Dienstag, 14. Oktober 2014

Feigentarte und Apfel und Himbeer und so........

Als bloggende Mutter hat mans nicht leicht, ja.......wobei wir das jetzt eigentlich noch ausdiskutieren müssten obs überhaupt am Blog liegt oder ob mans als "Mum in the house" nicht einfach generell mit manchmal echt schrägen Irrungen und Wirrungen der innerhäusigen z.T. stark pubertierenden Brut und der daraus resultierenden Umstände zu tun hat.




Will man endlich mal Abwechslung auf den Tisch und damit natürelmeng auch auf die eigene Netzseite bringen, so von wegen .........hui!!!....... mal nix mit Apfel oder Himbeere und so, schon.....schwups.....liegt sich die Jugend des Hauses schon mit tränenumflortem Blick laut schluchzend kollektiv im Leid vereint in den Armen und ist sich eins wie sonst nie: "Das ist brutal! Feigen sind doof! Und wir haben so einen Hunger!" Man selbst kann dann manchmal einfach nur die Augen zuerst erstaunt und weit aufreißen, um dann im nächsten Moment die Stirn in starke Falten zu werfen angesichts dieses Gefühlsausbruchs ausgelöst durch eine winzige Feige. Minikleine Feige! Naja oder vielleicht auch zwei. Okay.....oder auch 3-4. Weil!......ICH MAG JA FEIGEN, ABER WEN INTERESSIERT DAS SCHON!






Wenn der Hunger die Jugend dann so gemeinschaftlich schüttelt, dann kennt als erstes der auf 1,80m hochgeschossene Astralkörper kein pardon mehr, echtes Zittern inclusive. In einem solchen Moment gäbe es natürlich ernährungstechnisch vernünftigere Dinge als ein Törtchen, um den vor Hunger ausflippenden Körper wieder auf Spur zu bringen.......aber ha!......redet mal mit einem Pubertierenden!!! Unmöglich! Und nur wegen der aufkommenden Hinterkopfgedanken.....ja wir füttern ihn öfter als einmal die Woche. Eigentlich ständig. Nützt aber nix, der Bärenhunger kommt ständig immer wieder. Und so wächst mit jedem Törtchen schon beim bloßen Hingucken auch das Kind. Wie sagte meine in jeder Hinsicht weise Mutter doch schon vor Jahren so treffend: "In der Pubertät deiner Brüder habe ich kaum mehr gewußt, wie ichs noch ran schaffen soll!" Soso.





Derart dezent genötigt muss dann die arme Bloggermutter in mehrfacher Hinsicht richtig Gas geben. Erstens um ein köstliches Törtchen nach dem Gusto der Herrn zu produzieren......Blog?Bloggen???Was war da noch los????......und zweitensunddrittensundviertens S.C.H.N.E.L.L!!!!





So passiert es dann auch, dass der große Sohn sich aus der Not heraus schon mal ausgiebigst am Foodshooting beteiligt, wie wild mit dem Puderzucker herumnebelt, Handtücher hin- und herzubbelt, Herzchen in den Puderzucker malt nur um schnellst möglich zum finalen Törtchenziel zu gelangen. Zitternd. Um das Törtchen dann im Anschluss daran mit fast nur einem Haps direkt dem Blutzucker zuzuführen.

Jajaja......so war das!






Feigentarte mit Cremeguss

Boden:

Für den Teig alle Zutaten miteinander verkneten, den Teig 15 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen, in die Form einpassen und im auf 180 Grad vorgeheizten Backofen 10 Minuten blind backen.  Zum blind backen kann man entweder Backperlen aus Keramik nehmen oder einfach entsprechend oft mit einer Gabel den Boden in der Form löchern, damit er beim Backen keine Blasen wirft. 

Füllung:

Zur Herstellung der Cremefüllung die Milch und die gemahlene Vanille mit dem Zucker bei kleiner Hitze erwärmen bis sich der Zucker aufgelöst hat. Mehl und Mandeln vorsichtig dazu geben und sehr gut mit dem Schneebesen verquirlen, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind. Die Milchmischung deutlich unter 60 Grad (Gerinnungspunkt Ei!) abkühlen lassen, erst dann die drei Eier unterschlagen. 

Die blind gebackenen Teigböden mit dem Obst der Wahl belegen und den Guss darüber geben. Nun die Tarte noch einmal bei 180 Grad ca. 18 Minuten backen bis sie leicht braun wird.




Einkaufsliste:

Teig:

300 gr Mehl
50 ge Zucker
175 gr Butter
1 Ei

Cremefüllung:

200ml Milch
100 gr Zucker
etwas gemahlene Vanille
3 Eier
50 gr Mehl
50 gr Mandel gemahlen

Obstgarnitur:

nach Wunsch.......also Feigen, Äpfel, Birnen, Himbeeren

Montag, 6. Oktober 2014

Halloween comin .....also styl dir easypeasy nen Nietenkürbis!

SO. Schon wieder ein Jahr rum! Die Gummigebisse, Mumienkostüme, fiesen Warzen zum Aufkleben und abgesägten Körperteile zum Dranhängen können wieder rausgeholt werden, denn Halloween naht.

Wer mich kennt, der weiß, dass ich ja eigentlich überhaupt kein Riesenfan davon bin. Wahrscheinlich bin ich einfach zu alt.......in meiner Jugend gabs das nicht.......alles neumodischer Kram.......tsssss ;-D (wobei...das müsste eigentlich jeder über 20 sagen, denn länger gibt´s das hier in D doch noch gar nicht oder??) !  Zudem sind die Nachbarn im weiteren Umfeld eigentlich jedes Jahr sauer, wenn man zwei Wochen vor St. Martin mit ner Meute kreischender und richtig ätzend ;-D kostümierter Kids vor der Türe steht, "SÜÜSSÄÄÄS ODA SAURÄÄÄÄSSS!" brüllt und sie um ihr kiloweise für den Martinstag gehortetes Süßes erleichtern will. Aber erklärt das mal den Kindern! Jedes Jahr muss ich neu mit denen raus und freu mich immer riesig auf die Hausecke mit der besonders großen Villa, deren Bewohner die Erwachsenen, die mit den Kids rumgehen, immer randvoll mit Schnäpschen befüllen. Gerade WEIL ich ja nie mittrinke, ist das ziemlich zum piepen......;-D.... So. Und nochmal vonwegen dem Alter.........ich muss den Tatsachen halt ganz knallhart ins Auge sehen ;-D........die Zeit wird kommen, wo man mich Halloween auf mein super Omikostüm anspricht und ich bin gar nicht verkleidet. Tja.

Halloweenfrage hin oder her, nu isses aber doch so, dass es mir ja schon ziemlich viel Spaß macht sich bekloppte Sachen auszudenken und seit Monaten bin ich schon auf Pinterest unterwegs und lach  mich über die wahnwitzigsten, wildesten Ideen, Kostüme und Dekoideen schlapp. Wenn ich ehrlich bin, ist es mir gelinde gesagt völlig schnurzpiepegal, dass ich keine wirklich emotionale Verbindung zu Halloween habe.....Halloween ist da einfach Mittel zum Zweck einfach mal ein paar Ideen rauszuhauen, die ich sonst nicht los werde. Ich kann da herrlich oberflächlich sein.

Letzte Woche hab ich mich dann begeistert der an sich völlig trivialen Frage zugewand, wie ich denn dieses Jahr mal den obligatorischen Halloweenkürbis aufrüsche.  Braucht ja eigentlich kein Mensch so nen Kürbis vor der Tür oder sonstwo, wa........macht aber irgendwie ja doch Spaß ;-)! Wir sind jetzt im Oktober eine ganze Zeit nicht da, denn es geht noch einmal nach Italien ....Yeah!.....also brauchte ich etwas, das nicht in der Abwesenheit hier zuhause vergammelt und auch nach der Rückkehr noch bedingungslos hübsch aussieht.





Ich hatte dann durch einen glücklichen Fund in einem Dekoladen plötzlich diesen Pappmachekürbis in Händen. Hei! Der sieht auch noch in 20 Jahren gut aus ;-)! Fein! Und fragt bitte nicht nach dem Tier da im Vordergrund.......;-).......was ist das überhaupt? Bieber, NEIN!........keine Ahnung......er  wollte auf jeden Fall unbedingt mit, auch wenn ich mir seit Jahren hartnäckig einrede, dass ich ja überhaupt nicht kitschig veranlagt bin. Und ich will jetzt nichts Gegenteiliges in den Kommentaren hören.....HALLO!

Die Idee war dann einfach irre schnell in die Praxis umgesetzt und ........ ehrlich! ........ einfacher   geht´s kaum und ich finde das Ergebnis wirklich brilliant. Goldig quasi ;-)! Ach und falls einer denkt, ich hätte nen Werbedeals mit Liebeskind.......;-D.......neneneeee......erinnert aber irgendwie schon an die Gürtel, die man zur Zeit ja überall sieht, nicht wahr?





Einfach massenhaft Reißzwecken in den Kürbis piksen! Das geht natürlich auch mit einem echten Kürbis, klar! Die einzige Regel heißt: Ordentlich leicht überlappend piksen. Einfach jetzt, oder? Und vor allem auch noch schnell gemacht. Was die Menge der Reißzwecken angeht.....okay, da braucht ihr ein paar mehr.......für meinen habe ich ungefähr 300 gebraucht......aber bei einem Preis von ca. 2 € für 200 Stück echt zu bewältigen.





Nach dem Kürbis hatte ich aber noch nicht genug. Was mir ja schon seit Monaten unter den Nägeln brennt ist ja dieses Sketchen. Eigentlich mach ich das schon seit der Schulzeit......ihr hättet mal meine alten Hefte und Schulordner sehen müssen.......alle vollgemalt und gekritzelt bis ins letzte! Die könnte man eigentlich inzwischen fast einrahmen, wenn ich sie denn noch hätte. Das Bild ist mit Bleistift und den wunderbaren Copic-Stiften gemalt, meiner Meinung einfach die besten Stifte überhaupt für diese Technik! Das Bild macht sich jetzt ziemlich gut neben dem Kürbis und den Hagebutten und diesem.......äh.......TIER!



Das Ding beim Sketchen ist ja einfach blind drauflos zu malen und zu krakeln........bloß nicht zuviel nachdenken. Und zackzackzack ist es dann auch schon fertig. Ein bisschen bekloppt und wild, die Zeichnungen nur comic- oder schemenhaft.........so muss das aussehen, das mach ja den Charme aus.





Reißzwecken Schreibwarenladen
Pappkürbis z.B. HIER
Copicstifte HIER


P.S.:

Ach und noch mal wegen unserem Urlaub: Ihr werdet davon gar nix merken, weils hier im Blog ganz normal weiterläuft.....höchstens das Freischalten der Kommentare oder sonstige Eingriffe ins offene Internetblogherz könnten schwierig werden, da wir dort vor Ort tatsächlich KEIN NETZ haben werden!!!! Ich weiß zwar noch nicht so recht wie ich das aushalten soll und hab schon sämtliche Hotspots und Internetcafes der nähren und weiteren Umgebung im Blick, aber tja.......wir werden sehen! Ihr seid auf jeden Fall schon mal versorgt ;-)! Irgendwann (nanana.......in zwei Wochen schon!) komm ich schon wieder .........wenn ich mich aus der Umklammerung der Nudel gelöst habe ;-D! Drückt mir die Daumen, dass wir noch gutes Wetter haben! Italien! Ich zähl auf dich! Bring mir noch einen Funken Sommer zurück!


Dienstag, 30. September 2014

Monsters in the house, yeah ;-)!

Ich war letztes Wochenende meine Freundin Martina in Hannover besuchen. Der Große hatte vor 2 Wochen seine Einschulung und anläßlich selbiger hatte ich schon vor Wochen mit Martina seine Schultüte gebastelt. Welche? Klar......;-D!......natürlich die Monsterschultüte! Sie fand sie einfach zu cool! Und soll ich euch was sagen? Ist doch auch ebenfalls klar, dass diese Tatsache einfach nach dem passenden Monster für den Alltag verlangte. Zum Sorgen erzählen, zum Angst nachts vertreiben,  zum Schätze verstecken, als Knutschkissen, zum Monsterspielen............all sowas halt. Und auch wenn ich mir geschworen hatte nie wieder so ein Tierchen zu machen.....denn gefühlt habe ich schon 736453 Mönsterchen genäht (naja okay.....realistisch betrachtet waren es höchstens 5......aber mich gruseln einfach Wiederholungen!),...........schaut mal wenn ihr euch vielleicht nicht erinnert HIER und HIER und HIER........für Martina und vor allem für die Kids hab ichs doch noch mal getan ! Und für den kleinen Bruder vom großen Schulkind hab ich dann direkt auch noch ein Minimonster aus Herzkasperundheulkrampfvermeidungsgründen mitgemacht! Und soll ich euch noch was sagen? Als ich dann gesehen habe, wie sehr sich ihre beiden Kids über die Monsters gefreut haben, hat mich das soooooo gerührt, dass ich kurzfristig mal angedacht habe, eine Großproduktion aufzulegen.......denn wenn das Kinder so glücklich macht, sollte eigentlich jeder unter......hm......sagen wir 10!.........ein Monster haben, nicht wahr?




Zu eurer Enttäuschung.......ich musste schon aus praktischen Gründen wieder von der Idee Abstand nehmen, denn so viele coole, olle Jeans hab ich ja gar nicht und wenn man bedenkt, dass pro großem Monsti mindestens eine Erwachsenenjeans gebraucht wird........ja.......hm.....ich könnte dann leider nur noch nackt durch die Gegend laufen.......und es wird doch Winter! Hilfe!







Ich finde ja das kleine Monsti für den kleineren Bruder.......mein Patenkind ......besonders schön schrullig ;-D. 
Und vor allem ja S.O.W.A.S V.O.N G.E.F.Ä.H:R.L.I.C.H ;-D.......ihr seht den einen voll gruselig gefährlichen Zahn ;-D?? Naja....ist ja noch ein Baby......;-D! Das wächst noch!





Am Allerbesten finden ich und alle Kinder.....hahaha........wie sich das anhört, stimmt aber so perfekt ;-)!......immer die Geheimtaschen zum Verstecken von allerlei kleinem Klimperkram, mittelgroßen Schätzen oder superwichtigen Geheimbotschaften.









Hach...........das war soooooooo süß, wie die zwei sich gefreut haben ♥♡♥♡♥♡♥♡♥♡♥♡♥♡♥ !!!!

Hab euch so lieb euch zwei........also die beiden Monster mit den blonden Flauschehaaren ;-D, hört ihr ?!





Zutaten für die Monster:

alte Jeanshose  euer Kleiderschrank!
Füllmaterial HIER
Filz für die Augen HIER
Karostoff für die Nase HIER
Sternchenstoff für die Arme HIER
Zottelstoff HIER oder  HIER

Montag, 22. September 2014

Ein Wüstentrip ins Hajar Gebirge

Also ich weiß nicht wie´s euch so geht, aber ganzganz oben auf meiner Bucketliste steht schon seit Jaaahren, dass ich mal in die Wüste will. Dahin wo nix mehr ist, nur Stein, Sand, Stille und Hitze. Die absolute Einöde und Lebensfeindlichkeit mal hautnah spüren, schon fast ein Piepsen in den Ohren haben vor lauter Stille, kaputtgehen bei unendlich heiß brennender Sonne. Für mich eine unglaublich spannende Erfahrung.

Jetzt könnte man meinen.......wie jetzt? Die hat immer noch nicht genug? Sie war doch schon mal in der Wüste? Naja, zumindest in einem Wüstenresort war ich schon mal......HIER.

Aber nein. Wer diesen Blog schon länger liest weiß........ ! .......so isse halt, das reicht ihr nicht.

Ich wollte noch weiter in die Wüste. Tiefer. Weniger Menschen. Mehr Einöde. Mehr Nichts. Sehr zum Entsetzen der Tante von der Autovermietung, die nur mit weit aufgerisssenen Augen kreischend die Hände über dem Kopf zusammenschlug (Araber.....dramatisch halt!) und völlig erschüttert fiepste, dass wir das doch unmöglich ohne Guide machen könnten. Klar, die hätte uns gerne ne Tour angedreht, aber das ist ja langweilig. Ich erkunde lieber selber ;-)!




Hier vielleicht erst einmal kurz ein paar Weisheiten zum Thema Auto mieten in RAK oder Dubai:
Grds. ist das wirklich easy und genauso einfach wie in Deutschland, die einzige Hürde stellt in gewisser Weise euer Führerschein dar. Also wie meine ich das jetzt? Hm ;-).........also.......in den Emiraten braucht man grds. einen internationalen Führerschein zur Autoanmiete. Das ist alles kein Problem, man muss ihn sich in Deutschland nur rechtzeitig genug ausstellen lassen. Zwingende Vorraussetzung zur Ausstellung in Deutschland ist dabei die Vorlage des NEUEN KARTENFÜHRERSCHEINS (da ist irgendsoeine Nummer drauf, die man wiederum für den Internationalen F braucht). Die Ausfertigung einer Kartenführerscheins dauert in der Regel 4 Wochen, die anschließende Ausstellung des Internationalen noch einmal. Will sagen......ich hatte das zu spät geschnallt und die Zeit verdaddelt. ABER! Wir hatten ja Herrn Ü´s Internationalen F. Also locker ;-D!

Als dann am Tage X der Mann vor der Autovermietung zur Wagenübergabe vor uns stand, fragte dieser - Herr Ü hatte schon den Schlüssel in der Hand und ein Bein im Auto - nach dem "expiring date".......dem Ablaufdatum des Führerscheins. Da schauten Herr Ü und meine Wenigkeit uns aber ordentlich konsterniert ein paar Sekunden tief in die Augen. Ein Führerschein hat doch kein Ablaufdatum?!?! Hm. Doch. Hat er. Zumindest der Internationale. Inzwischen ist der nur noch 3 Jahre gültig. Muss man wissen und hiermit sage ich das noch mal ganz laut für alle!
Ein kleiner Blick in den Lappen von Herrn Ü - ja es war noch ein alter, grauer Großer ;-DDD.....aber hey so alt ist Herr Ü noch gar nicht ;-DDD - löste dann irgendwas zwischen mittelschwerem Lachkrampf und Hysterie aus. Ablaufdatum war, haltet euch fest, 1997! Auch der Mann von der Auotvermietung bekam da panische Schnappatmung, denn selbst mit viel gutem Willen und unter Zudrücken sämtlicher, verfügbarer Augen, leuchtete allen Beteiligten innerhalb von Sekunden ein, dass das irgendwie ein problematisches Problem ist. Auch in Arabien.

Zum Glück hatte Frollein Ü in einem Anfall von "ach ist doch auch egal" ihren ebenfalls steinalten aber immerhin nicht abgelaufenen rosa Führerschein eingepackt, der dann urplötzlich letzte Rettung war. Von meine Seite aus herzlich willkommene Folge war, dass einzig  ! ICH !  den Geländewagen  den ganzen Urlaub fahren durfte ;-D!  Besonders genial auch bei unserem offroad Wüstentrip! Yeah!




Der aufmerksame und intelligente Leser hats dann spätestens dann an dieser Stelle perfekt rückgeschlossen:

Sie habens überlebt und sind nicht verdurstet und vertrocknet! So gefährlich kanns nicht gewesen sein. Sonst gäbs den Artikel hier ja nicht ;-)! Richtig!

Und dabei hatte ich bei Wagenübergabe noch nicht mal das Ersatzrad gecheckt (also nicht nur ob aufgepumpt und ohne Loch, sondern auch ob überhaupt da!). Das fiel mir aber leider erst nach 5 Stunden Fahrt in steinigster Wüste auf, als uns ein etwas größerer Stein in die Quere kam und der Wagen verdächtig rummste.

Auch die email meines wüstenerfahrenen Bruders, der mir noch auf den letzten Drücker den warmen Satz :"Immer nur mit zwei Autos in die Wüste!" mitgab, hallt mir noch heute in den Ohren. Ja.

Zu meiner minikleinen Rechtfertigung sei gesagt, dass wir wenigstens voll getankt und 25 Liter Wasser an Bord hatten.




Einstieg für unsere Wüstenexkursion war die Suche nach dem Dhayah Fort. Die Koordinaten dazu hatten wir von HIER.  Nachdem wir nach viel zu langer Suche davon nur mäßig begeistert waren bot sich von diesem Ausgangspunkt aber ein großartiger Einstieg in Hajargebirge. Wer jetzt wissen möchte, wo wir dann genau rumgefahren sind.........ich weiß es nicht ;-D. Einfach drauflos dezent darauf achtend, dass man auch noch mal zurückfindet (aber stopstop nicht aufregen...wir hatten ja auch noch ein Navi). Eine Wahnsinnskulisse, die wir da zu sehen bekamen. Auch die Kinder waren schwer beeindruckt und wollten dort direkt wie ein echter Beduine in einem Zelt übernachten.






Den jungen Mann den ihr hier am Steuer unseres Automatikwagens seht, kenn ich nicht ;-D. Er fuhr solange bis der winzigwinzige Stein kam. Nennt uns verrückt, wahrscheinlich habt ihr recht, aber Tatsache ist, dass das Auto kompletto heile blieb!






Die besagte Lebensfeindlichkeit ist hier echt ein Thema, was einem beim Anblick solcher Einzelteile noch mal richtig klar wird. Alles ein harter Überlebenskampf! Die Kamele und Ziegen die wir auf unserer Fahrt trafen sahen allesamt absolut unglücklich aus. Nicht wie bei unsereins die Kühe im satten Grün verträumt mampfend auf der Weide stehen. Aber klar, wenn ihr euch da mal so umschaut, wovon sollen die da auch dick und speckig werden, auch der Kamel und Ziegenhirte muss sehen wo er bleibt.......da teilt man sich als Kamelfamilie schon öfters mal notgedrungen einen Grashalm.......alle 2 Wochen.







Im Grunde waren wir an diesem Tage nicht zu stoppen. Stundenlang sind wir im Gebirge rumgekurvt,  die Kinder schrien immer nur "Noch weiter! Weiter!". Wir stiegen in der Gluthitze aus, schwitzen wie wir noch nie im Leben geschwitzt hatten, krabbelten auf den Bergen herum, wanderten durch Schluchten, kraulten Kamele und Ziegen und gruselten uns vor herumliegenden tierischen Einzelteilen (und glaubt mir, dieses Gebissfragment oben ist echt schick anzuschauen gegen das, was da noch so rumlag! Absolut nicht blogtauglich war das!) , bis wir dann doch aus Vernunftsgründen (jaaaaaaa!!!) an diesem Schild nach 8 Stunden halt machten. Ganz klar war an diesem Abend, dass wir das auf JEDEN FALL noch einmal machen werden. Mit Ersatzreifen und vielleicht zweitem Auto (Hey! Wer kommt mit ;-D?). Es war soooo beeindruckend. Davon wollen wir alle noch vielviel mehr!




Donnerstag, 18. September 2014

Fire-roasted Grillpizza und warum Herr Ü seinen heiß geliebten Grill jetzt im Schlaf bedienen kann!

Meine Güte! Foodbloggen ist ja schon eine schwer spaßige Angelegenheit und vor allem meistens extrem köstlich, es kann aber auch sooo K.O.M.P.L.I.Z.I.E.R.T sein!

Im schlimmsten Fall aller Fälle ist es so, dass der liebe Blogger die komplette Familie mit in den Strudel des Wahnsinns des immer schöneren Bloggens zieht. In eine Welt, die sich nur um immer NOCH hübschere Fotos und NOCH ein cooleres Salatblättchen, dekoriert auf dem hübschesten aller Teller oder dreckigsten aber coolsten aller Foodpicbretter, dreht. Haarsträubende einem den letzten Verstand raubende technische Probleme selbstverständlich auch noch inclusive.

Persönliche Vorlieben treten da hinter dem großen Ziel zurück. Pizza morgens um 10? Pah! Ein Klacks......wenigstens kein Regen! Die Kohle hat irgendwie nicht so gewollt wie der maitre? Ha! Dann schmeißen wir nach und grillen ganze 4 Stunden am Stück (wer zwischendrin verhungert ist......tja.....Mist!). Als Folge davon: Die Bilder sind aufgrund überraschend einbrechender Dunkelheit leider nix......ja..........dann eben morgen noch mal das Ganze! Und übermorgen und überübermorgen.......irgendwas ist ja immer.

Ein hartes Los für die ganze Familie. Auch wenn sie so mehrfach in den Genuss der wahrlich köstlichsten Pizza auf diesem Planeten kommt!

Was haben wir die letzten Tage viel Pizza gegessen, Grillpizza! Beste Pizza ever! Meine Sommerentdeckung 2014......von morgens bis abends........T.A.G.E.L.A.N.G. ! Hm. Und ich schwörs euch........das ist mir noch nie passiert, mir altem, Wiederholungen abgeneigtem Spontanblogger. Ehrlich.

So. Nu isses geschafft. Mannomann ist die Familie jetzt froh, dass der Post endlich draußen ist ;-D! Zurück ins Leben 1.0!




Also zuerst wird mal der klassische Pizzateig vorbereitet. Dazu

1/2 Päckchen Hefe in
320 ml lauwarmem Wasser

auflösen.

In eine großen Schüssel (! der Teig soll sich darin verdoppeln !)

500 gr Mehl
15 gr Salz
50 gr Olivenöl

geben und die Hefewassermischung angießen. Aus diesen Zutaten einen gleichmäßigen Teig kneten und selbigen zugedeckt 3 Stunden gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat.

Den gegangenen Teig dann in die gewünschte Portionsgröße teilen und Pizzaböden daraus ausrollen.......ruhig krumm und schief, keine Problem. Die Pizzaböden beim Ausrollen mit Maisgries bestreuen, dann werden sie später noch knuspriger auf dem Grill.




Nun zur Pizzagrilltechnik:

Grillpizza funktioniert NUR! auf einem Grill mit Deckel. Am besten hat dieser Grill auch noch ein Thermometer, dass die Innenthemperatur misst.

Den Grill wird dann auf nur einer Seite schmal mit einer nicht zu kleinen Menge optimal durchgeglühter Kohle belegt. Brikets sind hier besser, da sie länger hohe Hitze halten.

Die Pizzaböden werden danach direkt auf den Grillrost  gelegt........allerdings NIEMALS direkt über die Ecke mit der Kohle. Der Teig verbrennt sonnst sehr schnell. Diese ganze Geschichte nennt man dann auch "indirektes Grillen". Damit die Pizza nicht am Rost festklebt, den Rost u.U. mit etwas Öl einpinseln.

Zunächst wird der Teig dann bei offener Haube NUR VON EINER SEITE gegrillt. Den Teig vom Rost nehmen, wenn er die gewünschte Bräunung zeigt, wenden und mit der noch rohen Seite auf einen Pizzaschieber legen.




Die gebräunte Seite könnt ihr dann nach Lust und Laune belegen. Und ruhig mal ein paar ungewöhnlichere Kombinationen ausprobieren!

Möglichkeit 1:

verschiedenfarbige Kirschtomaten, rote Zwiebelringe oder/und Zwiebelmarmelade, Pecannusskerne, Gorgonzola mit Mascapone (nach dem Grillen noch Ruccola darüber geben!)

Möglichkeit 2:

Asiatisches Paprikahack (ohne Möhren) nach meinem Rezept von HIER, Mozzarella

Möglichkeit 3:

Feigen in Scheiben, Frühstücksbacon in der Pfanne vorher angeröstet, Walnüsse, rote Zwiebeln, etwas Feigenmarmelade, Mozzarella




Die belegten Böden dann mit der rohen Seite wieder auf den Grill legen......NIEMALS DIREKT AUF DIE KOHLEN (Ausnahme nur ganz kurzfristig, wenn so gar nix passieren will! Aber dann seehr aufpassen! Der Teig ist ruckzuck angebrannt!)! Dann sofort den Deckel schließen.





Nun heißt es warten, beobachten und NICHT unter den Deckel spinxen. Das Thermometer eures Grills sollte deutlich über 200 Grad ansteigen. Für etwa 10 Minuten solltet ihr dann diese Hitze in der Glocke halten und erst dann einmal vorsichtig schauen, ob eure Pizza schon fertig ist. Häufiges Öffnen des Grills führt dazu, dass ihr einfach keine optimale Kochthemperatur erhaltet und die Pizza weder braun noch gar wird.





Hier dann das Ergebnis. Wirklich zum Reinlegen. Aber mit Übung ;-D!







Grill Weber HIER



Einkaufsliste:

Pizzateig:

500 gr 550iger Mehl
1/2 Päckchen Hefe (= 20 gr)
15 gr Salz
50 ml Olivenöl
320 ml Wasser
100 gr Polenta / Maisgries


Auflage 1

verschiedenfarbige Kirschtomaten
rote Zwiebeln
Zwiebelmarmelade (optional)
Pecanusskerne
Gorgonzola mit Mascapone
Ruccola

Auflage 2

300 gr Hack halb/halb
2-3 Spitzpaprika rot
2 Stangen Frühlingszwiebeln
1 Knoblauchzehe
Sojasauce + Woksauce von Kikkomann oder/und Teriyakimarinade
100 ml Rinderbrühe


Auflage 3

Feigen
Feigenmarmelade
Frühstücksbacon
Walnüsse
rote Zwiebeln
Mozzarella