Seiten

Dienstag, 12. Juli 2016

Eine echt geniale Mutter-Sohn-Sause in Frankfurt!

Auch wenn ich ein großer Fan von vielen Menschen, großen Familien und Rudelaufläufen netter Leutchen bin,  liebliebliebe ich es ja mit meinen Kindern mal einzeln etwas zu unternehmen. Also nur mit einem einzigen Kind will ich sagen. Man kann sich ganz aufeinander konzentrieren, kann tolle Gespräche führen, die sonst einfach manchmal in der Masse untergehen ;-D, braucht so gut wie keine Kompromisse einzugehen und lernt auch das eigene Kind jedes Mal wieder ein Stückchen besser kennen. Und das Kind einen umgekehrt auch. Sehr spannend ist das besonders in der Pubertät, wenn sich die Charaktereigenschaften so besonders entwickeln und sich der Mensch verändert. Wie eigentlich ja auch das ganze Leben. Also eigentlich ist es damit IMMER SPANNEND.

Toller Weise entwickelt der allergrößte Sohn in letzter Zeit  Interesse an meinen Tätigkeiten, Fotografieren, Bloggen, Instagrammen und die Kunst überhaupt.......er findet das sehr spannend und ist mir ja auch seit geraumer Zeit schon fotografisch auch bei Blogshootings eine echte riesengroße Hilfe. Manchmal braucht man eben mehr als 2 Hände ;-). Und er ist ja schließlich auch selber Instagrammer.

Na und so ergab es sich dann also, dass ich mit dem allergrößten Sohn eine Sause in Frankfurt machte. Juchz! Wir haben uns beide so drüber gefreut!






Zuerst mal waren wir im Museum MMK2 unterwegs. Seit dem 24.3. gibts hier nämlich noch bis zum 4.9.2016 die Ausstellung "Das imaginäre Museum" mit Werken aus dem Centre Pompidou, der Tate und dem MMK zu sehen.

Die Idee der Ausstellung ist für den Normalo erstmal eine ziemlich Verrückte: Man schreibt fiktiv das Jahr 2052, die Museen sind vom Aussterben bedroht, die Kunst verschwindet aus der Gesellschaft. Die einzige Möglichkeit die Kunstwerke für die Nachwelt zu erhalten ist, sich ihrer durch Einprägung zu erinnern. Die Ausstellung lädt den Besucher ein über 80 Hauptwerke aus drei großen europäischen Sammlungen, vereint in dem Szenario eines transnationalen Museums auf Zeit zu bestaunen, die Werksbeschriftungen (die einzeln auf Abreißblöckchen neben den Werken hängen) mitzunehmen und um seine persönlichen Erinnerungen, Skizzen, Notizen, Zeichnungen zu ergänzen.


Im Hintergrund: Alighiero Boetti "Order and Disorder"
Daniel Spoerri "La Douche", ein dètrompe-loeil, nicht nur ein illusionistisches Bild sondern die ad absurdum Führung des naturalistischen Charakters des Landschaftsgemäldes durch Integration eines banalen Alltagsgegenstandes.
Andy Warhol "100 Campbell´s Soup Cans" und "Brillo Soap Pads Box" mit ihrer Idee der Unterwanderung gängiger Erwartungen an Kunstwerke 

Zuerst dachte ich....das ist jetzt zuviel für den Sohn. Er wird die Idee bescheuert finden. Im Grunde seines Herzens ist er ja neben dem Künstler auch ein echter Mathematiker, dem zuviel Fiktion ein Graus ist. Sagste also mal lieber nix und wir gucken nur, wie ihm die Kunst so gefällt.  Aber nein! Auch wenn es erst in kompletter Breite im Nachhinein gesackt ist, fand er die Ausstellung, die Idee dahinter und die Kunstwerke höllenspannend und faszinierend bekloppt und es hat ihn ungemein inspiriert. Denn......als wir wieder zuhause waren setzte er sich sofort hin und malte auf ein riesiges weißes Papier ganzganzganzganzviieeeeele kleine, schwarze Superminiminizahlen in immer der gleichen Reihenfolge. Stundenlang. Bis ich kam, begeistert draufschaute und oberflächlich verständnislos fragte, wasn das Cooles sei. "Du malst Minizahlen!? Dolle siehts aus! Einfach so?" Nein. Natürlich nicht. Er schrieb:

21 5 2 5 18 1 12 12

Na? Wer schnallts? Auflösung unten. Auf jeden Fall merkt man daran, dass der Sohn absolut angekommen ist in der Welt der Kunst. Herzlich Willkommen. Und mit den Werksinterpretationen für den Kunst-LK da grooven wir uns auch schon noch ein. Will ja alles gelernt sein. Ging mir nicht anders.


Im Hintergrund: Jeppe Hein "Moving Neon Cube" sukzessive aufleuchtende Neonkuben, die einen Eindruck von Dynamik erzeugen und die formalistische Strenge durchbrechen.
Absalon "Cell No1", eine Serie reduzierter, futuristisch anmutender Wohneinheiten, die für den öffentlichen Raum bestimmt waren, Cell No 1 war für Paris bestimmt.
Dan Graham "Present Continuous Past", ein an zwei Seiten verspiegelter Raum mit einer Closed Circuit Kamera und einem Monitor, der das aufgenommene Bild 8 Sekunden verzögert überträgt und damit eine irritierende Überlagerung von Zeit- und Raumebenen erzeugt.

Einen Abend verschlug es uns dann ins Breeze by Lebua, einem wirklich ausgezeichneten etwa seit einem Jahr in Frankfurt auffindbaren Restaurantableger der mir schon aus Asien, speziell aus Bangkok bekannten Hotelmarke Lebua.  Ich schwöre euch, auch wenn ihr noch nie in Bangkok gewesen seid, ihr kennt das Lebua auch.....ja!....es ist das Hotel in dem der Film Hangover gedreht wurde! Die Restaurantmarke gehört laut "US today" zu den Top 10 Spitzenrestaurants der Welt. Also wenns mal vornehmer und exquisiter werden soll. Hier seid ihr richtig! Es sollte für uns eine panasiatische Erlebnisreise mit dem neuen malayischen Sterne-Chefkoch Yip Mun Wai werden. Ein echtes Erlebnis gerade auch für den Sohn. Auch kulinarisch ;-D! Und hey! ER LIEBT ASIATISCH!






Der Sohn aß an diesem Abend zum ersten Mal in seinem noch so jugendlichen Leben einen Hummer.   Mit selbstgemachten Ramennudeln! Großartig! Und er mochte ihn! Ich werde zwar nie verstehen, warum er sich jetzt erst dazu erweichen ließ, aber gut. Ich hatte in seinem Alter schon die Weiten der Weltmeere um ungezähltes Krebsgetier erleichtert. I loveitloveitloveit. Machstenix. Dazu gabs lustige bunte Cocktails von einen vom Junior  sehr bewunderten Barkeeper und eine Band. Das Lustigste (und ich ärger mir bis heute einen Sack, dass ich nicht die Gunst der Stunde genutzt habe ;-D, ach aber egal ;-D): Germanies next Topmodel Kim Hnizdo und Elena Carrière waren auch an dem Abend da! Lach! Zum Piepen! Aber dem Sohn war ein Foto einfach zu peinlich ;-D. Versteh ich aber auch irgendwie.





Frankfurt by night ist eigentlich auch sehr schön. Ich mag die Gegensätze so. Und da die Tage so wunderbar sommerlich und die  Temperaturen so angenehm kuschelig waren liefen wir auch einfach noch viel durch Frankfurt. Shoppen, futtern, ein paar Freunde treffen.......so macht das Spaß!

Wenn ihr jetzt noch wissen wollt, wo wir geschlafen haben......schaut mal hier: Wir wohnten im Premier Inn direkt an der Messe. Premier Inn ist die bestbewertetste britische Hotelkette und schon seit Jahren der Renner auf der Insel. Endlich sind sie auch nach Deutschland gekommen, den das Preis-Leistungsverhältnis ist gerade bei mehreren Personen und gerade auch für Familien absolut tippitoppi! Ein Preis, ein Zimmer, egal ob zu zweit oder zu dritt oder zu viert! Kinder zahlen nicht extra! Ich war schon vor ein paar Wochen zur Eröffnung dieses absolut neuen Hotels anwesend und sehr begeistert vom Konzept und der Arbeit der Innenarchitekten. Die Zimmer sind zwar klein, aber sehr gemütlich. Eine (für mich eh überflüssige) Minibar gibt es nicht, dafür aber volle technische Ausstattung mit FlatTV, Intranet und kostenlosem Wlan, Fön. Zu buchen - was ein absoluter Modelversuch hier für Deutschland ist, in England funktioniert das aber bestens - allerdings nur über die eigene Homepage.







Auch essen kann man im Premier Inn. Sie bieten gute englische Basisküche an....also Burger, Fish´n Chips und sowas. Ich fands sehr entspannt lecker. Der Sohn sowieso. Das Frühstücksbuffet wurde den deutschen Bedürfnissen etwas angepasst, das heißt im Gegensatz zu der englischen Variante wird hier extra jeden Morgen frisch hauseigenes Brot gebacken. Und das ist ist wirklich gut. Ich weiß wovon ich spreche!






Nur als kleinen Anhang einfach so mal eben: Kennt ihr das MoschMosch? Ist zwar ne Kette, aber wir alte Asienfoodliebhaber fanden das Curry, die Ramen und den Greentea da total lecker. Ich sags ja. Muss nicht immer Hummer sein ;-D. Und hey....die Wand könnte glatt ich gemacht haben...hahaha...ich fühlte mich wie zuhause (Für alle nicht Dauerleser: Madame werkelt gerne mit asiatischen Werbebeilagen....schaut mal in meine DIYs......die quellen über vor Projekten damit!)!





So und nun noch zur Aufklärung des Zahlenrätsels vom Sohn oben: Die Zahlen sind die Stellung der Buchstaben des Wortes UEBERALL im Alphabet. Inspiriert wurde er dazu durch die in der Ausstellung im MMK hängenden Bilder von Roman Opalka  z.B. "Opalka 1965/1 a`l´infini, detail 3307544-3324387".


Ich wünsch euch was!












Diese Reise wurde mir vom Breeze by Lebua, dem MMK und Premier Inn ermöglicht.  Ein großes Dankeschön dafür!  Meine Meinung über die vorgestellten Erlebnisse bleibt selbstverständlich von der Kooperation völlig unangetastet. Selbstverständlich, ne?

8 Kommentare:

  1. Das mit der Zahlenreihe dachte ich mir gleich, allerdings ist die "6" das "F", drum war ich verwirrt. Aber die Idee hatte ich gleich verstanden. Tolles Museum. Ich würde auch gerne mal wieder Kunst erleben, ich war zuletzt vor bestimmt 8 Jahren in Basel in einem Museum. Desletzt konnte ich nur von Außen in den Louvre reinlinsen, keine Zeit und nicht die richtige Begleitung :-(
    Aber ich will ganz feste bald hier in M mal wieder in die Pinakotheken. Schade, dass ich nicht nach Frankfurt komme, ich würde die Ausstellung sehr gerne sehen!
    LG Eva

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ach du je, ich wieder. Kann ich noch nicht mal zählen ;-D.....der Sohn hats richtig. Ich hab das dann mal im Text geändert ;-D. Das Museum war super und ich liebe es da locker durchzuschlendern. So muss man Kunst aufnehmen, ganz ohne Stress, dann kommen die Kinder auch mit!

      Löschen
  2. Also ich war zu doof das zu schnallen, musste erst die Auflösung lesen. Hach ja, son Tag nur mit einem Kind..... wär schon cool. Aber meine haben mit Kunst leidr mal so garnix am Hut, oder Museen oder so. Schön das Ihr so ein tolles Erlebnis hattet und die Bilder.... wieder mal Klasse *neidlassnach* Wo nimmst Du nur die Energie her für das alles? Ich bin seit Wochen dauermüde, normal ist das nicht mehr....schaffs ja nichtmal dich anzurufen *schäm*
    LG Susanne

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich hab die einfach über die Jahre dran gewöhnt mit der Kunst...ist wie wenn du subtil die ganze Zeit Schlager hörst. Irgendwann stehen die drauf. Nur nie übertreiben ;-DDD! Die Energie kommt bei mir immer aus der selben Richtung: Neugier aufs alles was so im Leben passieren kann......dann biste einfach ständig wie verrückt am herumlaufen und freust dir nen Sack ;-DD...hahaha......aber so wahr! Und mit dem Anrufen.... nicht schlimm.....bald! Wir sind ja jetzt auch bald erstmal im Urlaub! Danach einfach!

      Löschen
  3. Das finde ich toll und glaube ich dir auch aufs Worte das man so sein Kind alleine auch noch besser kennenlernen kann. Mir die Klappe runtergefallen ist als ich ihn jetzt mal in voller Größe gesehen habe. Weia, das ist ja ein richtiger Riese geworden. Ein hübscher junger Mann der bestimmt einige Herzen brechen wird ;-)

    Mit dem Museum und dem Eingangssatz finde ich gar nicht so verrückt. Wenn man mal so ein wenig die Kunstszene und Antikes verfolgt dann sind doch schon viele Dinge vollkommen aus der Mode, und für Bilder oder Antiquitäten für die man vor Jahren noch viel Geld bezahlen musste sind dermaßen im Preis gefallen....ausgenommen natürlich Kunstwerke von bekannten Namen. Ich finde es schade, denn so lässt sich doch auch alt und neu so wundervoll kombinieren.

    Tolle Tipps und Fotos mitgebracht hatte ich einen kleinen Ausflug nach Frankfurt.

    Liebe GRüsse

    N☼va

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Jajaja total. Das ist wunderwunderwunderbar mit nur einem Kind unterwegs zu sein. Man dreht sich die ganze Zeit nur um die eigenen Interessen...juchz. Und das Kind ist wirklich monstergroß inzwischen. Wie sagt mein Bruder: "Lange Schlange". Hahahaa. Ich komme mir schon manchmal vor wie die kleine Schwester ;-DDD.

      Löschen
  4. Wie alt ist er? Jedenfalls finde ich es toll, dass er sich auch für Kunst und Co interessiert, klasse Instaaccount, mal einer, wo nicht "Gamer" drüber steht in dem Alter :-) Hab direkt auch alle Links mal angeschaut, Museum behalte ich mal für die Ferien im Hinterkopf, denke, das gefällt Sohnemann hier auch und MoschMosch wird mal besucht. Perfekt!
    LG
    Tinka

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Du wohnst doch da in der Gegend?!?! Dass ich dir dann noch was zeigen kann was du nicht kennst...ein Wunder! Aber sag mal Bescheid wie euch die Ausstellung gefallen hat!

      Löschen