Dienstag, 26. April 2016

Gimme Buddha Bowls! Vegan oder mit Teriyakichicken und vieeeel Gemüüüse.......oder die völlig verrückte Schälchenliebe ;-).

Soll ich euch heute mal eine nicht besonders geheime aber bisher hier auf dem Blog unerwähnte Schrulligkeit meiner Person - Ach was sage ich! Der ganzen Familie! -  verraten ;-D? Ja? Pschhht?

Zu eurer Enttäuschung....hahahaha....ist jetzt leider nichts wirklich was Wildes, verrucht Skandalöses oder abgrundtief Abgründiges, ihr müßt euch auch keine ernsthaften Sorgen um unsere  mentale Gesundheit machen (also doch wieder Gala und Bunte kaufen), aber es geht durchaus als Beklopptheit durch. Joah. Würd ich sagen. Und hey ;-D...was ist schon normal? Aber normal ist ja eh doof.

Also.

Die Schrulligkeit liegt in der Schälchenliebe in diesem Haushalt. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass es auf diesem Planeten eine andere Familie gibt, die so wild auf Essen in/aus Schälchen ist und die wirklich jedes kleine Dingsbums, Schickschnack, Ollodollo in ein Schälchen füllt und ganz sicher erst dann ißt, wenn es hübsch in einem Schälchen arrangiert ist. Selbst oder inzwischen GERADE die Kinder sind total irre und essen am liebsten aus Schälchen. Morgens, Mittags, Abends. Nur Mister Ü........der nimmt auch gelegentlich mal nen Teller. Der ist da nicht so. Aber auch eher selten. Echte Schälchenliebe eben.

Den auslösenden Faktor dafür kann ich sogar einigermaßen konkret benennen: Als hier vor vielenvielen, genauer gesagt 17 Jahren, das erste Baby ins Haus plumpste, ergab das nämlich alles einen tiefen Sinn. Als die Jungs noch klein waren, gab es das Zwischendurchobst prinzipiell nur im Schälchen. Das war irgendwie angenehm zum Rumlaufen, man konnte es bei Bedarf wieder ablegen, fand es  am nächsten Tag  nach 5 Minuten auch wieder und ich musste nicht alles abends wieder einzeln aus den Sofaritzen kratzen. Frühstück und Mittag- und Abendessen wurde im Kleinkindalter irgendwie sowieso in Schälchen serviert. Dann konnte eben einfach nix auch beim wildesten Hin- und Hergeschiebe den Tellerrand runterplumpsen.

Irgendwie verselbstständigte sich die Schälchenliebe aber und ich liege wahrscheinlich nicht weitab von der Realität, wenn ich behaupte, dass wir der Haushalt mit den meisten unterschiedlichen Schälchen im Universum sind. Der Keller ist voll, die Schränke sowieso und ich kann noch nicht mal behaupten, dass das gute alte Foodbloggerdasein zu einer sprunghaften Schälchenvermehrung geführt hat. Es ist einfach unsere persönliche Liebe zur Schale, aus der einfach alles im generellen und speziellen immer einen Tick besser schmeckt als vom Teller.

Wie es der Teufel will, ist dann  ja seit geraumer Zeit hübsch in Schälchen arrangiertes Healthy-Food total in. Ich spreche von den sogenannten Buddha-Bowls, für die ich Pinterest regelmäßig zum Glühen bringe und die ich in tausendfacher Ausführung schon zuhause nachgestylt habe.

Wie? Was? Buddha Bowls?

Ja genau. Die erklär ich euch jetzt und zeig euch direkt mal zwei wahnsinnig gute Styles, der eine davon sogar vegan. Alles locker untermalt von dem ein oder anderen Schälchenbild ;-)......tf.!....und das ist nur ein Teil dessen, was in den Küchenschränken ist. Über den Keller samt Schälchen reden wir ein anderes Mal.





Das Hauptziel einer Buddha-Bowl ist so viele Farben und nährstoffreiche Lebensmittel wie möglich miteinander zu kombinieren um den größtmöglichen gesundheitlichen Effekt zu erzielen. Jede Bowl kann dabei anders sein und darf den Bedürfnissen und dem Geschmack des jeweiligen Essers persönlich angepasst werden. Damit ist sie das perfekte Essen für eine Familie, weil jeder sich das hinein geben kann, was er am liebsten mag.

 Die Basisbausteine jeder Bowl sind

1. Das volle Korn

- Vollkornreis oder wilder Reis
- Hirse
- Quinoa oder
- Couscous

2. Mageres Eiweiß

- Hühnchen
- Tofu oder
- Bohnen, Kichererbsen

3. Gemüse in jeder Form, gegrillt, gekocht, gebacken, gedünstet

4. Nüsse/Saaten/Dressing




Zubereitung:

Eigentlich ist das alles nicht wirklich kompliziert. Ich starte aber hier mit den Chickpeas, den Kichererbsen, da sie etwas Vorlauf brauchen.Übrigens auch ein super Snack für abends auffe Couch. Alles total glutamat- und chemiefrei und super gesund.

1. Kichererbsen selber weich kochen oder direkt Kichererbsen aus der Dose nehmen und gut abtropfen lassen. 300 gr auf einem Backblech ausbreiten und mit 2 Tl Öl vermischen. den Ofen auf 180 Grad vorheizen und die Kichererbsen etwa 40-50 Minuten darin backen bis sie knusprig sind. Vorsicht! Nicht zu lange drin lassen, dann beißt ihr euch die Zähne aus ;-D! Anschließend aus dem Ofen nehmen und mit Salz Pfeffer und einem Gewürz eurer Wahl (die Möglichkeiten sind unendlich, hier war es Schubecks Couscoucgewürz) final abschmecken.

2. Dann das Teriyakichicken marinieren. Für die Marinade den Honig, die Woksauce, gemahlenen Koriander und eine durchgedrückte Knoblauchzehe gut miteinander verrühren und die Innenbrustfilet darin einlegen.

3. Reis kochen.

4. Nun das Gemüse zubereiten. Wir haben Babyspargel, Brokkoli und Zuckerschoten gedünstet, Süßkartoffelstreifen mit Salz + Pfeffer angebraten, eine Frühlingszwiebel in Ringe geschnitten, Babyspinat gewaschen und zwei Avocados kleingeschnitten.

5. Sesamsaat leicht anrösten.

6. Tahindressing anrühren, indem man die Tahin, Zitronensaft und Ahornsirup miteinander vermischt und mit ein paar Löffeln Wasser zu einer Soße glatt rührt.

7. Kurz vor dem Anrichten das Teriyakichicken kurz in der Pfanne anbraten. Das geht schnell, denn die Stücke sind ja klein. Wundert euch nicht, wenn der Boden der Pfanne lund die Hühnchenstücke eicht schwarz werden.......das gehört so und ist der Honig. Nur leicht dunkel werden lassen, nicht kohlrabenschwarz bitte!

8. Na und dann ists auch schon fertig. Jetzt könnt ihr nach euren Vorlieben ein Schälchen eurer Wahl zusammenstellen. Der Veganer baut seine Bowl mit Kichererbsen und Tahindressing, der Normalo mit Teriyakichicken. Sonstige Wünsche...totally your decision!







Buddha Bowls kann man sowohl warm wie auch kalt essen. Auch teilweise kalt (Salat, Rohkost, Gemüse) und teilweise warm (Chicken, Reis, Gemüse). Ganz wie man mag. Da gibt es keine in Stein gemeißelte Regel. Und der Hit ist auch, dass man alle Zutaten wunderbar vorbereiten kann und sich  -dann in der kalten Version - einfach mal schnell und spontan eine zusammenbauen kann. Wir haben seit neuestem auf jeden Fall immer einige vorgegarte Gemüse, Salate, Sprossen, Reis, und Chickpeas im Kühlschrank am Start.








Naja......und wo ichs mir nochmal so recht überlege......ich glaube meine Schälchenliebe fing doch schon vor den Kindern an. Ich erinnere mich da noch an so einen Thailandtrip mit Mister Ü......damals schwanger mit dem größten Ü und wahrscheinlich deshalb irgendwie etwas schmerzfrei. Äh, naja, also wir transportierten jedenfalls ein komplettes Geschirr nach Hause. Mit ganz vielen Schälchen. Groß und klein und sooo hübsch. Und bei uns so nieeemals zu kaufen. Ich war einfach nicht davon abzubringen und Mister Ü bis in die letzte Zelle seines Körpers einfach gnadenlos verständnisvoll und unterstützend. Wir schrammten haarscharf am schlimmsten Übergepäck vorbei. Jajaja. Und wie durch ein Wunder kam alles heile zuhause an. Es sollte also so sein würd ich mal sagen. Quasi ein Zeichen ;-D.

Und so nahm dann wohl alles seinen Weg. Machste nix.

Will ich sie vielleicht mal irgendwann zählen ;-D? Ich bin mir da nicht so sicher.....hahahaha.....möglicherweiseeventuell hab ich dann ein schlechtes Gewissen ;-D.








Ich wünsch euch was.












P.S.: Ich weiß ihr glaubt das jetzt nicht, aber wir haben wirklich auch extra Schälchen für unser Meerschwein. Wirklich wahr!Wenn schon bekloppt, dann richtig, wa ;-).



Zutatenliste:

(Mengenagaben variabel nach Vorlieben!)

Vollkornreis
1 Süßkartoffel
10 Stangen Babyspargel
1 Avocado
2 Hände Babyspinat
2 Hände Zuckerschoten
5-10 Brokkoliröschen
2 Stengel Frühlingszwiebeln
schwarzer und weißer Sesam

Teriyakichicken:
400 gr Hühnerinnenfilets
40 gr Honig
60 gr Woksauce von Kikkoman
Prise Koriander gemahlen
1 Knoblauchzehe 

Chickpeas:
300 gr gekochte Kichererbsen
2 Tl Öl
Schubeck Gewürzmischung Couscous

Vegane Sauce für die Chickpeabowl:
50 gr Tahin (Sesampaste)
1 Tl Ahornsirup
1/2 Zitrone gepresst
2-4 Tl Wasser

Dienstag, 19. April 2016

Für dich Tim! Build a robot......ein waschechtes Konfirmationsgeldgeschenk! Und der Gewinner der Reiseführerverlosung!

Liebe Leute, erklärt mich für verrückt, aber ich habe die ganze letzte Woche im Schweiße meines Angesichts einen Roboter gebaut. Für das Nachbarkind, das sich irgendeinen rätselhaften, schrecklich teuren Roboter im Netz kaufen möchte und anläßlich seiner Konfirmation dazu von der kompletten Nachbarschaft finanzielle Stütze erhält, die es dann wiederum geschmeidig zu verpacken galt.

Eine ganze Woche lang baute ich. Nein, ich habe natürlich sonst überhaupt nix zu tun. Nö. Und nicht dass ich einen Plan gehabt hätte. Nochmal Nö.  Was ich aber hatte: Angstschweiß! Auf der Stirn! Dass ich mir tagelang wie irre einen abracker, nur um dann Samstagnacht (Sonntag ist Konfirmation!) alles mit einem spitzen, lauten Schreijauler in die Mülltonne zu werfen, heulend aufs Sofa zu fallen, mit geballter Faust jammernd in die Kissen zu hauen und eine miese, langweilige Konfirmationskarte rauszuholen und mit einem schnarchigen Sätzchen zu beschriften. Wäre mein absoluter Alptraum gewesen. Ich hatte also vorsichtig formuliert einen gewissen Druck.

Aber ;-D.

Hab ich ein Glück! Alles gut ;-D (.......und knapp am HyperventilationsichrennnurnochschreiendimKreisHansi vorbei!). Ich habs - trotz diverser zwischenzeitlicher Krisen und gelegentlicher Verzweiflungskreischer - doch gepackt.

Darf ich vorstellen: Der kleine Bruder von Beaker.......hahahaha.....wißt ihr wen ich meine? Den Gehilfen von Professor Bunsen  ("Where the future is made today!") aus dem Labor der Muppetsshow ;-D.





Fangen wir an mit Problem eins: Die Beine. Was tun, wenn man nicht schweißen kann? Kleben ist ja bei Metall nicht so wirklich die Methode der Wahl. Und was tun - Problem 2 -, damit der Roboter auch genügend Gewicht bekommt um gerade zu stehen?

Zuerst habe ich zwei Getränkedosen mit einer ollen, kräftigen Schere aufgeschnitten und aus dem umgekehrten Blech (Vorsicht scharfe Kanten!) zwei Rollen geformt. Mittels eines....hahahaha......AUSTERNMESSERS (Prustgacker, ich bin wirklich absolut top ausgestattet ;-D! In diesem Haushalt gabs noch NIEMALNIE Austern! Ich mag die ja gar nicht! War wohl ein Geschenk?) ......nehmt einfach etwas kräftiges Spitzes!.....hab ich dann drei Löcher durch das Ende der Rolle gepiekst und mit den Briefklammern zum Halten gebracht.

Für die Betonfüße habe ich dann aus Pappe und Panzertape Schuhe per Augenmaß zusammengeklebt, mit einfachem Schnellbeton ausgegossen und die Metallbeine hereingesteckt. Und siehe da, das klappte schon mal ziemlich gut und sah auch gar nicht mal so übel aus. Haben was von Moonboots die Schuhe nicht wahr?





Dann hab ich mich erstmal kleineren Problemen gewidmet. Zum Beispiel die Augen. Das sind einfach Schrauben mit Mutter und Unterlegscheibe. Sämtliche Löcher sind übrigens mit besagtem Austernmesser in die Dosen gebohrt worden.....ähja. Auch der Mund. Kein Witz. Und mehr als einmal hatte ich es auch fast senkrecht in der Hand oder sonstigen lebenswichtigen Körperteilen  stecken.......schwitz. Ist zum Glück immer gut gegangen. Seid bitte beim Löcher bohren vorsichtig!

Die Kopfdose (Erbsen und Möhrchen in der Minidose) habe ich auf der Körperdose (große Maisdose) einfach mit einem dickeren Draht befestigt. Dazu in beide Dosen jeweils oben mittig ein Loch hineinbohren. Dann am Ende eines Drahtes eine Schlaufe biegen (wie ein Knoten beim Nähen quasi), den Draht von innen durch das Loch der Körperdose ziehen, dann die Kopfdose darauf aufziehen und oben an der Kopfdose erneut eine enge Schlaufe bieten. Hält!

Durch die Schlaufe an der Kopfdose habe ich dann ganz dünne Kupferdrähtchen geknotet und noch ein paar aus Kupferdraht gebogenen Sterne dazu gesteckt.

Als Bodystyling hab ich in regelmäßigen Abständen jeweils am oberen und unteren Rand der Körperdose wieder Briefklammern durch gebohrte Löcher gesteckt und innen aufgebogen.

Für die Arme wieder zwei Löcher seitlich in die Kupferdose bohren. Ein Stück Draht zu einer Art Handschuh formen und ein Stück grünen Gummischlauch (Gartenabteilung Baumarkt!) darüber ziehen. Den Draht mit dem einen Arm durch die zwei Löcher der Körperdose ziehen und an der anderen Seite zuerst wieder ein Stück Schlauch aufziehen und dann nochmals einen Handschuh biegen. Das Ende des Drahtes mehrmals um das Handgelenk des Roboterarmes biegen, das verhindert, dass der Schlauch herunterrutscht. Wer noch Schulterklappen aus Kronkorken mag, befestigt diese mit einem dünneren Draht und zwei in sie gebohrten Löchern dann noch am Schultergelenk und zieht den Draht zum verzwirbeln durch das Armloch in die Dose.







Das nächste Problem war dann die Körper- und die Kopfdose auf den Beinen stabil zu befestigen, ehrlich gesagt mein Hauptproblem. Ich hatte Sorge, dass bei egal welcher Befestigungsmethode, der Oberkörper nach vorne oder hinten kippen würde. Dabei war die Lösung so einfach! Mit Schraube, Mutter und Unterlegscheibe hält das Bombe! In Beine und Dose seitlich einfach (Also EINFACH ist relativ. Man muss schon ziemlich bekloppte Ausdauer beweisen, wenn man mit einem - ich sags nur ungerne nochmal - AUSTERNMESSER ein Loch in Metall bohren will ;-DDD) wieder Löcher bohren, Schraube durch, fertig und hält super! Wer hätte das gedacht!







Die Idee mit dem Umhängeschild kam dann von einer meiner Lieblingsnachbarinnen! Andrea! Genialer Einfall. Der Lacher war, dass ich direkt so eine Kette dafür in der Küchenschublade hatte. Jajaja, wo andere Messer und Gabel  aufbewahren, liegen bei mir Ketten, Hammer, Nägel, Schrauben  und Zangen. Ich weiß mein Papa der alte Ingenieurfuchs wäre stolz auf mich ;-D. Jedenfalls haben wir echt gelacht.

Das "Happy Konfirmation" ist irgendwie Geschmackssache geb ich zu. Ich mag diese betenden Hände und/oder verträumt christlichen Sprüche irgendwie nicht so. Sind doch Kinder!






Als Abschluss noch ne kleine Ode an Beaker........hahahaha! Und bitte bis zum Schluss gucken. Der Arme bekommt zum Schluss noch ne Stromschlag und sieht dabei soooo luschtig aus. Ich liebe einfach die Muppets Show!

Gewonnen bei der Reiseführerverlosung im letzten Post hat übrigens:

Katia aus Erfurt! Bitte melde dich bei mir!

Oh, die Teufelsbrücke haben wir letzten Sommer auch besucht! So schön dort in den Bergen. Viele einsame Orte. Herrlich. Ich würde mich sehr über den Reiseführer freuen. Liebe Grüße aus Erfurt.
Katja
Tschööhööö













Materialliste:

1 kleine Metalldose
1 größere Metalldose
dickeren Basteldraht
4 Schrauben, Muttern und Unterlegscheiben
2 Getränkedosen
2 Kronkorken
Briefklammern
Schnellbeton
Panzertape
kräftige Pappe
30 cm grünen Aquaristikschlauch
Kupferdraht sehr fein
Kupferdraht mittel
15 cm dünne Metallkette
u.U. 2 Ösen für Metallkette

Dienstag, 12. April 2016

Ab in den Grusel: Die Grotta del vento, Toskana und eine kleine Reiseführerverlosung! Ein Sommervorbereitungspost!

Ich weiß. Ihr denkt ihr seid im falschen Film. Dunkle Farben, düstere Stimmung (HA! Glaubt ihr!), Nebel, Grusel...... ist bei der Ollen aufm Blog etwa Halloween? Ja ist die denn verrückt? Oder noch viel schlimmer....Herbst (Pfui!) oder womöglich gar .......iihhhhh...W.I.N.T.E.R?????? Ich weiß, ihr wollt  Frühlingsbilder sehen, mit Pastellfarben, zwitschenden Vögelchen, viel Sonne und klitzekleinen, niedlichen Blümchen......schade. Hier und heute leider nicht. Tut mir leid. Sehr. Aber es wird trotzdem luschtig ;-D.

Da  ihr bis jetzt aber ja schon mal nicht weggeklickt habt.......chaka!...... bin ich ganzganz stolz auf euch und ihr seid ganz klar auf der Gewinnerseite, denn ihr könnt nächsten Sommer allen, die diesen Post nicht gelesen haben, eine lange Nase zeigen. Ich bereite euch nämlich auf den unwahrscheinlichen aber im Rahmen der natürlichen Gegebenheiten liegenden Fall vor, dass möglicherweise eventuell vielleicht im nächsten Italien-Toskana-Urlaub mal ein oder zweidreivier Wölkchen am Himmel erscheinen und das Meer und Wetter nicht so wollen wie ihr. Soll ja vorkommen.







Es könnte z.B. urplötzlich auf einmal so aussehen. Da wo sich gestern noch lustig in der Sonne geräkelt und nach Fischchen geangelt wurde, umtobt nun das wilde Meer den Minihafen und läßt die Mole vor der Haustüre komplett absaufen, so dass man noch nicht mal drauf stehen könnte. 

Aber halt. 

Kein Grund für Holiday-Depressionen, denn genau deshalb machen wir heute einen Ausflug, bei dem es schnurzpiepegal ist, dass es wie aus Sturzbächen kippt und der Wind einen fast umpustet. Wir fahren nämlich in eine Hööööhle, genauer gesagt in die Grotta del vento in der Comune die Fornovolasco, Lucca, Toscana! Die Windhöhle liegt mitten in der Garfagnana, einem bergigen Gebiet, das mit dem Tal der Flusses Serchio zusammenfällt und in der Mitte der apuanischen Alpen, in einer Gegend voll von spektakulären und interessanten Karsterscheinungen (durch Wettereinflüsse geschaffene Gesteinslandschaft) liegt. Und das Beste daran ist nicht nur die Höhle, sondern auf jeden Fall schon der irre Weg dahin, denn es ist eine der atemberaubensten, unwegsamsten und ursprünglichsten Gegenden Italiens.






Äh.......sagte ich unwegsam? Tja, eigentlich ist das was manche Stellen anbetrifft eine glatte Untertreibung. Spätestens nachdem wir die Zieladresse in unser Navi eingegeben hatten war klar, dass dies keine normale Fahrt werden würde. Die Straßen schlängeln sich unter beinahe abbrechenden Felsenwänden entlang durch das Flusstal, vorbei an schwindelerregenden, selbstverständlich meistens absolut ungesicherten (Hey wir sind in Italien nicht in Deutschland!) Abgründen und sind dabei an vielen Stellen so schmal, dass gerade mal ein einziges Auto der Breite nach darauf Platz findet. Überholen? An einander vorbei fahren? Sich ausweichen? UNMÖGLICH. Selbstverständlich hat das jahrelange Leben in dieser Region die Bewohner total entspannt gemacht. Da heizt man auch schon mal mit einem bis zum Anschlag mit Holzstämmen belandenen Laster ein Liedchen trällernd full speed die Serpentinen runter. Das verschreckt durchaus den ein oder anderen Touristen. My lovely Mister Ü war da an der ein oder anderen Stelle auch nicht ganz so glücklich und fluchte sich hier und da mal gewaltig ins Fäustchen.....hrrhust. Ich war eher (eher!) locker, denn wenn es eins ist, was ich in meiner Kindheit in Italien gelernt habe, dann ist es Serpentinen in brutalstem Gelände und Gebirge fahren. Mein Vater war nämlich der wahrscheinlich größte Etruskerfreak unter dieser Sonne und so war regelmäßiges Hobby in den Ferien unentdeckte Etruskergräber zu finden. Natürlich nicht die ausgeschilderten. Nein. DIE ANDEREN! Mit irgendwelchen eingestaubten Karten und skurilen Ortsbescheibungen (weiß der Geier wo er die her hatte), die meistens sogar die Anwohner nicht verstanden. Und nein. Mein Vater war kein Archäologe. Er war Ingenieur auf Großbaustellen und fuhr zu unserem ganz großen Glück ein Fahrzeug, was die urwaldartigen Gebirgsdschungelstrecken unserer ständigen Suchen aushielt. Ich hab da viel gelernt. Auch rein emotional ;-D.....also z.B. was die Straßen angeht.







Da lautet dann z.B. Regel Nr. 1 "Immer vor der Kurve auffällig hupen!"........damit eben der Holzstammlasterfahrer oder der enspanntverträumte durchunddurch italienische Busfahrer vielleicht doch noch mal kurz mit dem Fuß auf die Bremse zuckt. Mister Ü dachte zuerst, das sei ja total prollig und meinte wir wären ja nicht in Bolivien, ich konnte ihn aber spätestens nach dem 2ten entgegenkommenden voll besetzten Bus eines besseren belehren. Jaja. Italien. So nah und doch fast wie Bolivien ;-D.

Nicht vergessen sollte man auch, dass der bergauffahrende wenn möglich vor dem bergabfahrenden Wagen Vorrang hat. Also meistens eben. Schwere Argumente bis zum Brechen beladener LKWs überzeugen einen dank nicht vorhandener Straßenausbuchtungen dann auch schon mal zum kilometerweisen bergab rückwärtsfahren. Aber auch hier nicht vergessen: Auch beim Rückwärtsfahren ans Hupen in der Kurve denken, denn der Idealfall ist ja, dass ihr nicht gleichzeitig von vorne UND von hinten zwischen zwei Schwerlasttransportern geplättet werdet, ne? 

Ja und ganzganz wichtig und nicht zu vergessen: Immer drüber lachen wie bekloppt es doch gerade zugeht. Befreit. Der Fahrer findet das zwar oft gar nicht so witzig, dafür die restlichen Mitfahrer aber umsomehr ;-D. Hab ich zumindest so gelernt. Fragt mal meine Mutter. Und wir wollen ja nicht auf die bolivianische Methode zurückgreifen: Die kauen ständig zur Beruhigung Kokablätter. Sagt Mister Ü. 






Die Grotta del Vento ist touristisch absolut perfekt erschlossen. Ganz der schrulligen und gar nicht komfortablen Anfahrt zum Trotz gibt es ein sehr gut ausgebautes Besucherzentrum, Parkplätze (auch für Busse), einen ausladenden Steinshop und auch Möglichkeiten für einen Imbiß. In der Höhle sind alle Wege komplett betoniert und wunderbar einfach zu belaufen, auch für kleinere Kinder. Einzig eine Jacke sollte man nicht vergessen, denn in der Höhle ist es ganzjährig nur etwa 10 Grad. Man kann Touren von 1, 2 oder 3 Stunden Dauer buchen. Wir machten nur die 1 stündige und ärgerten uns hinter ziemlich, weil die Höhle so wunderschön war und es am Ende der Tour gerade richtig spannend wurde. Ich würde beim nächsten Mal auf jeden Fall die 3 stündige Tour buchen, die einen senkrechten etwa 80 m hohen Aufstieg ermöglicht.








Wollt ihr wissen wie man die Höhle entdeckte? So um 1800 herum entdeckte man in der Nähe der Häuser von Trimpello eine Öffnung im Berg aus der zu jeder Jahreszeit gleich kühle Luft strömte. Clever wie man war, baute man zunächst eine kleine Hütte direkt über das Loch und nutzte den Raum als Kühlschrank. Später, etwa Anfang des 20igsten Jhd. wurden ein paar Jugendliche aber neugieriger und überredeten ein kleines vierjähriges Mädchen in die für die Jugendlichen zu kleine Öffnung zu steigen und zu schauen, das da zu finden sei. "Betta" kletterte etwa 10 m in die Höhle hinein, dann kehrte sie um. Die Jugendlichen wurden durch ihre Erzählungen nur noch neugieriger, erweiterten das Loch und erforschten die Höhle etwa 30m, dann kehrten auch sie vor lauter Angst um. 

Wissentschafliche Expeditionen finden erst seit 1929 statt. Nach den ersten 60 m glaubte man zuerst, dass man das Ende der Höhle abgeschlossen durch einen See gefunden hätte. Tatsächlich war es aber nur ein mit Wasser gefüllter sog. Siphon und es gelang 1961 diesen zu überwinden und die dahinter liegenden 600 Höhlemeter zu erkunden. Seitdem wurden insgesamt 4500 m Tropfsteinhöhle entdeckt und es ist aus verschiedenen wissenschaftlichen Gründen zu vermuten, dass ein noch viel größeres Gebiet darauf wartet entdeckt zu werden. Obergeheimnisvoll!

Hier unten seht ihr das Skelett eines Höhlenbären, das in der Tropfsteinhöhle gefunden wurde.






Auf dem Rückweg nach Hause kämpften wir noch etwas mit fotografischen Alltagsproblemen an der Ponte del diavolo.  Falsches Wetter, falsche Perpektive, falscher Wasserstand......überhaupt alles falsch. Dabei ist die Brücke so toll und ja auch ziemlich bekannt. Nur so will die keiner. Aber. Ich habe alles versucht.





Zuhause gabs dann eine extrafeine Entschuldigung für das stürmische Wetter vom Morgen. Und ich schwöreschwöreschwöre......nix Photoshop, kein kleinstes Fünkchen.........Originalbild!!!!! Genauso rot war das! Unglaublich was? Sonnenuntergänge können die Italiener, was ;-D?





Zur Belohnung, dass ihr so brav und trotz eurer extremen Frühlingswünsche bis zum Ende durchgehalten habt, verlose ich heute noch einen Lonley Planet Reiseführer Toskana. Na? Lust mitzumachen und den Sommerurlaub zu planen?

Was müßt ihr tun um zu gewinnen?

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-Wer bei facebook, seinem eigenen Blog oder Instagram (hashtag #ueberallunirgendwo und markiert mich auf dem Bild) den Link teilt hat doppelte Gewinnchance. Gerne könnt ihr dafür das letzte Bild mitnehmen!
Schreibt das bitte als Vermerk in euren Kommentar.

- Mitmachen kann jeder mit und ohne Blog!

- Das Gewinnspiel gilt nur für Leser aus Deutschland. Teilnahme unter 18 nur mit Genehmigung der    Erziehungsberechtigten. Der Rechtsweg ist ebenso wie eine Barauszahlung des Gewinns ausgeschlossen.

- Der Gewinner wird hier auf dem Blog veröffentlicht!

Das Gewinnspiel startet sofort und endet am 18.4.2016!

Tschö ihr Italiener ;-)!




Nachtrag vom 12.4.16

Der Gewinner der Verlosung ist:

Katia aus Erfurt! Bitte melde dich bei mir!

Oh, die Teufelsbrücke haben wir letzten Sommer auch besucht! So schön dort in den Bergen. Viele einsame Orte. Herrlich. Ich würde mich sehr über den Reiseführer freuen. Liebe Grüße aus Erfurt.
Katja