Montag, 1. Februar 2016

Washington D.C. Teil 2: Zu Besuch bei Obama und ein Haufen Kunst und Kultur

So, heute machen wir dann in Kultur, Kunst und Präsident. Wie ich schon im vorangegangenen Washington-Post über das Spacemuseum in Chantilly erwähnte, zeig ich euch heute mal, was wir denn so alles in Washingtoncity gesehen haben.

Das tolle an Washington - und das kann einem nach ein paar Wochen USA schon mal direkt völlig positiv auffallen - ist: Hier ist ja alles umsonst! Wie bitte? Also nicht alles natürlich. Aber zumindest schon mal die Museen und Sehenswürdigkeiten. Und wer einmal in den USA war, der weiß, dass man dort für jeden Mumpitz ratzfatz irre viel Geld los werden kann. Bei einer etwas dezent größeren Familie wie wir das sind, kann man da an der ein oder anderen Stelle schon mal grübeln, ob man sich nun auch noch das zwölfte Museum, den 13. Spectecular Sight oder die siebenunddrölfigste Wolkenkratzerbesteigung geben muss (Aber zu dem Thema noch mehr wenn ich euch von New York erzähle.). Hier in Washington ist das alles wie gesagt aber überhaupt kein Thema und ihr könnt einfach hemmungslos in sämtliche Museen reinlaufen (und auch direkt wieder rauslaufen, wenn ihrs öde findet! Der Gedanke ist manchmal schon entspannend ;-D!) und anschauen was ihr wollt.

Ein heißer Tip unserer Verwandtschaft war, sich fürs Sightseeing und den Citycruise Fahrräder zu mieten. Ja, das war ein heißer Tip. Aus welchen Gründen wir das nicht gemacht haben??? Keine Ahnung. Ich glaube wir waren einfach doof. Und haben pro Tag ungefähr 25 km zu Fuß abgerissen. Bei einer Sauhitze. Also überlegt euch das gut und nehmt euch den Rat der schlauen Verwandtschaft bitte zu Herzen.

Und noch ein Wort zur Orientierung in Washington D.C. (District of Columbia heißt das!).  Washington wurde von zwei Stadtplanern mit dem Ziel entworfen es einfach zu gestalten, was nur teilweise gelang. Für einen Fußgänger  mit kleinem Radius ist es einfach sich zurechtzufinden, da alles in geraden Linien verläuft (Buchstaben von Ost nach West, Zahlen von Nord nach Süd!), mit der Adressfindung für den Autofahrer hapert es aber manchmal, denn es gibt viele Adressen in unterschiedlichen Stadtteilen mehrfach. Aber das nur am Rande.





Wir starteten zunächst im "National Museum of the American Indian". Ehrlich gesagt fanden wir es aber etwas enttäuschend und hatten mehr erwartet. Man kann sich anhand originaler Kleidungsstücke, durch Video und Audiobeiträge sowie anderer Artefakte, wie Booten oder ähnlichem, einen Eindruck von der Lebensweise der indigenen Völker machen. Das Museum ist riesengroß, allerdings gefühlt nur höchstens zur Hälfte mit Ausstellungen gefüllt. Hm schade eigentlich. Indianer fand ich schon immer toll und wäre gerne tiefer in die Welt eingetaucht.







Dann spazierten wir ein wenig die Independance Av hinauf, liefen durch den Park und schlenderten zur Constitution Av, das gerade in der Renovierung befindliche Capitol immer im Auge. Und hospsasa, da fiel uns schon wieder ein Museum vor die Füße. Die National Gallery of Art. Nicht, dass wir unsere Urlaube immer in Museen und mit Bildung verbringen, nö, aber hier bietet sich das einfach an mal ein wenig hineinzuschauen. Wie ich ja schon sagte, nur kein Stress, ihr könnt ja jederzeit wieder rausgehen und habt nicht ein Heidengeld verplempert. Und da der große Sohn seit er Kunst LK in der Schule belegt hat ein begeistert von mir aufgenommenes, verstärktes Interesse an Kunst zeigt......ja. Also rein.






Die National Gallery of Art ist in zwei riesigen Gebäuden, East und West (alles in Washington ist riesig!), untergebracht und beherbergt eine monströse Kunstsammlung die vom Mittelalter bis in die Gegenwart reicht. Im West Building wird europäische Kunst des 19. Jhd, im East Building Kunst der Moderne mit Werken von z.B. Picasso, Matisse und Pollock gezeigt. Ein unterirdischer Tunnel mit einem großartigen Wasserfall verbindet die beiden Gebäude. Hier können wir viel Lob aussprechen. Ein Kunstfreund kommt hier garantiert auf seine Kosten. Wir nutzen das gerne als Inspiration für neue bekloppte Ideen, die wir zuhause mal selber umsetzen können ;-). So ne Fotowand wie hier untern fänd ich ja auch schon toll. Geht auch gleichzeitig noch als Lampe durch, yeah! Und an einer kahlen, hohen, schmalen Wand fänd ichs sehrsehr g......ja. Ich zieh mir meine Kunstfreunde schon ran, ob se wollen oder nisch, hihi.






Washington hat unheimlich viele sehr gepflegte Parkanlagen, was das entspannen während eines Citytrips recht einfach macht. Wenn man nicht mehr kann oder die Hitze zu groß wird haut man sich einfach mal kurz in einen Park und läßt die Füße im Wasser baumeln. Und diese Foodtrucks findet ihr  auch überall.....für was schnelles auf die Hand perfekt!





Weiter gings dann die Constitution Av hoch Richtung Weißes Haus. Das wollten die Jungs natürlich unbedingt sehen. Auf dem Weg kamen wir noch am Washington Monument vorbei, das zu Ehren des ersten amerikanischen Präsidenten, George Washington, bis 1884 errichtet wurde. Es war in der Planungszeit und kurze Zeit nach seiner Vollendung bis zur Fertigstellung des Eifelturms 1889 das höchste Gebäude des Welt. Davor war es der Kölner Dom. Wußtet ihr das!? ich wußte immer schon Köln ist was Besonderes ;-D!




So und dann gings direkt zum Weißen Haus. Ich war relativ überrascht, wie einfach und nah man als Tourist doch an das Gebäude heran kann. Die faszinierende Masse an nervösen Men in Black, also Sicherheitsleuten, die im 5 Minutentakt in dicken, vermutlich gepanzerten Wagen auf den Straßen davor auf und ab fuhren, hat mich nicht verwundert. Und auch die ganzen Betonabsperrungen nicht. Und auch nicht die Wachhäuschen. Und die Klappstraßensperren. Das war schon echtes Präsidentenundwichtigstermannderwelt-Feeling pur. Wahrscheinlich waren die Hälfte der vermeindlichen Touristen gar keine "echten Touris" sondern getarnte Sicherheitsbeamte ;-D. Wer weiß. Wie es der Zufall wollte, gabs gerade zu der Sekunde als wir dort aufschlugen auch direkt dicken Staatsbesuch. Kein Witz! Seht die Fotos! Da standen so Trötenheinis aufm Balkon und immer wenn eine neue schwarze Limousine vorfuhr, dudelten die irgend sonen Tusch. Das war schon schwer cool und die Jungs waren sehr beeindruckt. Ich habe echt überlegt, ob ich das Tele-Foto vom Weißen Haus hier auf dem Blog einstelle. Nicht, dass ich da nachher irgendeine völlig geheime Sache drauf hab und mir die NSA den Blog zumacht. Wisster Bescheid ;-S.







Anschließend liefen wir dann noch ein wenig durch die die verschiedenen Parks die Washington so zu bieten hat. Überall steht da Kunst rum. Spätestens daran merkt man, dass man in der Hauptstadt ist.







Erzählte ich eigentlich schon, wo wir in Washington wohnten und speisten? Von diversen Burgerläden, die insbesondere ich nach kurzer Zeit in Amerika nicht mehr sehen konnte, die aber schon allein wegen der Jungs immer wieder unvermeidbaren Ziel auf unserem Roadtrip waren, verschlug es uns hier in Washington verschärft oft nach Georgetown, einem schicken Wohnviertel in dem man - sehr unüblich für Amerika - super bummeln, shoppen und was anderes als Burger zu sich nehmen kann. Die Hauptstraße ist die M St NW, was sich erstmal anhört wie ein dusseliger Code und nicht wie ein Straßenname, es ist aber wirklich richtig. Hier findet man die schönsten Geschäfte mit toller und exclusiver Ware, aber auch einen meiner Lieblingsläden...TK Maxx. Hahaha...nennt mich bekloppt, aber ich wollte unbedingt mal sehen, wie der in Amerika so aussieht. Und siehe da. Was ein Wunder! Glaubts oder glaubts nicht, aber die haben da fast die gleichen Sachen wie hier. Importieren amerikanischen Kuchenformen ist also überflüssig. Wer hätte das gedacht! Und nur so nebenbei...hahahah.....den New Yorker TK Maxx war ich auch besuchen....hahahah....ich find mich grad selbst total bescheuert!






Eine echte Empfehlung fürs Wohnen in Washington habe ich auch noch für euch. Ich scheue mich wirklich nicht das zu empfehlen, weil wir auf unserer Amerikareise vieles gesehen haben, aber nicht alles war gut. Aber auch hierzu werde ich bei den New York Posts, wo wir unseren persönlichen Supergau mit Happyend erlebten, was ausführlicher erzählen.

Hier unten seht ihr das Apartment von Sara und Sergej, das auch ziemlich zentral gelegen ist. Das ganze Haus ist gerade mal 2 Jahre alt, sie hat es mit ihrem Mann selbst gebaut. Sara hat schon in ihrem alten Haus über airbnb vermietet und besitzt viel Erfahrung. Das Apartment selber ist passend für bis zu 8 Personen und ist wirklich top in Schuss mit einem superschönen Bad und einer hervorragenden Küchenausstattung! Sara und ihr Mann sind wirklich irre nett und blieben selbst dann noch locker, als wir mit einem angekokelten Toast um Haaresbreite eine Feuerwehreinsatz provoziert hätten. Zur Strafe waren wir dann alle taub vom Feuermelder. Und Ü 2.0 erlitt zusätzlich fast noch einen Beinahe Herzkasper, weil der Spuk gerade losging als er gemütlich und verschlafen in der Frühe duschte.....;-D.......ich sage nur Piiiiiiieeeep...."Please leave the house!"...piiiiieeep........"Please leave the house!"......piiiieeeeeepppp......"Please leave the house!". Amerikanische Feuermelder sprechen nämlich auch noch. Die Ruhe von Sara erklärte sich dann später, als sie uns erzählte, dass die Feuerwehr hier nicht einfach so kommt, sondern vorher mal anruft. Ja da wirste doch verrückt!!! Stell sich einer das vor, du sitzt halb gegrillt in deinem Haus und die Feuerwehr ruft erstmal an, obs recht wäre, wenn sie jetzt kommen. Tsssss. Da lob ich mir Deutschland. Auch wenns gelegentlich mal dadurch teuer werden kann.




Freut euch auf New York! Da gehts als nächstes hin!



Montag, 25. Januar 2016

Jedes Jahr im Januar wieder neu ;-D.......die Geburtstagssause für Ü 3.0! Einladungen für die Übernachtungsparty

Liebe Leser! Es ist schon wieder Januar und damit auch Geburtstagssausenzeit für den kleinsten Ü! Und als hätten wir das nicht schon neunmal gehabt, jau.....diese Woche ist es das zehnte Mal. "Mama, ich werd jetzt zweistellig!". Hoha!

Im Rahmen der Entscheidungsfindung, welcher Geburtstag denn nun so gewünscht ist, kamen zu meinem Bedauern unterm Strich leider nur die üblichen Partyideen auf den Tisch. Na obwohl ein wenig cool muss es inzwischen aber auch schon sein. Und was Außerhäusiges bitte schön auch. Zu stark von Mama organisierte Geburtstage sind dagegen leider out, auch wenn Mama das Sch.....äh doof findet ;-D. Aber ich bin ja schon groß und halt das aus. Hier ist selbstverständlich das Geburtstagskind der Chef. Nachdem ich Paintball (also für Kinder das, gibts in Holland umme Ecke, irgendwie mag ich aber diese Schießereien nicht und schon gar nicht bei 10jährigen), langweiliges Fußballkicken, in einer von diesen an Stinkfußklima kaum mehr zu überbietenden Ekelhallen (Boah und vor allem hatten wir das auch schon 3856784 Mal!), Kart fahren (Susanne! Nein! Der hat das echt mitbekommen! Hier ists aber leider zu teuer.) und ein Besuch einer dieser monströsen Kindergummizellen mit dem heimelig, vorgeschobenen Namen "Spieleparadies" abgebügelt hatte, blieben wir auf einem Kinobesuch mit anschließender Übernachtungsparty hängen. Irgendwie ja so gar nicht ausgefallen und bekloppt wie ichs mir ja regelmäßig wünsche, aber so ist das eben. Und was die Abhaltung einer Übernachtungsparty angeht, war die Begeisterung, dass sie nun endlich stattfindet, geradezu überschäumend!

Denn.

Wir haben da einschlägige Erfahrung gesammelt. Zumindest auf dem Jungenssektor (Ich hörte im Mädchenbereich läuft das anders ab!). Unsere Ersterfahrung sammelten wir bei  Ü1.0 (wie sollte es anders sein), der anläßlich seines 12 Geburtstags mit sagenhaften 12 Freunden bei uns im Keller nächtigte. Obwohl wir, clever wie wir ja doch damals auch schon waren, die größtmögliche, innerhäusige Distanz (letzter Kellerraum hinten durch mit geschlossener Türe und Dachgeschossraum mit geschlossener Türe) zwischen uns schlafwillige Eltern und Restgeschwister und das ausflippende Übernachtungspartyvolk im Keller brachten, sind 10 Nächte mit einem kolikengeschüttelten Säugling blanker Urlaub und Erholung gegen EINE solche Nacht.

Wir lernten dadurch: 12jährige wollen bei einer Übernachtungsparty auch noch nicht um 3,4,5 und auch nicht um 6 Uhr und auch noch nicht mal eine halbe Stunde überhaupt schlafen und haben dummerweise aufgrund der aufkeimenden Kräfte der kommenden Mannwerdung auch die Power dazu. Fazit unsererseits: So ne Übernachtungsparty muss listigerweise stattfinden, bevor die Jungs derartige Ausdauer entwickeln, will sagen, spätestens mit 10.

So geschah es dann auch bei Ü 2.0 und ich muss sagen: "Geht doch!" Einer wollte sogar alleine schlafen, weils ihm zu laut war ;-DDDD.

Also! Höret auf meine Worte ;-)!





Für die Einladung mußte der MiniÜ erstmal sein Model- und Schauspielertalent unter Beweis stellen, denn ich brauchte ein Foto, auf dem er schläft. Mit oder ohne Bär. Er wollte mit ;-)! Das hab ich 10 mal beim Fotoshop um die Ecke abgezogen und auf ein Stück Karton geklebt und ein wenig zurechtgeschnitten.




Dann habe ich kleine Stoffsäckchen genäht, in die die Fotokartons eingesteckt werden. Zum Glück hab ich immer viele Stoffreste im Keller.





Ich hatte für die Kinder kleine Taschenlampen bestellt, die ich in einer eingeschlagenen Lochöse unten an der "Bettdecke" befestigt habe. Die Lochöse hat auch gleichzeitig den Effekt, dass die Decke nicht abrutschen kann und alles schön zusammenbleibt.





Um den Text der Einladung lesen zu können, muss man nur die "Bettdecke" zurückschieben und schon sieht man den Text auf der Rückseite.





So  na dann hoffen wir mal, dass die Schätzchen die Nacht auch irgendwann mal ein Auge zukriegen. Oder wenigstens ich ;-S. Einen Tag später findet dann schon die nächste Kidsparty bei einem Freund statt. Alles im Namen eines frühkindlichen Stressresistenztests vom Schicksal so eingefädelt. Oder hat die Mutter den Termin womöglich nur gewählt in Spekulation darauf, dass die Kinder dann eh schon platt sind ;-D........listiglistig so Mütter! Warum bin ich nicht drauf gekommen direkt nach einer anderen Party zu feiern???? Mistmistmist ;-D!!!! 

Also liebe Leser.......bleiben Sie gespannt, wie Ü3.0 und der Rest der Mannschaft die Tage so durchhält! Ich werde berichten ;-).


Noch ausgeschlafene Grüße!


Material:

Foto mit schlafendem Kind
Pappe
schwarzer Stift
Stoffreste für Säckchen ("Bettdecke")
Einschlagösen

Dienstag, 19. Januar 2016

Washington D.C. Teil 1: Das Air and Space Museum in Chantilly (VA), ein echtes Spaceshuttle und eine wunderbarer Besuch bei der Familie!

Heute fahren wir mal zusammen in Richtung Washington D.C. liebe Leser! Und zwar möchte ich euch das wirklich unglaublich tolle Air and Space Museum in Chantilly, das Steven F. Udvar-Hazy Center, etwa 40 km von Washington D.C. entfernt, zeigen.

Man muss wissen, dass es in Washington zwei Air and Space Museen gibt. Das eine, das Smithsonian National Air and SpaceMuseum, liegt direkt im Herzen Washingtons, das andere eben 40 km außerhalb. Von unserem in Washington lebenden Teil der Familie, die wir bei der Gelgenheit auch noch schnell auf ein BBQ besuchten, bekamen wir letzteres wärmstens ans Herz gelegt. Sie sagten, dass es verglichen mit dem direkt in Washington liegenden Air and Spacemuseum die absolut bessere Wahl wäre, da es größer, viel üppiger ausgestattet und ein echtes Erlebnis sei. Da ich das Washingtoner Museum nur von außen gesehen habe und wir uns blind und mit Erfolg auf den Tip verlassen haben, kann ich nicht beurteilen, ob mich das andere Museum enttäuscht hätte. Keine Ahnung. Die Internetseite sieht auch nicht schlecht aus. Es kommt vielleicht darauf an, was man sehen möchte.

Im Smithsonian National Air and Space Museum sind die Highlights der 1903 Wright Flyer (quasi erstes Flugzeug der Welt mit dem 1903 der erste 12 Sekundenflug der Geschichte gemacht wurde), Charles Lindbergh´s Spirit of St. Louis, das Apollo Kommandomodul "Columbia" und eine Mondrakete zum anfassen. Es gibt das Albert Einstein Planetarium, ein Lockheed Martin IMAX Theater und ein öffentliches Observatorium, in dem man selbst durch Teleskope gucken und und Mondkrater entdecken kann.

Das Air and Space Museum in Chantilly, das Steven F. Udvar-Hazy Center schließt zwei große Hangars mit ein, den Boing Aviation Hangar und den James S. Mc Donnel Space Hangar. Gezeigt werden hier u.a. eine Lockheed SR-71 Blackbird, eine Concorde und das Space Shuttle Discovery. Natürlich gibt es auch ein Airbus IMAX Theater und einen Observationsturm. Im Steven F. Udvar-Hazy Center befindet sich auch der Restaurationshangar in dem die Exponate auseinander genommen, restauriert und auf Vordermann gebracht werden.





Das  Air and Space Museum in Chantilly ist wirklich rieeeesig! Ich bin vorher noch nie in einem Hangar gewesen und was von der Größe und der Masse an Flugzeugen und Flugobjekten wirklich überwältigt. Da wußte man zunächst überhaupt nicht, wo man denn anfangen sollte.






Direkt gerade aus vom Eingang aus gesehen konnte man schon einen Blick auf das Spaceshuttle Discovery werfen und wir alle flogen wie die Fliegen auf das gute Ding. Wann kann man schon mal so nah an sowas stehen? Es sogar anfassen? Absolut atemberaubend sich vorzustellen, dass die damit wirklich im Weltall rumgeflogen sind und sich die Erde von außen anschauen konnten. Da kommt man sich doch wirklich vor wie eine Ameise......ach was sage ich, höchstens eine Mikrobe!.... bei dem Bild im Kopf. Es wurde so unendlich viel, leicht verständlich auf Schildern erklärt, man konnte das fast gar nicht alles aufnehmen. Eigentlich müßte man da mehrmals hin. Ne. Mit Sicherheit.





Hier unten sehr ihr eine von 4 mobilen Quarantänestationen, die die NASA für Astronauten die vom Mond zurückkehrten bereitstellte. Die Idee dahinter war, dass man damit verhindern wollte, dass ungeklärte Infektionen oder dergleichen vom Mond sich auf der Erde breit machen konnten. Diese MQF (Mobile Quarantine Facility) wurde tatsächlich von den Apollo 2 Astronauten Armstrong, Aldrin und Collins nach ihrer Rückkehr vom Mond genutzt. Sie blieben ganze 65 Stunden darin, bis die Wissenschaftler sich sicher waren, dass keiner von ihnen mit "moon germs" , also Mondkeimen, verseucht war. Der Aufenthalt darin war im Rahmen des möglichen ganz komfortabel und man kann sich die Schlafräume, Küche, Bad und Aufenthaltsräume mit Hilfe einer Computeranimation anschauen.








Wir waren alle sehr begeistert, dass man alles so hautnah erleben durfte. So stand einfach mal so ein echter Raumanzug in einer Ecke herum, den man auch anfassen und ausprobieren durfte. Ist das der Hammer? Man macht sich gar nicht klar wie ungelenk man in dem Ding so ist. Und plötzlich versteht man, wozu der Spiegel in der Handfläche des Handschuhs des Raumanzugs ist. Ich war mir da auf einmal nicht mehr so sicher, ob ich mit dem Ding auf dem Mond hätte aussteigen wollen. Unbeweglich und extrem eingeschränktes Sichtfeld sind nur zwei der Gründe, warum es mir nicht geheuer gewesen wäre.




Einen anderen Grund, der zumindest aus meinem wahrscheinlich schrecklich minikleinen Wissentschaftlerherzen dagegen spricht......naja und eigentlich sogar grundsätzlich gegen eine Mission meinerseits auf den Mond oder sonstwohin in die Galaxis spricht, seht ihr hier unten. Ähja. Das ist das Damentravelset für die ambitionierte Astronautin. Schon mal Gedanken gemacht wie Frau in der Schwerelosigkeit Pipi und Ka....ähja....... Ne. Nö.




Und dann hier......bäh pfui.....Astrofood für unterwegs. Wasn Scheiß. Es gab als Highlight auch noch so Tuben (von den Russen, die sind ja echt vor gar nix fies), die den ganzen Schrott direkt gequirlt in Pastenform hochculinarisch in die handliche Snackform gepresst haben. Ekliger gehts nimmer ;-P.  Da ist Mcdoof ja wirklich "haut cuisine". 





Abgesehen vom Spaceshuttle gibts aber auch noch ne Menge anderer wirklich aufregender Sachen zu sehen. Den Breitling Orbiter 3 mit dem Bertrand Piccard 1999 die erste Weltumrundung in einem Ballon gelang.




Oder Felix Baumgartners Kapsel mit der er seinen Stratosphärensprung verwirklichte.





Auch wenn das kleine, knubbelige Flugzeug hier unten, eine Messerschmitt Me 163 B-1a Komet,  schon fast niedlich aussieht, war es das nicht! Sie war eine der herausragensten "Wonder Weapons", Wunderwaffen, die Nazideutschland während des 2 Weltkriegs nutzte.

Ganz gruselig war nochmal zu realisieren, wieviel grausame und perfide Technik und Erfindungen aus Deutschland, auch gerade Nazideutschland kamen. Bomben, Flugzeuge....ziemlich viel made in Germany ;-(. Und ihr könnt hier sehr viel davon sehen. Rührend schon fast, wie die Amerikaner, als sie realisierten, dass wir Deutsche sind, mit uns umgingen: Extrem freundlich und wertschätzend für die Technik, die aus unserem Heimatland kam und kommt. Kein bißchen abwertend. Hätte ich eigentlich mit gerechnet.






Ein weiteres Highlight war dann noch die Lockheed SR-71 A Blackbird, ein Mach3 -schnelles, sehr hoch fliegendes Aufklärungsflugzeug, das von 1966-1998 im Einsatz der US airforce stand. Ein Wahnsinnsgerät. Schaurig beeindruckend.




Irgendwann hat man dann aber auch genug. Zumindest fürs erste. Für uns gings dann schnurstracks zur Familie, die schon mit einem BBQ auf uns wartete. Yeah! Amerikaner können ja doch kochen! Gelegentlich hatte ich da auf unserer Amerikareise leichte Zweifel...bei DER Burger- und Pommesquote! Hach war das dann schön! Shiva und David, wir haben uns so wohl gefühlt bei euch und ist klar, dass wir jetzt immer wiederkommen, ne ;-). Tja. Musste schlechter kochen, biste auch die olle Verwandschaft schneller wieder los ;-D. So isses!







Also! Nix wie nach Washington! Uns nächstes Mal zeig ich euch, was wir in Washingtoncity so alles gesehen haben!

Howdy!