varianz zum Glück her!



Zubereitung:

1. Der Teig ist ein Mürbeteig bestehend aus

320 gr Mehl
80 gr Zucker
2 Eigelb
2 Prisen Salz
220 gr Butter und 
2 großzügigen Msp Spekulatiusgewürz.

Alle Zutaten zu einem Teig verkneten und eine Stunde im Kühlschrank kalt stellen.




2. Den Teig dann auf einem Backblech rechteckig ( ich hatte eine rechteckige Tarteform mit geradem Rand, 22 x 32 cm) etwa eine halben Zentimeter dick ausrollen, mit der Gabel mehrfach einstechen, damit er sich beim Backen nicht aufwölbt und im auf 180 Grad vorgeheizten Ofen etwa 20-25 Minuten blind backen. 




3. Während der Teigboden backt, die Nüsse mit einem großen Messer klein hacken. Dann in einem Topf Butter, Zuckerrübensirup, Zucker und Schlagsahne zum kochen bringen und drei Minuten köcheln lassen und den Topf vom Herd nehmen. Nüsse und Vanilleextrakt hineingeben und gut durchmengen.






4. Die Nussmasse auf den blind gebackenen Teigboden geben (muss nicht ausgekühlt sein, kann man sofort nach der 20 minütigen Backzeit im Ofen machen!) und gleichmäßig verteilen. Den Teig mit der Nussauflage weitere 8-10 Minuten backen.

5. Den Teig aus dem Ofen nehmen, gut auskühlen lassen und in mundgerechte Würfel schneiden.




So. Fertig und lecker, ne ;-)? Selbstversuch geglückt und bestens überstanden. Die ganze Familie!

Und ich will jetzt nix hören wegen dem Eichhörnchen.........also dem auf dem Foto unten! Das ist eines der Kollegen, die dem unvollendeten Hippi-Pippi-Langstrumpfbaum zum Opfer fielen. Es hat sich aufs Bild gedrängelt. 

Ich sage nur: 

Sie werden uns alle noch jahrelang in den Posts verfolgen. Da müssen wir jetzt gemeinsam durch. Ich hab die ganzen Viehcher doch nicht umsonst gekauft ;-D!!!???





Hübsch dagegen ist doch diese Eichhörnchendose! Die ist vom Tiger aus Italien!




Einkaufsliste:

Teig:
320 gr Mehl
80 gr Zucker
2 Eigelb
2 Prisen Salz
220 gr Butter
2 Messerspitzen Spekulatiusgewürz

Nussmasse:

200 gr Macadamianüsse
200 gr Pecannüsse
50 gr Butter
5 Eßl dunkler Zuckerrübensirup
100 gr brauner Zucker
100 ml Schlagsahne
1 Tl flüssiges Vanilleextrakt

Dienstag, 9. Dezember 2014

Vom Hippi-Pippi-Langstrumpfbaum der gar keiner wurde......

Mannomann hats mich die letzte Woche erwischt! Husten, Schnupfen, Halsschmerzen, Kopfschmerzen, rauchigste Heiserkeit vom Feinsten...... Bonnie Tyler und Rod Steward (Kennt die überhaupt noch einer? Haha, ich Omi!) wären blass vor Neid geworden und eigentlich hatte ich erwartet, dass irgendein Musikproduzent anruft um endlich mal mit mir ne Platte aufzunehmen. Meine Stimme.....Stimme??? Röhre!...... war sowas von 1a, top Wiedererkennungswert sag ich euch! Wäre bestimmt ein Gassenhauer und Nr.1 Hit geworden........aber NEIN!.......das Telefon stand still. Tja liebe weltweite Musikproduzenten: DAS WÄRE EURE CHANCE GEWESEN! Nu müsst ihr euch wieder an all die Ooondree Riööööös, Helenschen Fischers & Co  dieser Welt halten, denn Dank selbstgekochter und tagelang literweise getrunkener Hühnersuppe steh ich wieder senkrecht, bin weitgehenst einsatzfähig und hör mich vor allem wieder wie ein Normalo an! Ach und singen kann ich ja eigentlich auch gar nicht besonders gut, das wär aber auch angesichts DER FANTASTISCHEN STIMME eh schnurzpiepegal gewesen ;-D! Nanü......aber vorbei ist vorbei!

So.

Heute im Post könnt ihr am lebendigen Beispiel sehen, wie bei mir die Ideen kommen und gehen. Manch einer nennt es Fieberwahn, ich nenne es den total normalen Frollein Ü-Zustand. Ich weiß ja nicht wie das bei den anderen Bloggern und Ideenfindern hier im Netz so ist, aber ich bin eigentlich ein total konfuser Mensch. Ich bewege mich irgendwo zwischen Daniel Düsentrieb (was die wahnsinnigen Ideen angeht), Pippi Langstrumpf (BUNT! Und kein Vertrag mit nix!) und dem Koch aus der Muppetsshow (römpömpöm! Was das wilde Zusammenwürfeln und ausprobieren angeht). Ach ja, und ein bisschen Muppetshow-verrückter-Professor Bunsen-mit-Beaker steckt auch noch in mir (KAHWUMMM, Experiment außer Kontrolle geraten), wobei ich nicht so genau weiß, ob ich eher der Professor oder der sich ewig verkokelnde Beaker bin (Meine Finger!!! Siehe HIER).




Ich mag ja andersartige Weihnachtsbäume. Das hat gar nichts mit dem Verschmähen von Traditionen zu tun sondern ist vielmehr das Ausleben einer Tradition, wie ich schon mal letztes Jahr erklärte. Sowohl Vater wie auch Schwiegervater waren Meister im Erdenken von bekloppten Weihnachtsbäumen. Wer das eine ganze eigene Kindheit aushält (und Herr Ü ja auch), läßt sich auch als Erwachsener nicht mehr von Unregelmäßigkeiten und Schrägheiten bei der Weihnachtsbaumdekoration erschrecken sondern fängt selbst damit an. Und erste Auswüchse dieser Erziehung wurden schon HIER verpostet.




Da ich ja auch irgendwie Hippies Kind zu sein scheine, war mein Plan anfänglich folgender: Äste suchen, einbetonieren in einem alten Plastikeimer, Äste anmalen und umhäkeln wie beim Guerilla Knitting, das einem immer öfter in den Städten über den Weg läuft.

Ich todsicher überhauptundgarnichtkeinbisschen kitschig veranlagter Mensch...JAHA aber hallo!.....hatte dann auch schon mal prophylaktisch  ein paar Hippietieranhänger aus Filz besorgt. Schön bunt. Viel zu teuer. Egal. Denn in meinem Kopf war das ja alles schon fertig. Der Baum stand gemacht vor mir. So ist das immer wenn ich Ideen habe, deshalb fällt es mir nicht schwer Sachen zusammenzusuchen....hab ja ein Bild!

Und soll ich euch was sagen? Ich hatte sogar schon einen Namen für den Baum und die Überschrift für diesen Post und das bevor ich einen einzigen Stock gesammelt, Farbe gekauft, Anhänger besorgt und Wolle gecheckt hatte.




Ach aber dann......dieses Knitting! Wolle hatte ich eben NICHT extra gekauft, denn ich bediene mich seit Jahren an meinen unerschöpflichen Vorräten im Keller.......fragt nicht! Da waren nun aber nur noch komische Wollknäule. Ein erstes Probehäkeln ergab.......mannnomannn sieht das Sch.....  schlecht aus. Einfach die falsche Wolle. Falsche Farben. Einfach falsch. Punkt. Und an kleinen, dünnen Ästen sieht das Umhäkeln auch nicht so grande aus, da man zuviel Nähte sieht, bzw es eine Höllenarbeit ist so minifutzige Ästchen zu umgarnen.

Ja und dann hab ich eigentlich alles wieder über den Haufen geworfen. Und den Baum mit grauen Ringeln bemalt. Hat ja auch was Hippiges. Ach und diese Filzanhänger.....nääähhh......hört mir auf.....weg mit den Dingern! Einzig der Elefant hats auf dem unteren Bild mal kurz aufs Foto geschafft. Aber fragt nicht wie lange. Neue Anhänger oder besser gesagt Kugeln mussten her......einmal, zweimal..........Kosten? Essen wird überbewertet. Dafür können wir jetzt mindestens drei Tannenbäume mit allen erdenklichen Anhängern bestücken.

In irgendeiner Ecke des Hauses habe ich dann noch meine Asiapapierdiamanten wiedergefunden. Die Faltanleitung findet ihr HIER.




Vom Stricken konnte ich mich dann aber doch nicht trennen und musste dem Baum einen Schal stricken. Ohje. Soweit isses schon. Ich stricke Schals für Bäume. Hzzzz. Ich kann mich darauf verlassen, dass ich von euch nen klitzelkleinen Wink bekomme, wenns schlimmer wird, ja?




Leiderleider muss ich konfuswirrer Mensch jetzt sagen......ich find meinen Weihnachtsbaum eigentlich jetzt ganz niedlich so in total geänderter Form. Uiii. Besonders beleuchtet an diesen stockedunklen Tagen im Moment.

Manch einer hätte jetzt wahrscheinlich einen halben Nervenhansi nach dem ganzen Hickhack. Ich nicht. Ich freu mich und geh jetzt mal Kekse backen. Ich hab da sowas im Kopf ;-D!




Dienstag, 2. Dezember 2014

Volterra.......wie es uns ein klitzekleinwenig wunderbar gruselte, wir echte Kulturbanausen wurden und Herr Ü fast dem stärksten Kaffee der Welt erlang!

Volterra. Was für ein Städtchen! Ward ihr schon mal da? Per Film waren bestimmt einige von euch schon mal an der Piazza dei Priori oder beim Duomo........die Twighlightfilme wurden dort ja z.T. gedreht und irgendwie glaubt man auch Harry Potters Winkelgasse wär hier irgendwo. Wir waren bestimmt schon 3 Mal da und kriegen einfach nicht genug davon, gerade auch die Kinder. Es ist einfach zu geheimnisvoll und aufregend und zumindest bei uns fängt in dieser Stadt, in der einfach eine einmalige, magische Atmosphäre herrscht, mächtig das Gedankenkino an zu rauschen. Da brauchen wir gar keine Ausstellung, Sehenswürdigkeiten und all den Klimbim.....Volterra selber ist der Showact! In jeder Straße und an allen Häuserecken! Wir laufen deshalb meistens einfach so ein wenig durch die Stadt.......schauen mal hier mal da und lassen uns einfach so treiben. Ein Ziel oder den Plan der Pläne haben wir nicht.....naja bis auf das Eis und den Kaffee an der Piazza, ein wenig Pizza für die Jungs und Fritto misto für Herrn und Frollein Ü, heute mal in der ungeahnt genialen "To-go"-Variante auffer Hand!




Volterra aus der Ferne. Hübsch wie ein Vogelnest ganz oben auf einem toscanischen Hügel gelegen.  Hach!




Wer mit dem Pferd kommt, hat null Parkprobleme und bindet sein Tierchen einfach an einem der vielen Eisenringe an den Wänden der Häuser an. Wie cool! Die Jungs fanden das "total echt"! Aber keine Sorge.....auch Parking mit dem Motorgaul ist kein Problem! Außerhalb der Stadtmauern gibt´s genug Parkplätze. Volterra selber ist so gut wie Autofrei und alles muss zu Fuß erkundet werden, was aber auch nicht schlimm ist, da Volterra ein absolut überschaubare Größe hat!




Und nur so nebenbei.......direkt hinter dem nördlichen Stadttor.........also wirklich direkt hinter dem Torflügel!.......da gibt es eine kleine Bude die ultraleckeren Fritto misto verkauft! To-go! ...........tja........und bei uns war es war erst 11 Uhr morgens als ich diese Entdeckung machte. Was soll man da tun? Meinerseits war mit Wahrnehmung dieses Duftes die Beteiligung am später anvisierten gemeinschaftlichen Mittagessen gestorben. Ich sags euch.....ich hätt mich da ja reinlegen können! Frühkindliche Prägung würd ich mal sagen. Da machste nix, ich bin auch nur ein Opfer des Ganzen   ;-)!





Auf geht´s dann zur Piazza dei Priori. Aber nur einfach so zum gucken, denn heute wird die Kultur voll platt links liegen gelassen. Warum auch nicht? Von da aus geht´s einfach kreuz und quer durch die Straßen, Gassen, Gässchen.








So nebenbei entdecke ich hier meine ausgeprägte Liebe zu rustikal, bunten Wäscheleinen und der noch bunteren Fotobearbeitung und bin toooootal glücklich ;-D! Die, die mir auf Instagram folgen, habens schon bemerkt!




Mein Herz höher schlagen lassen auch immer die an jeder Ecke herumstehenden Vespas! Ich habe quasi 6 Jahre meines jugendlichen Lebens auf so nem Ding verbracht! Ich habe meine Vespa soooo geliebt! Dann trennte uns ein bescheuerter Blechschaden und ich stieg um in die große Dose.......in einen Fiat 500! Ihr merkt langsam: Im Frolleinsche steckt ein echter Italiener! Yeah!

Aber weiter. K....UU....LLL...t..u...aaa..??? Wie buchstabiert man das noch mal? Keine Ahnung. Den Haufen Steine hier haben wir zwar wahrgenommen (By the way: Das hier unten ist das Teatro Romano, das alte römische Theater nördlich unterhalb der Stadtmauer), sind aber einfach weitergelaufen.




Und zwar wollten wir noch in die Grünanlage da unten. Einfach nur so. Ehrlich (Für den gebildeten Menschen: Die Burg im Hintergrund ist eine Medicifestung, davor liegt der archäologische Park, in dem Reste des antiken Akropolis, zwei Tempel und eine Zisterne, freigelegt wurden.)




Irgendwann machte sich bei den Jungs Hunger breit. Ich war ja glücklich vollgefuttert mit meinem Fritto, aber je mehr Geschäfte mit Köstlichkeiten uns in den Weg  kamen umso fürchterlicher wurde es. Italienische Geschäfte sind aber auch wirklich schlimm. Warum sieht da auch immer alles so viel leckerer und besser aus als hier????





Herr Ü wollte unbedingt an der Piazza dei Priori dinieren und so landeten wir im wirklich wunderschönen Ristorante Etruria. Schaut mal diese Decke...boahhhh.....ich will sowas auch für zuhause!





Nach dem Essen liefen wir noch etwas weiter in Volterra herum und knipsten lustig Fotos für den daheim gebliebenen und per Whatsapp zu bebriefenden besten Freund mit Wildscheinmütze und fandens einfach toll da zu sein.




Kurz vor den Aufbruch nach Hause, glaubte Herr Ü einen Fünckchen Müdigkeit zu verspüren und äußerte das Bedürfnis nach einem Kaffee. Wir fielen also in eine der vielen kleinen Bars in Volterra und orderten Kaffee und Keks und Eis für die Jungs.  Gemütlich! JA, und dann kam der Kaffee. Espresso genauer gesagt. Noch genauer gesagt quadruple Espresso mindestens.




Selten haben wir so gelacht. Herrn Ü fiel schon beim ersten Schluck fast die Tasse aus der Hand und er selbst mit Herzrasen unter den Tisch. Und wie sagte er dann zum Glück grinsend so schön: "Feels like a Stromschlag, Family!"

Ich sags euch......der Junge ist danach wie ne eins wieder nach Hause gefahren. Pupillen wie Suppenteller und hellwach bis in die Haarspitzen ;-)!